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Leere Herzen

Roman

Juli Zeh

(82)
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Beschreibung

Sie sind desillusioniert und pragmatisch, und wohl gerade deshalb haben sie sich erfolgreich in der Gesellschaft eingerichtet: Britta Söldner und ihr Geschäftspartner Babak Hamwi. Sie haben sich damit abgefunden, wie die Welt beschaffen ist, und wollen nicht länger verantwortlich sein für das, was schief läuft. Stattdessen haben sie gemeinsam eine kleine Firma aufgezogen, "Die Brücke", die sie beide reich gemacht hat. Was genau hinter der "Brücke" steckt, weiß glücklicherweise niemand so genau. Denn hinter der Fassade ihrer unscheinbaren Büroräume betreiben Britta und Babak ein lukratives Geschäft mit dem Tod.

Als die "Brücke " unliebsame Konkurrenz zu bekommen droht, setzt Britta alles daran, die unbekannten Trittbrettfahrer auszuschalten. Doch sie hat ihre Gegner unterschätzt. Bald sind nicht nur Brittas und Babaks Firma, sondern auch beider Leben in Gefahr...

"Leere Herzen" ist ein provokanter, packender und brandaktueller Politthriller aus einem Deutschland der nahen Zukunft. Es ist ein Lehrstück über die Grundlagen und die Gefährdungen der Demokratie. Und es ist zugleich ein verstörender Psychothriller über eine Generation, die im Herzen leer und ohne Glauben und Überzeugungen ist.

"Juli Zeh kann erzählen, und wie!" Martin Ebel / Der Bund

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 13.11.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-630-87523-1
Verlag Luchterhand
Maße (L/B/H) 22,2/14,6/3,4 cm
Gewicht 568 g
Verkaufsrang 48255

Buchhändler-Empfehlungen

Eine sehr interessant konstruierte Geschichte!

Simon Rausch, Thalia-Buchhandlung Fulda

Am faszinierendsten fand ich die Verbindung zwischen dem Titel des Buches und der Protagonistin. "Leere Herzen" beschreibt den Charakter "Britta", und von Anfang an ist mir aufgefallen, dass man zu ihr nur schwer eine emotionale Bindung aufbauen kann. Dies spiegelt sich jedoch in ihrem Charakter wieder, da sie oft wenig Mitgefühl zeigt. Zum Ende hin jedoch wird Britta wärmer bzw. offener mit sich selbst und ihrem Umfeld, und so auch mit dem Leser. Die Geschichte ist zuerst etwas verwirrend und unverständlich, doch circa ab Seite 70 wird klar, was Britta genau in ihrem Leben macht. Meiner Meinung nach sehr lesenswert!

Volle Taschen- leere Herzen

Maria Surholt, Thalia-Buchhandlung Paderborn

Juli Zeh schaut mit scharfem Blick in eine nahe Zukunft.. Was passiert mit unserer Gesellschaft, wenn hohe Effizienz der Gott ist , dem alle Opfer dargebracht werden. Niemand, nicht einmal der Ehemann, ahnt in welcher Branche die Protagonistin so viel Geld verdient. Nach und nach erschließt sich das Berufsfeld und es gehen einem die Augen über. Menschen, die ihrem Leben ein Ende bereiten wollen, werden an Kunden vermittelt, die für ihre Ziele Selbstmordattentäter brauchen. Dieser Zynismus wird in einer spannenden Handlung auf die Spitze getrieben. Spannende Unterhaltung als Transportmittel für tiefe Wahrheiten.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
82 Bewertungen
Übersicht
37
30
10
4
1

Juli Zeh
von einer Kundin/einem Kunden aus Linz am 10.04.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Ansich ein spannendes Thema. Aber in meinen Augen leider sehr langatmig. Ich wurde von der Geschicht nicht wirklich gefesselt und bin der Meinung, dass es sehr oberflächlich gehalten wurde.. Schade, der Titel versprach mehr..

