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Wie der Wind und das Meer

Roman

(29)
»Halt dein Gesicht in den Regen, jeder Tropfen ist ein Kuss von mir ...«

München, April 1945. Nach einem verheerenden Fliegerangriff irrt der elfjährige Paul mit einem Koffer durch die Trümmerlandschaft. Auf der Suche nach einem Versteck trifft er auf ein kleines Mädchen. Sie heißt Sarah, hat wie er ihre Familie verloren – und sieht Pauls Schwester verblüffend ähnlich. Um in der verwüsteten Stadt nicht allein zu sein und von den Behörden nicht getrennt zu werden, schließen Paul und Sarah einen Pakt: Von nun an werden sie sich als Geschwister ausgeben. Ihr Plan geht auf. Doch wie hätten sie ahnen können, dass Jahre später ihre Notlüge ihr Verhängnis werden würde – und dass sie sich würden verstecken müssen, um sich lieben zu dürfen …

Rezension
»Mitreißend und mit viel Gespür für Dialog und Szenen …
Portrait
Lilli Beck wurde 1950 in Weiden/Oberpfalz geboren und lebt seit vielen Jahren in München. Nach der Schulzeit begann sie eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau. 1968 zog sie nach München, wo sie von einer Modelagentin in der damaligen In-Disko Blow up entdeckt wurde. Das war der Beginn eines Lebens wie aus einem Hollywood-Film. Sie arbeitete zehn Jahre lang für Zeitschriften wie Brigitte, Burda-Moden und TWEN. Sie war Pirelli-Kühlerfigur und Covergirl auf der LP Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz von Marius Müller-Westernhagen.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 512 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 18.09.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783641189167
Verlag Blanvalet
Verkaufsrang 5.715
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Zum Wegtraeumen!“

Stefanie Willaredt, Thalia-Buchhandlung Bonn

Zwei Kinder, die sich Ende des 2. Weltkriegs als Geschwister ausgeben, da beide durch einen Bombenangriff ihre Eltern verloren haben. Was erst eine gute Idee scheint, wird für die beiden später zum Problem. Die Geschichte entwickelt eine tollen Sog! Man muss einfach ganz schnell zu Ende lesen. Zwei Kinder, die sich Ende des 2. Weltkriegs als Geschwister ausgeben, da beide durch einen Bombenangriff ihre Eltern verloren haben. Was erst eine gute Idee scheint, wird für die beiden später zum Problem. Die Geschichte entwickelt eine tollen Sog! Man muss einfach ganz schnell zu Ende lesen.

„Wind und Meer“

Sina Eckleder

Ein Bombenanschlag auf München kurz vor Kriegsende 1945 macht die beiden Kinder Paul und Sarah zu Vollwaisen. Sie lernen sich kennen, während sie ihre jeweiligen Familien in den Trümmern suchen und schließen sich zusammen, da die jüdische Sarah Pauls Schwester Rosalie verblüffend ähnlich sieht. Fortan geben sie sich als Geschwisterpaar Paul und Rosalie aus und sichern so ihr Überleben. Doch was, wenn aus Geschwisterliebe plötzlich mehr wird?
Lilli Beck greift ein sehr emotionales Thema auf. 2 Kinder, die vom Krieg gezeichnet sind und dem jeweils anderen Halt geben. Wir begleiten die beiden in ihrem Leben nach Kriegsende, das so manche Hürde bereit hält. Sehr bewegend!
Ein Bombenanschlag auf München kurz vor Kriegsende 1945 macht die beiden Kinder Paul und Sarah zu Vollwaisen. Sie lernen sich kennen, während sie ihre jeweiligen Familien in den Trümmern suchen und schließen sich zusammen, da die jüdische Sarah Pauls Schwester Rosalie verblüffend ähnlich sieht. Fortan geben sie sich als Geschwisterpaar Paul und Rosalie aus und sichern so ihr Überleben. Doch was, wenn aus Geschwisterliebe plötzlich mehr wird?
Lilli Beck greift ein sehr emotionales Thema auf. 2 Kinder, die vom Krieg gezeichnet sind und dem jeweils anderen Halt geben. Wir begleiten die beiden in ihrem Leben nach Kriegsende, das so manche Hürde bereit hält. Sehr bewegend!

