Warenkorb
 

Bestellen Sie bis zum 20.12.2018 und erhalten Sie Ihre Sendung pünktlich zu Heiligabend.**

Alte Freunde

Roman

(20)
Zwei alte Schulfreunde. Craig war früher der charismatische Anführer, zu dem alle aufschauten und der zum Rockstar avancierte. Alan stand stets im Abseits, war Mitläufer. Dreißig Jahre später haben sich die Vorzeichen radikal geändert. Alan ist erfolgreicher Gourmetkritiker und Bestsellerautor, während sich Craig als Obdachloser auf Londons Straßen rumtreibt. Das Schicksal führt die beiden wieder zusammen. Alan greift seinem alten Freund unter die Arme und versucht ihn wieder auf die richtige Bahn zu bringen. Und bald ist nichts mehr so wie es war.

Rezension
"Ein großartiger Roman voller Witz und guter Dialoge, mit etlichen unerwarteten Wendungen." Stefan Maelck, MDR Kultur
Portrait
John Niven, geboren in Ayrshire im Südwesten Schottlands, spielte in den Achtzigern Gitarre bei der Indieband The Wishing Stones, studierte dann Englische Literatur in Glasgow und arbeitete schließlich in den Neunzigern als A&R-Manager einer Plattenfirma, bevor er sich 2002 dem Schreiben zuwandte. 2006 erschien sein erstes Buch, die halbfiktionale Novelle Music from Big Pink über Bob Dylan und The Band in Woodstock; 2008 landete er mit dem Roman Kill Your Friends – einer rabenschwarzen Satire auf die Musikindustrie – einen internationalen Bestseller. Es folgten die Romane Coma, Gott bewahre, Das Gebot der Rache, Straight White Male, Old School und Alte Freunde. John Niven schreibt außerdem Drehbücher. Er lebt derzeit in Buckinghamshire, England.
… weiterlesen
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 30.10.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-26944-6
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 22,2/14,4/3,5 cm
Gewicht 522 g
Originaltitel No Good Deed
Übersetzer Stephan Glietsch
Verkaufsrang 108.754
Buch (gebundene Ausgabe)
20,00
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
PAYBACK Punkte
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Buchhändler-Empfehlungen

Veronika Pesch, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Nach "Gott bewahre" ist dies der zweite Roman, den ich von John Niven gelesen habe und ich habe es nicht bereut.
Die Geschichte und der Humor fesseln einen auch hier.
Nach "Gott bewahre" ist dies der zweite Roman, den ich von John Niven gelesen habe und ich habe es nicht bereut.
Die Geschichte und der Humor fesseln einen auch hier.

„Wer alte Freunde hat, braucht keine Feinde“

Kai Reinhard, Thalia-Buchhandlung Zweibrücken

Auch dieser Roman bietet wieder die typische Niven-Ingredenzien.
Es gibt wieder Bezüge Zur Musikbranche und zum Drogenmißbrauch. Natürlich darf auch kräftig geflucht werden und versteckt zwischen den Zeilen findet man auch bißchen Sozialkritik. Der Roman unterhaltet gut und bei der einen oder anderen Szene konnte ich mir ein schmunzeln nicht verkneifen.
Vielleicht ist dies nicht der beste Roman des Autors und trotz allem sorgt er für ein kurzzeitiges und gelungenes Lesevergnügen.
Auch dieser Roman bietet wieder die typische Niven-Ingredenzien.
Es gibt wieder Bezüge Zur Musikbranche und zum Drogenmißbrauch. Natürlich darf auch kräftig geflucht werden und versteckt zwischen den Zeilen findet man auch bißchen Sozialkritik. Der Roman unterhaltet gut und bei der einen oder anderen Szene konnte ich mir ein schmunzeln nicht verkneifen.
Vielleicht ist dies nicht der beste Roman des Autors und trotz allem sorgt er für ein kurzzeitiges und gelungenes Lesevergnügen.

