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Das geheime Lächeln

Roman

(18)
»Ein wunderschöner und poetischer Roman von großer Intensität.« Sophie Bonnet

Als die Journalistin Emilia Lukin bei einer Auktion das Gemälde einer jungen Frau entdeckt, meint sie in ihr eigenes Spiegelbild zu blicken. Kann es sich um ihre Großmutter Sophie handeln? Um deren extravagantes Künstlerleben im Paris der 1930er-Jahre ranken sich wilde Gerüchte, Emilias Mutter Pauline aber hüllt sich in Schweigen. Emilia lässt das traurige Lächeln auf dem Porträt nicht mehr los, und so folgt sie dessen Spuren in die Provence und nach Paris. Dabei gerät sie tief in die Geschichte einer leidenschaftlichen Frau, deren Leben auf geheimnisvolle Weise mit ihrem verknüpft ist.

Rezension
»Bettina Storks ist eine wahre Meisterin in der Kunst, spannende Familienromane zu erzählen.«

Portrait
Bettina Storks, geboren 1960 in Waiblingen, studierte Romanistik, Deutsche Philologie sowie Kulturwissenschaften und promovierte an der Universität Freiburg. Nachdem sie mehrere Jahre als Redakteurin tätig war, veröffentlichte sie ihre Romane "Das Haus am Himmelsrand" und "Die Stimmen über dem Meer". Bettina Storks lebt in Bodman-Ludwigshafen am Bodensee.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 480 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 12.03.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783641218911
Verlag Diana Verlag
Dateigröße 1301 KB
Verkaufsrang 4.230
eBook
9,99
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Buchhändler-Empfehlungen

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„Das Schicksal dreier Frauen“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Auch Buchhändler brauchen manchmal tatsächlich Anstupser, damit sie bestimmte Bücher zur Hand nehmen. Immer die gleiche Art der Cover und der Titel, austauschbare Klappentexte, die ein dunkles Geheimnis in der Vergangenheit andeuten – das alles verlockt nicht immer, neue Autoren zu entdecken. Deshalb bin ich auch so froh, dass es das Internet, bzw. ganz speziell Facebook gibt. Dort hole ich mir auch immer gerne einmal Anregungen. So habe ich eine liebe Freundin, die einen ähnlichen Lesegeschmack wie ich hat. Das ist ganz gefährlich! Und manchmal kommen einfach Autoren auf mich zu. So geschehen mit Bettina Storks. Erst dadurch bin ich tatsächlich neugierig darauf geworden, was sie wohl wie schreibt. Und nun habe ich wieder eine neue Autorin für mich entdeckt, von der ich sicherlich noch weitere Bücher lesen werde. Zwei ältere schlummern noch auf meinem Tolino. Mal sehen, wann ich dazu komme, sie zu lesen!?

Bettina Storks hat eine ausgesprochen spannende Familiengeschichte geschrieben. Und ja – es geht um ein dunkles Geheimnis in der Vergangenheit. Aber das Buch ist toll geschrieben und sehr geschickt aufgebaut. Der Klappentext gibt davon einiges wieder, zeigt aber nicht auf, wie verwickelt die Geschichte wirklich ist.

Die Journalistin Emilia Lukin ist Anfang Fünfzig. Sie lebt inzwischen alleine mit ihrem Ehemann Vladi, einem Arzt, in Baden Baden. Ihre beiden Söhne studieren beide auswärts. Als Emilia einen Ausstellungskatalog mit Bildunterschriften versehen soll, entdeckt sie plötzlich ein Gemälde einer jungen Frau, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Sollte es sich bei der Frau auf dem Gemälde um ihre Großmutter Sophie handeln, eine Frau, über die in der Familie nach Möglichkeit nicht gesprochen wurde. Immerhin ist sie Ende der dreißiger Jahre noch minderjährig von Zuhause ausgerissen und nach Paris gegangen. Nur einmal ist sie noch zurückgekommen, um im Elternhaus ihre Tochter Pauline zu bekommen und sie dort bei ihrem Stiefbruder zu lassen. Emilia macht sich auf die Spurensuche. Einen Hinweis hat sie immerhin. Ihre Mutter Pauline hat ein Haus in einem Ort namens La Lumière im Lubéron geerbt. Allerdings geht es Emilias Mutter psychisch nicht gut. Und sie hat keinerlei Interesse an diesem Erbe geäußert. So reist Emilia in das geerbte Haus und versucht mehr über die Geschichte ihrer Großmutter herauszufinden. Da sie freischaffende Journalistin ist, kann sie sich ihre Zeit und ihre Arbeit frei einteilen. Für sie ist es sogar ein Glücksfall, denn ihre Ehe mit Vladi hat vor Kurzem einen Knacks bekommen. Sie muss erst einmal wieder zu sich zurückfinden.

