Das ist bei uns nicht m??glich (Ungek??rzte Lesung)

(ungekürzte Lesung)

(3)
Buzz Windrip, f??r seine Gegner ein "ungebildeter L??gner mit idiotischer Weltanschauung" und ein gef??hrlicher Populist, will Pr??sidentschaftskandidat werden. Er gibt vor, sich f??r die kleinen Leute einzusetzen, und verspricht, "aus Amerika wieder ein stolzes Land zu machen". Trotz v??llig unglaubw??rdiger Versprechen laufen ihm die W??hler zu, und er zieht ins Wei??e Haus ein. Sogleich regiert er wie ein absolutistischer Herrscher, beschneidet die Freiheiten der Minderheiten, legt sich mit Mexiko an und l??sst seine Kritiker rabiat verfolgen. Einer davon ist der liberale Zeitungsherausgeber Doremus Jessup, der sich nicht mundtot machen lassen will.
… weiterlesen

Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3
Sprecher Frank Arnold
Erscheinungsdatum 28.04.2017
Sprache Deutsch
EAN 4251234330036
Verlag Finch&Zebra
Spieldauer 934 Minuten
Format & Qualität MP3, 933 Minuten
Übersetzer Hans Meisel
Hörbuch-Download (MP3)
0,00
im Hörbuch-Abo / Monat
inkl. gesetzl. MwSt.
30 Tage kostenlos testen
Danach 9,95 € für 1 Hörbuch pro Monat, monatlich kündbar
Im Abo kaufen
Hörbuch-Download (MP3)
16,00
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar i
In der Cloud verfügbar
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Andere Kunden interessierten sich auch für

Buchhändler-Empfehlungen

„80 Jahre alt und doch topaktuell!!!“

David Möckel, Thalia-Buchhandlung Coburg

Sinclair Lewis erzählt den fiktiven Aufstieg es Populisten Buzz Windrip vom Provinzpolitiker zum Präsidenten der USA. Er orientiert sich zum Teil am Aufstieg der NSDAP in Deutschland von wo er Informationen aus ersten Hans erhält, da seine Frau als Korrespondentin in Berlin tätig war.
Spannend, gut zu lesen und im Superwahljahr 2017 ein Muss!!!
Sinclair Lewis erzählt den fiktiven Aufstieg es Populisten Buzz Windrip vom Provinzpolitiker zum Präsidenten der USA. Er orientiert sich zum Teil am Aufstieg der NSDAP in Deutschland von wo er Informationen aus ersten Hans erhält, da seine Frau als Korrespondentin in Berlin tätig war.
Spannend, gut zu lesen und im Superwahljahr 2017 ein Muss!!!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
1
1
1
0
0

Etwas langatmig, aber interessant
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 19.10.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Als in den USA wieder ein Präsident gewählt werden soll, lässt sich Buzz Windrip als Kandidat aufstellen. Mit einem widersinnigen Wahlprogramm nimmt er die unzufriedene Bevölkerung für sich ein und setzt sich gegen die anderen Kandidaten durch. Doch von Anfang an hat er einen Gegner, der sich nicht von... Als in den USA wieder ein Präsident gewählt werden soll, lässt sich Buzz Windrip als Kandidat aufstellen. Mit einem widersinnigen Wahlprogramm nimmt er die unzufriedene Bevölkerung für sich ein und setzt sich gegen die anderen Kandidaten durch. Doch von Anfang an hat er einen Gegner, der sich nicht von seinen überschwänglichen Reden überzeugen lässt: Doremus Jessup, Herausgeber einer Zeitung lässt sich von ihm nicht ruhig stellen und schreibt offen weiter seine Meinung... . Mich hat dieses Buch neugierig gemacht, weil es bereits 1935 geschrieben wurde, aber dennoch aktuelle Bezüge zum derzeitigen Geschehen in den USA enthalten soll. Einige Parallelen waren für mich erkennbar, aber das Sinclair Lewis wirklich einige Dinge, die heute passieren, vorweggenommen hat, kann ich so nicht bestätigen. Anfangs habe ich mich mit ,,Das ist bei uns nicht möglich" etwas schwer getan und konnte ich mich erst nach und nach besser in die Handlung einlesen. Als erschwerend habe ich auch die vielen verschiedenen Figuren empfunden, von denen man sich kaum den Namen merken kann. Einige davon werden auch etwas überzogen klischeehaft dargestellt. So gibt es beispielsweise typische Windrip-Anhänger, die nichts von dem, was ihr Präsident sagt, jemals kritisch überprüfen und gar in Frage stellen. Auf der anderen Seite ist da der Journalist Doremus Jessup, der von Anfang an die Absichten von Windrip durchschaut und als sein wohl größter Kritiker versucht, die Menge aufzurütteln. Sinclair Lewis schreibt sehr detailliert und langatmig, so dass das Lesen für mich oft sehr beschwerlich war. Wenn man das Buch für ein paar Tage weglegt, kommt man kaum mehr hinein und muss sich erstmal wieder zurechtfinden. Das einzige interessante für mich ist wirklich die Thematik im Buch. Man sieht hier deutlich, wie schnell es gehen kann, dass jemand eine ganze Bevölkerung auf seine Seite zieht und geschickt manipuliert, bis er schließlich die Macht hat. So werden Kritiker bloßgestellt und mundtot gemacht. Insgesamt war das Buch für mich etwas sperrig und nicht ganz so spannend zu lesen, wie ich es erwartet hätte. Dennoch kann ich das Buch hier weiter empfehlen.