„Wenn Liebe nicht sein darf! Lese-Highlight im Herbst 2017“

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Nach „Glück und Glas“ hatte ich mich riesig auf den neuen Roman von Lilli Beck gefreut. Die Vorfreude dieses zeitgeschichtlicher Schicksalsromans hat jede Seite gelohnt. Wieder begeistert Lilli Beck mit einer ganz emotionalen, ergreifenden Geschichte. Die Ausgangsidee ist einfach großartig. Sie beschreibt das Schicksal von Vollwaisen des Krieges, dessen Anzahl zum Ende des Krieges auf ca. eine halbe Million geschätzt wird. So lernen wir Paul und Rosalie (eigentlich müsste ich Sarah sagen) gegen Ende des Zweiten Weltkrieges im zertrümmerten München kennen. Beide hat der Krieg zu Vollwaisen gemacht und es grenzt fast an ein Wunder, dass sie überleben. Dazu bedienen sie sich einer Lebenslüge, die ihnen im Laufe der Jahre zum tragischen Verhängnis werden wird. Aus heutiger Sicht ist es nahezu unvorstellbar, welches Leid die beiden deswegen ertragen mussten. Lilli Beck beweist ihr Erzähltalent, indem sie die Sorgen und Ängste ihrer Protagonisten deutlich spürbar macht. Lesen und fiebern Sie mit und machen sich auf ein völlig überraschendes Ende gefasst!
Nebenher machen wir eine kleine Zeitreise von 1945 bis ins Jahr 1989.
Einige LeserInnen werden sich an ähnliche Situationen erinnern und die jüngere Leserin erfährt auf unterhaltsame Weise viel über das Leben ihrer Eltern und Großeltern.
Nach „Glück und Glas“ hatte ich mich riesig auf den neuen Roman von Lilli Beck gefreut. Die Vorfreude dieses zeitgeschichtlicher Schicksalsromans hat jede Seite gelohnt. Wieder begeistert Lilli Beck mit einer ganz emotionalen, ergreifenden Geschichte. Die Ausgangsidee ist einfach großartig. Sie beschreibt das Schicksal von Vollwaisen des Krieges, dessen Anzahl zum Ende des Krieges auf ca. eine halbe Million geschätzt wird. So lernen wir Paul und Rosalie (eigentlich müsste ich Sarah sagen) gegen Ende des Zweiten Weltkrieges im zertrümmerten München kennen. Beide hat der Krieg zu Vollwaisen gemacht und es grenzt fast an ein Wunder, dass sie überleben. Dazu bedienen sie sich einer Lebenslüge, die ihnen im Laufe der Jahre zum tragischen Verhängnis werden wird. Aus heutiger Sicht ist es nahezu unvorstellbar, welches Leid die beiden deswegen ertragen mussten. Lilli Beck beweist ihr Erzähltalent, indem sie die Sorgen und Ängste ihrer Protagonisten deutlich spürbar macht. Lesen und fiebern Sie mit und machen sich auf ein völlig überraschendes Ende gefasst!
Nebenher machen wir eine kleine Zeitreise von 1945 bis ins Jahr 1989.
Einige LeserInnen werden sich an ähnliche Situationen erinnern und die jüngere Leserin erfährt auf unterhaltsame Weise viel über das Leben ihrer Eltern und Großeltern.

„Ein wahrer Strudel an Glück und Unglück“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Die Autorin Lilli Beck ist ein Phänomen. Nicht nur, dass Schriftstellerin bereits ihr dritter Beruf ist, in dem sie erfolgreich ist, sondern auch, dass sie sehr erfolgreich das Genre gewechselt hat. Als Autorin bekanntgeworden ist sie mit sehr humorvollen Romanen, von denen ich Ihnen vor einiger Zeit „Geld oder Liebe“ vorgestellt habe. Doch seit 2015 hat sie dieses Genre verlassen und schreibt sehr berührende Romane, die sich mit unserer jüngeren Vergangenheit (ab 1945) auseinandersetzen. Und das macht sie sehr gut – genau die richtige Mischung aus Liebe und gut recherchiertem und wohl dosiertem geschichtlichen Hintergrund, um möglichst viele Leserinnen anzusprechen. Es sind gute Unterhaltungsromane, bei deren Lektüre man durchaus auch etwas lernen kann. Und was mich als Buchhändlerin persönlich sehr freut, ist, dass sie es ohne ein Pseudonym geschafft hat.

