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Preußen bewegt die Welt

Der Siebenjährige Krieg 1756-63

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Was im deutschen Geschichtsbewusstsein als glorioser Sieg Preußens gilt und Friedrich II. zu ›dem Großen‹ machte, war tatsächlich ein Krieg auf drei Kontinenten: in Europa, Nordamerika sowie in Indien. Alle europäischen Mächte waren an diesem sieben Jahre lang tobenden Krieg beteiligt. Am Ende war das Kräfteverhältnis in Europa nicht mehr das selbe wie vor dem Krieg; Preußen hatte sich als fünfte Großmacht etabliert.
Klaus-Jürgen Bremm entwirft ein großes Panorama der kriegerischen Ereignisse in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Er schildert die großen Schlachten von Kolin, Kundersorf oder Leuthen. Er zeigt aber auch die weitreichenden politischen Zusammenhänge dieses Ringens und die vielfältigen Auswirkungen. Vor allem aber macht er deutlich, dass der Siebenjährige Krieg kein preußischer oder mitteleuropäischer Krieg war, sondern - mit den Worten des britischen Premierministers und Literaturnobelpreisträgers Winston Churchill - der ›erste Weltkrieg der Geschichte‹
Portrait
Klaus-Jürgen Bremm ist Historiker mit dem Spezialgebiet Militärgeschichte und Publizist. Er veröffentlichte zahlreiche erfolgreiche Sachbücher, unter anderem "Das Zeitalter der Industrialisierung" (2014), "Die Schlacht. Waterloo 1815" (2015) und die erste Darstellung zum Deutsch-österreichischen Krieg "1866. Bismarcks Krieg gegen Habsburg" (2016).
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 380
Erscheinungsdatum 01.09.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8062-3577-7
Verlag WBG Theiss
Maße (L/B/H) 22,3/15,4/3,2 cm
Gewicht 598 g
Abbildungen 30 schwarz-weiße Abbildungen
Buch (gebundene Ausgabe)
24,95
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Englands Aufstieg zur Weltmacht
von S.A.W aus Salzburg am 09.11.2017

Englands Aufstieg zur Weltmacht Der Tod eines frankokanadischen Offiziers im Ohio-Tal führte zum Umsturz der Allianzen und zum Siebenjährigen Krieg in Europa. Als der Krieg in Amerika wieder aufflammte wollte Frankreich das englische Hannover als Faustpfand besetzen, während sein Verbündeter Preußen Frieden mit England schloss, um der russischen Bedrohung zu... Englands Aufstieg zur Weltmacht Der Tod eines frankokanadischen Offiziers im Ohio-Tal führte zum Umsturz der Allianzen und zum Siebenjährigen Krieg in Europa. Als der Krieg in Amerika wieder aufflammte wollte Frankreich das englische Hannover als Faustpfand besetzen, während sein Verbündeter Preußen Frieden mit England schloss, um der russischen Bedrohung zu entgehen. So war das schon lange von Kaunitz angebotene Bündnis mit Österreich für Frankreich plötzlich attraktiv und Maria Theresia konnte versuchen, Schlesien zurückzuerobern. Seit der „Glorious Revolution“ 1688 rivalisierte England mit der kontinentalen Vormacht Frankreich und versuchte es durch kontinentale Kriege einzugrenzen. Unter Ludwig XV verknöcherte Frankreich und konnte sein Heer kaum mehr bezahlen. Dadurch geriet es in der Flottenrüstung ins Hintertreffen und sah seine Besitzungen in Amerika und Indien bedroht. Es verbündete sich mit Preußen, um Russland aufzuhalten, das nach dem Sieg über Schweden nach Westen drängte. 1940 marschierte Friedrich II. in Schlesien ein und Frankreich, Bayern u Spanien wollten sich das Habsburgerreich aufteilen. Im Österreichischen Erbfolgekrieg wechselten mehrmals Kriegsglück und Allianzen, bis Maria Theresia im Ermattungsfrieden 1748 den Verlust Schlesiens akzeptierte. In den Schlachten nahm die Bedeutung von Artilleriebatterien zu, da die schlecht treffenden Schützenreihen oft keine Entscheidung herbeiführten. In Amerika drängten die 1 Mill E der Neuenglandstaaten ins Ohio-Tal. Dadurch sah Frankreich seine Besitzungen bedroht und errichtete 4 Forts, die von Washington nicht genommen werden konnten. Deshalb schickte England regulär Truppen und der Siebenjährige Krieg hatte begonnen. Friedrich II. sah sich von einer Koalition aus Frankreich, Österreich u Russland umzingelt und besetzte daher Sachsen. In Kolin erlitt er eine vernichtende Niederlage, die ihm zwei Drittel seiner Infanterie kostete. Bremm, der Militärhistoriker, schildert die vielen Schlachten im Detail, was nur für Militär-Interessierte lesbar ist. Friedrich siegt bei Rossbach und in Leithen und es gelingt ihm, seine Gegner einzeln zu schlagen. Schließlich schert Russlands neuer Zar Peter II. aus der Allianz aus, während England die französischen Besitzungen in Amerika u Indien erobert. Damit hat sich Friedrich II. als unbesiegbar erwiesen, Frankreich hat den Krieg und seine Vormachtstellung an England verloren. Friedrich ist ein Meister der Offensivtaktik und des Überraschungsmoments. Bremm schildert detailliert die taktischen Schlachtverläufe, ist dabei aber oft zu langatmig. Interessanter ist Bremms Schilderung der Interessen der Großmächte, aus dem das Gleichgewicht der 5 Mächte hervorgeht, das bis 1914 hält. Eine Pointe der Weltgeschichte: Preußen hat als Festlandsdegen Englands Aufstieg ermöglicht. Als es 150 Jahre später einen Platz an der Sonne fordert, wird es von England in 2 Weltkriegen besiegt. Der Buchtitel ist daher zu sehr aus deutscher Sicht gewählt. Realistischer wäre folgender: England benutzt Preußen und gewinnt die Vorherrschaft. siehe auch: Opelt, R: Die Kinder des Tantalus. Wien 2002

Viel Preußen, weniger Welt
von einer Kundin/einem Kunden am 17.10.2017

Der Siebenjährige Krieg wäre ein überaus spannendes Thema gewesen. Leider konzentriert sich der Autor sehr auf die europäischen Schauplätze, die Auseinandersetzungen in Nordamerika, der Karibik und Indien spielen nur eine untergeordnete Rolle, ebenso wie die geopolitischen Aspekte der Politik Englands und Frankreichs. Somit ist diese Darstellung etwas eindimensional. (Siehe... Der Siebenjährige Krieg wäre ein überaus spannendes Thema gewesen. Leider konzentriert sich der Autor sehr auf die europäischen Schauplätze, die Auseinandersetzungen in Nordamerika, der Karibik und Indien spielen nur eine untergeordnete Rolle, ebenso wie die geopolitischen Aspekte der Politik Englands und Frankreichs. Somit ist diese Darstellung etwas eindimensional. (Siehe auch: Geier, Aufklärung)