Das Buch beginnt mit einem Prolog, der am 8. September 1939 in Paris spielt. Eine Frau wacht früh auf und betrachtet ihren Liebsten. Es scheint ein Abschied in der Luft zu liegen. Dann springt die Geschichte in die Gegenwart und wir folgen Emilias Spurensuche. Zwischendrin gibt es immer mal Kapitel, die mit dem Namen Jean Pierre überschrieben sind. Und Kapitel, die in der Zeit zurückgehen. So nach und nach ahnt man, worauf die Geschichte hinausläuft. Aber die Autorin hat es sehr geschickt aufgebaut, denn diese unterschiedlichen Blickwinkel erhöhen definitiv die Spannung. Besonders Emilia ist eine interessante Persönlichkeit. Die Geschichte ihrer eigenen Mutter, die immer schon sehr labil war, hat sie geprägt. Und die Situation mit ihrem Ehemann setzt ihr zu. Will sie diesen beiden Geschichten entfliehen? Oder will sie wirklich die Wahrheit über ihre Großmutter herausfinden? Und wer ist dieser Jan Pierre? Was hat er mit der Geschichte zu tun?

Herausgekommen ist eine sehr dramatische Familiengeschichte, die uns teilweise in die Künstlerszene der dreißiger Jahre in Paris mitnimmt. Es geht ein wenig in die Geschichte Frankreichs während des 2. Weltkriegs. Und es ist ein Roman, der die psychischen Zusammenhänge seiner Protagonisten sehr genau ausleuchtet. Eine wirklich spannende Geschichte, die mich mitgerissen und begeistert hat.
Auch Buchhändler brauchen manchmal tatsächlich Anstupser, damit sie bestimmte Bücher zur Hand nehmen. Immer die gleiche Art der Cover und der Titel, austauschbare Klappentexte, die ein dunkles Geheimnis in der Vergangenheit andeuten – das alles verlockt nicht immer, neue Autoren zu entdecken. Deshalb bin ich auch so froh, dass es das Internet, bzw. ganz speziell Facebook gibt. Dort hole ich mir auch immer gerne einmal Anregungen. So habe ich eine liebe Freundin, die einen ähnlichen Lesegeschmack wie ich hat. Das ist ganz gefährlich! Und manchmal kommen einfach Autoren auf mich zu. So geschehen mit Bettina Storks. Erst dadurch bin ich tatsächlich neugierig darauf geworden, was sie wohl wie schreibt. Und nun habe ich wieder eine neue Autorin für mich entdeckt, von der ich sicherlich noch weitere Bücher lesen werde. Zwei ältere schlummern noch auf meinem Tolino. Mal sehen, wann ich dazu komme, sie zu lesen!?

Bettina Storks hat eine ausgesprochen spannende Familiengeschichte geschrieben. Und ja – es geht um ein dunkles Geheimnis in der Vergangenheit. Aber das Buch ist toll geschrieben und sehr geschickt aufgebaut. Der Klappentext gibt davon einiges wieder, zeigt aber nicht auf, wie verwickelt die Geschichte wirklich ist.