„mal bist du Sieger, mal bist du Verlierer. “

Marie-Elaine Müllener, Thalia-Buchhandlung Dallgow-Döberitz

John Niven hat es mal wieder geschafft mit seinem speziellem Humor, seiner unvergleichlichen Schreibweise und einer imposanten Geschichte einen extrem guten Roman zu schreiben.
-Alte Freunde- lies mich wirklich den Atem anhalten. Während ich das Buch gelesen habe, war ich immer wieder einfach von der Härte des Ausgangs der Handlung erstaunt; am Ende kam es dann nicht so, wie ich es mir erdacht hatte. - das fand ich SO gut an diesem Roman.
Es war durchweg packend und hat mich schneller das Buch lesen lassen, weil ich es einfach nicht aus der Hand legen wollte.
Die Story von Alan und Craig hat mich kurz gesagt schockiert, amüsiert und gefesselt.
John Niven hat es mal wieder geschafft mit seinem speziellem Humor, seiner unvergleichlichen Schreibweise und einer imposanten Geschichte einen extrem guten Roman zu schreiben.
-Alte Freunde- lies mich wirklich den Atem anhalten. Während ich das Buch gelesen habe, war ich immer wieder einfach von der Härte des Ausgangs der Handlung erstaunt; am Ende kam es dann nicht so, wie ich es mir erdacht hatte. - das fand ich SO gut an diesem Roman.
Es war durchweg packend und hat mich schneller das Buch lesen lassen, weil ich es einfach nicht aus der Hand legen wollte.
Die Story von Alan und Craig hat mich kurz gesagt schockiert, amüsiert und gefesselt.

„Widerwärtiges Glück “

Ulrike Walther, Thalia-Buchhandlung Gotha

Zwei alte Schulfreunde treffen sich nach dreißig Jahren wieder, der eine wohlsituiert, der andere obdachlos. Die daraus resultierenden Ereignisse stellen die Leben der beiden auf den Kopf.
John Nivens trockener und bissiger Humor macht auch dieses Buch wieder zu einem kurzweiligen Lesevergnügen.
Zwei alte Schulfreunde treffen sich nach dreißig Jahren wieder, der eine wohlsituiert, der andere obdachlos. Die daraus resultierenden Ereignisse stellen die Leben der beiden auf den Kopf.
John Nivens trockener und bissiger Humor macht auch dieses Buch wieder zu einem kurzweiligen Lesevergnügen.

Stefanie Schmidt, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

Keine gute Tat bleibt ungestraft! Gewohnt böse, schwarzhumorig und drastisch schildert Niven Aufstieg und Fall zweier Freunde, die sich die Butter auf dem Brot nicht gönnen. Keine gute Tat bleibt ungestraft! Gewohnt böse, schwarzhumorig und drastisch schildert Niven Aufstieg und Fall zweier Freunde, die sich die Butter auf dem Brot nicht gönnen.

Elena Cousino, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Craig und Alan waren beste Freunde. Früher war Craig der Anführer, doch heute ist Alan der Erfolgreiche, der ihm unter die Arme greifen will. Ein subtiler Machtkampf beginnt... Craig und Alan waren beste Freunde. Früher war Craig der Anführer, doch heute ist Alan der Erfolgreiche, der ihm unter die Arme greifen will. Ein subtiler Machtkampf beginnt...

„Niven strikes again!“

N. Gatzke , Thalia-Buchhandlung Berlin

Gekonnt schwarzhumorig erzählt John Niven die Geschichte von Craig und Alan -
Frei nach dem Motto: "Tue Gutes und sieh selbst, was du davon hast!"
Gekonnt schwarzhumorig erzählt John Niven die Geschichte von Craig und Alan -
Frei nach dem Motto: "Tue Gutes und sieh selbst, was du davon hast!"

„Typisch John Niven!“

Simon Nitsch, Thalia-Buchhandlung Gießen

Ein Buch darüber wie sich zwei alte Freunde in ihren 40ern wiedersehen: Der eine früher beliebt, Rockstar und jetzt Obdachlos, der andere eher schüchtern und uninteressant, jetzt reicher Zeitschriftenautor mit reicher Frau und riesen Haus.


