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Der Anwalt des Paulus

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»Mein Ehrgeiz ist es zu zeigen, wie bleibend faszinierend dieser Paulus ist.« (Gerd Theißen)Erasmus, Rhetor und Anwalt in Rom, soll die Verteidigung eines römischen Bürgers namens Paulus übernehmen. Beauftragt wird er von der jüdischen Gemeinde, der er nahe steht, ohne selbst Jude sein zu wollen. Paulus vertritt innerhalb des Judentums eine neue Richtung - und er hat Streit mit allen: mit den jüdischen Glaubensbrüdern, mit den Eliten Roms und bald auch mit seinem Anwalt. Dass der sich verliebt, macht alles nur noch komplizierter ...Gerd Theißen erweckt die plurale Vielfalt der antiken Welt, ihres Denkens, ihrer Kulturen und Richtungen zum Leben. Er erzählt, wie das junge Christentum um seine Gestalt und um seinen Platz in der Welt ringt.Christentum - wie alles begannDie Geschichte des Paulus, wie sie noch nie erzählt wurdeFaktenreich, unterhaltsam und atmosphärisch dichtSpannend wie ein Roman von Robert Harris!
Portrait
Dr. Gerd Theißen, geboren 1943, ist Professor em. für Neutestamentliche Theologie in Heidelberg. Er gilt als einer der kreativsten Exegeten der Gegenwart und entwickelte eine Theorie des Urchristentums, indem er die biblische Überlieferung mit Hilfe soziologischer und religionspsychologischer Fragestellungen untersuchte. Sein Buch »Der Schatten des Galiläers« ist seit mehr als 30 Jahren ein unübertroffenes Werk erzählender Jesusliteratur.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 23.10.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-579-08540-1
Verlag Gütersloher Verlagshaus
Maße (L/B/H) 22,3/14,6/3,2 cm
Gewicht 500 g
Auflage 2
Verkaufsrang 128.705
Buch (gebundene Ausgabe)
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Ein nicht ganz geglückter antiker Rechtsfall
von einer Kundin/einem Kunden am 24.01.2018

Der erfolgreiche Anwalt Erasmus lebt im Rom der Kaiserzeit. Zeitpunkt der Handlung ist der Spätsommer des Jahres 61 vor Christus. Erasmus hat vor einiger Zeit einen sehr großen Prozess gewonnen, der ihm zu guten Ruf und Ansehen in der Kanzlei verholfen hat. Eines Tages steht ein guter Freund von... Der erfolgreiche Anwalt Erasmus lebt im Rom der Kaiserzeit. Zeitpunkt der Handlung ist der Spätsommer des Jahres 61 vor Christus. Erasmus hat vor einiger Zeit einen sehr großen Prozess gewonnen, der ihm zu guten Ruf und Ansehen in der Kanzlei verholfen hat. Eines Tages steht ein guter Freund von ihm vor seiner Tür. Er bittet Erasmus, einen guten Bekannten, aus einer der fünf jüdischen Gemeinden Roms ,vor Gericht zu vertreten. Paulus, so sein Name, ist vor wenigen Tagen vor der römischen Verwaltung in Ungnade gefallen. Er hat Juden in das allerheiligste Forum gelassen, dies führte zu seiner Inhaftierung. In der damaligen Zeit wurde man nämlich bereits für solcherlei Vergehen mit etwas Pech zum Tode verurteilt. Erasmus wimmelt seinen Freund zunächst ab, da er keinen Sinn in diesem Verfahren sieht. Die Ausgangslage ist rechtlich dermaßen unübersichtlich und das Vergehen zu groß, um eine reelle Chance auf einen Sieg vor den gegnerischen Richtern zu haben. Da Erasmus’ Freund jedoch nicht lockerlässt, widmet sich Erasmus dennoch dem Fall. Wie nicht anders zu erwarten war, sind seine Gegner harte und erfahrene Rechtsanwälte. Der Fall droht zu scheitern und sein Ansehen in der Welt der antiken Rechtsanwälte schwindet zusehends. Lange Zeit sucht Erasmus daher vergeblich nach brauchbaren Zeugen, die seine Verteidigung unterstützen. Doch auch hier werden ihm laufend Steine in den Weg gelegt. Ein antiker Rechtsfall, der auf geschichtlichen Tatsachen aufbaut. Gerd Theißen, der Autor des hier vorliegenden Buches, baut seinen römischen Rechtsfall auf recht ungewöhnliche Weise auf. Für fast jedes Zitat, jede Aussage, zieht er unterschiedliche erhaltene historische Quellen zu Rate, wie solch ein Fall vor fast 2000 Jahren behandelt wurde. Aufgrund der Langlebigkeit von Steintafeln, Überlieferungen und Mitschriften der Kanzleien des Mittelalters sind uns eine Vielzahl solcher Dokumente auch noch bekannt. Die moderne Geschichtsschreibung widmet sich teilweise in einem eigenen Forschungsgebiet der Lektüre antiker Rechtsquellen. Die ethischen Konfikte der Römer, der Christen und der Juden erscheinen teilweise dabei recht aktuell. Der Auslöser für den eigentlichen Rechtsfall ist nichts anderes, als die Glaubensgrundsätze eines anderen zu unterwandern. Das kennen wir auch in der heutigen Zeit sehr gut. Auch die Konflikte zwischen den verschiedenen antiken Völkern, seien es nun die Griechen, die Römer und eben die Juden, war damals bereits ein politisches Pulverfass. Ein interessantes Gedankenexperiment, das leider jedoch nicht ganz geglückt ist.