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Der Sandmann

Erzählung. Kl.11-13

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Zu dieser Textausgabe ist folgendes Unterrichtsmodell erschienen: Schöningh, Bestell-Nr.: 022357
Portrait
E. T. A. (Ernst Theodor Amadeus) Hoffmann kam am 24. Januar 1776 als Sohn eines Hofgerichtsadvokaten in Königsberg zur Welt. Nach der Scheidung seiner Eltern blieb der Junge bei der Mutter und besuchte die Burgschule in Königsberg. Als er das Jurastudium beendet hatte, heiratete er die Polin Maria Thekla Michaelina Rorer, mit der er später seine Tochter Cäzilia bekam. Der Jurist und Richter war ein künstlerisches Multitalent: Er arbeitete unter anderem als Komponist und Kapellmeister, Zeichner und Literat. Hoffmann starb am 25. Juni 1822 an einer schweren Krankheit in Berlin.
E. T. A. Hoffmann hat mit seinen tiefenpsychologisch geprägten Erzählungen der deutschen Romantik Weltgeltung verschafft.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Johannes Diekhans
Seitenzahl 90
Erscheinungsdatum 06.10.2004
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-14-022356-0
Reihe EinFach Deutsch
Verlag Schoeningh Verlag Im
Maße (L/B/H) 18,7/12,1/0,6 cm
Gewicht 93 g
Abbildungen mit Abbildungen 18,5 cm
Auflage Dr. A21 2018
Schulformen Gesamtschule, Gymnasium, Hauptschule, Realschule, Sekundarschule, Sekundarstufe II
Klassenstufen 5. Klasse, 6. Klasse, 7. Klasse, 8. Klasse, 9. Klasse
Unterrichtsfächer Deutsch
Bundesländer Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen
Schulbuch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Der Klassiker - Schaurig schön

Philipp Röstel, Thalia-Buchhandlung Nürnberg

"Der Sandmann" ist einer meiner Lieblingsklassiker. Schaurig und hintergründig ist das Kunstmärchen auch heute noch spannend und lesenswert. In dieser Ausgabe von Suhrkamp wird der Originaltext hervorragend durch anschauliche und aufschlussreiche Kommentare ergänzt. Fazit: Ein Klassiker, der nichts von seinem Reiz verloren hat.

Klassiker der Psychothriller

Maren Oberwelland, Thalia-Buchhandlung

Psychothriller – bei diesem Genre denkt man zuerst an Autoren wie Alfred Hitchcock, Dan Brown oder Steven King, weniger an den Romantiker E.T.A. Hoffmann. Dennoch zählt seine Erzählung „Der Sandmann“ zu einer der ersten Veröffentlichungen in dieser Gattung. Erzählt wird die Geschichte des Studenten Nathanael, dessen Kindheitstrauma, die Angst vor dem Sandmann, in Gestalt des Advokaten Coppelius, ihn bis in die Gegenwart verfolgt. Nathanael glaubt in dem Wetterglashändler Coppola die Schreckensgestalt von einst wiederzuerkennen. Dieser verkauft dem jungen Dichter ein Fernrohr, das ihn die Schönheit der, von Professor Spalanzani erschaffenen Puppe Olimpia erkennen lässt. Nathanael verfällt ihr geradezu. Als er jedoch begreift, dass das einzig Lebendige an Olimpia ihre Augen sind, erfasst ihn ein Anfall von Wahnsinn. Clara, seine Verlobte, kann ihn zwar zunächst gesund pflegen, doch als er bei einer Turmbesteigung Coppelius/Coppola entdeckt, packt ihn erneut der Wahnsinn. Hoffmann lässt Fantasie und Wirklichkeit in seiner Erzählung miteinander verschmelzen. Er zeigt, dass man nichts und niemandem trauen kann, nicht einmal dem, was man mit eigenen Augen sieht, nicht einmal sich selbst. Mit dieser Thematik reiht Hoffman sich ein in die Tradition der „Gothic Novel“ oder auch des „Schauerromans“. Charakteristisch für sie ist es, unheimliche Momente zu schaffen, indem sie das Irrationale für die Wirklichkeit ausgeben. So wie es Hoffmann mit dem Sandmann gemacht hat, der in der Nacht kommt, um den Kindern die Augen zu stehlen. Erstmals 1817 in „Nachtstücke“ erschienen, hat der S. Fischer Verlag diese verwirrend schaurige Erzählung nun im Zuge seiner Reihe „Fischer Klassik“ in einem Band mit E.T.A Hoffmans „Das Fräulein von Scuderi“ neu aufgelegt. „Idee des Programms ist es, die wichtigsten Autoren von der Antike bis zur Klassischen Moderne mit ihren bedeutendsten Werken zu umfassen und in schönen, hochwertigen, dabei preislich attraktiven Ausgaben zu präsentieren.“ Trotz dieser neuen Aufbereitung bleibt am Ende die Frage: Kann uns ein Psychothriller aus dem beginnenden 19. Jahrhundert heute noch schocken? Sind wir nicht viel zu abgestumpft durch zerstückelte Leichen, Geister, die ihren Tod rächen und von Rasierklingen zerschnittenen Augäpfeln? – Vielleicht. Doch wenn er uns nicht schockiert, dann verwirrt er uns; heute genauso wie vor knapp 200 Jahren. Die Abgründe der menschlichen Psyche und die Verwischung von Traum und Wirklichkeit sind nach wie vor aktuell. Und möglicherweise ist es das, was einen Klassiker ausmacht: Er büßt auch mehrere Generationen nach seiner Veröffentlichung nichts von seiner Wirkung ein.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
17 Bewertungen
Übersicht
11
2
2
1
1