Nichts für allzu zart Besaitete; für Andere umso empfehlenswerter
von Eberhard Landes am 24.03.2020

Nach den von mir ebenfalls rezensierten Büchern von Juli Zeh, dem Gesamtkunstwerk "Unterleuten" sowie "Nullzeit" und "Schilf" ist "Leere Herzen" das vierte von mir gelesene Juli-Zeh-Buch. Die Autorin lässt es entspannt, fast familiär idyllisch angehen: Da ist Britta mit ihrem Mann Richard und der 7jährigen Tochter Vera un... Nach den von mir ebenfalls rezensierten Büchern von Juli Zeh, dem Gesamtkunstwerk "Unterleuten" sowie "Nullzeit" und "Schilf" ist "Leere Herzen" das vierte von mir gelesene Juli-Zeh-Buch. Die Autorin lässt es entspannt, fast familiär idyllisch angehen: Da ist Britta mit ihrem Mann Richard und der 7jährigen Tochter Vera und da ist Janina mit ihrem Mann Knut und ihrer ebenfalls 7jährigen Tochter Cora. Die beiden Paare treffen sich zu einem gemeinsamen Abendessen und tauschen sich u.a. über ihre beruflichen Tätigkeiten und Pläne aus. Erste Zweifel an der Idylle kommen dem Leser, wenn er langsam erkennt, fast möchte man sagen "erkennen muß", worauf das Geschäftsmodell der von Britta betriebenen psychotherapeutischen Praxis mit dem Firmenname "Die Brücke" beruht. Und es wird immer klarer: Leere Herzen ist ein Psychothriller! Der 2017 entstandene Roman spielt ca. in den Jahren 2025 - 2030, wie aus einzelnen Anmerkungen ( "Merkel ist über siebzig") geschlussfolgert werden kann. Aus der heutigen AfD ist die BBB ("Besorgte Bürger Bewegeung") geworden, die die Kanzlerin stellt; eine Frau Wagenknecht (!) ist Innenministerin. Und aktuelle politische Themen sind Frexit, freeflandern und katalonienfirst. Rechtsradikale erschlagen Migranten, Nordafrikaner erschlagen priviligierte Gymnasiasten; das bedingungslose Grundeinkommen wird von jungen Männern genutzt, ihre Zeit auf den Parkbänken zu verbingen, in den Innenstädten werden gerade die letzten arabischen Lokale geschlossen und Negativzinsen sind normal. Soviel zum Umfeld. Die in der heutigen Zeit unvorstellbaren Methoden der Brücke mit Suizidgefährdeten, die von Brittas Partner Babak aus dem Darknet gefischt werden und das was Britta und Babak und ihre "Patientin" Julietta erleben und erleiden, tragen ebenfalls dazu bei, dass die Lektüre für Zartbesaitete immer weniger lesens-/ empfehlenswert wird; ganz anders für nicht so schwache Gemüter. Letzlich ein Apell von Frau Zeh an politikverdrossene NIchtwähler sich für die Grundlagen und gegen die Gefährdungen der Demokratie einzusetzen, wie er heftiger kaum sein könnte, was auch schon im Vorwort "Da. So seid ihr.“ zum Ausdruck kommt, aber natürlich erst nach der Lektüre verständlich wird.

Die Brücke
von einer Kundin/einem Kunden aus Brüggen am 03.03.2020

Als ich das Buch "Leere Herzen" von Juli Zeh endlich in den Händen hielt, habe ich mich sehr gefreut, da ich schon einiges Positive von dieser Autorin gehört hatte. Die Sience-Fiction-Handlung ist denn auch gut durchdacht und spannend. Auch wenn es sich hierbei um ein Schreckens-Szenario handelt, so kann ich mir leider trotzde... Als ich das Buch "Leere Herzen" von Juli Zeh endlich in den Händen hielt, habe ich mich sehr gefreut, da ich schon einiges Positive von dieser Autorin gehört hatte. Die Sience-Fiction-Handlung ist denn auch gut durchdacht und spannend. Auch wenn es sich hierbei um ein Schreckens-Szenario handelt, so kann ich mir leider trotzdem vorstellen, dass die nahe Zukunft so oder so ähnlich aussehen könnte. Die Umsetzung dieser durchaus faszinierenden Idee hat für mich dennoch einige Schwächen. Der Schreibstil ist etwas holprig und die Charaktere bleiben schwammig und unnahbar. Auch wenn die Handlung spannend ist, so reißt mich die Geschichte nicht wirklich mit. Die Dialoge sind etwas hölzern, auch hier fehlt eindeutig der Pfiff! Schade um die wirklich gute Idee, aber ich hatte mir deutlich mehr davon erhofft.


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