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Babettes Fest

und andere Erzählungen

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Tania Blixens Geschichten sind Perlen moderner Erzählkunst
Jahrelang hat Babette in der Lotterie gespielt, bis ihr eines Tages das Glück hold ist. Mit dem Gewinn richtet die Meisterköchin in dem abgelegenen norwegischen Dorf ein Festmahl aus, dessen lukullische Verführungskunst die Gäste für ein paar Stunden in den Himmel erhebt. Mit der anrührenden Erzählung »Babettes Fest« ist Tania Blixen ein literarisches Glanzstück gelungen, das ihren Ruf als große Schriftstellerin des 20. Jahrhunderts mitbegründet. In diesem Band sind alle fünf »Schicksalsanekdoten«, wie die Autorin den Band betitelte, versammelt. Sie bezeugen, dass Blixens Texte, ihre Lebensthemen und Stoffe, das Exotische, das Märchen- und Legendenhafte dank der bildkräftigen Beschreibungskunst heute noch so lebendig sind wie eh und je.
Portrait
Tania Blixen (1885–1962), eigentlich Karen Blixen-Finecke, wurde nahe Kopenhagen geboren, studierte Kunst in Paris und Rom und ging 1914 mit ihrem Mann nach Kenia. Dort fand sie ihre zweite Heimat und blieb eineinhalb Jahrzehnte als Kaffeefarmerin. Ihr Memoirenband »Jenseits von Afrika« wurde zu einem Bestseller. Darüber hinaus bezauberte sie Leser in aller Welt mit einem reichen erzählerischen Werk.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 88 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 17.04.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783641215736
Verlag DVA
Übersetzer Wilhelm E. Süskind
Verkaufsrang 47.845
eBook
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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von einer Kundin/einem Kunden am 21.11.2007
Bewertet: Buch (gebunden)

Eine mit allen Wassern gewaschene Pariserin namens Babette, dortorts Meisterköchin im engsten Wortsinn, „Frau von Welt“, wird infolge einer Lebenskrise vom Schicksal ans nördliche Skandinavien des ausklingenden 19. Jahrhunderts gespült. Genauer gesagt in ein ärmliches, winziges Fischerdorf am nördlichen Eismeer (nicht Jütland). Ein Ort wo die wenigen steinalten Einwohner kärglich, enthaltsamst und in absolutem Gottvertrauen leben. Dort dient... Eine mit allen Wassern gewaschene Pariserin namens Babette, dortorts Meisterköchin im engsten Wortsinn, „Frau von Welt“, wird infolge einer Lebenskrise vom Schicksal ans nördliche Skandinavien des ausklingenden 19. Jahrhunderts gespült. Genauer gesagt in ein ärmliches, winziges Fischerdorf am nördlichen Eismeer (nicht Jütland). Ein Ort wo die wenigen steinalten Einwohner kärglich, enthaltsamst und in absolutem Gottvertrauen leben. Dort dient Babette demütig und dankbar für die Aufnahme den zwei altjüngferlichen, gutmütigen Pastorentöchtern Philippa und Martine. Beide im letzten Lebensviertel angelangt, halten die Prinzipien ihres vor langer Zeit verstorbenen Vaters hoch und die Dorfgemeinschaft religiös-geistig zusammen. Zur Gedenkfeier des hundertsten Geburtstags des Pastors und Gründers jener tiefreligiösen Gemeinde erbittet Babette von dessen Töchtern die Gunst, das Festessen ausrichten zu dürfen. Babette ist dies nur möglich, da sie kurz zuvor ein kleines Vermögen in einer Pariser Lotterie gewonnen hat. Es beschleicht einen nicht zuletzt deshalb das Gefühl, dass der alte Pastor von oben noch ein bisschen mitmischt … Kurz gesagt die aus sehr wenigen Personen bestehende puritanische Dorfgemeinde wird kulinarisch-liebevoll derart „aufgebracht“, dass sogar ein geladener General, ein Kenner der höchsten, selbst königlichen Haute Cuisine vor Erstaunen die Welt um sich vergisst. Etwas allgemeiner: Kunst (hier u. a. Kochkunst) lässt die alltägliche Welt mit ihren Sorgen und Schicksalswendungen ein wenig vergessen oder zumindest erträglicher erscheinen, Kunst ist letztlich gelebte, wahre Liebe bzw. bringt diese hervor. Beide Protagonistinnen, Martine und Philippa, sind bei all ihren Unsicherheiten unbeugsam und bestimmt. Sie sind sich des Erbes ihres Vaters und der daraus resultierenden „Sendung“ bewusst und aufrichtig bemüht, ihre geistige Führungsrolle in allen Entscheidungen wohlüberlegt und mit ernster Verantwortung zu tragen. Babette ist da sicher ein lockerer Charakter, dennoch passen die drei wegen ihrer Redlichkeit und ihrem unaufdringlichen Bemühen um den anderen genial zusammen. So wirkt die liebevolle Atmosphäre, die die Autorin Tania Blixen hier aufbaut, in ihrer Stille äußerst gewinnend. Anm.: Der Film hat mir dennoch besser gefallen als das Buch. Der Preis des Buchs ist überdies viel zu hoch.