Auf den ersten Blick kommt es einem so vor, als ob Lilli Beck fast das gleiche Thema behandelt wie in ihrem letzten Roman „Glück und Glas“, der gerade als Taschenbuch erschienen ist. Waren es in „Glück und Glas“ die beiden Mädchen Marion und Hannelore, die 1945 kurz vor dem Kriegsende in München geboren wurden und deren Lebensweg wir bis ins Jahr 2015 verfolgen durtfen, sind es in diesem Roman die beiden Kinder Paul und Sarah, die sich kurz vor dem Ende des Krieges nach einem furchtbaren Fliegerangriff, bei denen sie beide ihre letzten lebenden Verwandten verlieren, treffen, die wir bis ins Jahr 1990 begleiten dürfen. Und doch entwickelt sich die Geschichte anders. Zum einen sind die beiden Kinder etwas älter. Paul ist 1945 bereits 11 Jahre und Sarah knapp 10 Jahre alt. Und zum anderen sind sie elternlos, also einer ganz anderen Grundsituation ausgesetzt. Da Sarah Pauls verstorbener Halbschwester Rosalie verblüffend ähnlich sieht, beschließen die beiden fortan als Halbgeschwister durchs Leben zu gehen, damit sie sich nicht mehr trennen müssen. Ein eigentlich guter Plan, der aber in einem Roman natürlich zum Scheitern verurteilt ist. Nach dem schrecklichen Beginn des Buches geht es im Leben von Paul und Sarah, die sich jetzt natürlich Rosalie nennt, immer wieder auf und ab. Sie treffen auf andere Kinder und versuchen gemeinsam zu überleben. Das Ganze hat etwas von „Oliver Twist“ von Charles Dickens in einer anderen Zeit an sich. Kurz nach dem Ende des Krieges versucht jeder nur zu überleben. Doch das ändert sich sehr schnell, und die Behörden greifen durch. Natürlich leben die Deutschen wieder sehr getreu nach den Gesetzen. Ausnahmen und Eigeninitiativen sind nicht möglich und erwünscht. Doch für Paul und Sarah geht es bergauf. Aber dann kommt die Pubertät und die beiden entdecken, dass sie weit mehr als geschwisterliche Gefühle füreinander empfinden. Und so beginnt eine schwierige Zeit für die beiden.

Es ist ein ausgesprochen spannender Roman, bei dem ich mit den beiden mitgefiebert habe. Es ist eine große Liebe, die eigentlich möglich wäre, aber durch die eine Lüge unmöglich geworden ist. Ich habe mir nie darüber Gedanken gemacht, dass es sicherlich viele Kinder wie Paul und Sarah gegeben hat, die plötzlich ganz alleine auf der Welt waren. Es liest sich spannend, aber ist eigentlich eine ganz schreckliche Vorstellung, was diese Kinder durchgemacht haben. Und leider waren die Menschen in der Zeit noch nicht bereit, unkonventionelle Wege zu beschreiten. Welche das hätten sein können, können Sie in diesem Roman nachlesen. Lilli Beck führt uns durch die Nachkriegszeit, den wirtschaftlichen Aufschwung der 50er Jahre, die sich wandelnde Gesellschaft der 60er Jahre, nimmt am Rande das Thema Drogen, Hausbesetzungen und Frauenrechte mit auf. Sie wandert in ihrer Geschichte zwischen dem deutlich konservativeren München und der geteilten Stadt Berlin, wohin es Sarah verschlagen hat, hin und her. Und wie auch in „Glück und Glas“ entwickeln sich die beiden Protagonisten in unterschiedliche Richtungen. Paul ist der eher bürgerliche und bedächtige Part, Sarah die Unkonventionelle, die auch einmal Risiken eingeht.

Ich persönlich hätte mir das Buch noch etwas ausführlicher gewünscht. Während der 1. Teil von 1945 - 1948 noch 109 Seiten umfasst, sind es im 2. Teil (1952 – 1955) 125 Seiten. Dann kommt ein großer Sprung und wir sind im 3. Teil, 68 Seiten, in der Zeit von 1960 – 1970. Für die Jahre 1975 – 1980 braucht die Autorin 35 Seiten und für die Zeit von 1980 – 1989 53 Seiten. D.h. mir ist sie zu schnell durch die Zeit von 1960 bis in die Gegenwart gerast. Für die Geschichte von Paul und Sarah war es ausreichend, aber ich hätte einfach so gerne noch viel mehr diese Zeitspanne intensiv erlebt. Man kann diesem Buch vielleicht vorwerfen, dass das Leben von Paul und Sarah nach dem widrigen Beginn zu glatt verlaufen ist, aber dafür ist es eben ein Unterhaltungsroman. Und zwar ein wirklich guter! Übrigens haben mich die Entwicklung von Paul und das Ende der Geschichte sehr (positiv) überrascht!

