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Detektivgeschichte

Ein Umsturz, irgendwo in Lateinamerika. Eine Diktatur wird errichtet. Dem Polizisten Antonio Martens bietet sich eine Chance zu unverhofftem Aufstieg: Er wird zum Corps berufen, wo er auf den ebenso charismatischen wie undurchsichtigen Vorgesetzten Diaz und seinen sadistischen Spießgesellen Rodriguez trifft. Mit harmlos anmutenden Beschattungen fängt es an, mit der Aufnahme zahlloser unbescholtener Bürger in das Register. Doch Rodriguez hat eine Foltermaschine in Auftrag gegeben, die er zu nutzen gedenkt. Martens verschließt davor die Augen. Während überall nach Aufständischen gefahndet wird, kämpft er mit Gefühlen, die zu schwach für echten Zweifel, aber zu stark für reine Bedenkenlosigkeit sind. Ein Gegner des Regimes soll der junge Enrique Salinas sein ein Träumer, der trotz aller Bemühungen keinen Anschluß an den Widerstand findet. Doch schon sein Traum genügt, um den staatlichen Unterdrückungsapparat in Gang zu setzen. Antonio Martens, ahnungsloser Täter und ahnungsloser Zeuge zugleich, beginnt zu begreifen, daß er Teil einer großen Mordmechanik ist. Detektivgeschichte ist in Ungarn erstmals 1977 veröffentlicht worden. Jetzt endlich erscheint die Erzählung, deren universale Gültigkeit sich angesichts neuer Kriege und neuer Folterexzesse immer wieder bestätigen wird, in deutscher Sprache.
Portrait
Imre Kertész, 1929 in Budapest geboren, wurde 1944 als 14-Jähriger nach Auschwitz und Buchenwald deportiert. In seinem "Roman eines Schicksallosen" hat er diese Erfahrung auf außergewöhnliche Weise verarbeitet. Das Buch erschien zuerst 1975 in Ungarn, wo er während der sozialistischen Ära jedoch Außenseiter blieb und vor allem von Übersetzungen lebte (u.a. Nietzsche, Hofmannsthal, Schnitzler, Freud, Joseph Roth, Wittgenstein, Canetti). Erst nach der europäischen Wende gelangte er zu weltweitem Ruhm, 2002 erhielt er den Literaturnobelpreis. Seitdem lebte Imre Kertész überwiegend in Berlin und kehrte erst 2012, schwer erkrankt, nach Budapest zurück. Er starb am 31. März 2016.
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  • "Ich will eine Geschichte erzählen. Eine einfache Geschichte. Sie können sie auch ungeheuerlich nennen. Doch das ändert nichts an ihrer Einfachheit. Ich möchte also eine einfache und ungeheuerliche Geschichte erzählen. Ich bin Martens. Ja, ebender Antonio Rojaz Martens, der gegenwärtig vor den Richtern des neuen Systems steht: vor den Volksrichtern - wie sie sich gern nennen. Sie können zur Zeit mehr als genug über mich lesen: Die reißerischen Boulevardblätter sorgen dafür, daß mein Name in ganz Lateinamerika bekannt wird, ja vielleicht sogar drüben, im weit entfernten Europa. Ich muß mich beeilen, wahrscheinlich ist meine Zeit knapp."
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 137
Erscheinungsdatum 05.11.2004
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-498-03525-9
Verlag Rowohlt
Maße (L/B/H) 19,8/12,3/2 cm
Gewicht 233 g
Originaltitel Detektívtörténet
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Angelika Máté, Peter Máté
Buch (gebundene Ausgabe)
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