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Ein Maler aus Deutschland

Gerhard Richter. Das Drama einer Familie

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Gerhard Richter malte sein bekanntes Gemälde »Tante Marianne« nach Vorlage einer Fotografie, die ihn als Säugling zusammen mit der Schwester seiner Mutter zeigt. Hier setzt der Reporter und Buchautor Jürgen Schreiber an und stößt auf eine tragische Wahrheit: Tante Marianne fiel dem Euthanasie-Programm der Nationalsozialisten zum Opfer, in das der Gynäkologe und SS-Obersturmbannführer Heinrich Eufinger – der frühere Schwiegervater Gerhard Richters – tief verstrickt war. Eine Spurensuche, welche die unglaubliche Geschichte der Familie Gerhard Richters enthüllt, in der sich die Lebensläufe von Opfern und Tätern auf dramatische Weise kreuzen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 02.10.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-31212-7
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 18,8/12,1/3 cm
Gewicht 283 g
Abbildungen mit zahlreichen Abbildungen, mit zahlreichen Abbildungen
Verkaufsrang 2.973
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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Sehr persönlich und fesselnd.. Der "große Richter" einmal aus einer ganz neuen Perspektive betrachtet!
von einer Kundin/einem Kunden aus Jüchen am 20.10.2017

Gerhard Richter gilt als einer der ganz großen deutschen Maler der Nachkriegszeit, wenn nicht gar als der Beste. In der biografischen Erzählung „Ein Maler aus Deutschland: Gerhard Richter“ von Jürgen Schreiber (Piper Verlag, Oktober 2017) wird sein Leben und Schaffen nun aus einer ganz neuen Perspektive beleuchtet. Sehr familiär... Gerhard Richter gilt als einer der ganz großen deutschen Maler der Nachkriegszeit, wenn nicht gar als der Beste. In der biografischen Erzählung „Ein Maler aus Deutschland: Gerhard Richter“ von Jürgen Schreiber (Piper Verlag, Oktober 2017) wird sein Leben und Schaffen nun aus einer ganz neuen Perspektive beleuchtet. Sehr familiär und persönlich. Seine ersten Jahre waren geprägt von Krieg und den Nöten der frühen Nachkriegszeit. Trotzdem machte Richter seinen Weg und fand seine große Verwirklichung in der Kunst. Jürgen Schreiber erzählt in dieser Biografie von Richters Kindheit, Jugend und Werdegang mit einer unglaublich eingängigen und emotional ergreifenden Tonart. Die sprachliche Umsetzung ist meines Erachtens recht ergreifend und schafft eine unglaublich fesselnde Atmosphäre, insbesondere wegen der „äußeren Zustände“. Selbst die Schauplätze sind beinahe greifbar und man kann sich sehr gut in die Szenerien hinein versetzen, was noch durch vielfältige grafische Darstellungen (Fotos und Bilder) gestützt wird. Ich fand das Buch im Gesamten wahnsinnig packend und die Inhalte sehr interessant, sieht man den „großen Richter“ doch einmal mit ganz anderen Augen. Jürgen Schreiber hat eine tolle Biografie über „den großen deutschen Maler“ vorgelegt und ich würde das Buch definitiv weiterempfehlen! 5 Sterne.

Aus gegebenen Anlass: Gerhard Richter
von Birgit Schlechte aus Dresden am 21.07.2010
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Das Dresdener Albertinum ist wiedereröffnet. Zwei Säle sind dem weltberühmten Dresdner Maler Gerhard Richter vorbehalten, der die Kunstsammlungen durch großzügige Schenkungen unterstützt. Grund genug sich mit dem bereits 2005 erschienen Buch auf einen Besuch der einzigartigen Werke vorzubereiten. Der Journalist Jürgen Schreiber, einer der besten Deutschlands, enthüllt detailliert die Familiengeschichte... Das Dresdener Albertinum ist wiedereröffnet. Zwei Säle sind dem weltberühmten Dresdner Maler Gerhard Richter vorbehalten, der die Kunstsammlungen durch großzügige Schenkungen unterstützt. Grund genug sich mit dem bereits 2005 erschienen Buch auf einen Besuch der einzigartigen Werke vorzubereiten. Der Journalist Jürgen Schreiber, einer der besten Deutschlands, enthüllt detailliert die Familiengeschichte der Richters, wobei er immer wieder fast zwanghaft auf das schmerzliche Schicksal der Tante Marianne zurückkommt, die der Euthanasie zum Opfer fiel. Richter hat sie nach einem Foto gemalt, noch ohne Kenntnis ihrer Geschichte. Schrecklich ist auch zu lesen, dass des Malers Schwiegervater seine Nazi-Vergangenheit geschickt vertuschte. Als Frauenarzt war er maßgeblich an der Zwangssterilisation von Psychiatriepatientinnen, auch Tante Marianne, beteiligt. Diese dramatischen Ereignisse werden faktenreich geschildert, mit unglaublicher Pedanterie, als gälte es die Bürokratie der nazistischen Vernichtungsmaschinerie heraufzubeschwören. Es wird alles bis ins Kleinste ausgearbeitet, nur von dem Maler selbst erfährt man wenig. Der Journalist Schreiber öffnet dem Maler Richter alle Türen zu dessen Vergangenheit auch das Tor zur Hölle des Vernichtungslagers, wo seine Tante starb. Bis zum Erscheinen des Buches hatte der Neffe es noch nicht besucht. Obwohl das Buch viele Erwartungen nicht erfüllt, der Künstler wenig anwesend ist, sei es gerade wegen der übermächtigen bedrückenden Vergangenheit als wichtige Lektüre und lebendiges Geschichtsbild empfohlen.