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Schloss aus Glas

Roman

Mal witzig, mal todtraurig, aber immer wahr ist diese Geschichte einer ungewöhnlichen Kindheit.

»Ich nestelte an meiner Perlenkette und fragte mich, ob ich nicht doch zu elegant für die Party angezogen war, als ich aus dem Taxifenster schaute und Mom sah, die gerade einen Mülleimer durchwühlte.«

Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Sie hat einen Vater, der mit ihr auf Dämonenjagd geht, ihr die Physik erklärt und die Sterne vom Himmel holt. Da nimmt sie gerne in Kauf, immer mal wieder mit leerem Bauch ins Bett zu gehen, ihre egomanische Künstlermutter zu ertragen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln. Mit den Jahren allerdings werden die sozialen Verhältnisse schlimmer, die Sprüche des Vaters schaler und das Lügengebäude der Eltern so zerbrechlich wie das Schloss aus Glas, das der Vater jahrelang zu bauen versprochen hatte.

Rückblickend erzählt Jeannette Walls von ihrer Kindheit in einer Familie, die man sich verrückter und unkonventioneller, aber auch unverantwortlicher nicht vorstellen kann.
Rezension
"Warmherzig geschrieben und regt immer wieder zum Nachdenken an. Über Freiheit, Koventionen und darüber, ob finanzieller Wohlstand wirklich den Wert eines Menschen definieren muss." Mira Nagar shz.de, 13.10.2015
Portrait
Walls, Jeannette
Jeannette Walls wurde in Phoenix, Arizona, geboren. Sie studierte am Barnard College und arbeitete über zwanzig Jahre als Journalistin in New York. 2006 erschien ihr internationaler Bestseller Schloss aus Glas, der in 23 Sprachen übersetzt wurde. Eine Kinoverfilmung ist in Arbeit. Ein ungezähmtes Leben, die 2009 veröffentlichte Romanbiographie über ihre Großmutter, belegt seit Jahren die deutschen Bestsellerlisten. Walls lebt mit ihrem Mann in Virginia.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 08.03.2005
Sprache Deutsch, Englisch
ISBN 978-3-455-08004-9
Verlag Hoffmann und Campe Verlag
Maße (L/B/H) 21,2/13,7/3,4 cm
Gewicht 530 g
Originaltitel The Glass Castle
Auflage 6. Auflage
Übersetzer Ulrike Wasel, Klaus Timmermann
Verkaufsrang 103572
Buch (gebundene Ausgabe)
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19,95
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Buchhändler-Empfehlungen

Glück und Glas

Gerda Schlecker, Thalia-Buchhandlung Ulm

Jeannette Walls schreibt anrührend aber nie pathetisch, über die außergewöhnliche Kindheit mit ihren Geschwistern und ihren intelligenten aber unfähigen Eltern. Wenig gab es zu essen, immer wieder musste umgezogen werden, desweilen gab es nur einen Schlafplatz im Freien. Der Vater schafft es immer wieder, mit seinen phantastischen Geschichten und Versprechungen die Familie bei Laune zu halten, aber als er immer mehr dem Alkohol verfällt, hilft auch dass nicht mehr. Nach und nach schaffen alle Geschwister den Absprung, aber die Eltern sind nie weit entfernt.

Ein Buch der besonderen Art!

Cornelia Wandler, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Jeannette ist ein glückliches Kind: sie wächst mit ihrem Bruder und zwei Schwestern bei ihren Chaotischen Eltern in ländlicher Umgebung auf und wird von Kindheit an zur Selbständigkeit erzogen. Ihre Eltern, die ihr eigenes Leben nicht auf die Reihe bekommen: der Vater, ein intelligenter Mann, der die Familie anfangs mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält. die Mutter, künstlerisch veranlagt und gelernte Lehrerin, kümmert sich weniger um das leibliche Wohl ihrer Kinder, als um das Malen ihrer Bilder, mit denen sie eine anerkannte Künstlerin werden möchte. Sobald den Eltern die Gegend nicht mehr gefällt oder ihnen das Jugendamt wieder einmal zu nahe kommt, zieht die Familie in Nacht-und-Nebel-Aktionen mit den nötigsten an Habseligkeiten einfach an einen anderen Ort. Mit Zeit verfällt der Vater immer mehr dem Alkohol und bald ist kein Geld mehr vorhanden, um die Kinder zu ernähren. Angespornt von den Träumen des Vaters, der seiner Familie die ganzen Jahre hinweg den großen Goldfund verspricht und an seinen Plänen für das Familienschloss aus Glas tüftelt, das er für sie erbauen will, schaffen es die Kinder, trotz aller Widrigkeiten nie den Mut zu verlieren und beginnen bereits in jungen Jahren, sich um ihr eigenes Wohl und das ihrer Eltern selbst zu kümmern. Eine wahre Geschichte, geschrieben wie ein Roman, wunderbar und bewegend, absolut lesenswert.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
52 Bewertungen
Übersicht
42
8
1
1
0