Die Journalistin Emilia Lukin ist Anfang Fünfzig. Sie lebt inzwischen alleine mit ihrem Ehemann Vladi, einem Arzt, in Baden Baden. Ihre beiden Söhne studieren beide auswärts. Als Emilia einen Ausstellungskatalog mit Bildunterschriften versehen soll, entdeckt sie plötzlich ein Gemälde einer jungen Frau, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Sollte es sich bei der Frau auf dem Gemälde um ihre Großmutter Sophie handeln, eine Frau, über die in der Familie nach Möglichkeit nicht gesprochen wurde. Immerhin ist sie Ende der dreißiger Jahre noch minderjährig von Zuhause ausgerissen und nach Paris gegangen. Nur einmal ist sie noch zurückgekommen, um im Elternhaus ihre Tochter Pauline zu bekommen und sie dort bei ihrem Stiefbruder zu lassen. Emilia macht sich auf die Spurensuche. Einen Hinweis hat sie immerhin. Ihre Mutter Pauline hat ein Haus in einem Ort namens La Lumière im Lubéron geerbt. Allerdings geht es Emilias Mutter psychisch nicht gut. Und sie hat keinerlei Interesse an diesem Erbe geäußert. So reist Emilia in das geerbte Haus und versucht mehr über die Geschichte ihrer Großmutter herauszufinden. Da sie freischaffende Journalistin ist, kann sie sich ihre Zeit und ihre Arbeit frei einteilen. Für sie ist es sogar ein Glücksfall, denn ihre Ehe mit Vladi hat vor Kurzem einen Knacks bekommen. Sie muss erst einmal wieder zu sich zurückfinden.

Das Buch beginnt mit einem Prolog, der am 8. September 1939 in Paris spielt. Eine Frau wacht früh auf und betrachtet ihren Liebsten. Es scheint ein Abschied in der Luft zu liegen. Dann springt die Geschichte in die Gegenwart und wir folgen Emilias Spurensuche. Zwischendrin gibt es immer mal Kapitel, die mit dem Namen Jean Pierre überschrieben sind. Und Kapitel, die in der Zeit zurückgehen. So nach und nach ahnt man, worauf die Geschichte hinausläuft. Aber die Autorin hat es sehr geschickt aufgebaut, denn diese unterschiedlichen Blickwinkel erhöhen definitiv die Spannung. Besonders Emilia ist eine interessante Persönlichkeit. Die Geschichte ihrer eigenen Mutter, die immer schon sehr labil war, hat sie geprägt. Und die Situation mit ihrem Ehemann setzt ihr zu. Will sie diesen beiden Geschichten entfliehen? Oder will sie wirklich die Wahrheit über ihre Großmutter herausfinden? Und wer ist dieser Jan Pierre? Was hat er mit der Geschichte zu tun?

Herausgekommen ist eine sehr dramatische Familiengeschichte, die uns teilweise in die Künstlerszene der dreißiger Jahre in Paris mitnimmt. Es geht ein wenig in die Geschichte Frankreichs während des 2. Weltkriegs. Und es ist ein Roman, der die psychischen Zusammenhänge seiner Protagonisten sehr genau ausleuchtet. Eine wirklich spannende Geschichte, die mich mitgerissen und begeistert hat.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
18 Bewertungen
Übersicht
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3
1
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Ein wunderschöner Roman in zwei Zeitepochen
von Nadys Bücherwelt aus Freiburg am 04.11.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Mir hat der Roman von Bettina Storks sehr gut gefallen. Meine genaue Meinung über den Roman, der in zwei Zeitebenen spielt, erfahrt Ihr im Video. Der Roman hat von mir 4 von 5 Sterne erhalten.

