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Dogville

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Amerika in den 30er Jahren zur Zeit der großen Depressionen. Auf der Flucht vor ihren Verfolgern landet Grace in der abgeschiedenen Kleinstadt Dogville in den Rocky Mountains. Der Gemeindesprecher Tom setzt sich für die junge Frau ein. Unter der Bedingung, dass sie sich dem Gemeinschaftsleben anpasst und den Bewohnern bei der Arbeit zur Hand geht, darf sie zunächst für eine Probezeit von zwei Wochen bleiben. Mit Beharrlichkeit und Güte gelingt es Grace, das Vertrauen der braven Bürger zu gewinnen. Als jedoch ein Sheriff einen Steckbrief mit ihrem Konterfei an der Dorfkirche anschlägt, kippt die Stimmung. Für die schöne Fremde beginnt ein Martyrium, an dessen Ende sie - ausgebeutet, gedemütigt und vergewaltigt - als jedermanns Skalvin an der Kette gehalten wird. Aber Grace hütet ein Geheimnis und nimmt schließlich blutige Rache.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium DVD
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum 01.07.2004
Regisseur Lars von Trier
Sprache Deutsch, Englisch
EAN 4010324021717
Genre Drama
Studio Concorde Home Entertainment GmbH / Grünwald
Spieldauer 170 Minuten
Bildformat 16:9 (2,35:1)
Tonformat Deutsch: DD 5.0, Englisch: DD 5.0
Produktionsjahr 2003
Film (DVD)
5,99
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Kundenbewertungen

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Überraschung!
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 06.03.2014

Überrascht wir jede Zuschauerin die sich ohne vorherige Kenntnis auf Dogville einlässt. Mehr wird nicht verraten! Es lohnt sich jedenfalls sich die Ruhe und die Zeit zu nehmen.

