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Die Farbe von Winterkirschen

Roman

(4)
Ein Tag, der alles zerstörte. Eine Mutter, die ihr Kind verlor. Und ihr Wunsch nach Vergebung, der nie verging – eine bewegende Geschichte um Liebe, Reue und Hoffnung.
Sie verlor ihre Tochter an dem Tag, an dem die Bombe fiel. Ama hatte sich mit Yuko verabredet, um mit ihr über den Mann zu sprechen, den Yuko so liebte und Ama gleichermaßen verabscheute. Doch dazu kam es nie. Ama war zu spät – und ihre Tochter und ihr Enkel tot. Ama ließ Nagasaki hinter sich, wanderte nach Amerika aus, aber der Schmerz blieb. Nie konnte sie sich verzeihen, gab sich selbst die Schuld am Tod, ja sogar am Schicksal ihrer Tochter. Sie zog sich immer mehr zurück und lebte in ihrer eigenen Welt voll Trauer und Schmerz – bis ein junger Mann an ihre Tür klopft. Er sagt, er sei Hideo, ihr totgeglaubter Enkel. Zuerst will sie ihm nicht glauben, doch dann öffnet sie ihr Herz und lässt die Hoffnung herein …
Rezension
»Bewegende Familiengeschichte über Verluste, Traditionen, Schuldgefühle und einen Hauch von Hoffnung.«
Portrait
Jackie Copleton unterrichtete Englisch in Nagasaki und Sapporo, bevor sie wieder nach England zurückkehrte und als Journalistin arbeitete. »Die Farbe von Winterkirschen« ist ihr erster Roman, der von der Presse hochgelobt wurde. Außerdem wurde er gleich für den Baileys Women’s Prize for Fiction nominiert und von den englischen Lesern von Richard und Judys Buchclub als bestes Buch 2016 auserkoren.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 13.11.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783641171452
Verlag Limes Verlag
Übersetzer Andrea Brandl
Verkaufsrang 14.020
eBook
9,99
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Buchhändler-Empfehlungen

„Pikadon ...“

Susanne Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

Nagasaki, 09. August 1945: Amaterasu hat sich mit ihrer Tochter Yuko in der Kathedrale der Stadt verabredet. Es ist schon am frühen Morgen sehr heiß - Ama muss sich noch kurz umziehen und verspätet sich. Da fällt die Bombe und zerstört die Stadt. Ama und ihr Mann Kenzo suchen verzweifelt nach Tochter Yuko und Enkel Hideo, finden aber nur Trümmer und das Grauen des Überlebens.
Jahre später, Ama lebt mittlerweile in den USA, steht ein Mann vor Amas Tür und behauptet er sei ihr Enkel Hideo. Kann das sein ?? Und kann sie sich einem Fremden öffnen und ihre Geschichte erzählen ?? Die Geschichte ihres Lebens um ein furchtbares Geheimnis, das auch ihre Tochter nicht erfahren durfte ?
Eine spannende Geschichte um ein Leben voller Zwänge und Leid.
Nagasaki, 09. August 1945: Amaterasu hat sich mit ihrer Tochter Yuko in der Kathedrale der Stadt verabredet. Es ist schon am frühen Morgen sehr heiß - Ama muss sich noch kurz umziehen und verspätet sich. Da fällt die Bombe und zerstört die Stadt. Ama und ihr Mann Kenzo suchen verzweifelt nach Tochter Yuko und Enkel Hideo, finden aber nur Trümmer und das Grauen des Überlebens.
Jahre später, Ama lebt mittlerweile in den USA, steht ein Mann vor Amas Tür und behauptet er sei ihr Enkel Hideo. Kann das sein ?? Und kann sie sich einem Fremden öffnen und ihre Geschichte erzählen ?? Die Geschichte ihres Lebens um ein furchtbares Geheimnis, das auch ihre Tochter nicht erfahren durfte ?
Eine spannende Geschichte um ein Leben voller Zwänge und Leid.

Kundenbewertungen

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Sehr lesenswert
von einer Kundin/einem Kunden aus Zwickau am 23.03.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Nachdem dieses Buch ausgelesen ist, muss ich sagen, selten hat mich ein Buch derart begeistert und in seinen Bann gezogen. Es bringt viele Einsichten in die japanische Gefühlswelt, und auch wenn es um Nagasaki Atombombenabwurf geht, es ist eine sehr menschliche Darstellung des Weges einer Familie. Mein bestes Leseerlebnis seit... Nachdem dieses Buch ausgelesen ist, muss ich sagen, selten hat mich ein Buch derart begeistert und in seinen Bann gezogen. Es bringt viele Einsichten in die japanische Gefühlswelt, und auch wenn es um Nagasaki Atombombenabwurf geht, es ist eine sehr menschliche Darstellung des Weges einer Familie. Mein bestes Leseerlebnis seit langem! Und ich lese sehr viel.