Ein weiterer toller Roman, der sich mit Deutschland nach dem 2. Weltkrieg auseinandersetzt. Für all die Leser, die gerne Carmen Korn und Peter Pranges Romane, die zu dieser Zeit spielen, gelesen haben.


Die Autorin Lilli Beck ist ein Phänomen. Nicht nur, dass Schriftstellerin bereits ihr dritter Beruf ist, in dem sie erfolgreich ist, sondern auch, dass sie sehr erfolgreich das Genre gewechselt hat. Als Autorin bekanntgeworden ist sie mit sehr humorvollen Romanen, von denen ich Ihnen vor einiger Zeit „Geld oder Liebe“ vorgestellt habe. Doch seit 2015 hat sie dieses Genre verlassen und schreibt sehr berührende Romane, die sich mit unserer jüngeren Vergangenheit (ab 1945) auseinandersetzen. Und das macht sie sehr gut – genau die richtige Mischung aus Liebe und gut recherchiertem und wohl dosiertem geschichtlichen Hintergrund, um möglichst viele Leserinnen anzusprechen. Es sind gute Unterhaltungsromane, bei deren Lektüre man durchaus auch etwas lernen kann. Und was mich als Buchhändlerin persönlich sehr freut, ist, dass sie es ohne ein Pseudonym geschafft hat.

Auf den ersten Blick kommt es einem so vor, als ob Lilli Beck fast das gleiche Thema behandelt wie in ihrem letzten Roman „Glück und Glas“, der gerade als Taschenbuch erschienen ist. Waren es in „Glück und Glas“ die beiden Mädchen Marion und Hannelore, die 1945 kurz vor dem Kriegsende in München geboren wurden und deren Lebensweg wir bis ins Jahr 2015 verfolgen durtfen, sind es in diesem Roman die beiden Kinder Paul und Sarah, die sich kurz vor dem Ende des Krieges nach einem furchtbaren Fliegerangriff, bei denen sie beide ihre letzten lebenden Verwandten verlieren, treffen, die wir bis ins Jahr 1990 begleiten dürfen. Und doch entwickelt sich die Geschichte anders. Zum einen sind die beiden Kinder etwas älter. Paul ist 1945 bereits 11 Jahre und Sarah knapp 10 Jahre alt. Und zum anderen sind sie elternlos, also einer ganz anderen Grundsituation ausgesetzt. Da Sarah Pauls verstorbener Halbschwester Rosalie verblüffend ähnlich sieht, beschließen die beiden fortan als Halbgeschwister durchs Leben zu gehen, damit sie sich nicht mehr trennen müssen. Ein eigentlich guter Plan, der aber in einem Roman natürlich zum Scheitern verurteilt ist. Nach dem schrecklichen Beginn des Buches geht es im Leben von Paul und Sarah, die sich jetzt natürlich Rosalie nennt, immer wieder auf und ab. Sie treffen auf andere Kinder und versuchen gemeinsam zu überleben. Das Ganze hat etwas von „Oliver Twist“ von Charles Dickens in einer anderen Zeit an sich. Kurz nach dem Ende des Krieges versucht jeder nur zu überleben. Doch das ändert sich sehr schnell, und die Behörden greifen durch. Natürlich leben die Deutschen wieder sehr getreu nach den Gesetzen. Ausnahmen und Eigeninitiativen sind nicht möglich und erwünscht. Doch für Paul und Sarah geht es bergauf. Aber dann kommt die Pubertät und die beiden entdecken, dass sie weit mehr als geschwisterliche Gefühle füreinander empfinden. Und so beginnt eine schwierige Zeit für die beiden.

