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Marie

Roman

Der zwölfjährige Frido erzählt seiner kleinen Schwester Chiara eine aufwühlende Gutenachtgeschichte. Sie handelt von einem alten Mann, der ein Baby stiehlt. Als Chiara kurz darauf ihrer Mutter davon erzählt, reagiert diese schockiert. Im Affekt schlägt sie ihre Tochter. Von diesem Moment an gerät die kleine Familie aus dem Gleichgewicht. Veronika Kelber reibt sich auf zwischen ihrem Leben als Alleinerziehende und dem Anspruch, eine gute Mutter zu sein. Und dann ist da noch der Schmerz einer unsichtbaren Wunde, Schuldgefühle und die Erinnerung an ein furchtbares Versagen...

Portrait
Steven Uhly, 1964 in Köln geboren, ist deutsch-bengalischer Abstammung, dabei teilverwurzelt in der spanischen Kultur. Er studierte Literatur, leitete ein Institut in Brasilien, übersetzt Lyrik und Prosa aus dem Spanischen, Portugiesischen und Englischen. Er lebt mit seiner Familie in München.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 12.02.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-71552-7
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18,5/11,9/2,5 cm
Gewicht 251 g
Abbildungen 39 schwarzweisse Abbildungen
Verkaufsrang 137267
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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Tief bewegend
von Faltine am 13.05.2018

Meine Meinung: Das Cover ist sehr schlicht gehalten und verrät nicht so recht, worum es gehen wird – ich z.B. habe mit etwas ganz anderem gerechnet :) Die Kapitel haben eine angenehme Länge und werden aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Da ich auch nach dem Klappentext nicht so recht wusste, worum es jetzt eigentlich geh... Meine Meinung: Das Cover ist sehr schlicht gehalten und verrät nicht so recht, worum es gehen wird – ich z.B. habe mit etwas ganz anderem gerechnet :) Die Kapitel haben eine angenehme Länge und werden aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Da ich auch nach dem Klappentext nicht so recht wusste, worum es jetzt eigentlich geht, bin ich ohne große Ansprüche an das Buch ran gegangen. Dennoch hätte ich niemals mit einer solch aufwühlenden Geschichte gerechnet. Ich habe nur ein paar kurze Seiten gebraucht um in die Story rein zu kommen und dann hatte sie mich auch schon fest im Griff. Ich konnte einfach nicht mehr aufhören zu lesen, was auch an dem recht ungewöhnlichen Schreib- und Erzählstil lag: Sehr nüchtern, aber unglaublich intensiv. Es geht hier um viele verschiedene Themen, vor allem sehr ernste, aber trotzdem erhält man hier nur einen kleinen Einblick in die Familie. Man ist nur eine Woche dabei und man erfährt auch nicht, wie es danach weitergeht. Die Charaktere sind wirklich unglaublich fantastisch geschrieben und mit jeder Menge Emotionen. Ich bin immer zwischen Mitleid mit den Kindern und Wut auf die Erwachsenen hin und her geschwankt. Besonders die Art und Weise wie man in die Figuren eintaucht, hat mir richtig gut gefallen, denn sie haben mich noch lange beschäftigt. Auch wenn dieses Buch recht kurz ist, hat es eine tief bewegende Geschichte, die nichts für schwache Nerven ist. Hier wird eine Achterbahnfahrt der Gefühle ausgelöst, die mich so schnell nicht mehr losgelassen hat.

Ein unglaublicher Tiefgang
von Gremlins2 aus Marli am 02.05.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Autor : Steven Uhly Verlag : btb Auf dieses Buch bin ich durch das Cover aufmerksam geworden. Schlicht und dennoch edel. Der Klappentext überzeugte mich dann vollends diesen Roman zu lesen. Die Entscheidung habe ich zu keiner Sekunde bereut. In die "Erzählart" konnte ich mich sehr schnell einfinden. Authentisch,... Autor : Steven Uhly Verlag : btb Auf dieses Buch bin ich durch das Cover aufmerksam geworden. Schlicht und dennoch edel. Der Klappentext überzeugte mich dann vollends diesen Roman zu lesen. Die Entscheidung habe ich zu keiner Sekunde bereut. In die "Erzählart" konnte ich mich sehr schnell einfinden. Authentisch, charismatisch und detailliert beschriebene Protagonisten, die mich überzeugten und mir das Gefühl gaben helfen zu wollen. Auch wenn dies ein fiktiver Roman ist, so hatte ich während des lesens das Gefühl das dies auch mitten aus dem Leben geschrieben sein könnte. Die Geschichte ist spannend, hat aber einen geschmeidig eingebauten Tiefgang der mich nachhaltig schwer beeindruckt hat und zum nachdenken gebracht. Wir sollten einfach mal die Augen offen halten, uns umsehen und Menschen die überfordert mit ihrer Lebenssituation überfordert sind unter die Arme greifen.

