Shirley

Roman

(5)

Nach Jane Eyre der zweite große Frauenroman Charlotte Brontes.
Der Schauplatz des Romans ist Yorkshire - Brontës Heimat - zur Zeit der Kontinentalsperre Napoleons und der Arbeiterunruhen im Jahre 1812. Vor diesem historischen Hintergrund wird die Geschichte des zielstrebigen jungen Tuchfabrikanten Robert Moore und seines Bruders Louis sowie der Titelheldin Shirley Keeldar und der Pfarrersnichte Caroline Helstone erzählt. Die zarte Caroline beweist im Laufe des Romans auf ihre Art nicht weniger Lebenskraft und Unbeugsamkeit, etwa in ihrem Ringen um Robert Moores echte Liebe zu ihr, als die finanziell unabhängige, eigenwillige Shirley, die ihre geldgierigen Verehrer abweist, sich über das Standesdenken hinwegsetzt und ungeachtet der gesellschaftlichen Stellung ihrer Neigung folgt und sich zur Ehe mit dem unscheinbaren, aber gebildeteren Louis entschließt. Nach ihrem Roman >Jane Eyre<, mit dem Charlotte Brontë über Nacht weltberühmt wurde, ist auch >Shirley< ein von viktorianischen Konventionen erstaunlich unberührtes Buch, das sich mit großer Offenheit und Kühnheit über verkrustete Vorstellungen hinwegsetzt.

Portrait

Charlotte Brontё wurde am 21. April 1816 als älteste der drei berühmten Schwestern in Thornton, Yorkshire, geboren. Schon als Kind begann sie zu schreiben, arbeitete jedoch zunächst einige Jahre als Lehrerin und Gouvernante, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Wie ihre Schwestern veröffentlichte sie ihre Werke unter einem männlichen Pseudonym; die wahre Identität der Autorinnen gab sie 1850 in einem Vorwort zu Emily Brontёs ›Wuthering Heights‹ preis. Neben ›Jane Eyre‹ hinterließ Charlotte Brontё drei weitere Romane sowie einen gemeinsam mit ihren Schwestern publizierten Gedichtband. Sie starb 1855 in Haworth, Yorkshire.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 752
Erscheinungsdatum 01.02.2005
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-13300-5
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19,1/12/3,3 cm
Gewicht 442 g
Originaltitel Shirley. A Tale
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Andrea Ott
Buch (Taschenbuch)
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„Zwei tolle Heldinnen erobern Ihr Wohnzimmer!“

Daniela Götz, Thalia-Buchhandlung Marburg

Shirley und Caroline könnten nicht unterschiedlicher sein. Die sanfte und zurückhaltende Caroline, die eigentlich nur die Liebe von Robert Moore erringen will und Shirley, die trotz ihres Geldes um Unabhängigkeit ringen muss.
Beide stürzen sich nicht nur Hals über Kopf in ihre Freundschaft, sondern auch ihr Leben.
Ein wunderschöner Roman von Charlotte Bronte, der Jane Eyre in Nichts nachsteht, wenn nicht sogar besser ist, als ihr bekanntestes Werk.
Sowohl die Geschichte, als auch die Sprachen überzeugen in allen Punkten. Ab und an gibt es ein paar Längen, die aber zu einer Lektüre wie Charlotte Bronte oder Jane Austen einfach dazu gehört.
Alles in allem eine sehr gelungene Lektüre.
Shirley und Caroline könnten nicht unterschiedlicher sein. Die sanfte und zurückhaltende Caroline, die eigentlich nur die Liebe von Robert Moore erringen will und Shirley, die trotz ihres Geldes um Unabhängigkeit ringen muss.
Beide stürzen sich nicht nur Hals über Kopf in ihre Freundschaft, sondern auch ihr Leben.
Ein wunderschöner Roman von Charlotte Bronte, der Jane Eyre in Nichts nachsteht, wenn nicht sogar besser ist, als ihr bekanntestes Werk.
Sowohl die Geschichte, als auch die Sprachen überzeugen in allen Punkten. Ab und an gibt es ein paar Längen, die aber zu einer Lektüre wie Charlotte Bronte oder Jane Austen einfach dazu gehört.
Alles in allem eine sehr gelungene Lektüre.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
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Lohnender Klassiker
von einer Kundin/einem Kunden aus Göppingen (BaWü) am 01.03.2015

Der Einstieg in "Shirley" macht es einem nicht einfach, das gebe ich zu. Es werden anfangs Personen eingeführt, die nachher kaum mehr von Belang sind und auf die Frau, nach der der Roman benannt ist, muss man sehr lange warten. Aber hat man sich erst einmal eingelesen und herausgefunden,... Der Einstieg in "Shirley" macht es einem nicht einfach, das gebe ich zu. Es werden anfangs Personen eingeführt, die nachher kaum mehr von Belang sind und auf die Frau, nach der der Roman benannt ist, muss man sehr lange warten. Aber hat man sich erst einmal eingelesen und herausgefunden, wer die wirklich wichtigen Personen sind, auf die es sich zu konzentrieren gilt, kommt richtige Lesefreude auf. In die zwei Liebesgeschichten sind politische und sozialkritische Themen eingeflochten, was mir sehr gut gefiel. Bisher kannte ich nur die Romane von Jane Austen. Charlotte Bronte schreibt weniger humorvoll, doch was inhaltliche Substanz und sprachliche Finesse angeht, steht "Shirley" Jane Austens Werken in nichts nach.

Unausgegoren
von einer Kundin/einem Kunden aus einer großen Stadt am 29.07.2008

Die gesamte Geschichte ist unstimmig. Das fängt schon beim Titel an. Warum das Buch 'Shirley' heißt, wußte wahrscheinlich nur die Autorin allein. Die Hauptfigur des Romans heißt nämlich Charlotte. Die Titelheldin taucht erst ab dem zweiten Drittel des Buches auf. Hier wurde versucht, ein geschichtlicher Hintergrund (die Zeit der... Die gesamte Geschichte ist unstimmig. Das fängt schon beim Titel an. Warum das Buch 'Shirley' heißt, wußte wahrscheinlich nur die Autorin allein. Die Hauptfigur des Romans heißt nämlich Charlotte. Die Titelheldin taucht erst ab dem zweiten Drittel des Buches auf. Hier wurde versucht, ein geschichtlicher Hintergrund (die Zeit der Maschinenstürmer) mit zwei Liebesgeschichten zu verknüpfen - was meiner Meinung nach völlig fehlgeschlagen ist. Die Liebesbeziehungen kann ich teilweise nicht nachvollziehen. Z.Bsp. versteht einer der 'Helden' unter Liebe doch tatsächlich, seine Angebetete ständig zu schulmeistern und nach seinem Wunsch und Willen zu formen. Die mitgeteilten intimen Gedanken sind teilweise reichlich kitschig - einfach nur peinlich. Die Damen sind fast alle reichlich unbedarft und achso demütig. Man hat den Eindruck, daß sie kaum bis drei zählen können. Alles in allem kann ich das Buch nicht empfehlen.