nach 80 Jahren überraschend aktuell und äußerst erschreckend
von einer Kundin/einem Kunden aus Gundelfingen am 28.08.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

„Er habe also nichts für Banken übrig, aber alles für die Bankiers – ausgenommen die jüdischen Bankiers, die ausgeschaltet werden müssten; er habe grundlegende (wenn auch noch nicht spezifizierte ) Pläne, um alle Löhne möglichst zu steigern und die Preise aller durch diese hochentlohnten Arbeiter hergestellter Waren möglichst... „Er habe also nichts für Banken übrig, aber alles für die Bankiers – ausgenommen die jüdischen Bankiers, die ausgeschaltet werden müssten; er habe grundlegende (wenn auch noch nicht spezifizierte ) Pläne, um alle Löhne möglichst zu steigern und die Preise aller durch diese hochentlohnten Arbeiter hergestellter Waren möglichst tief zu senken; er sei hundertprozentig für die Arbeiter, aber hundertprozentig gegen alle Streiks; er beabsichtige, den Vereinigten Staaten eine solche Rüstung zu geben und sie in der Erzeugung von Kaffee, Zucker, Parfüms, Stoffen und Nickel so unabhängig von jeder Einfuhr zu machen, dass man auf die übrige Welt pfeifen konnte - und für den Fall, dass die Welt dann die Unverschämtheit haben sollte, ihrerseits auf Amerika zu pfeifen, dann deutet Buzz an, müsste er sich ihrer annehmen und nach Recht und Ordnung sehen.“ S. 71 Mit diesem Zitat möchte ich meinen Kommentar beginnen, denn wenn man das Wahlprogramm von Buzz Windrip im Roman liest, kann man die Aktualität, die Parallelen zu den USA einfach nicht übersehen, es könnte doch fast, zumindest so ähnlich, erst in den Zeitungen gestanden haben, als Satire auf jeden Fall. Vielleicht auch deshalb wurde Sinclair Lewis Roman aus dem Jahr 1935, damals in den USA ein aufsehenerregender Bestseller neu aufgelegt. Als Leser darf man Doremus Jessup „begleiten“, den liberalen Zeitungsherausgeber des „Daily Informer“, der „Bibel für den konservativen Farmer“, der durch seine Leitartikel schon immer gerne provoziert hat, und dadurch erfahren wie die Bevölkerung reagiert, wie die Wahlvorbereitungen, die Wahl und dann die Machtübernahme abläuft und erhält schließlich auch Einblick in seine Versuche dagegen anzugehen. „Warte nur bis Buzz den Laden übernimmt. Das wird einen feinen Faschismus geben. Unsinn. Unsinn Das ist bei und nicht möglich, in Amerika. Wir sind doch in einem freien Land.“, das sind die ersten Stimmen im Land, aber allgemeine Unzufriedenheit herrscht und Buzz hat scheinbar die richtigen Männer hinter sich versammelt. Einer davon Reverend Paul Peter Prang, ein Bischof dessen politisches Evangelium immer mehr Anhänger findet, das wirkliche Gehirn war aber der „satanische Sekretär im Hintergrund“ Lee Sarason. Alles andere als unumstritten, kann sich Buzz unter den vier, nach zwölf Stichwahlen hervorgegangen, Bewerbern durchsetzen und wird zum Kandidaten der Demokraten ernannt. Ein entscheidender Vorteil zu dieser Zeit, so kann er dadurch vehement versichern, weder Nazi noch Faschist, sondern ein waschechter Demokrat zu sein. Zudem erlangt er durch „rednerische Orgasmen“ Macht über seine Zuhörerschaft, denn er hat „ein leuchtendes, von Herzen kommendes Lächeln, das er nach Belieben ein und ausschalten konnte … wie elektrisches Licht und das seine Hässlichkeit reizvoller machte als einen hübschen Jungen sein einfältiges Lächeln.