Schloss aus Glas
von einer Kundin/einem Kunden aus St. Gallen am 02.04.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Anfänglich fesselndes Buch verändert sich in Auflistung aller möglichen Begebenheiten und Wiederholungen. Der Inhalt hätte auf einen Drittel der Seiten reduziert werden können.

Bewertung Buch: Schloss aus Glas
von einer Kundin/einem Kunden aus Holzwickede am 18.03.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Wie erwartet ein bezauberndes Buch. Die Verfilmung habe ich ebenfalls gesehen und kann beides sehr empfehlen. Ebenso die anderen Teile von J. Walls.

Bewegend und Schockierend
von Buchstabenverliebt am 29.03.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Das Buch spiegelt die Geschichte von der Journalistin Jeannette Walls wieder. Zu Anfang gibt es einen Ausschnitt aus der Zukunft, bzw. aus der heutigen Sicht der Autorin, bis sie dann chronologisch aus ihrer Kindheit erzählt. Sie beschreibt ihre Eltern, ihre drei Geschwister und ihr alltägliches Leben als Vagabundenkind. Ihr V... Das Buch spiegelt die Geschichte von der Journalistin Jeannette Walls wieder. Zu Anfang gibt es einen Ausschnitt aus der Zukunft, bzw. aus der heutigen Sicht der Autorin, bis sie dann chronologisch aus ihrer Kindheit erzählt. Sie beschreibt ihre Eltern, ihre drei Geschwister und ihr alltägliches Leben als Vagabundenkind. Ihr Vater war ein Träumer, Alkoholiker und er reist mit seiner Familie von einem Ort zum nächsten. Er erzählt seinen Kindern gerne Geschichten und verspricht ihnen ein Schloss aus Glas. Sie haben nie viel Geld, kaum zu essen und sind trotzdem zu Anfang glücklich. Die Mutter von Jeanette ist Künstlerin und lebt in ihrer eigenen Welt. 
Ihre Kinder dürfen tun und lassen was sie wollen, Hauptsache sie wiedersprechen nicht den Eltern. Zu Anfang lieben sie ihr Leben, da sie mit diesem groß geworden sind, doch als sie älter werden, wollen sie dem Leben aus Armut und dem ständigen Hunger entfliehen. Wenn sie einmal zur Schule gehen, werden sie ausgeschlossen und ausgelacht, da sie anders Der Schreibstil von Jeanette Walls ist klar, angenehm, berührend und sie beschreibt sehr realistisch ihre Kindheitsgeschichte, welche alles andere als einfach war. Sie geht sehr offen mit dem Thema um und berichtet ausführlich von ihrer Vergangenheit. Es muss eine bestimmt ein wenig Mut dazugehören, seine eigene Geschichte so in der Öffentlichkeit preiszugeben. 
Ich war einerseits entsetzt, hatte Mitleid und war fasziniert, wie die Kinder trotz alle dem glücklich waren. Vor allem war die Veränderung von der Wahrnehmung der Kinder ins Erwachsene leben bemerkenswert. Trotz alledem halten sie alle zusammen, die Kinder versuchen die Wohnungen (die meistens heruntergekommen sind) zu verschönern und sich um essen zu kümmern. Den Eltern kann man öfters verzeihen, da man ihre Beweggründe nachvollziehen kann und sie durch liebevollen Gesten eine Art Wiedergutmachung zu ihren Kindern bemerkt. Das Ende hat mich geschockt, getroffen und ein klein wenig war ich auch erleichtert.