Schuld, die nicht vergeht

Den letzten NS-Verbrechern auf der Spur

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»Gerechtigkeit gibt es nicht - wir können nur versuchen, noch so viele wie möglich zu kriegen.«Ohne sie wäre das Vernichtungssystem nicht möglich gewesen: die KZ-Aufseher, Wachleute, Buchhalter, Helfer - die kleinen Rädchen im großen Mordgetriebe.Ohne ihn wären sie nie zur Verantwortung gezogen worden: Kurt Schrimm, Staatsanwalt und langjähriger Leiter der Zentralen Stelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen. Sein halbes Leben hat er der Aufgabe gewidmet, NS-Verbrecher wie Josef Schwammberger, Alfons Götzfrid oder John Demjanjuk vor Gericht zu bringen.Jetzt berichtet Schrimm, wie er den Tätern auf die Spur kam, und erzählt von den bewegenden Begegnungen mit KZ-Überlebenden, die er als Zeugen befragt hat. Und es wird unabweislich klar, warum es auch über 70 Jahre nach dem Ende des NS-Staats notwendig ist, jeden einzelnen dieser Täter zur Rechenschaft zu ziehen.
Portrait
Kurt Schrimm, geboren 1949 in Stuttgart, studierte Rechtswissenschaften und war seit 1979 im Justizdienst des Landes tätig, zunächst als Staatsanwalt in Stuttgart. Ab 1982 war er im Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart für Verfahren wegen Mordes im Zusammenhang mit nationalsozialistischen Gewaltverbrechen zuständig. Ende September 2000 wurde ihm die Leitung der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg übertragen. Kurt Schrimm, inzwischen im Ruhestand, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Er wurde mit dem Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 02.10.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-20119-4
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 22,1/13,9/4 cm
Gewicht 629 g
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Wer zu lange mit der Ahndung von schlimmen Verbrechen wartet erwischt nur noch Greise und keine Hauptverantwortlichen. Beklemmend aktuell angesichts vieler ungesühnter Völkermorde. Wer zu lange mit der Ahndung von schlimmen Verbrechen wartet erwischt nur noch Greise und keine Hauptverantwortlichen. Beklemmend aktuell angesichts vieler ungesühnter Völkermorde.

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Schuld, die nicht vergeht
von einer Kundin/einem Kunden aus Düsseldorf am 04.11.2017

Alles prima. Sehr interessantes Buch. ... Alles prima. Sehr interessantes Buch. Wer sich für frühere Zeiten und Geschehnisse interessiert, sollte sich dieses Buch kaufen. Noch habe ich es nicht gelesen, nur einen Überblick.

SCHULD, DIE NICHT VERGEHT - Kurt Schrimms eindrucksvoller Bericht über die Suche nach den letzten lebenden NS-Verbrechern
von j.h. aus Berlin am 24.10.2017

Über 70 Jahre ist die Kapitulation Deutschlands nun her, mit der der hinsichtlich Brutalität und Opferzahlen beispiellose Zweite Weltkrieg sein Ende fand. Doch beispiellos waren auch die Verbrechen am Rande des Krieges wie die geplante vollständige Ausrottung der Juden. Diese Pläne wurden von nur wenigen ersonnen - und von... Über 70 Jahre ist die Kapitulation Deutschlands nun her, mit der der hinsichtlich Brutalität und Opferzahlen beispiellose Zweite Weltkrieg sein Ende fand. Doch beispiellos waren auch die Verbrechen am Rande des Krieges wie die geplante vollständige Ausrottung der Juden. Diese Pläne wurden von nur wenigen ersonnen - und von unfassbar vielen "kleinen Rädchen im großen Mordgetriebe" teils bedenkenlos und teils sogar mit Begeisterung ausgeführt. Jahrzehntelang wurden jene willigen Helfer seitens der Justiz kaum zur Verantwortung gezogen oder gar begnadigt. Gerade in den 1950-er Jahren herrschte in der damaligen Bundesrepublik eine Schlussstrich-Mentalität vor, die teils durch die Belastung der neuen Führungsschicht befördert wurde - entsprechende Namen sind hinreichend bekannt. Seit 1958 besteht die "Zentrale Stelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen" in Ludwigsburg, die zahlreiche Ermittlungsverfahren zu Kriegsverbrechen einleitete. Der Staatsanwalt Kurt Schrimm (*1949) war seit 1982 in dieser Einrichtung tätig und von 2000 bis 2015 deren engagierter Leiter. Im vorliegenden Buch berichtet er umfassend über seine Tätigkeit, die neben zahlreichen Erfolgen auch ihn persönlich erschütternde Misserfolge beinhaltete. "Im Zweifel für den Angeklagten" galt auch für eindeutig des Massenmordes schuldige Angeklagte, wenn der Nachweis nicht mit rechtsstaatlich absoluter Eindeutigkeit geführt werden konnte - was über 50 Jahre nach den Taten häufig nahezu unmöglich war. Als größte Erfolge werden eindrucksvoll die bekannten Fälle Josef Schwammberger, Julius V., Alfons Götzfrid und John Demjanjuk geschildert. Ausführlich geht Schrimm der häufig diskutierten Frage nach, ob 70 Jahre nach Kriegsende die Verurteilung von Greisen noch sinnvoll oder gar unmenschlich ist. Die folgenden Kapitel widmen sich der Frage nach dem "typischen NS-Verbrecher", den Schwierigkeiten bei der Wahrheitsfindung sowie der Hoffnung, mit der versuchten juristischen Aufarbeitung künftig gleiche oder ähnliche Verbrechen zu verhindern. Kurt Schrimm gelingt es, dem Leser seine mit großem persönlichem Engagement ausgeübte Tätigkeit nahezubringen und die Tücken der Rechtsprechung aufzudecken - ohne dabei in für den Nicht-Juristen schwer verständliches Paragrafen-Deutsch zu verfallen. Das im HEYNE-Verlag erschienene Sachbuch bietet dem Leser ein spannendes Stück Zeitgeschichte und ist zugleich eine eindrucksvolle Mahnung gegen das Vergessen!