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1905 wurde sie erstmals veröffentlicht und sorgte danach weltweit für Furore in Wissenschaftskreisen: Mit seiner bahnbrechenden Relativitätstheorie wurde Albert Einstein zu einem der bedeutendsten Physiker der Geschichte. Dieser Band enthält die gesammelten weltanschaulichen Äußerungen und Bekenntnisse Einsteins, in denen er auch Rechenschaft ablegt über seine wissenschaftliche Tätigkeit und ihre Einbettung in den gesellschaftlichen Zusammenhang.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Herausgeber Carl Selig, Carl Seelig
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 01.02.2005
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-36728-6
Verlag Ullstein Verlag
Maße (L/B/H) 19,1/12,1/2,2 cm
Gewicht 232 g
Auflage 7. Auflage
Verkaufsrang 32.247
Buch (Taschenbuch)
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Unglaublicher Mensch - tolles Buch
von einer Kundin/einem Kunden am 30.01.2016

»Ich bin fest davon durchdrungen, dass keine Reichtümer der Welt die Menschheit weiterbringen können, auch nicht in der Hand eines dem Ziele noch so ergebenen Menschen.« (S. 13) Nur das Beispiel grosser und reiner Persönlichkeit könne, so Einstein, zu edlen Auffassungen und Taten führen. Das Geld ziehe nur den... »Ich bin fest davon durchdrungen, dass keine Reichtümer der Welt die Menschheit weiterbringen können, auch nicht in der Hand eines dem Ziele noch so ergebenen Menschen.« (S. 13) Nur das Beispiel grosser und reiner Persönlichkeit könne, so Einstein, zu edlen Auffassungen und Taten führen. Das Geld ziehe nur den Eigennutz an und verführt stets unwiderstehlich zum Missbrauch. »Kann sich jemand Moses, Jesus oder Gandhi bewaffnet mit Carnegies Geldsack vorstellen?« (S. 13) Zur ›Notwendigkeit der ethischen Kultur‹ meint Einstein, dass » die moralische und ästhetische Vervollkommnung (…) ein Ziel (ist), das den Bemühungen der Kunst näher steht als denen der Wissenschaft. Wohl ist das Verstehen der Nächsten von Bedeutung. Dies Verstehen wird aber nur fruchtbar, wenn es von Mit-Freude und von Mit-Leid getragen ist.« (S. 23) Er führt das »furchtbare Dilemma der politischen Weltsituation« (S. 24) auf den den Verlust der Ethik zurück. »Ohne ›ethische Kultur‹ gibt es keine Rettung für die Menschen« (S. 23) Einstein betont in diesem Buch auch, dass Bildung zwar wichtig sei, aber wichtiger sei die »Erziehung zu selbständigem Denken« (S. 27) Denn ohne selbständiges Denken würden wir zu einer Art Maschine verkommen, die die wichtigen Dinge im Leben nicht mehr zu erkennen vermag. Zum Thema Pazifismus und Frieden schreibt Einstein, dass »das Ziel der Sicherung des internationalen Friedens (…) von den wirklich bedeutenden Menschen früherer Generationen in seiner Wichtigkeit erkannt worden« (S. 53) sei. Die Entwicklung der Technik in unserer Zeit aber, ist Einstein überzeugt, mache dieses ethische Postulat zu einer Existenzfrage für die heutige zivilisierte Menschheit und die aktive Teilnahme an der Lösung des Friedensproblems zu einer Gewissenssache, der kein bewusster Mensch ausweichen könne. »Man muss sich klarmachen, dass jene mächtigen Gruppen der Industrie, die an der Produktion der Waffen beteiligt sind, in allen Ländern einer friedlichen Regelung der internationalen Streitfragen entgegenwirken und dass die Regierenden nur dann jenes wichtige Ziel erreichen können, wenn sie der tatkräftigen Unterstützung der Majorität der Bevölkerung sicher sind.« (S. 53) In einem Abschnitt über die ›jüdischen Probleme‹, kommt Einstein zum Schluss, dass Palästina für die Juden »keine blosse Wohltätigkeits- oder Kolonialangelegenheit, sondern ein Problem von zentraler Wichtigkeit für das jüdische Volk« (S. 111) sei. Sei es notwendig und zeitgemäss, ein Gemeinschaftsgefühl zu erwecken und zu stärken? »Auf diese Frage glaube ich nicht nur aus einem spontanen Gefühl heraus, sondern aus Vernunftgründen mit einem unbedingten ›Ja‹ antworten zu müssen.« (S. 111) Zum Zionismus schreibt Einstein in einem Brief an Prof. Dr. Hellpach: »Sie nennen das alles Nationalismus - und nicht ganz mit Unrecht. Aber ein Gemeinschaftsstreben, ohne das wir in dieser feindlichen Welt nicht leben und nicht sterben können, kann immer mit diesem hässlichen Namen bezeichnet werden.« (S. 117) Jedenfalls sei der Zionismus ein Nationalismus, der nicht nach Macht, sondern nach Würde und Gesundung strebe, so Einstein. »Wenn wir nicht unter intoleranten, engherzigen und gewalttätigen Menschen leben müssten, wäre ich der erste, der jeden Nationalismus zugunsten des universalen Menschentums verwerfen würde!« (S. 117) Was in diesem Büchlein aber nicht steht, ist folgendes: Bereits in einem Brief von 1948, der unter Anderen auch von Albert Einstein - wie wir gesehen haben selbst bekennender Zionist - unterzeichnet wurde, warnten Intellektuelle vor der heutigen Likud-Partei (vor der Vereinigung zur Likud-Partei noch Cherut-Partei) und bezeichnete sie wörtlich als »eine politische Partei, die in ihrer Organisation, Methoden, politischer Philosophie und sozialem Appell mit den nationalsozialistischen und faschistischen Parteien verwandt ist«. Quelle: https://archive.org/details/AlbertEinsteinLetterToTheNewYorkTimes.December41948 Ein sehr tolles Buch eines unglaublich gutmütigen, intellektuellen und bemerkenswerten Menschen, auch wenn ich nicht zu 100% mit seinen Ansichten übereinstimme. Muss man lesen!