Es ist ein ausgesprochen spannender Roman, bei dem ich mit den beiden mitgefiebert habe. Es ist eine große Liebe, die eigentlich möglich wäre, aber durch die eine Lüge unmöglich geworden ist. Ich habe mir nie darüber Gedanken gemacht, dass es sicherlich viele Kinder wie Paul und Sarah gegeben hat, die plötzlich ganz alleine auf der Welt waren. Es liest sich spannend, aber ist eigentlich eine ganz schreckliche Vorstellung, was diese Kinder durchgemacht haben. Und leider waren die Menschen in der Zeit noch nicht bereit, unkonventionelle Wege zu beschreiten. Welche das hätten sein können, können Sie in diesem Roman nachlesen. Lilli Beck führt uns durch die Nachkriegszeit, den wirtschaftlichen Aufschwung der 50er Jahre, die sich wandelnde Gesellschaft der 60er Jahre, nimmt am Rande das Thema Drogen, Hausbesetzungen und Frauenrechte mit auf. Sie wandert in ihrer Geschichte zwischen dem deutlich konservativeren München und der geteilten Stadt Berlin, wohin es Sarah verschlagen hat, hin und her. Und wie auch in „Glück und Glas“ entwickeln sich die beiden Protagonisten in unterschiedliche Richtungen. Paul ist der eher bürgerliche und bedächtige Part, Sarah die Unkonventionelle, die auch einmal Risiken eingeht.

Ich persönlich hätte mir das Buch noch etwas ausführlicher gewünscht. Während der 1. Teil von 1945 - 1948 noch 109 Seiten umfasst, sind es im 2. Teil (1952 – 1955) 125 Seiten. Dann kommt ein großer Sprung und wir sind im 3. Teil, 68 Seiten, in der Zeit von 1960 – 1970. Für die Jahre 1975 – 1980 braucht die Autorin 35 Seiten und für die Zeit von 1980 – 1989 53 Seiten. D.h. mir ist sie zu schnell durch die Zeit von 1960 bis in die Gegenwart gerast. Für die Geschichte von Paul und Sarah war es ausreichend, aber ich hätte einfach so gerne noch viel mehr diese Zeitspanne intensiv erlebt. Man kann diesem Buch vielleicht vorwerfen, dass das Leben von Paul und Sarah nach dem widrigen Beginn zu glatt verlaufen ist, aber dafür ist es eben ein Unterhaltungsroman. Und zwar ein wirklich guter! Übrigens haben mich die Entwicklung von Paul und das Ende der Geschichte sehr (positiv) überrascht!

Ein weiterer toller Roman, der sich mit Deutschland nach dem 2. Weltkrieg auseinandersetzt. Für all die Leser, die gerne Carmen Korn und Peter Pranges Romane, die zu dieser Zeit spielen, gelesen haben.


Kundenbewertungen

Durchschnitt
29 Bewertungen
Übersicht
21
6
2
0
0

Emotionale Liebesgeschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Münster am 22.04.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Nach einem heftigen Fliegeralarm in München April 1945 verliert Paul seine Eltern und die kleine Schwester. Mit seinen 11 Jahren suchte er zwischen all den Trümmern ein Versteckt. Dabei findet er die jüngere Sarah.. Sie hat auch ihre Eltern verloren. Da Sarah Pauls Schwester ähnlich... Nach einem heftigen Fliegeralarm in München April 1945 verliert Paul seine Eltern und die kleine Schwester. Mit seinen 11 Jahren suchte er zwischen all den Trümmern ein Versteckt. Dabei findet er die jüngere Sarah.. Sie hat auch ihre Eltern verloren. Da Sarah Pauls Schwester ähnlich sieht geben sie sich kurzerhand als Geschwister aus. So schlagen sie sich durch ihr Leben und ahnen nicht das diese Lüge als Erwachsene verherende Folgen hat.... MEINE MEINUNG: Der Schreibstil hat es mir ermöglicht schnell in die Geschichte abzutauchen und mir das schicksalhafte Leben der beiden Hauptprotagonisten vorzustellen. Er ist so gefühlvoll und empathisch das ich einfach mit Paul und Sarah über das ganze Buch hinweg mitleiden musste. Der Handlungsstrang bringt mich von April 1945 bis in das Jahr 1990. . Die 5 verschiedenen Abschnitte werden in Jahreszahlen unterteil. Es gibt 5 und sie besitzen 46 unterschiedliche lange Kapitel. Die Autorin webt in ihrem Familiendrama zeitliche und geschichtliche Geschehnisse aus den dazu gehörigen Jahren geschickt hinein. Dadurch konnte ich mich während des lesens gut orientieren. Hier merkt man dem Buch die ausführliche Recherchearbeit an. Manche Gegebenheiten und Moralvostellungen hatten auch direkten Einfluss auf alle Personen. Paul und Sarah, alias Rosalie, habe ich von ihrer schicksalshaften Kindheit verfolgen können und sie sind mir sofort ans Herz gewachsen. Im weitetem Verlauf kamen noch andere Personen hinzu. Die Anzahl konnte ich gut überschauen und bin mit ihnen nie durcheinander gekommen. Ihre Verabredung und späteres Geheimnis war bei Paul und Sarah ständiger Begleiter und schwebte in jeder Lebensphase in ihren Gedanken und Handlungen. Es war Segen und Fluch zugleich. Durch den Verlust ihrer Angehörigen, im Krieg eine Lebens - und Überlebungsstrategie die lange Zeit raffiniert war, aber natürlich für die Kinder nicht überschaubar, das es später Problem geben könnte. Mich hat ihr Leben an manchen Stellen dermaßen berührt, dass ich das Buch auch mal zur Seite legen musste. Das Ende ist stimmig und passt zur Geschichte auch wenn ich es mir anders gewünscht hätte. FAZIT: "Wie der Wind und das Meer" von Lilli Beck wird durch den Blanvalet Verlag veröffentlicht. Diese Geschichte wirkt authentisch, berührend und könnte aus der Rubrik - wie das Leben so spielt - kommen. Das auf und ab von Glück, Pech, Trauer und Schicksal hat die Autorin gut dargestellt. In der heutigen Zeit und Lebensweise hätten Paul und Sarah ein glücklicheres Leben gehabt. Für mich bis heute in diesem Jahr eines das berühmteste Geschichten. Von mir eine eindeutige Leseempfehlung mit 5 von 5 Punkten. Ich freue mich auf weitere Bücher dieser Autorin.