Das Buch ist ganz nach John Nivens typischer Manier: Es gibt keinen wirklich "Guten", viel Alkohol und Drogen und man hat die ganze Zeit das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt. Spaß pur beim Lesen also, mit einer verärgerten Stimme im Hinterkopf, die einen davor warnt, dass da was im Busch ist, was die ganze Sache spannend hält.


Jeder der schonmal John Niven gelesen hat, sollte auch hier wieder zuschlagen, andere sollten vielleicht eher mit "Musik from Big Pink" oder "Kill Your Friends" in seine Romane einsteigen.
Ein Buch darüber wie sich zwei alte Freunde in ihren 40ern wiedersehen: Der eine früher beliebt, Rockstar und jetzt Obdachlos, der andere eher schüchtern und uninteressant, jetzt reicher Zeitschriftenautor mit reicher Frau und riesen Haus.


Das Buch ist ganz nach John Nivens typischer Manier: Es gibt keinen wirklich "Guten", viel Alkohol und Drogen und man hat die ganze Zeit das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt. Spaß pur beim Lesen also, mit einer verärgerten Stimme im Hinterkopf, die einen davor warnt, dass da was im Busch ist, was die ganze Sache spannend hält.


Jeder der schonmal John Niven gelesen hat, sollte auch hier wieder zuschlagen, andere sollten vielleicht eher mit "Musik from Big Pink" oder "Kill Your Friends" in seine Romane einsteigen.

Pascal Endres, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Der Meister des englischen Humors hat wieder zugeschlagen.Böse und ironisch, so typisch John Niven halt. Der Meister des englischen Humors hat wieder zugeschlagen.Böse und ironisch, so typisch John Niven halt.

„Die Schere zwischen Arm und Reich auf die etwas andere Art“

Alexander Nagel, Thalia-Buchhandlung Hanau

Egal ob Jesus, der mit Nirvana den Weltfrieden bringen möchte, oder ein mordender Musikmanager. John Niven ist ein Garant für skurille Geschichten.
Da wirkt die Handlung von „Alte Freunde“ erstmal etwas flach... Ein erfolgreicher Restaurantkritiker, der einen alten, mittlerweilen obdachlosen, Schulfreund wieder trifft.
Aber der Schein trügt. Was verhalten anfängt wird schnell zu ausgelassen Kokspartys, schießwütigen Promis und überlaufenden Klos. Also alles beim Alten.
Besonders schön sind die Sticheleien gegen die heutige Gesellschaft durch Tinder oder die Konsumgeilheit.
Alles in allem ist „Alte Freunde“ ein amüsanter, wenn auch sehr kurzer, Leseritt.
Egal ob Jesus, der mit Nirvana den Weltfrieden bringen möchte, oder ein mordender Musikmanager. John Niven ist ein Garant für skurille Geschichten.
Da wirkt die Handlung von „Alte Freunde“ erstmal etwas flach... Ein erfolgreicher Restaurantkritiker, der einen alten, mittlerweilen obdachlosen, Schulfreund wieder trifft.
Aber der Schein trügt. Was verhalten anfängt wird schnell zu ausgelassen Kokspartys, schießwütigen Promis und überlaufenden Klos. Also alles beim Alten.
Besonders schön sind die Sticheleien gegen die heutige Gesellschaft durch Tinder oder die Konsumgeilheit.
Alles in allem ist „Alte Freunde“ ein amüsanter, wenn auch sehr kurzer, Leseritt.

„Wahre Freundschaft? “

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

"Wir vergeben unseren Freunden alles außer Erfolg" An diesen Spruch sollte Alan denken, als er seinen ehemals besten Freund Craig von der Straße aufsammelt. Craig, ein ehemaliger Rockstar, ist tief gefallen, während es Alan im Leben zu etwas gebracht hat. Guter Job, Geld, Vorzeigefamilie. Doch das alles geht den Bach runter je mehr Craig Zutritt zu seinem Leben erhält. Böse, witzig, typisch englisch. "Wir vergeben unseren Freunden alles außer Erfolg" An diesen Spruch sollte Alan denken, als er seinen ehemals besten Freund Craig von der Straße aufsammelt. Craig, ein ehemaliger Rockstar, ist tief gefallen, während es Alan im Leben zu etwas gebracht hat. Guter Job, Geld, Vorzeigefamilie. Doch das alles geht den Bach runter je mehr Craig Zutritt zu seinem Leben erhält. Böse, witzig, typisch englisch.