Ein sehr beeindruckendes Buch
von friederickes Bücherblog aus Berlin am 09.02.2018

Cover: Das Cover zeigt die japanische Schneekirsche in voller Blüte auf zartem Hintergrund. Titel und Abbildung laden zusammen mit dem Klappentext ein, wissen zu wollen, was die Geschichte bereithält. Die Geschichte (Achtung: Spoiler!): Ameratasu Takahashi hat sich mit ihrer Tochter verabredet, um über den Mann zu reden, den Yoko liebt und den... Cover: Das Cover zeigt die japanische Schneekirsche in voller Blüte auf zartem Hintergrund. Titel und Abbildung laden zusammen mit dem Klappentext ein, wissen zu wollen, was die Geschichte bereithält. Die Geschichte (Achtung: Spoiler!): Ameratasu Takahashi hat sich mit ihrer Tochter verabredet, um über den Mann zu reden, den Yoko liebt und den sie als Mutter verachtet. Aber sie kommt zu spät. Es ist der Tag und die Stunde, als die Bombe fällt. Sie verliert dabei ihre Tochter und ihren Enkelsohn und gibt sich selbst die Schuld am Tod ihrer Tochter. Mit ihrem Mann wandert sie nach Amerika aus und vergräbt sich Jahrzehnte in ihrem Kummer. Bis eines Tages ein junger Mann vor ihrer Tür steht und behauptet ihr Enkelsohn zu sein. Meine Meinung: Das Buch beginnt mit dem Trauma der Atombombe von Hiroschima. Auch wenn man weiß, was damals passierte, ist die geschichtliche Einbettung in das direkte Leben einer Familie eine andere Empfindung, als die Kenntnisse aus dem Geschichtsbuch. So tauchte ich aus der Perspektive von Ameratasu in die furchtbaren Geschehnisse ein. Die Figuren sind wunderbar und feinfühlig ausgearbeitet. Alle Charaktere sind glaubhaft und strahlen das aus, was man ihnen zugeschrieben hat. Sie sind authentisch und nehmen die Leser emotional sehr mit. Der Schreibstil ist gut verständlich, sehr differenziert und präzise schildernd. Die Autorin wahrt etwas Distanz zu den Geschehnissen und erhebt damit jederzeit den Anspruch, die eingearbeitete Zeitgeschichte nicht zu übertreiben. Die Liebesgeschichte ist in die schrecklichen Geschehnisse sehr feinsinnig und ohne Klischees eingearbeitet. Die Schauplätze sind sehr genau beschrieben und lassen es zu, anschaulich nach Japan zu reisen. Das Buch erwartet beim Lesen volle Aufmerksamkeit, da es nicht nur die Geschichte von Ameratasu und ihrem Enkel erzählt, sondern häufig die Perspektive wechselt und viele zeitliche Sprünge vornimmt. Dabei nutzt die Autorin nicht die Chronologie der Ereignisse, sondern bindet Lebensabschnitt zu Gedanken, oder schildert Vorkommnisse ohne einen zeitlichen Bezug. Das ist aber sehr positiv zu bewerten, weil die Erzählung an Intensität, Spannung und Verständnis gewinnt. Zu Beginn eines Kapitels erfahren wir eine Begrifflichkeit über die japanische Kultur, die gerade in diesem Abschnitt eine Bedeutung hat. Dieses Familiendrama wird neben den Erinnerungen von Ameratasu, auch aus dem Tagebuch ihrer Tochter Yoko und Briefen von Shige geschildert. Insgesamt entsteht ein ziemlich komplexes Bild, getragen von japanischen Traditionen und Werten, ein Bild das außerdem die Vergangenheit der Protagonisten, die geschichtlichen Ereignisse und die neue Zeit miteinander verbindet. Im Mittelpunkt stehen eine unendlich tragische Familientragödie und die Folgen vom 09. August 1945. Ein Buch mit hohem Anspruch auf ebenso hohem Niveau. Ein Buch, das einem nach einer schweren Reise durch die Vergangenheit, einen Abschluss präsentiert, der etwas aufatmen lässt. Von mir gibt es eine ausdrückliche Leseempfehlung. Friedericke von „friederickes Bücherblog“