Das Genie

Roman

detebe Band 24473

Klaus Cäsar Zehrer

(32)
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Beschreibung

Boston, 1910. Der elfjährige William James Sidis wird von der Presse als »Wunderjunge von Harvard« gefeiert. Sein Vater triumphiert. Er hat William von Geburt an mit einem speziellen Lernprogramm trainiert. Doch als William erwachsen wird, bricht er mit seinen Eltern und seiner Vergangenheit und weigert sich, seine Intelligenz einer Gesellschaft zur Verfügung zu stellen, die von Ausbeutung, Profitsucht und Militärgewalt beherrscht wird.

Klaus Cäsar Zehrer, geboren 1969 in Schwabach, lebt als freier Autor, Herausgeber und Übersetzer in Berlin. Sein erstes Buch im Diogenes-Verlag, ›Das Genie‹, wurde als bester Debütroman des Jahres 2017 ausgezeichnet. Zehrer ist promovierter Kulturwissenschaftler, hat zusammen mit Robert Gernhardt das Standardwerk der komischen Lyrik, ›Hell und Schnell‹, herausgegeben und spielt in der deutschen Fußballnationalmannschaft der Schriftsteller.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 23.08.2017
Verlag Diogenes
Seitenzahl 656
Maße (L/B/H) 18,8/12,1/3,5 cm
Gewicht 499 g
Auflage 2. Auflage
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-06998-3

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Boris Sidis, emigriert zu Beginn des 20. Jahrhunderts mittellos nach Amerika. Mit seinem enormen Wissensdrang verbringt er Tag und Nacht in Bibliotheken und bringt sich autodidaktisch einiges bei. Er schlägt sogar die Universitätslaufbahn ein und entdeckt die neu entstehende Disziplin Psychologie für sich. Er entwickelt eine eigene Erziehungsmethode, mit der er - nach seiner Überzeugung - aus jedem Kind ein Wunderkind machen kann: Er probiert dies an seinem eigenen Sohn aus! Und es klappt: William James ist überdurchschnittlich intelligent, scheitert aber sozial! Mit subtilem Humor erzählt Zehrer die authentische tragikomische Geschichte, die bei mir auch nach der Lektüre lange nachgewirkt hat. Eins der besten Bücher, die ich gelesen habe! Ich konnte kaum glauben, dass das Buch ein Debut ist.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
32 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden aus Sindelfingen am 30.03.2020
Bewertet: anderes Format

Eine sehr berührende Geschichte über Hochbegabung und ihre psychologische Auswirkung. William Sidis hatte es nicht leicht damit. Hinreissend geschrieben!!!

Großartig!
von Miri am 30.10.2019

Norbert: "Du bist verrückt." William: "Viel schlimmer. Ich bin der einzige Normale. Das merkt nur keiner, weil die Welt verrückt ist." (590) Mit seinen 645 Seiten ist dieses Buch kein "Sonntagsschmöker", eher etwas für anspruchsvollere Leser und das nicht nur wegen dem Zentralthema: Sidis-Methode (Psychologie, Suggestion, Hypno... Norbert: "Du bist verrückt." William: "Viel schlimmer. Ich bin der einzige Normale. Das merkt nur keiner, weil die Welt verrückt ist." (590) Mit seinen 645 Seiten ist dieses Buch kein "Sonntagsschmöker", eher etwas für anspruchsvollere Leser und das nicht nur wegen dem Zentralthema: Sidis-Methode (Psychologie, Suggestion, Hypnose, Erziehung, universitäres Milieu...), sondern auch wegen der komplexen Entwicklung nicht nur vom Wunderkind selbst, sondern auch seinen Eltern. Zugegeben am Anfang habe ich ein wenig gebraucht um in die Geschichte richtig eintauchen zu können, aber spätestens ab dem Zeitpunkt von Williams Geburt könnte ich das Buch nicht weglegen. Witzige Passagen wechselten ernsthafte gesellschaftliche Themen ab. Für alle, die Geschichten mit wahrem Hintergrund mögen, tolle Recherche schätzen können und die genau wissen wollen, warum die Menschheit trotz der Erfindung der Sidis-Erziehungs-Methode, die wahre Genies herbringen kann, immer noch gegen das größte Unheil kämpfen muss...menschliche Ignoranz und Dummheit. Und nein, dieses Buch punktet nicht gerade mit "Sich-Identifizieren-können" mit den Protagonisten, eher andersrum. Die sind stellenweise kalt und resolut in ihrem Tun ohne Kompromisse. Sehr empfehlenswert.