„Kann man alte Freunde und Erfolg haben?“

André Pingel, Thalia-Buchhandlung Bremen

Craig und Alan sind alte Freunde und kennen sich bereits aus der Schule, irgendwann hat man sich jedoch aus den Augen verloren. Craig war damals der charismatische Anführer, zu dem alle aufschauten und der zum gefeierten Rockstar wurde. Alan war eher der Mitläufer und wurde gerne im Abseits geparkt.
30 Jahre später hat sich das Blatt gewendet. Alan ist mittlerweile erfolgreicher Bestseller-Autor und Gourmet-Kritiker, während Craig durch übermäßigen Drogen- und Alkoholkonsum völlig abgeschmiert, pleite und auf der Straße gelandet ist. Das Schicksal lässt die beiden Freunde erneut aufeinander prallen. Alan greift seinem alten Freund unter die Arme und versucht ihn wieder auf die Beine zu bringen und plötzlich ist nichts mehr so, wie es mal war...

Es folgt eine absolut subjektive Bewertung, denn bei mir kann John Niven einfach nichts falsch machen. Tut mir leid, ist leider so! Egal welcher Thematik er sich widmet, er trifft bei mir mit seiner Art zu schreiben immer voll ins Schwarze!
Er hat eine wunderbare Sicht auf gewisse Dinge und in seinem neuesten Werk nimmt er den Erfolg, das Glück und die Freundschaft unter die Lupe. Dabei geht es stellenweise sehr hart zur Sache, aber von Niven ist man nichts anderes gewohnt. Gekonnt lotet er die Grenzen der Freundschaft aus und was diese verkraften kann, oder eben auch nicht. Was stellt der Neid in den Köpfen der Menschen an? Und wie sehr sind wir darauf aus, andere Menschen zu beeindrucken? Die Antworten, die Niven findet sind heftig. Zwischendurch kann man aber dennoch getrost lachen, denn seinen schwarzen Humor legt der gute Mann zum Glück nicht ab. Zudem mochte ich den kleinen Schwenk in Richtung "Coma" sehr gerne und diejenigen, die diesen Roman kennen und lieben (so wie ich), werden sich ebenfalls darüber freuen, wenn er auf dieses Werk verweist.
Insgesamt hat man hier einen bitterbösen und absolut unterhaltsamen Roman, der einem vor Augen führt, wie sehr wir doch vom Erfolg abhängig geworden sind, wie sehr manche Menschen selbst ihren Freunden Erfolg missgönnen und auch, wie sehr wir von der Meinung anderer abhängig sind. Harry S. Truman hat einmal gesagt: "Wenn man erfolgreich ist, dann überschlagen sich die Freunde, aber erst wenn man einen Misserfolg hat, dann freuen sie sich wirklich." Damit lag er leider richtig. Die bittere Pille der Wahrheit geht manchmal nur schwer runter, aber die wenigsten Menschen sind wirklich absolut selbstlos und das zeigt der Autor auf sehr sehr unterhaltsame Weise. Ich hoffe sie haben so viel Spaß beim Lesen, wie ich ihn hatte, auch wenn man dabei auch durchaus über sich selbst ins Grübeln kommt!
Craig und Alan sind alte Freunde und kennen sich bereits aus der Schule, irgendwann hat man sich jedoch aus den Augen verloren. Craig war damals der charismatische Anführer, zu dem alle aufschauten und der zum gefeierten Rockstar wurde. Alan war eher der Mitläufer und wurde gerne im Abseits geparkt.
30 Jahre später hat sich das Blatt gewendet. Alan ist mittlerweile erfolgreicher Bestseller-Autor und Gourmet-Kritiker, während Craig durch übermäßigen Drogen- und Alkoholkonsum völlig abgeschmiert, pleite und auf der Straße gelandet ist. Das Schicksal lässt die beiden Freunde erneut aufeinander prallen. Alan greift seinem alten Freund unter die Arme und versucht ihn wieder auf die Beine zu bringen und plötzlich ist nichts mehr so, wie es mal war...