Schockierende Geschichte über eine Familie, in der die Kinder unter dem Versagen der Eltern leiden müssen
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 21.03.2018

Veronika Kelber ist alleinerziehende Mutter von drei Kindern, dem 12-jährigen Frido, der zehnjährigen Mira und der sechsjährigen Chiara. Ihr Mann hat die Familie wegen einer anderen Frau verlassen, als sie mit Chiara schwanger war. Veronika ist als berufstätige Frau mit der Situation in der 65-qm-Wohnung und der Verantwortun... Veronika Kelber ist alleinerziehende Mutter von drei Kindern, dem 12-jährigen Frido, der zehnjährigen Mira und der sechsjährigen Chiara. Ihr Mann hat die Familie wegen einer anderen Frau verlassen, als sie mit Chiara schwanger war. Veronika ist als berufstätige Frau mit der Situation in der 65-qm-Wohnung und der Verantwortung, die auf ihr lastet, völlig überfordert. Frido ist jetzt der "Mann im Haus" und derjenige, der sich um seine jüngeren Schwestern kümmert. Chiara erzählt er eine Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruhen soll. Er habe sie in der Zeitung gelesen. Es geht um einen älteren Mann, den Besitzer des Kiosk auf dem Weg zu seiner Schule, der ein Baby gestohlen haben soll. Chiara ist gebannt von der Geschichte und entsetzt und stellt immer mehr Fragen, bis auch die Mutter die Geschichte hört und ausrastet. "Marie" erzählt die Geschichte von "Glückskind" weiter, kann aber unabhängig von diesem Roman gelesen werden. Er ist eine Familientragödie, in welcher das Versagen der Eltern in aller Deutlichkeit aufgezeigt wird. Die Mutter schafft es kaum, den Kindern regelmäßig das Abendessen zuzubereiten, geschweige denn, dass sie ihnen Liebe und Geborgenheit vermittelt. Sie ist zwar in der Wohnung anwesend, aber nicht für die Kinder da, weshalb der älteste Frido ganz selbstverständlich die Aufgaben der Mutter übernimmt, so gut er kann. Der Vater hält sich dagegen aus allem heraus und beschränkt sein Engagement auf die Unterhaltszahlungen, die ihm auch zu viel sind. Notgedrungen holt er die Kinder an einzelnen Wochenenden zu sich, wobei er immer nur zwei Kinder bei sich haben möchte und sich für die umgänglicheren beiden, Frido und Chiara, entscheidet. Veronika lenkt sich in der Zeit mit Alkohol und One-Night-Stands ab. Die Perspektiven werden schnell gewechselt, so dass man Einblick in die Sichtweise der Mutter, aber vor allem auch in die der Kinder auf ihrem unterschiedlichen Wissensstand erhält. Fassungslos betrachtet man als Leser diese schier ausweglose Situation und leidet mit den Kindern, die keine regelmäßigen Mahlzeiten erhalten und auf sich allein gestellt sind und trotzdem noch brav ihre Hausaufgaben erledigen und zur Schule gehen. Krampfhaft versuchen sie, den Anschein von Normalität aufrechtzuerhalten, um eine Mutter zu schützen, die ihnen so wenig Liebe schenkt. Man fragt sich, was in der Vergangenheit, von der man nur Bruchstücke erfährt, vorgefallen ist, und wie Ereignisse mit der Geschichte, die Frido erzählt hat und deshalb von einem schlechten Gewissen geplagt ist, in Zusammenhang stehen. Etwas Schreckliches wurde über die Jahre totgeschwiegen und kocht jetzt wieder hoch, woran die Mutter endgültig zu zerbrechen scheint. Man muss zwischen den Zeilen lesen können, da vieles nur angedeutet, nicht aber explizit geschildert wird. Es ist eine schockierende, einfühlsam erzählte Geschichte über eine Familie, die sich selbst überlassen ist und bei der es erst zur finalen Katastrophe kommen muss, bis Hilfe geleistet wird. Fassungslos ist man bis zum Schluss von der Handlung gefesselt und muss einfach weiterlesen, wie die Kinder den Alltag auf sich gestellt bewältigen. Besonders erschütternd an der Geschichte ist, dass sie so authentisch anmutet und dass sich solche Familientragödien tagtäglich hinter verschlossen Türen ereignen. Da ich selbst "Glückskind" nicht gelesen habe, hätte ich mir gewünscht, wenn man als Leser zumindest im Epilog oder einem Nachwort noch mehr über die Vergangenheit erfahren hätte, um die aktuellen Ereignisse besser einordnen zu können.