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Sophia, oder der Anfang aller Geschichten

Roman

Rafik Schami

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Beschreibung


Politthriller, Spionageroman, Liebesgeschichte

Heimweh zieht Salman nach vielen Jahren im Exil in seine Heimatstadt Damaskus zurück. Er verlässt sich auf eine Generalamnestie, nicht ahnend, dass sein Cousin Elias, ein hochrangiger Geheimdienstoffizier, ihn in eine Falle gelockt hat: Elias will Lösegeld erpressen und Salman dann in den Folterkellern verschwinden lassen. Salman gelingt es, rechtzeitig unterzutauchen, aber wie soll es weitergehen? Da erinnert sich seine Mutter Sophia an ein Versprechen ihrer Jugendliebe Karim – jetzt wird sich zeigen, ob er zu seinem Wort stehen kann. Liebe, Drama, Spannung, Poesie, Tragödie, auch dieser Roman ist ein echter Schami: hochunterhaltsam und dabei im besten Sinne aufklärerisch.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 480
Erscheinungsdatum 13.10.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14601-2
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19,4/12,7/2,8 cm
Gewicht 402 g
Verkaufsrang 34647

Buchhändler-Empfehlungen

Ein Ausflug ins Leben

Christina Dumke, Thalia-Buchhandlung Brühl

Sophia ist der Dreh-und Angelpunkt in Schamis neuem Roman, sowohl ihre eigene Lebensgeschichte als auch die einiger Menschen im näheren Umfeld sind Grundlage des Romans. Da ist zum einem Salman, ihr Sohn der sein Leben riskiert um seine Eltern in Damaskus zu besuchen. Da ist Karim, ihre Jugendliebe, ein Mann der sein Glück im fortgeschrittenen Alter findet, aber zugleich seine Tochter an einen religiösen Fanatiker verliert. Alle diese Schicksale sind mit unglaublicher Detailliebe und viel Leben und Gefühl gezeichnet. Tauchen Sie ein in eine Welt voll berührender Geschichten und erfahren Sie wie gefährlich es sein kann in einem System zu leben in dem der Begriff Demokratie ein Fremdwort ist.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
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Ein Buch über die Liebe
von MissRichardParker am 17.08.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Salman musste früh aus Syrien flüchten und hat seinen Platz im Leben in Rom gefunden. Dort lebt er mit seiner Frau und seinem Sohn und ist glücklich. Doch die Sehnsucht nach seiner Heimat wird immer wie grösser und Salman plant eine Reise in seine Heimatstadt Damaskus. Als die lang ersehnte und geplante Reise endlich losgehen ka... Salman musste früh aus Syrien flüchten und hat seinen Platz im Leben in Rom gefunden. Dort lebt er mit seiner Frau und seinem Sohn und ist glücklich. Doch die Sehnsucht nach seiner Heimat wird immer wie grösser und Salman plant eine Reise in seine Heimatstadt Damaskus. Als die lang ersehnte und geplante Reise endlich losgehen kann und Salman einige Tage bei seiner Familie in Damaskus geniessen konnte, wird auf einmal nach ihm gefahndet und Salman muss sofort untertauchen. Wie kann er dem Regime entfliehen? Wer kann ihm helfen? Gottseidank hat seine Mutter Sophia einen alten Freund, der Ihr einen Gefallen schuldig ist. Er soll Salman helfen aus Syrien zu flüchten und setzt dabei nicht nur sein Leben aufs Spiel... Ich habe dieses Buch gelesen, weil sie Kritiken unglaublich gut waren und ich sehr neugierig darauf wurde. Von Rafik Schami habe ich bisher noch nie etwas gelesen. Sein Erzählstil ist sehr bildhaft. Das gefiel mir. Sofort hatte ich bunte, lebendige Bilder im Kopf, Gerüche in der Nase... Ich konnte mir die Schauplätze so gut vorstellen, dass ich mich beim Lesen in einer anderen Welt befand. Was mich aber an all der tollen Erzählweise massiv gestört hat, waren die unzähligen kitschigen und schmalzigen Passagen, in der es um die "erotische Liebe" ging. Nicht falsch verstehen: ich habe nichts gegen Erotik und Liebe in Büchern :-) sogar kitschiges ertrage ich ziemlich lange. Nur hier war es mir zu extrem. In dieser Geschichte schien es fast so, als ob hier jeder am liebsten jeden bespringen würde. Für mich haben diese unzähligen Liebeleien zu viel Raum eingenommen. Etwas weniger wäre mehr gewesen, dann hätte man noch mehr über Salmans Flucht oder das Regime erfahren, was mich einfach mehr interessiert hätte als diese ständigen Liebesbeteuerungen der diversen Figuren in diesem Buch. Für meinen Geschmack musste ich etwas zu oft Seufzen und denken "ok.... schon wieder". Darum musste ich hier einfach einige Sterne abziehen. Das war aber der einzige Kritikpunkt. Ansonsten ist die Geschichte wirklich magisch, spannend und sehr interessant. Auch die Punkte über Religion und Liebe sind aktueller denn je. Ich fand das super! Für mich was es auch lehrreich, da ich einen Blick in eine Kultur erhielt, von der man leider momentan eher Angst und Schrecken übermittelt bekommt. Sehr lesenswert!