Es folgt eine absolut subjektive Bewertung, denn bei mir kann John Niven einfach nichts falsch machen. Tut mir leid, ist leider so! Egal welcher Thematik er sich widmet, er trifft bei mir mit seiner Art zu schreiben immer voll ins Schwarze!
Er hat eine wunderbare Sicht auf gewisse Dinge und in seinem neuesten Werk nimmt er den Erfolg, das Glück und die Freundschaft unter die Lupe. Dabei geht es stellenweise sehr hart zur Sache, aber von Niven ist man nichts anderes gewohnt. Gekonnt lotet er die Grenzen der Freundschaft aus und was diese verkraften kann, oder eben auch nicht. Was stellt der Neid in den Köpfen der Menschen an? Und wie sehr sind wir darauf aus, andere Menschen zu beeindrucken? Die Antworten, die Niven findet sind heftig. Zwischendurch kann man aber dennoch getrost lachen, denn seinen schwarzen Humor legt der gute Mann zum Glück nicht ab. Zudem mochte ich den kleinen Schwenk in Richtung "Coma" sehr gerne und diejenigen, die diesen Roman kennen und lieben (so wie ich), werden sich ebenfalls darüber freuen, wenn er auf dieses Werk verweist.
Insgesamt hat man hier einen bitterbösen und absolut unterhaltsamen Roman, der einem vor Augen führt, wie sehr wir doch vom Erfolg abhängig geworden sind, wie sehr manche Menschen selbst ihren Freunden Erfolg missgönnen und auch, wie sehr wir von der Meinung anderer abhängig sind. Harry S. Truman hat einmal gesagt: "Wenn man erfolgreich ist, dann überschlagen sich die Freunde, aber erst wenn man einen Misserfolg hat, dann freuen sie sich wirklich." Damit lag er leider richtig. Die bittere Pille der Wahrheit geht manchmal nur schwer runter, aber die wenigsten Menschen sind wirklich absolut selbstlos und das zeigt der Autor auf sehr sehr unterhaltsame Weise. Ich hoffe sie haben so viel Spaß beim Lesen, wie ich ihn hatte, auch wenn man dabei auch durchaus über sich selbst ins Grübeln kommt!

„Treffen sich zwei Schotten in London...“

Dirk Bluhm, Thalia-Buchhandlung Lünen

"Nichts ist widerwärtiger als das Glück anderer Leute" Diese Zitat von F. Scott Fitzgerald hat John Niven seinem Roman nicht grundlos voran gestellt, da es doch Leitmotiv dieser rabenschwarzen Satire ist.
Einst, zu Schulzeiten in Schottland waren Craig und Alan ziemlich beste Freunde und beide Mitglieder einer Rockband. Während Alan aber als talentloser Bassist und Mitläufer die Gruppe verlassen musste, hatte Craig später eine kurze aber heftige Karriere als Musiker hingelegt. Überhaupt: Craig war damals der coolste unter der Sonne. Als sich die beiden nach fast drei Dekaden zufällig in London begegnen, hat sich das Blatt gewendet. Alan hat es als Gewinner des Immobilienwahnsinns der englischen Metropole und Restaurantkritiker geschafft: Tolle Frau, tolle Kinder, tolles Haus. Craig muss als obdachloser Bettler nun in jeder Hinsicht zu ihm aufschauen. Als Alan seinem alten Kumpel für einige Tage Unterschlupf gewähren will, beginnt eine Story, die so abgedreht und rasant ist, das einigen Lesern schwindelig werden könnte.
Den feinen englischen Humors sucht man bei Niven vergeblich. Sein Stil und seine Bildsprache sind oft brachial und drastisch, und sein Instrument ist wohl eher eine Kettensäge als die spitze Feder. Wen das nicht abhält, dem kann ich dieses bitterböse Werk wärmstens empfehlen.Ich jedenfalls habe mich köstlich amüsiert!
"Nichts ist widerwärtiger als das Glück anderer Leute" Diese Zitat von F. Scott Fitzgerald hat John Niven seinem Roman nicht grundlos voran gestellt, da es doch Leitmotiv dieser rabenschwarzen Satire ist.
Einst, zu Schulzeiten in Schottland waren Craig und Alan ziemlich beste Freunde und beide Mitglieder einer Rockband. Während Alan aber als talentloser Bassist und Mitläufer die Gruppe verlassen musste, hatte Craig später eine kurze aber heftige Karriere als Musiker hingelegt. Überhaupt: Craig war damals der coolste unter der Sonne. Als sich die beiden nach fast drei Dekaden zufällig in London begegnen, hat sich das Blatt gewendet. Alan hat es als Gewinner des Immobilienwahnsinns der englischen Metropole und Restaurantkritiker geschafft: Tolle Frau, tolle Kinder, tolles Haus. Craig muss als obdachloser Bettler nun in jeder Hinsicht zu ihm aufschauen. Als Alan seinem alten Kumpel für einige Tage Unterschlupf gewähren will, beginnt eine Story, die so abgedreht und rasant ist, das einigen Lesern schwindelig werden könnte.
Den feinen englischen Humors sucht man bei Niven vergeblich. Sein Stil und seine Bildsprache sind oft brachial und drastisch, und sein Instrument ist wohl eher eine Kettensäge als die spitze Feder. Wen das nicht abhält, dem kann ich dieses bitterböse Werk wärmstens empfehlen.Ich jedenfalls habe mich köstlich amüsiert!