Faszinierend und eindrucksvoll
von einer Kundin/einem Kunden aus Weeze am 20.07.2018

William James Sidis war ein US-amerikanisches „Genie“ mit geschätztem IQ von 250, das mit 18 Monaten Zeitung lesen konnte, mit fünf Jahren acht Sprachen (darunter eine selbst erfundene) sprach und mit elf Jahren der jüngste Harvard-Student aller Zeiten war. Er wurde am 1. April 1898 in New York City geboren und verstarb mit 46 J... William James Sidis war ein US-amerikanisches „Genie“ mit geschätztem IQ von 250, das mit 18 Monaten Zeitung lesen konnte, mit fünf Jahren acht Sprachen (darunter eine selbst erfundene) sprach und mit elf Jahren der jüngste Harvard-Student aller Zeiten war. Er wurde am 1. April 1898 in New York City geboren und verstarb mit 46 Jahren am 17. Juli 1944 in Boston, Massachusetts. In seinem Debütroman „Das Genie“ erzählt Klaus Cäsar Zehrer die ebenso faszinierende, wie nachdenklich machende Geschichte dieses „Wunderkindes“. Der Roman beginnt mit dessen Vater Boris Sidis, der aus dem russischen Kaiserreich 1887 nach Amerika emigriert und dort Dank seiner Wissbegierde und Intelligenz ein völlig neues Leben beginnt, indem er sich anhand von Büchern vieles erarbeitet und schließlich auch zu akademischen Titeln gelangt. „Für einen intelligenten Menschen ist Wissen wie ein zahmer Vogel. Er muss nur seine Sinne öffnen wie ein Fenster, dann fliegt es ihm zu, frei und leicht, und bleibt für immer.“ (S. 62) Schließlich ist er als bekannter Psychologe davon besessen, „die Menschheit von ihrer schlimmsten Seuche zu befreien, der Dummheit, und somit zugleich vom verrohten Sohn der Dummheit, dem Krieg.“ Er glaubt den universalen Impfstoff gegen die Dummheit in einer Erziehungsmethode entdeckt zu haben und probiert diese von Geburt an bei seinem Sohn William James aus, der sich schnell zu einem hochbegabten Kind entwickelt. Durch Anwendung der Sidis-Methode könnten alle Kinder die gleichen Fähigkeiten entwickeln wie sein Sohn, behauptet er. Doch als William älter wird bricht er mit seinen Eltern und seiner Vergangenheit. Er weigert sich, seine Intelligenz einer Gesellschaft zur Ver­fügung zu stellen, die von Ausbeutung, Profitsucht und Militärgewalt beherrscht wird. Stattdessen versucht er, sein Leben nach eigenen Vorstel­lungen zu gestalten – mit aller Konsequenz. Während ich zu Beginn des Romans noch Bewunderung für die Hartnäckigkeit und den unerschütterlichen Lernwillen des Boris Sidis und seiner späteren Frau empfinden konnte, schlug dies um, als sie ihre Erziehungsmethode an dem eigenen Kind ausprobieren. Schnell erkennt man beim Lesen, welche entscheidende Zutat der Sidis-Methode fehlt, die den Verstand über alles stellt. Man erlebt ein unglaublich kluges, aber auch sehr schrulliges und enorm einsames Kind, das einzig und allein ein Produkt seiner Eltern ist und trotz Intelligenz dem Leben nicht so recht gewachsen ist. So sehr das Wunderkind in den ersten Jahren zumindest in der Denkleistung brilliert, so sehr betrübt es erkennen zu müssen, dass der Junge dies mit einer nie gelebten Kindheit bezahlen muss und von den Eltern schließlich sogar beschuldigt wird, für das Scheitern der Sidis-Erziehungsmethode allein verantwortlich zu sein. Man mag sich eigentlich lieber keine Gedanken darüber machen, was geschehen wäre, wenn das Ergebnis ein anderes gewesen wäre und Boris Sidis mit seiner Theorie, dass alle Säuglinge ab der Geburt die gleichen geistigen Startbedingungen haben, recht gehabt hätte. Wäre die Welt wirklich besser geworden, wenn sich die Sidis-Methode flächendeckend durchgesetzt hätte und die Universitäten voll mit Zehnjährigen wären? Im Sinne der Kinder wäre dies eher nicht wünschenswert, wenn man den Werdegang von William James Sidis verfolgt, dessen Probleme in diesem Roman gut nachvollziehbar dargestellt werden. „Dabei war Billy durchaus nicht der Lehrerliebling, für den seine Mitschüler ihn hielten. Im Gegenteil, den meisten Lehrern war er suspekt. Seine Auffassungsgabe war ihnen nicht geheuer, seine Selbstgewissheit unsympathisch, seine Altklugheit lästig. Sie unterrichteten in der ständigen Furcht, durch seine Verbesserungen vor der ganzen Klasse blamiert zu werden, und sie spürten, wie in seiner Anwesenheit ihre Autorität schwand, ohne dass sie genau sagen konnten, ob daran seine Kommentare schuld waren oder ihre Angst vor ihnen.“ (S. 261/262) Fast wünscht man sich, dass dieser Roman keinen realen Hintergrund hätte und auch wenn er in längst vergangenen Zeiten spielt, findet er doch auch genug Berührungspunkte mit der heutigen Zeit und immer aktuellen Themen. Insgesamt ein faszinierendes Buch, das viel Stoff zum Nachdenken bietet und das ich kaum noch aus der Hand legen mochte – für mich ein echtes Lesehighlight, das ich sehr empfehlen kann.


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