Warenkorb
 

Der Geschichtenverkäufer. Großdruck

Roman

Weitere Formate

gebundene Ausgabe

Jetzt in großer Schrift: Jostein Gaarder über die Macht der Imagination

Ihm fliegt zu, was vielen Schriftstellern ausgeht – Geschichten. Das Geschäft floriert: Klassenaufsätze gegen Süßigkeiten, später gegen weibliche Zuwendung. Er entscheidet sich für eine Karriere hinter den Kulissen des Literaturbetriebs und wird Geschichtenverkäufer. Sein Erfolg ist überwältigend. Eines Tages jedoch findet sich der Ideenlieferant in eine Geschichte verstrickt, die von ihm selbst stammen könnte. Aber diesmal ist sie bitterböse Wahrheit.



Rezension
"Auch eine Satire auf den Literaturbetrieb, aber eigentlich ein Roman darüber, wie Imagination Fakten und sogar Identitäten schaffen kann."
Westfälischer Anzeiger 17.03.2007
Portrait
Gaarder, Jostein
Jostein Gaarder, am 8. August 1952 in Oslo geboren, studierte Philosophie, Theologie und Literaturwissenschaft in seiner Heimatstadt und unterrichtete danach zehn Jahre lang als Lehrer Philosophie an Schulen und in der Erwachsenenbildung. Daneben schrieb er Romane und Erzählungen für Erwachsene und Kinder. 1982 debütierte er mit der Novelle 'Katalog', 1986 erschien sein erster Erzählband für Erwachsene, 1987 das erste Kinderbuch. Nach seinem Welterfolg mit 'Sofies Welt' 1993 konzentrierte er sich ganz auf das Schreiben. 'Sofies Welt' wurde mittlerweile in 54 Sprachen übersetzt und wurde zu einem Weltbestseller. 1999 wurde das Buch verfilmt. Heute lebt Jostein Gaarder mit seiner Frau Siri, einer Theaterwissenschaftlerin, und seinen zwei Söhnen in Oslo.

Haefs, Gabriele
Gabriele Haefs, geboren 1953, studierte Volkskunde, Sprachwissenschaft, Keltologie und Nordistik in Bonn und Hamburg. Die Übersetzerin aus dem Norwegischen, Dänischen, Schwedischen, Englischen, Niederländischen und Gälischen ist mit dem norwegischen Schriftsteller Ingvar Ambjørnsen verheiratet und lebt in Hamburg.
… weiterlesen
  • Artikelbild-0
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 376
Erscheinungsdatum 12.01.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-25392-5
Reihe dtv- Großdruck
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/12,1/3 cm
Gewicht 318 g
Originaltitel Sirkusdirektorens datter
Übersetzer Gabriele Haefs
Verkaufsrang 95283
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
10,95
10,95
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
PAYBACK Punkte
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?

Kundenbewertungen

Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
4
1
0
0
0

Geschichten über Geschichten
von einer Kundin/einem Kunden am 28.01.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

„Ich komme mir vor wie heimgesucht von einem wütenden Schwarm von Seelen, die in meinen Gehirnzellen eine Art Kaffeeklatsch abhalten. Mir fehlt die nötige Seelenruhe, um sie alle zu beherbergen, also muss ich einige davon loswerden. Ich leide unter einem gewaltigen geistigen Überschuss und muss mich deshalb immer wieder entleere... „Ich komme mir vor wie heimgesucht von einem wütenden Schwarm von Seelen, die in meinen Gehirnzellen eine Art Kaffeeklatsch abhalten. Mir fehlt die nötige Seelenruhe, um sie alle zu beherbergen, also muss ich einige davon loswerden. Ich leide unter einem gewaltigen geistigen Überschuss und muss mich deshalb immer wieder entleeren. In regelmäßigen Abständen nehme ich Papier und Bleistift zur Hand und beginne einen gedanklichen Aderlass.“ (Seite 7) Mit diesem alten Tagebucheintrag holt Petter den Leser in seine Gedankenwelt. Phantasie- und humorvoll erzählt er in einer schnodderigen Sprache aus seiner Jugend, in der er zwar keine Freunde, dafür aber viele Bittsteller hatte, für die er Hausaufgaben erledigte. Sein einziger Freund war Meter, ein kleiner Mann mit Spazierstock, der nur in seiner lebhaften Phantasie existierte. Der Blick auf sein Leben beinhaltet auch: „Ich fand es richtig, dass meine Eltern geschieden waren. Ich war lieber nur mit einem Elternteil zusammen. Ich glaube außerdem, dass ich schönere Weihnachtsgeschenke bekam als andere Kinder. Ich bekam immer die doppelte Menge.“ Petter vermittelt den Eindruck ohne Punkt und Komma zu erzählen und dabei vom Hundertsten ins Tausendste zu kommen. Man erfährt von seiner großen Liebe zu Maria und seinem internationalen Erfolg als Verkäufer von Grundideen für Geschichten, die er nicht weiter ausbauen will. Immer wieder betont er, selbst nicht berühmt werden zu wollen. Statt dessen liest er lieber die mehr oder weniger ausgefeilten Ergüsse seiner Kunden, von denen jeder glaubt, als einziger von Petters ungezügeltem Ideenreichtum zu profitieren. Eines Tages scheint er den Überblick verloren zu haben und seine Stellung in der Literaturwelt ist bedroht ... Der Roman des 1952 in Oslo geborenen Jostein Gaarder erschien 2001 unter dem Titel „Sirkusdirektørens datter“ und kam 2002 auf den deutschen Büchermarkt. Er strotzt nur so von ironischen Lebensweisheiten und phantasievollen Gleichnissen und hat mich königlich amüsiert.