“. Auch ein Gegenkandidat wie Walter Trowbridge, die Hoffnung der Republikaner, „der unter dem Mangel litt, ein ehrlicher Mann zu sein.“, spielt Buzz den Ball zu und so wird er nach einem perfektionierten Wahlkampf Präsident. Bis hier hin kommt Lewis den aktuellen Geschehnissen sehr nahe. Allerdings, im Gegensatz zu Trump, der es mit der es mit der Wahrheit auch nicht so genau nimmt, aber dessen Dekrete an geltende Gesetze gebunden sind, wird Buzz zum Alleinherrscher. Sofort nach Machtübernahme vereinigt er Exekutive und Judikative, schaltet Kontrollinstanzen aus und installiert mithilfe der „Minuten Männer“ ein Terrorregime und das alles ohne dass sich ihm wirklich jemand ernsthaft widersetzt. Ein Szenario, das eher an die Machtübernahme Hitlers in Deutschland zu dieser Zeit erinnert, bestimmt auch dadurch inspiriert war. Mich hat dieses Buch brennend interessiert, schon alleine die Tatsache, dass sich ein Autor vor 80 Jahren ein Szenario erdacht hat, das fast so ähnlich eintritt, fand ich faszinierend. Allerdings wurde meine Euphorie schon auf den ersten Seiten ausgebremst. Das Buch entstand vor 80 Jahren, der Schreibstil, Persönlichkeiten und Tatsachen, die zum Vergleich dienen, dementsprechend auch aus dieser Zeit. Ich brauchte einige Zeit um mich einzulesen, musste häufig zweimal lesen und auch bei Vielem, was mich dann eben doch näher interessierte, Google befragen. Es wurde leichter, ich konnte sogar oft schmunzeln, z.B. bei Formulierungen wie „Doremus von Natur aus Langschläfer und Herumrekler, hatte sich, um acht geweckt, heroisch aufgerafft und den Tag mit vollen sechs Armbeugen begonnen.“ oder Ergänzungen wie Dozent für Griechisch, Latein und Sanskrit (zwei Hörer), aber wirklich leicht ist mir das Lesen bis zum Ende hin nicht durchgängig gefallen. Für Doremus, der mir im Übrigen überaus gut gefallen hat, war Buzz „platt, fast ungebildet, ein oftmals überführter Lügner, seine Weltanschauung geradezu idiotisch, während seine berühmte Frömmigkeit, die eines Reisenden in religiösen Artikeln und sein noch berühmterer Humor der schlaue Zynismus eines Dorfkrämers waren.“. Muss es den Menschen nur ein bisschen schlecht gehen, das Land vielleicht nicht in einer optimalen Position auf der Liste der Mächtigen stehen und einer kommen, der finanziellen Profit verspricht und sich gut verkaufen kann, damit ein solcher Mann alles gegen die Wand fahren kann? Alles in allem bin ich froh, dass ich mich trotzdem mir der Schreibstil doch einige Schwierigkeiten bereitet hat und für was ich auch einen Stern abziehe in meiner Wertung, durch das Buch „gekämpft“ habe, weil ich die Geschichte, die erzählt wird wirklich wenn auch erschreckend, außerordentlich gut finde.