von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 26.01.2018
Bewertet: anderes Format

Eine wunderschöne Geschichte voller Tragik, Romantik und Dramatik, die ich in einem Rutsch durchlesen musste. Lilli Beck schreibt toll!

Eine tief gehende Geschichte voller Gefühle
von einer Kundin/einem Kunden aus Altdorf am 20.12.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Inhaltsangabe: Paul und Sarah haben beide ihre ganze Familie im Krieg verloren. Da Sarah Pauls Schwester Rosalie so ähnlich sieht, beschliessen die beiden, sich von nun an als Geschwister auszugeben um zusammenbleiben zu können. Das funktioniert auch ganz wunderbar, bis die beiden sich eines Tages ineinander verlieben..... Meine Meinung: Der Inhalt der Geschichte... Inhaltsangabe: Paul und Sarah haben beide ihre ganze Familie im Krieg verloren. Da Sarah Pauls Schwester Rosalie so ähnlich sieht, beschliessen die beiden, sich von nun an als Geschwister auszugeben um zusammenbleiben zu können. Das funktioniert auch ganz wunderbar, bis die beiden sich eines Tages ineinander verlieben..... Meine Meinung: Der Inhalt der Geschichte kann wirklich kurz und knapp erzählt werden. Was die Autorin aber daraus gemacht hat, ist eine Wahnsinnsgeschichte, die es auf meine Jahresbestenliste geschafft hat. Lilli Beck erzählt so voller Gefühl, das Leben der beiden zwischen 1945 - 1990, welches begonnen hat, als Paul sein letztes Stück Brot mit Sarah geteilt hat. Die beiden gehören wirklich von nun an zusammen "Wie der Wind und das Meer". Ich habe alle Höhen und Tiefen der beiden hautnah miterlebt, konnte mich mit ihnen freuen, habe mit ihnen mitgelitten, mitgezittert und fand auch die erwachende Liebe wunderschön. Man schliesst die beiden sofort ins Herz und steht mit ihnen die ganze Nachkriegszeit durch und am Schluss hatte ich Tränen in den Augen. Aber man ist wirklich am verzweifeln, denn die Liebe zwischen den beiden ist einzigartig und so tief, kann aber leider nicht ausgelebt werden. Aber sie können nicht aus ihrer Haut heraus, auch wenn sie oft überlegt haben, sich jemandem anzuvertrauen, dass sie ja gar keine Geschwister sind. Aber was wäre dann gewesen? Hätte man die beiden für ihre Lüge sogar eingesperrt? Hätte man ihnen überhaupt geglaubt? Es kommt, wie es kommen muss, die beiden leben ihr Leben getrennt und verlieren aber nie den Kontakt zueinander. Ob sie es aber schaffen, doch irgendwie einen Weg zueinander zu finden, müsst ihr selbst lesen. Und das kann ich nur jedem ans Herz legen. Wenn ihr auf gefühlvolle Geschichten mit ganz viel Tiefe steht, dann kauft Euch bitte unbedingt dieses Buch.