Düsterer, fesselnder Theaterfilm
von Christoph Große Hartlage am 08.09.2007

Dogville präsentiert sich wie eine Versuchsanordnung. Untersucht werden soll folgendes: Eine junge Frau auf der Flucht kommt in eine von der Außenwelt weitgehend abgeschlossene Kleinstadt. Die Bewohner des Städtchen sollen darüber entscheiden, ob und unter welchen Bedingen die Fremde unter ihnen leben soll. Der weitere Verlauf wird von der... Dogville präsentiert sich wie eine Versuchsanordnung. Untersucht werden soll folgendes: Eine junge Frau auf der Flucht kommt in eine von der Außenwelt weitgehend abgeschlossene Kleinstadt. Die Bewohner des Städtchen sollen darüber entscheiden, ob und unter welchen Bedingen die Fremde unter ihnen leben soll. Der weitere Verlauf wird von der Kamera aufgezeichnet. Experimente werden in der Regel unter Laborbedingungen durchgeführt. Alle Störfaktoren werden nach Möglichkeit ausgeblendet. Entsprechend wird in "Dogville" auf ein klassisches Filmset verzichtet. Der Zuschauer ist quasi ein Gast des Versuchsleiters. Teilweise lenkt dieser mit Hilfe der Kamera die Aufmerksamkeit auf bestimmte Vorkommnisse in dem gesellschaftlichen Mikrokosmos, teilweise hat der Zuschauer aber auch selber Gelegenheit nach Lust und Laune seinen Blick über die Versuchsanordnung schweifen zu lassen. Er sieht gleichzeitig das Private und das Öffentliche von 15 Erwachsenen und einer Handvoll Kinder. Im Prinzip ist "Dogville" nichts anders als abgefilmtes Theater. Theater auf der Leinwand hat aber einen wesentlichen Vorteil. Emotionen sind feiner darstellbar, weil die Leinwand Gesichter in Großaufnahme zeigen kann. Die Menschen von Dogville sind ganz mit sich selbst beschäftigt. Man kennt sich, ist eine eingeschworene Gemeinschaft, lebt aber auch gleichgültig neben einander her. Bis eines Tages Grace in ihre Mitte tritt. In einer Versammlung wird beschlossen, dass sie zunächst für zwei Wochen bleiben darf. Die Anwesenheit Grace reißt sie aus ihren Alltagstrott. Dogville erwacht aus seiner Lethargie. In neun Kapitel skizziert von Trier die gruppendynamischen Prozesse, die aus der neuen Situation entstehen. Zunächst kann die freundliche Fremde sämtliche Bewohner für sich gewinnen und das Gute in den Menschen von Dogville wecken. Aber mit dem wachsenden Bewusstsein der Dogviller, dass es in ihrer Macht liegt über das Wohl der Flüchtigen zu entscheiden. Und Lars von Trier zeigt wie Macht den Menschen korrumpieren kann. Nach und nach beginnen die scheinbar so freundlichen Bürger die Schwäche der Verfolgten auszunutzen. Aus dem Engel wird der Sündenbock, aus der Flüchtigen eine Gefangene. Die Abgründe der menschlichen Natur treten zu Tage. In den neun Kapitel erfährt Grace alle menschlichen Verhaltenweisen, die ein Fremder unter Einheimischen, ein Außenseiter gegenüber der Mehrheit nur erfahren kann. Sie wird misstrauisch beäugt, geschützt, geliebt, benutzt, beschimpft, vergewaltigt, verachtet, versklavt, verraten. Mit Geduld erträgt Grace ihren Leidensweg. Aber anders als in den vorangegangenen Filmen in der er die menschliche insbesondere die weibliche Leidensfähigkeit thematisiert hat, dreht er am Ende den Spies noch einmal um. Ist Vergeltung gestattet, um Unrecht zu sühnen? Eine Antwort gibt der Film nicht. Aber er hinterlässt Verwirrung. Gut und Böse erscheinen beständig in einem anderen Licht und so wird der Zuschauer im Laufe des Filmes hin- und hergeworfen zwischen Anteilnahme, Rachegelüsten und Vergebung. "Dogville" spielt mit den Emotionen und hinterfragt die scheinbare eigene moralische Überlegenheit. Somit wird der Film letztlich zum Selbstversuch. Denn Dogville gibt es nicht nur auf der Leinwand, Dogville ist überall. Lars von Trier hat einen düsteren, pessimistischen Theaterfilm gedreht, der für seine Laufzeit von drei Stunden aber überraschend kurzweilig ausgefallen ist. Für Abwechslung sorgen automatisch die fünfzehn unterschiedlichen Charaktere von Dogville, einschließlich ihres ständig im Wandel begriffenen Reaktionsverhalten gegenüber Grace.

Ein aussergewöhnlicher Film
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 07.11.2005

... den Lars von Trier da bietet. Allerdings ist er auch sehr gewöhungsbedürftig. Aber immerhin- ich habe in den knapp drei Stunden nicht ein einziges mal zur Uhr geschaut. Zuerst: es handelt sich nihct um einen typischen Dogma-Film, obwohl die "Kulissen" diesen Namen eigentlich nicht verdienen: sie sind mit... ... den Lars von Trier da bietet. Allerdings ist er auch sehr gewöhungsbedürftig. Aber immerhin- ich habe in den knapp drei Stunden nicht ein einziges mal zur Uhr geschaut. Zuerst: es handelt sich nihct um einen typischen Dogma-Film, obwohl die "Kulissen" diesen Namen eigentlich nicht verdienen: sie sind mit Kreidestrichen auf den Boden gemalt. Dadurch erzielt von Trier einige interessante Effekte, da man ja die Leute in ihren verschlossenen Wohnungen beobachten kann. Die Handlung is schnell erzählt: Grace (Kidman) ist auf der Flucht, Tom überredet die Gemeinde, sie zu verstecken. Im Laufe der Zeit wird Grace bei den Einwohnern immer beliebter, allerdings werden die Bedingungen ihres Versteckes immer schwieriger, ihre Lage immer entwürdigender, je intensiver die Such nach ihr in der Aussenwelt wird. Das Ende ist dann doch sehr überraschend! Der Film ist wirklich sehr beklemmend erzählt in einer klaustrophobischen Atmosphäre, nichts für einen gemütlichen Abend am Kamin. Trotzdem- oder gerade deshalb- finde ich das Werk aussergewöhnlich sehenswert. Die fünf Sterne sind verdient.