Roman über drei Generationen von Frauen und eine späte Suche nach den eigenen Wurzeln mit einer Protagonistin, die sehr distanziert blieb
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 16.07.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Emilia Lukin ist Journalistin und stößt bei der Beschriftung eines Auktionskatalogs eines Auktionshauses in Colmar auf ein Porträt einer Frau, das ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. "Frau im Schatten" wurde in den 30er-Jahren gezeichnet und handelt sich vermutlich um das Abbild von Emilias verstorbener Großmutter Sophie Langenberg, die sie... Emilia Lukin ist Journalistin und stößt bei der Beschriftung eines Auktionskatalogs eines Auktionshauses in Colmar auf ein Porträt einer Frau, das ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. "Frau im Schatten" wurde in den 30er-Jahren gezeichnet und handelt sich vermutlich um das Abbild von Emilias verstorbener Großmutter Sophie Langenberg, die sie nie kennengelernt hatte. Sophie hatte ein unangepasstes Leben in Frankreich geführt und sich nicht an die Familie gebunden gefühlt. Emilias Mutter Pauline ist bei Sophies Stiefbruder aufgewachsen und hat erst vor Kurzem Sophies Haus im französischen Lubéron geerbt. Emilia möchte nun mehr über ihre geheimnisvolle Großmutter herausfinden und damit auch ihrer Mutter helfen, die jahrelang an Depressionen litt und nun akut in psychiatrischer Behandlung ist, mit ihrer Geschichte abschließen zu können. Gleichzeitig flieht Emilia damit vor ihrem eigenen Leben, das durch den Ehebruch ihres Mannes aus den Fugen geraten ist. Sie reist deshalb zu der Auktion nach Frankreich, ersteigert das Gemälde und fährt anschließend zu dem unbewohnten Haus in die Provence. Dort kommt sie mit Zeitzeugen ins Gespräch und versucht auf diese Weise das ungewöhnliche Leben ihrer Großmutter nachzuvollziehen und herauszufinden, wer der Vater ihrer Mutter und ihr Großvater ist. Der Roman über drei Generationen von Frauen ist überwiegend in der Gegenwart aus der Sicht von Emilia geschrieben, enthält aber auch chronologisch historische Abschnitte aus Sicht von Sophie. Diese waren allerdings zu kurz und zu nüchtern geschildert, um Sophie näher zu kommen. Ihr Liebes- und Künstlerleben, das ich mir turbulent und leidenschaftlich vorgestellt hatte, nahm viel zu wenig Raum ein, Sophie blieb mir fremd. Darüber hinaus vermisste ich die historische Atmosphäre, insbesondere die Einschränkungen und Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs. Die Besatzung durch die Deutschen in Frankreich kam erst im letzten Dritte zur Sprache und hatte dann kaum einen Bezug zu Sophie. Aber auch Emilia ist eine Protagonistin, die selten distanziert blieb. Auf mich wirkte sie vor allem in Bezug auf ihre engsten Familienmitglieder, ihren Mann und ihre beiden Söhne, aber auch im Kontakt mit ihrer kranken Mutter, sehr unterkühlt. Objektiv zeigtes sich dies allein durch die Anreden innerhalb der Familie. Weder Emilia, noch ihre Kinder sprechen ihre Mütter mit "Mutter" oder gar "Mama" an, sondern nennen sie stets beim Vornamen. Aber auch subjektiv war im Umgang miteinander wenig Herzenswärme spürbar. Alle Personen sind sehr ich-bezogen und geben wenig von sich preis. Der Roman wurde für mich erst sehr spät interessant, als Emilia intensivere Gespräche mit einem guten Freund von Sophie führte, der sie als talentierte Fotografin und Malerin beschreibt und die Hintergründe des Porträts erklärt. Bis dahin zieht sich der Roman etwas in die Länge, was vor allem dadurch geschuldet ist, dass ich mit keinem der Protagonisten warum wurde. So konnte mich die Familiengeschichte, die mir zu emotionslos war, wenig fesseln. Zudem hätte ich mir einen ausgewogeneren Anteil an historischen Abschnitte und eine engere Verknüpfung mit den Protagonisten in der Gegenwart gewünscht, um Sophies Gefühle, ihre und Handlungen und deren Auswirkungen auf die nachfolgenden Generationen verstehen zu können. So war es einfach nur deprimierend zu lesen, dass eine einzige unüberlegte Entscheidung dazu führte, dass Pauline ohne ihre leiblichen Eltern aufgewachsen ist, Depressionen entwickelte und geprägt durch die Traurigkeit für Emilia nie eine warmherzige Mutter sein konnte. Die späte Suche nach den eigenen Wurzeln der Familie wirkte letztlich etwas konstruiert.