Übersprudelnde Phantasie
von einer Kundin/einem Kunden aus Pforzheim am 29.10.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Jostein Gaarder, der vor allem durch sein Buch "Sofies Welt" bekannt wurde, erzählt in diesem Buch die Geschichte von Petter, der eine übersprudelnde Phantasie besitzt. Es vergeht keine Minute, in der er keine Geschichten erfindet, oder sich Verbesserungen zu bestehenden Geschichten ausdenkt. Doch selbst ein Buch zu schreiben, ... Jostein Gaarder, der vor allem durch sein Buch "Sofies Welt" bekannt wurde, erzählt in diesem Buch die Geschichte von Petter, der eine übersprudelnde Phantasie besitzt. Es vergeht keine Minute, in der er keine Geschichten erfindet, oder sich Verbesserungen zu bestehenden Geschichten ausdenkt. Doch selbst ein Buch zu schreiben, kommt für ihn nicht in Frage. Bald merkt Petter, dass er aus seiner Begabung Gewinn ziehen kann. Als Kind verkauft er Hausaufgaben, als Erwachsener verkauft er Autoren seine Ideen für Bücher. Doch bald wird klar, dass er sein Netz nicht unbemerkt spinnen kann. Autoren und Verleger wollen ihn zum Schweigen bringen und eine schöne, nachdenkliche Geschichte mündet in Spannung. Gaarder macht in diesem Buch das Thema Philosophie zwar nicht zum Hauptthema, dennoch wird durch die zwischendurch erzählten Ideen immer wieder ein neues philosophisches Thema angeschnitten. Ein sehr schönes und spannendes Buch mit einer außergewöhnlichen Idee.

Wahrheit oder Phantasie?
von einer Kundin/einem Kunden aus Kottingbrunn, Niederösterreich am 28.12.2006
Bewertet: Einband: Taschenbuch

... diese Frage muss man sich als Leser die ganze Zeit über stellen. Der Icherzähler der Geschichte berichtet über sein Leben. Schon von Kindheit an hat er eine überquellende Phantasie, die er nicht vollständig mit seinem Geist beherrschen kann. Dies führt zu zwei wichtigen Erkenntnissen, nämlich erstens dass er permanent seine ... ... diese Frage muss man sich als Leser die ganze Zeit über stellen. Der Icherzähler der Geschichte berichtet über sein Leben. Schon von Kindheit an hat er eine überquellende Phantasie, die er nicht vollständig mit seinem Geist beherrschen kann. Dies führt zu zwei wichtigen Erkenntnissen, nämlich erstens dass er permanent seine Geschichten an den Mann oder die Frau bringen muss um seinen Geist zu beruhigen und vor allem auch dazu, dass er nicht immer zwischen Realität und Phantasie unterscheiden kann. Als der junge Mann erwachsen wird erkennt er, dass er viel Geld damit verdienen kann, wenn er seine Geschichten als Synopsen an Schriftsteller verkauft, die daraus dann Bücher stricken sollen. Auf dieser Basis entwickelt sich die Story bis zu ihrem Höhepunkt am Ende des Werkes, wo sich der Leser dann fragt ob der Erzähler nicht bloß seiner regen Phantasie zum Opfer gefallen ist - schließlich begleitet ihn ja auch ein kleiner grüner Gnom seit Kindheitstagen, den außer ihm natürlich niemand sehen kann. Jostein Gaarder ist den meisten von uns ein Begriff als Erzähler von Kinder- und Jugendgeschichten - weltberühmt wurde er mit Sofies Welt, ein Werk das auch Erwachsene begeisterte. Nun wendet er sich explizit an erwachsenes Publikum. Wer jemals daran gezweifelt hat, dass Gaarder auch Meisterwerke für Erwachsene schaffen kann, wird nun eines Besseren belehrt. Das Buch hat alles was große Literatur benötigt. Es ist sprachlich ganz hervorragend gelungen - vielleicht nicht vergleichbar mit Süskind oder Mercier aber wesentlich besser als die durchschnittliche Alltagskost. Stilistisch kann sich Gaarder durchaus mit den Besten messen, so sind die eingefügten Kurzgeschichten nicht bloß nette Erzählungen, sondern sind wunderbar in die psychische Situation des Erzählers eingebettet. Überhaupt ist die Charakterisierung und Entwicklung des Icherzählers wahrlich meisterhaft gelungen. Wir haben es also mit einem wahrhaft großartigen Psychogramm zu tun, das nur auf den ersten Blick nach einem äußeren Plot aussieht. Das Buch ist absolut lesenswert und eine echte Empfehlung.