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Candide oder der Optimismus

Mit e. Nachw. v. Ingrid Peter u. e. Essay v. Egon Friedell

Dem arglosen jungen Candide erscheint das westfälische Schlösschen, auf dem er seine Kindheit verlebt hat, als paradiesisch-vollkommen, als bester aller möglichen Wohnorte. Leider begeht er - in aller Unschuld - das Verbrechen, Kunigunde, die appetitliche Tochter des Hauses, zu küssen, und wird mit Tritten in den Hintern aus seinem Kindheitsparadies davongejagt. Nun tritt er eine Reise an, die ihn kreuz und quer durch ganz Europa, Südamerika bis in das utopische Eldorado führt. Eine Kette von abenteuerlichen Erlebnissen, Krieg und die Verfolgungen der spanischen Inquisition, Schiffbruch und Erdbeben, plötzlicher Reichtum und ebenso plötzlicher Verlust, muss der Held durchstehen, bis er in Konstantinopel auf überraschende Weise Kunigunde und seine Freunde wiedertrifft. Im Kostüm amüsantester Unterhaltung versteckt sich eine der scharfsinnigsten philosophischen Satiren, die jemals gegen den Optimismus der Aufklärung geschrieben wurden. Mit Ironie und sarkastischem Wortwitz führt Voltaire (1694-1778) die Leibnizsche Doktrin des "Alles ist gut" ad absurdum, bedarf es doch einer Reihe fast tödlich endender Abenteuer, bis der gutgläubige, von seinem Lehrer Pangloß zu stetem Optimismus angehaltene Candide erkennt, wieviel in dieser Welt im Argen liegt.
Portrait
Voltaire, geboren 1694 in Paris, gestorben ebenda 1778, verkehrte in mondänen Kreisen. Zum Rebellen gegen die alte Ordnung wurde er im englischen Exil, in das er fliehen musste, als er nach einem Wortgefecht mit dem Chevalier de Rohan von dessen Dienern verprügelt worden war. Mit teils raffinierten Finanzgeschäften reich geworden, stand er gegen Ende seines Lebens mit allen bedeutenden Geistern Europas und vielen aufgeklärten Herrschern in Kontakt. Sein berühmtestes Werk ist bis heute ›Candide‹
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 213
Erscheinungsdatum 22.11.2005
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-23491-6
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 17,9/11,3/1,4 cm
Gewicht 190 g
Originaltitel Candide, ou L'optimisme
Auflage 1
Übersetzer Johann Frerking
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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Schöne Geschichte!
von Zitronenblau am 01.04.2008
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Die Ironie und der Sarkasmus, mit denen Voltaire arbeitet, um seinen Protagonisten durch eine eigentlich doch recht entsetzliche Handlung zu führen, dienten nicht etwa nur einer Euphemisierung einer pseudo-optimistischen Welt, in der das Böse regiert, sondern vor allem folgenden genialen Zweck: Eine narrative Antwort auf Leibniz' systemphilosophisch hergeleitetes Postulat... Die Ironie und der Sarkasmus, mit denen Voltaire arbeitet, um seinen Protagonisten durch eine eigentlich doch recht entsetzliche Handlung zu führen, dienten nicht etwa nur einer Euphemisierung einer pseudo-optimistischen Welt, in der das Böse regiert, sondern vor allem folgenden genialen Zweck: Eine narrative Antwort auf Leibniz' systemphilosophisch hergeleitetes Postulat eines metaphysischen Optimismus, dass demnach vom formalen Rahmen her entgegensteht und inhaltlich alle möglichen Aussagen macht, um diese "schönste aller Welten" zu relativieren. Candide muss gelesen werden, nicht nur als philosophisch-pamphletartige Polemik gegen Leibniz' These, sondern als Satireroman, der zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken anregen soll. Daher sehr empfehlenswert!

Anleitung zum Menschsein!
von Leopold Schikora,Therapeut und Dozent aus Bremen am 21.08.2006
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ein philantropisch-humanistisches Werk eines großen Freidenkers über die Apotheose des Lebens. Ein indirekter Leitfaden zum Menschsein und somit zur Verwirklichung der Menschlichkeit inmitten der unmenschlichen also intoleranten,aggresiven,egomanen und religiös- fanatischen Gesellschaft.Während meiner Gymnasialzeit,wohnte ich mehrere Jahre fast neben dem Grab Voltaires im Paris, ohne damals zu wissen das ich... Ein philantropisch-humanistisches Werk eines großen Freidenkers über die Apotheose des Lebens. Ein indirekter Leitfaden zum Menschsein und somit zur Verwirklichung der Menschlichkeit inmitten der unmenschlichen also intoleranten,aggresiven,egomanen und religiös- fanatischen Gesellschaft.Während meiner Gymnasialzeit,wohnte ich mehrere Jahre fast neben dem Grab Voltaires im Paris, ohne damals zu wissen das ich tagtäglich an den sterblichen Überresten eines genialen Mannes vorbeiging.In seinen Buch erlebt man ihm aber lebendig.Man spürt seine Liebe und seinen Glauben an den Menschen aber gleichzeitig auch seine Verachtung all dem gegenüber was dem Menschen und die Menschlicheit unetrdrückt und versklavt.