Ein Lesevergnügen besonderer Art
von friederickes Bücherblog aus Berlin am 25.06.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Das Cover Eine junge Frau in den 1930er Jahren in Paris in sorgsam ausgewählten Farben präsentiert gemeinsam mit dem Titel und dem Klappentext ein Buch, das man haben und lesen möchte. Perfekt ausgewählt und in sich stimmig. Die Geschichte (Achtung: Spoiler) Emilia arbeitet zu Hause selbstständig als Journalistin und hat gerade... Das Cover Eine junge Frau in den 1930er Jahren in Paris in sorgsam ausgewählten Farben präsentiert gemeinsam mit dem Titel und dem Klappentext ein Buch, das man haben und lesen möchte. Perfekt ausgewählt und in sich stimmig. Die Geschichte (Achtung: Spoiler) Emilia arbeitet zu Hause selbstständig als Journalistin und hat gerade den Auftrag für ein Auktionshaus einen Katalog zu bearbeiten. Darin entdeckt sie ein Gemälde, das ihr die Sprache verschlägt. Sie sieht so was wie ihr eigenes Spiegelbild und ist nach näherer Betrachtung überzeugt, dass es sich dabei nur um ihre Großmutter handeln kann, die als schwarzes Schaf der Familie galt und über die nie gesprochen wurde. Sie selbst lebt mit ihrem Mann in Baden-Baden und ihre zwei Söhne sind bereits ausgezogen. Ihre Ehe bekam vor kurzer Zeit schwere Kratzer, weil ihr Mann sie betrogen hat. Er hat sich zwar entschuldigt und sie kann verzeihen, aber leider nicht vergessen. Die Distanz steht deshalb zwischen ihnen. Das Gemälde lässt ihr keine Ruhe. Sie entschließt sich, ins Elsass zu fahren und das Bild zu ersteigern. Dann besucht sie ihre Mutter, die an einer schweren psychischen Erkrankung und einer Teilamnesie leidet, um ihr Fragen zur Großmutter, die in den 1930er Jahren nach Frankreich ging und ihr in der Provence ein Häuschen hinterlassen hat zu stellen, aber es gelingt nicht. Spontan reist daraufhin Emilia nach Frankreich, um sich auf Spurensuche zu begeben und auch ihrem Mann und sich selbst eine Auszeit zu gestatten. Sie stößt in Paris und am Luberon auf viele Geheimnisse und findet Hintergründe, die damals alles auf den Kopf stellten. Letztendlich findet sie Antworten für sich selbst, ihre Familie und ihre Beziehung. Meine Meinung WOW, das war mal wieder ein Buch der Extraklasse. Bereits auf den ersten Seiten fand ich mich in der Leselust gefangen, die bis zu Schluss angehalten hat. Die Geschichte wird einmal in der Gegenwart rund um Emilia und ihre Familie erzählt und in Rückblenden, beginnend in den 1930er Jahren, mit dem Leben von Sophie in Frankreich. Auch andere Zeitsprünge fügen sich harmonisch ein, weil sie an den richtigen Stellen für neue Spannung sorgen. Bettina Storks schreibt in einer vielseitigen, wunderbaren, leicht verständlichen und sehr poetischen Sprache. Sie tut das überwiegend aus der Perspektive der beiden Hauptfiguren Emilia und Sophie, aber auch die anderen Protagonisten mischen sich aktiv ein, sodass die häufigen Wechsel für Lebhaftigkeit, Nähe und Intensität sorgen. Die Schauplätze sind so intensiv beschrieben, dass man gar nicht anders kann, als alles vor dem geistigen Auge direkt zu sehen, zu riechen und zu schmecken. Alle Figuren sind bis ins kleinste Detail so ausgearbeitet, dass sie in ihrem Handeln und in ihren Dialogen authentisch, plausibel und gemäß ihren Charakteren äußerst glaubwürdig sind, was uns gestattet, bei all ihren Gefühlen sehr nah dabei sein zu dürfen. Die eingearbeitete Zeitgeschichte ist mit viel Gespür und Können vorgenommen worden, sodass die Geschehnisse, gerade auch in der finsteren Zeit des Krieges, für Gänsehaut und die eine oder andere Träne sorgen. Wunderbar auch der tiefe Blick in die Künstlerseelen, die sich in Paris tummelten. Fazit: Es ist ein wunderbarer Roman, der mich gefesselt und mitgenommen hat, der mich an Plätze entführte, die ich zugegebener Maßen sowieso sehr liebe. Umso tiefer durfte ich mit hineintauchen und freue mich sehr bei meinem nächsten Besuch in Baden-Baden und dem Elsass an dieses wunderbare Buch denken zu dürfen. Es zählt ganz bestimmt zu meinen Lieblingsbüchern des Jahres 2018. Natürlich ist hier meine absolute Leseempfehlung.