Warenkorb
 

Halloween

Roman

(6)
Halloween, Tag der lebenden Leichen. Die Geister dreier toter Teenager kehren aus dem Zwischenreich zurück nach Avon, Connecticut. Vor genau einem Jahr sind sie hier gestorben: eine rasende Tour über den Highway, die Smashing Pumpkins laut aus den Boxen, ein Joint, hinter ihnen ein Polizeiwagen mit heulender Sirene. Eine scharfe Kurve. Ein Baum. Nun sehen sie nach den Freunden, die den Unfall überlebt haben: Kyle, entstellt und debil, und Tim, völlig unverletzt, aber innerlich "längst tot". So etwas merken Geister, und sie merken auch, dass Tim etwas Schreckliches vorhat. Doch sie können es nicht verhindern, gegen den Willen der Lebenden kommen sie nicht an.
Rezension
"Wie alles von O'Nan - tief beeindruckend" (Stern)

"Die Katastrophe jährt sich und die Opfer ziehen Bilanz - die im Jenseits genauso wie jene im Diesseits. Das ist Tim, der mit den Schuldgefühlen des Überlebenden kämpft. Brooks, der Polizist, der diejugendlichen Raser mit Blaulicht verfolgt hatte. Da sind Kyle, hirngeschädigt und entstellt. Erzählerisch präzise und unsentimental dringt O'Nan in seelische Abgründe vor." (Die Weltwoche)
Portrait
Stewart O’Nan wurde 1961 in Pittsburgh/Pennsylvania geboren und wuchs in Boston auf. Bevor er Schriftsteller wurde, arbeitete er als Flugzeugingenieur und studierte an der Cornell University Literaturwissenschaft. Für seinen Erstlingsroman "Engel im Schnee" erhielt er 1993 den William-Faulkner-Preis. Er veröffentlichte zahlreiche von der Kritik gefeierte Romane, darunter "Emily, allein" und „Die Chance“, und er eroberte sich eine große Leserschaft. Stewart O'Nan lebt in Pittsburgh. 

Thomas Gunkel, geboren 1956, übersetzt seit 1991 Werke u.a. von Stewart O'Nan, John Cheever, William Trevor und Richard Yates. Er lebt in Gilserberg/Nordhessen.

… weiterlesen
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 255
Erscheinungsdatum 01.10.2005
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-24002-7
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19,2/11,6/1,9 cm
Gewicht 233 g
Originaltitel The Night Country
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Thomas Gunkel
Verkaufsrang 66.924
Buch (Taschenbuch)
8,90
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
PAYBACK Punkte
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Buchhändler-Empfehlungen

„Halloween“

Kerstin Wichmann, Thalia-Buchhandlung Recklinghausen

Stewart O`Nan gibt in dieser beinahe klassischen Tragödie den Überlebenden und den Getöteten eines Verkehrsunfalls eine Stimme. Eine Gespenstergeschichte, die aber auch detailliert das Alltagsleben einer verschlafenen amerikanischen Kleinstadt schildert. Das zentrale Thema ist das Thema Trauer, dass hier nicht bewältigt wird. Das Buch hat mich sehr berührt! Stewart O`Nan gibt in dieser beinahe klassischen Tragödie den Überlebenden und den Getöteten eines Verkehrsunfalls eine Stimme. Eine Gespenstergeschichte, die aber auch detailliert das Alltagsleben einer verschlafenen amerikanischen Kleinstadt schildert. Das zentrale Thema ist das Thema Trauer, dass hier nicht bewältigt wird. Das Buch hat mich sehr berührt!

Esther Kolbe, Thalia-Buchhandlung Berlin

Hier wird eine drückende Atmosphäre heraufbeschworen, die unter die Haut geht. Die Figuren umgibt ein Sog aus Verzweiflung und dieser erscheint dem Leser vollkommen real. Gruselig! Hier wird eine drückende Atmosphäre heraufbeschworen, die unter die Haut geht. Die Figuren umgibt ein Sog aus Verzweiflung und dieser erscheint dem Leser vollkommen real. Gruselig!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
2
3
1
0
0

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Weniger ein Werk des Grusels und mehr ein Drama über Schuld und Sühne. O'Nan verpackt dieses jedoch in eine schön düstere Atmosphäre mit wirbelnden Herbstblättern und Wind.

nett zu lesen, aber...
von einer Kundin/einem Kunden am 15.06.2010

Es handelt sich hier definitiv nicht um ein schlechtes Buch, allerdings muss ich sagen, dass ich mehr erwartet hatte. Eine nett erzählte Geschichte, der meiner Meinung nach Spannung oder zumindest eine überraschende Wendung fehlte. Wer leichte Kost, zum Lesen am Strand oder beim Sport sucht macht hier nichts falsch,... Es handelt sich hier definitiv nicht um ein schlechtes Buch, allerdings muss ich sagen, dass ich mehr erwartet hatte. Eine nett erzählte Geschichte, der meiner Meinung nach Spannung oder zumindest eine überraschende Wendung fehlte. Wer leichte Kost, zum Lesen am Strand oder beim Sport sucht macht hier nichts falsch, wer aber Spannung sucht sollte sich vielleicht nach einem anderen Buch umsehen.

Spannung ab der ersten Seite
von Till Schröder aus Bad Salzuflen am 27.10.2005

Der Titel klingt wie die Vorlage zu einem billigen Splatter-Movie, aber dennoch ist Stewart O'Nans 'Halloween' ein Buch mit Hintergrund. Allein die Idee, Gestorbene als stille Beobachter auftreten zu lassen, die das Geschehen als ehemals Beteilige teils mit Humor, teils nüchtern kommentieren, verdient echte Anerkennung. Sprachlich darf man keine... Der Titel klingt wie die Vorlage zu einem billigen Splatter-Movie, aber dennoch ist Stewart O'Nans 'Halloween' ein Buch mit Hintergrund. Allein die Idee, Gestorbene als stille Beobachter auftreten zu lassen, die das Geschehen als ehemals Beteilige teils mit Humor, teils nüchtern kommentieren, verdient echte Anerkennung. Sprachlich darf man keine Meisterleistungen erwarten, keine hochtrabende Weltliteratur, sondern einen Roman, der mit einer schlicht geschriebenen, schnell überschaubaren Geschichte von Beginn an fasziniert. Handelt es sich um Jugendsprache? Ja, aber um eine fein gewählte, keineswegs die schmutzige, etwa von Irvine Welsh zur Perfektion getriebene Variante. Dass der Klappentext das dramatische Ende vorwegnimmt, schadet nicht, sondern hilft geradezu auf die Sprünge. Denn die böse Vorahnung, die den Leser beschleicht, macht 'Halloween' umso interessanter. Diese Konstruktion ist es, die O'Nans Werk zu einem Buch macht, dass einen Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Seite aufbaut - ohne zwischendrin nachzulassen.