Empfehlenswert für jeden Fan deutscher Klassik
von Pauline Krause aus Bonn am 03.12.2018

Der Sandmann wurde von E. T. A. Hoffman geschrieben und handelt von Nathanael und seinem Leben. Dabei wird viel auf seine traumatische Vergangenheit in Form von drei Briefen eingegangen, die er seiner Geliebten und seinem Bruder schreibt. Diese Vergangenheit ist bedeutend für die aktuellen Erlebnisse. Mehr möchte ich eigentli... Der Sandmann wurde von E. T. A. Hoffman geschrieben und handelt von Nathanael und seinem Leben. Dabei wird viel auf seine traumatische Vergangenheit in Form von drei Briefen eingegangen, die er seiner Geliebten und seinem Bruder schreibt. Diese Vergangenheit ist bedeutend für die aktuellen Erlebnisse. Mehr möchte ich eigentlich nicht verraten, denn das Buch bietet viele Überraschungen, vor allem im Bezug auf den "Sandmann", welchen wir als schöne und gute Figur kennen. Auch das Ende kommt dann unerwartet. Das Buch handelt viel von der Psyche des Protagonisten, als Leser wird man selbst verwirrt, weiß nicht was man nun glauben soll und was nicht, ist aber vor allem sehr nah an Nathanael dran. Man fühlt und sieht was er erlebt. Man rätselt, man gruselt sich ein wenig, man ist gespannt. Nur der Schreibstil, der könnte einigen schwer fallen. Es ist nun einmal ein alter Roman aus dem Jahr 1816, aber gleichzeitig ist der Schreibstil faszinierend und wenn man einmal reingefunden hat, dann bereitet er auch keine Probleme mehr. Der Roman ist auch recht kurz, er umfasste nur 46 Seiten. Trotzdem kennt man es aus der Schule, selbst 50 Seiten können mit einem alten Schreibstil die reinste Qual werden. "Der Sandmann" ist für die meisten auch eine Schullektüre. Daher sollte man ihn nur lesen, wenn einenm die Lektüren im Deutschunterricht zumindest halbwegs gefallen haben, wenn man Spaß an solchen Büchern hatte. Da dies bei mir der Fall war (bis auf eine Ausnahme) hat mir auch dieser Roman viel Spaß gemacht und ich bin ganz heiß darauf mehr deutsche Klassiker zu lesen.

