Meines Vaters Land

Geschichte einer deutschen Familie

Wibke Bruhns

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Beschreibung

Am 26. August 1944 wird der Abwehroffizier Hans Georg Klamroth wegen Hochverrats hingerichtet. Jahrzehnte später sieht seine jüngste Tochter in einer Fernsehdokumentation über den 20. Juli Bilder ihres Vaters - aufgenommen während des Prozesses im Volksgerichtshof. Ein Anblick, der Wibke Bruhns nicht mehr loslässt. Wer war dieser Mann, den sie kaum kannte, der fremde Vater, der ihr plötzlich so nah ist? Die lange Suche nach seiner, ja auch ihrer eigenen Geschichte führt sie zurück in die Vergangenheit: Die Klamroths sind eine angesehene großbürgerliche Kaufmannsfamilie und muten wie ein Halberstädter Pendant zu den Buddenbrooks an. Unzählige Fotos, Briefe und Tagebücher sind der Fundus für ein einzigartiges Familienepos ...

Wibke Bruhns wurde 1938 in Halberstadt geboren und starb am 20. Juni 2019 in Hamburg. Als erste Frau präsentierte sie 1971 die »heute«-Nachrichten, später ging sie als Stern-Korrespondentin nach Israel und in die USA und wurde Kulturchefin des ORB. Ihr Buch Meines Vaters Land wurde ein großer Bestseller.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 11.08.2005
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-36748-4
Verlag Ullstein Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 18,6/12,1/3,3 cm
Gewicht 292 g
Abbildungen Erw. mit Fotos,18 Fotosotaf. 18 cm
Auflage 18. Auflage

Kundenbewertungen

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Übersicht
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Gefangen im eigenen Netz!
von roland pfeifer aus bessenbach am 10.04.2012

Geprägt von preussischer Erziehung und Tugenden ist der Vater von Wibke Bruhns ein Gefangener seiner Zeit!Genau wie Stauffenberg und all die anderen Widerstandskämpfer im "Dritten Reich" war er kein "Volksverräter",sondern jemand der Menschenleben retten wollte und dafür sein Leben opferte!Deshalb musste Wibke Bruhns den grösste... Geprägt von preussischer Erziehung und Tugenden ist der Vater von Wibke Bruhns ein Gefangener seiner Zeit!Genau wie Stauffenberg und all die anderen Widerstandskämpfer im "Dritten Reich" war er kein "Volksverräter",sondern jemand der Menschenleben retten wollte und dafür sein Leben opferte!Deshalb musste Wibke Bruhns den grössten Teil ihres Lebens ohne Vater erleben!

Warum alles kommen musste, wie es kam...
von Bettina Althaus aus Münster am 25.09.2010

...erfährt man in diesem Buch über die Familiengeschichte der Wibke Bruhns. Erstaunlich immer wieder, wie wir von der Zeit, in der wir leben, geprägt werden. So wundert es einen eigentlich nicht, wenn Großvater und Vater überzeugte Soldaten, glühende Nationalisten sind, trotz zweier schrecklicher Kriege, an denen sie wie selb... ...erfährt man in diesem Buch über die Familiengeschichte der Wibke Bruhns. Erstaunlich immer wieder, wie wir von der Zeit, in der wir leben, geprägt werden. So wundert es einen eigentlich nicht, wenn Großvater und Vater überzeugte Soldaten, glühende Nationalisten sind, trotz zweier schrecklicher Kriege, an denen sie wie selbstverständlich teilnehmen - wenn man erfährt, dass es vor dem ersten Weltkrieg, als die Welt noch in Ordnung war, zum Urlaubsspaß der Familie gehörte, mit den Söhnen, Neffen und Enkeln (von denen später nicht wenige fielen) Krieg und ganze Schlachten nachzuspielen. Wer in dieser Geisteswelt aufwächst, der ist tatsächlich bereit, nicht zu hinterfragen, Befehle auszuführen, nationalistische Lieder zu schmettern, den "Führer" zu verherrlichen, Juden zu verachten. Wibke Bruhns erzählt tapfer, auch wenn es weh tut. Warum haben die Menschen in ihrer Familie in den Dreißiger Jahren die Augen vor dem Schrecklichen rundherum verschlossen? Warum gibt es in den zahlreichen Briefen keine Anmerkungen zu Judenverfolgungen und Zwangsarbeit? Eben weil es ihre Erziehung, ihr gesamtes Denken und Fühlen mit seinen Wurzeln im späten 19. Jahrhundert sie zu den perfektern (MIt-)Tätern machte. Nichts wird entschuldigt, vieles bleibt unverständlich, aber es ist ein wirklich erhellendes Werk für alle "Nachgeborenen", die das Glück hatten, dass die 60er und 70er Jahre in Westdeutschland die Rückkehr in solche Knechtschaft ein für allemal unmöglich machten - hoffentlich.

Aus der Kaufmannsfamilie in den Widerstand
von Segler und Bücherfan am 03.10.2007

Wibke Bruhns schreibt eine ergreifende, autobiographische Geschichte aus der Kaufmannsfamilie Klamroth. Sie berichtet über ihren Vater und dessen Rolle beim Attentat auf Hittler am 20. Juli 1944. Dank der vielen Aufzeichnungen aus ihrer Familie Klamroth, schöpft sie aus einem riesigen Fundus, um ihren Vater darzustellen. Wibke B... Wibke Bruhns schreibt eine ergreifende, autobiographische Geschichte aus der Kaufmannsfamilie Klamroth. Sie berichtet über ihren Vater und dessen Rolle beim Attentat auf Hittler am 20. Juli 1944. Dank der vielen Aufzeichnungen aus ihrer Familie Klamroth, schöpft sie aus einem riesigen Fundus, um ihren Vater darzustellen. Wibke Bruhns hat ihn kaum gekannt, kommt ihm - den Fremden - durch das Schreiben sehr nah. HG, wie sie ihn nennt, stammt aus einer grossbürgerlichen Kaufmannsfamilie, die Anfangs mit dem System gut lebt. HG bekommt jedoch Zweifel, ob der Krieg zu gewinnen ist und schließt sich dem Widerstand an, ohne direkt am Attentat beteiligt zu sein. Ein starkes Buch, um in die damalige Zeitgeschichte hineinzuschauen.


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