Daniel Thiele, Thalia-Buchhandlung Hamm

Stellen Sie sich vor, man trifft seinen alten Schulfreund als Obdachlosen auf der Straße und bittet ihn abends mit heim. Nichts bleibt, wie es war... Stellen Sie sich vor, man trifft seinen alten Schulfreund als Obdachlosen auf der Straße und bittet ihn abends mit heim. Nichts bleibt, wie es war...

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Ein großartiger Roman vom "König der gepflegten Entgleisung" voller Witz und guter Dialoge, mit etlichen unerwarteten Wendungen. Ganz eigener Humor! Ein großartiger Roman vom "König der gepflegten Entgleisung" voller Witz und guter Dialoge, mit etlichen unerwarteten Wendungen. Ganz eigener Humor!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
20 Bewertungen
Übersicht
11
9
0
0
0

Freunde oder keine Freunde, das ist hier die Frage ...
von Sharon Baker aus Mönchengladbach am 14.07.2018

Alan ist erfolgreicher Gourmetkritiker und läuft gerade nach einem Restaurantbesuch durch die Straßen und sucht nach den passenden Worten für seine vernichtende Kritik. Gedankenversunken steht er da und wird plötzlich von jemandem angesprochen, einen Obdachlosen, der sogar seinen Namen kennt und jetzt, macht es bei Alan klick. Es ist... Alan ist erfolgreicher Gourmetkritiker und läuft gerade nach einem Restaurantbesuch durch die Straßen und sucht nach den passenden Worten für seine vernichtende Kritik. Gedankenversunken steht er da und wird plötzlich von jemandem angesprochen, einen Obdachlosen, der sogar seinen Namen kennt und jetzt, macht es bei Alan klick. Es ist Craig, der ihn da anspricht, Craig sein alter Schulfreund, der Rockstar, der nun als Penner vor ihm steht. Alan ist mit der Situation überfordert, wie reagiert man, was macht man und wie kann er überhaupt helfen. So gehen die beiden erst mal was trinken, lassen alte Zeiten aufleben und dann nimmt Alan Craig einfach mit nach Hause. Es steht fest, Craig soll erst mal bei der Familie bleiben und er will ihm helfen, wo er kann. So nimmt Craig?s Leben wieder Form an und läuft in eine gute Richtung, und während bei dem einen alles besser wird, strudelt Alans Leben einer Katastrophe entgegen. Was wird passieren? Wie stehen die beiden Schulfreunde zueinander? Und kann Craig der Obdachlosigkeit wirklich entfliehen? Ich hatte noch kein Buch von John Niven gelesen und ich bin ganz ehrlich, ich hätte dieses Buch auch nicht in die Hände genommen, wenn sich der Buchklub nicht dafür entschieden hätte. Obwohl das Cover allein schon recht stimmig ist, hätte ich es deswegen schon nicht in die Hand genommen, da lobe ich mir die englische Ausgabe, die ist da etwas unverfänglicher. Aber ich habe es gelesen, und wie es mir gefallen hat, erzähle ich euch nun. Alan war als Kind nicht der beliebteste Junge und eher ein geduldeter Mitläufer. In Schottland geborgen und immer mit dem Wunsch, der Enge und der sozialen Unterschicht zu entfliehen. Genau wie sein Freund der Rockstar. Aber schaut man Alan jetzt an, hat sich das Blatt gravierend