Ina aus China

oder: Was hat schon Platz in einem Koffer Roman

(1)
Nach einer wahren Begebenheit
Als Siebenjährige kommt die Chinesin Yinna 1937 aus dem von den Japanern besetzten Schanghai nach Brandenburg und lebt als Pflegekind bei der verwitweten Frau von Steinitz. Ihr Vater, ein Freund der Familie von Steinitz, möchte das kleine Mädchen vor dem Krieg in Sicherheit bringen. Doch bald greift der Krieg ein zweites Mal in das Leben von Ina, wie sie in Deutschland genannt wird, ein. Der Roman erzählt von den Eingewöhnungsschwierigkeiten und dem Alltag einer jungen Ausländerin in einer nazideutschen Kleinstadt zwischen 1937 und 1944, blendet aber auch zurück in die Schanghaier Kindheit und in das Peking der Jahrhundertwende. Im Verlauf ihres wechselvollen Lebensweges beginnt Ina zu begreifen, dass Begriffe wie »Freund«, »Feind«, »Heimat« im persönlichen Leben etwas ganz anderes bedeuten können als in der großen Politik
Portrait
Susanne Hornfeck, Dr. phil, ist Germanistin und Sinologin, Autorin und Übersetzerin. Fünf Jahre lebte und lehrte sie in Taipei. 2007 wurde sie mit dem renommierten C.H. Beck Übersetzerpreis ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 304
Altersempfehlung 12 - 14
Erscheinungsdatum 13.10.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-62673-6
Reihe Reihe Hanser
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/12/3 cm
Gewicht 291 g
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In der Fremde in Sicherheit?
von Asiabuch am 01.01.2010
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ina sieht aus wie eine Chinesin, doch sie geht im Brandenburg des Jahres 1937 zur Schule und lebt bei einer deutschen Pflegemutter. Herr Chen hat seine 7-Jährige Tochter Ynna gemeinsam mit ihrer älteren Cousine aus Shanghai nach Deutschland geschickt, um sie vor den nahenden japanischen Truppen in Sicherheit zu... Ina sieht aus wie eine Chinesin, doch sie geht im Brandenburg des Jahres 1937 zur Schule und lebt bei einer deutschen Pflegemutter. Herr Chen hat seine 7-Jährige Tochter Ynna gemeinsam mit ihrer älteren Cousine aus Shanghai nach Deutschland geschickt, um sie vor den nahenden japanischen Truppen in Sicherheit zu bringen. Meihua studierte schon vorher in Berlin und Ynna (Deutsch: Ina) wird von nun an in der Kleinstadt an der Havel bei Frau von Steinitz leben, einer kinderlosen Witwe. Ina lernt schnell Deutsch, schließt Freundschaft mit gleichaltrigen Mädchen und nimmt die neue Umgebung aus ihrer ganz persönlichen chinesischen Perspektive wahr. Die deutschen Lebensgewohnheiten müssen sehr merkwürdig auf die kleine Chinesin gewirkt haben. Der Kontakt zu Inas Vater in Shanghai ist nur spärlich; denn Briefe sind monatelang mit dem Schiff unterwegs. Die Entwicklung des Nationalsozialismus erlebt Ina am Beispiel des BdM, des Bund deutscher Mädel mit, (in dem damals alle deutschen Mädchen Mitglied waren, aber keine deutschen jüdischen Mädchen). Der Vater ihrer Freundin Inge sieht als Jude keine andere Möglichkeit, als mit seiner Familie auszuwandern - ausgerechnet Shanghai nimmt deutsche Emigranten auf. Ina erlebt den Zweiten Weltkrieg, Nächte im Luftschutzkeller, die Rationierung von Lebensmitteln. Im vorletzten Kriegsjahr muss die 13-jährige Ausländerin aus dem nationalsozialistischen Deutschland flüchten. Susanne Hornfecks Geschichte lehnt sich an eine wirkliche Begebenheit an. Die Autorin lässt uns aus der Sicht eines chinesischen Kindes die Zeit des Nationalsozialismus miterleben. Das Schicksal Ynnas steht für mich stellvertretend für alle Kinder, die während des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges zum Arbeitseinsatz aufs Land geschickt wurden, die man vor den Bombenangriffen zu Verwandten in Sicherheit brachte oder ohne Eltern ins Ausland schickte, um sie vor dem Tod im Konzentrationslager zu bewahren. Eltern wollten ihre Kinder in Sicherheit wissen; wie Krieg, Verfolgung und das Aufwachsen ohne Eltern Kinder traumatisieren kann, darüber denken wir erst aus der Distanz von über 60 Jahren nach. "Ina aus China" ist ein fesselnd erzählter Jugendroman vor der authentischen Kulisse des Nationalsozialismus in Deutschland. An Ina als gut integrierter Ausländerin zeigt sich die Absurdität des nationalsozialistischen Rassenwahns. Inas Erlebnisse können die Leser des Buches zum Nachdenken darüber anregen, was Heimat, Leben in der Fremde und Freundschaft jedem von uns bedeutet.