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Otto war nicht begeistert

Otto hat immer eine Triefnase. Otto ist – verglichen mit anderen Kindern – ein bisschen kleiner und etwas schwach auf der Brust. Also beschließen seine Eltern, dass Otto sich erholen soll, in einer Kinderfreizeit am Meer. Otto ist gar nicht begeistert: Ein Sommer ohne Eltern – unvorstellbar. Freunde finden soll er, aber er kennt doch die anderen Kinder gar nicht. Und die Freizeitleiterin Frau Felgenkranz ist ihm auch nicht geheuer. Doch dann nimmt er seinen ganzen Mut zusammen und findet plötzlich Gefallen am Sandbuddeln, Baden und Fischeessen. Und die ein oder andere Freundschaft entsteht auch. Otto hätte gar nicht gedacht, dass Ferien ohne seine Eltern so schnell vergehen können.
Rezension
"Ein erfrischend bissiges und doch sehr sensibles Bilderbuch. ... Das einsame und heimwehkranke Kind ist ... ein Bild, das den Lebenserfahrungen vieler Kinder entspricht, auch wenn Richter und Gleich die Situation dank sehr viel Wort- und Bildwitz nie ins Tragische kippen lassen." Manuela Kalbermatten, Neue Zürcher Zeitung, 05.07.18

"Auf vierzehn farbenfrohen Doppelseiten wird in kurzen, nüchternen Sätzen die Geschichte des kleinen Verweigerers aus dessen Blickwinkel erzählt. ... Optimistisch bleibt die Geschichte aber trotzdem. ... Wie Schnappschüsse wirken die seitenfüllenden Bilder von Jacky Gleich." Ursula Thomas-Stein, Buch& Maus, 15.11.17

"Ein witzig-freches Schlechte-Laune-Buch, das Verständnis für maulige Kinder schafft, die aus eigenem Antrieb nicht gut aus ihrer Außenseiterrolle herauskönnen - mit einem Augenzwinkern und grandioser Bildkomik erzählt." Shortlist HUCKEPACK Kinderbuchpreis, 23.01.18
Portrait
Richter, Jutta
Jutta Richter, geboren 1955, veröffentlichte noch als Schülerin ihr erstes Buch. Anschließend studierte sie Theologie, Germanistik und Publizistik in Münster. Seit 1978 lebt sie als freiberufliche Autorin im Münsterland. Neben vielen anderen Preisen erhielt sie 2001 den Deutschen Jugendliteraturpreis für Der Tag, als ich lernte, die Spinnen zu zähmen (2000) und 2005 den Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis für Hechtsommer (2004). Bei Hanser erschienen außerdem u. a. das Weihnachtsbilderbuch Als ich Maria war (2010, mit Illustrationen von Jacky Gleich), Ich bin hier bloß der Hund (2011, mit Illustrationen von Hildegard Müller), Das Schiff im Baum (2012), Helden (2013), Abends will ich schlafen gehn (2014, illustriert von Aljoscha Blau), die Neuausgabe von Der Hund mit dem gelben Herzen (2015), Ich bin hier bloß das Kind (2016, mit Illustrationen von Hildegard Müller), Otto war nicht begeistert (2017, illustriert von Jacky Gleich) sowie das Bilderbuch Endlich Schule! Eine Geschichte vom Großwerden, (2018, illustriert von Leonard Erlbruch). Im Herbst 2018 folgte ihr Kinderbuch Frau Wolle und der Duft von Schokolade mit Illustrationen von Günter Mattei.

Gleich, Jacky
Jacky Gleich, 1964 in Darmstadt geboren, studierte Animation an der Filmhochschule Babelsberg. Sie hat mehr als 80 Bücher für Kinder und Erwachsene illustriert, wofür sie mehrfach ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis für Hat Opa einen Anzug an? (Text Amelie Fried, Hanser 1997). Neben Texten von Amelie Fried illustrierte sie für Hanser Geschichten von Hanna Johansen, Peter Pohl und Brigitte Schär. 2017 erschien das von ihr illustrierte Bilderbuch Otto war nicht begeistert (Text von Jutta Richter).
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 32
Altersempfehlung 3 - 6
Erscheinungsdatum 25.09.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-25699-6
Verlag Hanser
Maße (L/B/H) 29,1/22,3/1 cm
Gewicht 370 g
Abbildungen mit zahlreichen bunten Bildern
Buch (gebundene Ausgabe)
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Heimweh kann so weh tun
von Dagmar M. aus Essen am 02.03.2018

Die Altersangabe finde ich zu jung, ich würde das Buch eher ab 5 Jahren empfehlen. Da muss Otto mit seinem schönen neuen roten Ball alleine an die Seefahren, wobei alleine nicht zutrifft, er fährt im Bus mit vielen Kindern, nur ohne seine Eltern. Er soll dort seinen Schnupfen loswerden.... Die Altersangabe finde ich zu jung, ich würde das Buch eher ab 5 Jahren empfehlen. Da muss Otto mit seinem schönen neuen roten Ball alleine an die Seefahren, wobei alleine nicht zutrifft, er fährt im Bus mit vielen Kindern, nur ohne seine Eltern. Er soll dort seinen Schnupfen loswerden. Ja und Otto ist von allem dort nicht begeistert, weder vom Essen, noch vom Schlafsaal, geschweige denn davon, dass alle Kinder mit seinem Ball spielen dürfen. Dann bekommt er wegen einer Wunde am Fuß mehre Aufmerksamkeit und schließlich wird er Totschützenkönig, ja und das begeistert auch Otto. Jetzt gehört er zur Gruppe und fühlt sich wohl, sogar der Schnupfen ist weg, als er nach Hause fährt. Die Texte sind kurz und enden fast immer mit dem Buchtitel. Die Bilder gehen ein wenig in Richtung Karikatur, was die dargestellten Situationen unterstreicht. Ein Buch, dass den Kindern Mut macht, auch sich mal ohne die Eltern durchzusetzen. Mit der schönen Hoffnung, dass Heimweh vergeht.