geändert. Nun ist er der erfolgreiche Mann, verheiratet, drei Kinder und steht finanziell verdammt gut da. Durch die Heirat mit seiner Frau hat sich ihm auch die Oberschicht geöffnet und nun wandelt er auf ganz anderen Festen rum. Er ist angekommen und ist auch ein wenig stolz darauf. Als er nun Craig wieder trifft, ist er peinlich berührt, hilflos und irgendwie, weiß er nicht recht was er machen soll. Es ist eine verzwickte Situation, soll er ihn einfach wieder gehen lassen, sein Leben als Penner weiter zuführen, oder greift Alan ein. Er greift beherzt ein und sucht ganz blauäugig nach Lösungen um Craig zu helfen, denn sie sind doch Freunde. Alan ist ein wirklich gutmütiger Trottel, der durch günstige Wendungen in seinem Leben, endlich da ist, wo er immer hin wollte. Ein großes Haus, gute Absicherung, eine Familie und Anerkennung. Obwohl er es manchmal etwas übertreibt, nimmt man Alan sympathisch auf und begleitet ihn durch sein eigenes Chaos. Was mir als Erstes bei dieser Geschichte aufgefallen ist, geht es hier eigentlich wirklich um Freundschaft? Wie definieren die beiden Charakter ihre Freundschaft und was ist Freundschaft überhaupt für sie. Mit dieser, im Kopf schwirrenden Frage, habe ich das Buch gelesen und dabei entdeckt, das der Autor auch ein Spiegel auf unsere Gesellschaft geworfen hat. Schauen wir doch das Umfeld von Alan an, reiche und verwöhnte Statusmenschen, aber sind das, Freude? Ruft man diese in der Not? Aber was ist mit Craig, der unterm Dach wohnt. So richtig freundschaftlich gehen die beiden gar nicht miteinander um. Obwohl beider Lebenssituationen so unterschiedlich sind, spürt man sofort das unterschwellige Konkurrenzdenken. Dem einen ist es etwas unangenehm und den anderen nervt der Protz, der ihm unter die Nase gehalten wird. So spürt man die unausgeglichene Situation und fragt sich wohin wird das führen und ganz langsam erahnt man, wohin die Abwärtsspirale läuft. Ich muss sagen, mich hat diese Geschichte überrascht, mit solch einem realistischen Bild hatte ich nicht gerechnet und finde den Ansatz wirklich toll. Es ist eigentlich gar nicht so die Freundschaftsgeschichte an sich, sondern die eigenen Fragen, die man sich selbst danach stellt. Was ist Freundschaft für mich? Würde ich einen alten Schulfreund von der Straße mit nach Hause nehmen? Wie würde ich in einigen solcher Situation reagieren? Das finde ich, macht dieses Buch aus, das hat der Autor für mich geschickt gemacht. Allerdings fand ich einige ausschweifende Szenen wirklich zu viel ausgeschmückt und ein bisschen zu sehr in der fäkal Sprache gewälzt, das hätte für mich nicht sein gemusst, aber das scheint hier sein Humor zu sein. Der ganze Rest war allerdings gut zu lesen und wie gesagt, mit tollen Ansätzen und einigen Wendungen, die auch noch sehr unterhalten hatten. Für mich war das bestimmt nicht der letzte John Niven Roman, da er mich trotz meiner Ablehnung überzeugt und mir wirklich heiter Lesestunden beschert hat. Witzig, klug und zum Nachgrübeln.