Schauergeschichte als Schullektüre
von einer Kundin/einem Kunden aus Landau am 04.12.2017

Die Erzählung der "Der Sandmann" von E.T.A. Hoffmann ist ein gutes Beispiel für die romantische Literatur und bietet gleichzeitig viele unterschiedliche Interpretationsansätze, daher wird es oft als Schullektüre gelesen. In seinem Buch greift E.T.A Hoffmann das alte Volksmärchen das Sandmanns auf und verwendet dieses als Grundl... Die Erzählung der "Der Sandmann" von E.T.A. Hoffmann ist ein gutes Beispiel für die romantische Literatur und bietet gleichzeitig viele unterschiedliche Interpretationsansätze, daher wird es oft als Schullektüre gelesen. In seinem Buch greift E.T.A Hoffmann das alte Volksmärchen das Sandmanns auf und verwendet dieses als Grundlage für einen Schauerroman. Es wird die Geschichte des Studenten Nathanaels erzählt der durch das Märchen in seiner Kindheit traumatisiert wurde. Das Buch ist auch von psychologischer Seite her sehr interessant, da es sehr genau den Krankheitsverlauf einer Psychose wiedergibt. Der Wahnsinn Nathanaels wird sehr gut dargestellt, es ist sogar für den Leser oft schwer, seine Wahnvorstellungen von der Realität zu trennen. Die verworrenen Ereignisse und Erinnerungen, die nicht alle der Realität entsprechen stellen den Leser trotz der einfachen Sprache vor eine Herausforderung. Meine persönliche Leseerfahrung war, dass der direkte Einstieg in der Briefwechsel von Nathanael, Clara und Lothar zunächst kompliziert zu lesen ist, es jedoch im Verlauf des Buches einfacher wird. Auch wenn das Buch zum Genre der Schauergeschichten zählt und einige grauenhafte detaillierte Beschreibungen enthält, ist es verglichen mit modernen Thrillern und Horrorfilmen nicht wirklich unheimlich. Wer sich für morbide Schauergeschichten interessiert, sollte meiner Meinung nach eher die Kurzgeschichten von Edgar Allan Poe lesen.

„Sandmann, lieber Sandmann, es ist noch nicht so weit!“ - Rezension zum Roman
von einer Kundin/einem Kunden aus Essingen am 04.12.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Angelehnt und doch gänzlich weit voneinander entfernt, sodass ein Unterschied zweier gleichnamiger Klassiker größer hätte nicht sein können. Nein, nahezu gegensätzlich verhält sich E.T.A. Hoffmanns Meisterwerk zum warmherzigen Kindheitshelden, der uns schon alle liebevoll in den Schlaf wog. Treu seiner Entstehungsepoche der „Sch... Angelehnt und doch gänzlich weit voneinander entfernt, sodass ein Unterschied zweier gleichnamiger Klassiker größer hätte nicht sein können. Nein, nahezu gegensätzlich verhält sich E.T.A. Hoffmanns Meisterwerk zum warmherzigen Kindheitshelden, der uns schon alle liebevoll in den Schlaf wog. Treu seiner Entstehungsepoche der „Schwarzen Romantik“ thematisiert der 1817 veröffentlichte Schauerroman aus dem Zyklus „Nachtgedichte“ brandaktuelle Phänomene von höchster Relevanz. Der unheilvolle Fluch, der über den noch jungen Nathanael hereinbricht und der Wahnsinn, der sich in seiner Kindheit in seinem Inneren tief verankert, hätte selbst Freud nicht besser fantasieren können, weshalb jeder angehende Psychologe dringend ein Auge auf die Geschichte werfen sollte. Vom grässlichen Sandmann verfolgt verliert der zum Manne geworden Nathanael Klarheit und Realität aus den Augen, sodass nur noch ein Opernglas den vermeintlichen Durchblick bringen kann. Durch seine Liebe zu Olimpia geblendet und durch ihre kalten Blicke verführt fordert er den Teufel zum Tanzen auf, wodurch er seinem bereits besiedelten Schicksal keine Chance zum Entrinnen bietet. Nicht nur inhaltlich, sondern auch literarisch eindrucksvoll einschüchternd, schildert der Protagonist sein unverarbeitetes Kindheitstrauma in Form von Briefen und gewehrt dem Leser somit Einblicke in sein tiefverborgenes, vom Wahnsinn zerfressenes Ich. Mit seiner Wortgewandtheit und seiner einzigartigen Erzählweise stieß Hoffmann in Deutschland, vor allem aber in den USA auf großen Erfolg. Als Inspiration für alte amerikanische Autorengrößen wie beispielsweise Edgar Allen Poe legte er damals den Grundstein für die heute noch in Amerika ziemlich populäre „Gothic Fiction“.