Nicht sein Bestes
von Jakob Arnim-Ellissen aus Wien am 05.05.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Sein Buch zur Syrienkrise. Zwar sind alle Zutaten da, die gewohnte Raffinesse fehlt aber. Fesselnd erst mit Anlauf, das Ende abrupt. Gut zu lesen, trotzdem schade.

große Erzählkunst
von einer Kundin/einem Kunden am 28.10.2015
Bewertet: Medium: Hörbuch-Download

Rafik Schami, der Exilsyrer, der seit langem in Deutschland wohnt, hat einen Roman geschrieben, der ihm selbst passiert sein könnte. Salman, ein Christ, hatte es damals geschafft, seinen Häschern zu entkommen, er ist nun erfolgreicher Geschäftsmann in Italien. Doch die Sehnsucht treibt ihn nach Damaskus. Zu Zeiten kurz vor dem... Rafik Schami, der Exilsyrer, der seit langem in Deutschland wohnt, hat einen Roman geschrieben, der ihm selbst passiert sein könnte. Salman, ein Christ, hatte es damals geschafft, seinen Häschern zu entkommen, er ist nun erfolgreicher Geschäftsmann in Italien. Doch die Sehnsucht treibt ihn nach Damaskus. Zu Zeiten kurz vor dem arabischen Frühling, gibt die Regierung Assads die Parole aus, alle Exilanten dürfen nach Hause kommen, niemand würde verfolgt werden. Salman würde gern nochmal seine Eltern sehen, seine Heimat. Selbstverständlich traut er dem Regime nicht ganz und lässt sich die Erlaubnis für seine Person schriftlich vom Diplomaten bestätigen. Auch seine Eltern holen Versicherungen ein. Immerhin ist ein Cousin Elias ein wichtiger Mann beim Geheimdienst. Erst als abgeklärt ist, dass das Land für Salman sicher ist, reist er los, in tiefer Freude. Natürlich ist es wunderbar die Eltern wiederzusehen, auch die Nachbarn, die Verwandten. Doch alles ist so anders, hat sich verändert, die Menschen haben sich verändert, oder er selbst? Der Besuch geht dem Ende zu, da erblickt Salman auf der Straße ein Fahndungsfoto. Er sieht sich selbst. Er sei ein Mörder, für einen Mord an der Frau eines Regierungsbeamten verantwortlich, zwei Monate, bevor er das Land betreten hat? Das Foto ist uralt und er weiß plötzlich, wer dahintersteckt … Zu Hause steht schon die Polizei vor der Tür, Salman muss untertauchen, bloß wohin? Sophia, seine Mutter ersinnt einen Plan, ihren Sohn aus dem Land herauszuschmuggeln. Aber das ist nur eine Geschichte … Rafik Schami schafft es immer wieder, in seinen Romanen viele Geschichten einzuweben. Zurück in die Jugend von Salman, in das alte Damaskus, noch weiter zurück, zur Geschichte von Sophia, von Aida, von Karim. Arabische Erzählkunst und Poesie, arabischer Humor, Geschichten von Menschen wie du und ich, mit all den Widersprüchen, die den Menschen ausmachen. Liebe und Freundschaft, Hass und Neid, Verrat, Religionskonflikte in den Gassen von Damaskus von heute, von damals. Ein Einblick in die syrische Gesellschaft, die sich unter der Diktatur verändert hat. 15 verschiedene Geheimdienste, von dem einer nicht weiss, was der andere macht, Intrigen, Machtgelüste, geldgierige Sippen, selbst Baschar Assad blickt nicht durch. Ein spannendes Buch, fast ein Thriller … halt, dafür hat es zu viel Poesie, zu viel Humor, zu viele Liebesgeschichten, die aber nie kitschig sind. Der Muslim Karim und seine christliche Lebensgefährtin Aida helfen Salman. Da ist die Geschichte von Karim, die von Sophia und Karim, von Sophia, die lieber den betuchten Goldschmied nahm, die Geschichte von Aida und die von Aida und Karim. Ein typisches Buch von Rafik Schami, ein Roman mit einem spannenden Plot, umwoben von viel Tragik im Kleinen. Sehr amüsant ist die Diskussion im Roman, warum es keine arabischen Kriminalromane gibt. „Kein Kommissar wagt es, bestimmte Kreise zu verhören“, sagt einer. Ein anderer meint, dass es doch gar keine Kommissare geben kann. Und wenn es einen gebe, dann würde er nicht fragen, sondern sich von dir ein Geständnis unterschreiben lassen. Das Buch ist natürlich auch politisch, eine Kritik am System. Ein Roman über Salman, der damals für die Freiheit kämpfte, fliehen musste, der nichts dazugelernt hat, von dem seine Tante Amalia sagt: „Er war viel zu naiv gewesen, um zu begreifen, dass Revolutionen auch den Abschaum der Gesellschaft anziehen wie ein Magnet das Eisenpulver. Sie kamen, um Rechnungen zu begleichen, und sie pfiffen auf alle Werte.“ "Auch Moses, Jesus und Mohammed haben sich geirrt, vor allem in ihren Anhängern".


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