NO GOOD DEED - Das folgenreiche Wiedersehen zweier Schulfreunde nach 30 Jahren und der Fluch der guten Tat
von j.h. aus Berlin am 15.11.2017

Alan Grainger ist Ende 40 und scheint alles erreicht zu haben: Als Gourmetkritiker mit eigener Zeitungskolumne und zahlreichen Büchern ist er beruflich ebenso erfolgreich wie privat mit einer attraktiven Frau aus reicher Familie und drei Kindern. Auch von der Immobilienblase hat die Familie profitiert und lebt in einem schönen... Alan Grainger ist Ende 40 und scheint alles erreicht zu haben: Als Gourmetkritiker mit eigener Zeitungskolumne und zahlreichen Büchern ist er beruflich ebenso erfolgreich wie privat mit einer attraktiven Frau aus reicher Familie und drei Kindern. Auch von der Immobilienblase hat die Familie profitiert und lebt in einem schönen Haus im Umland von London. An einem kühlen Herbsttag wird Alan in der Londoner Innenstadt von einem Obdachlosen angesprochen, der sich als sein früherer Schulfreund Craig herausstellt. Im Gegensatz zum damaligen Außenseiter Alan stand Craig - auch aus ärmlichen Verhältnissen stammend - während der gemeinsamen Schulzeit in Schottland stets im Mittelpunkt und begann (von Alan mit Neid gesehen) eine vielversprechende Karriere als Rockstar, die abrupt endete. Nicht nur aus alter Verbundenheit - sondern auch aus einem unterschwelligen Triumphgefühl heraus - geht Alan mit Craig zunächst etwas trinken und nimmt ihn dann mit nach Hause. Eine durchaus verhängnisvolle Entscheidung ... John Niven (*1966) entwickelt mit der Geschichte zweier Schulfreunde mit extrem unterschiedlichen Lebenswegen eine bitterböse Farce über den Fluch der guten Tat, die letztlich nicht nur aus uneigennützigen Motiven erfolgt und in folgenreicher Weise alte Rachegefühle befördert. NO GOOD DEED (deutsch: Keine gute Tat) spielt innerhalb einiger Wochen im London der Gegenwart und zeigt, wie schnell ein Mensch durch widrige Umstände fast alles verlieren kann. Dabei nimmt John Niven die oberflächliche "Upper Class" ebenso aufs Korn wie die Musikbranche (sein früheres Tätigkeitsgebiet) oder die allgegenwärtigen Bewertungen: "Heutzutage gab es eigentlich nur noch zwei Sorten von Kritiken: die Fünf-Sterne-Jubelarie und den Ein- oder Zwei-Sterne-Verriss. Letzterer war mehr oder weniger an der Tagesordnung. Verständlicherweise, schließlich war ja auch fast alles schlecht. Ein Großteil der Architektur, der Bücher, der Filme, der Musik, des Essens und folgerichtig der Restaurants war schlecht. Sogar die meisten Rezensionen waren schlecht. Wer für diese Theorie eine Bestätigung brauchte, musste nur einen Blick darauf riskieren, was die Amateure so fabrizierten: Die Kommentare, die unter so ziemlich jeder Kritik zu finden waren, offenbarten das unsichtbare Monster, das unter der Wasseroberfläche lebte, wo es stotternd, geifernd und zeternd über das gerade Gelesene herfiel." (S. 61 f.) Leider verliert Nivens neuestes Werk im zweiten Teil etwas an Schwung. Die vorhersehbare Handlung hat keine wirklichen Überraschungen mehr parat und endet unerwartet schnell - als sei die vorgegebene Seitenzahl vom Autor nun erreicht worden. Der HEYNE-Verlag veröffentlichte NO GOOD DEED in bewährt hervorragender deutscher Übersetzung von Stephan Glietsch in der HARDCORE-Reihe. Es ist ganz sicher nicht Nivens bestes Werk, garantiert aber dennoch einige Stunden gute Unterhaltung.