Meine Filiale

Das dreißigste Jahr

Erzählungen

Ingeborg Bachmann

(3)
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
11,00
11,00
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei

Weitere Formate

Taschenbuch

11,00 €

Accordion öffnen
  • Das dreißigste Jahr

    Piper

    Sofort lieferbar

    11,00 €

    Piper

gebundene Ausgabe

38,00 €

Accordion öffnen
  • Das dreißigste Jahr

    Suhrkamp

    Erscheint demnächst (Neuerscheinung)

    38,00 €

    Suhrkamp

eBook (ePUB)

10,99 €

Accordion öffnen
  • Das dreißigste Jahr

    ePUB (Piper)

    Sofort per Download lieferbar

    10,99 €

    ePUB (Piper)

Hörbuch (MP3-CD)

8,39 €

Accordion öffnen

Hörbuch-Download

6,99 €

Accordion öffnen

Beschreibung

Mit ihren berühmten Erzählungen bewies Ingeborg Bachmann, dass ihre Prosa die gleiche einmalige Kraft hat wie ihre Lyrik. In ihnen vermag sie mithilfe der Sprache der Bilder und Mythen alles über Liebe, Menschen und Verzweiflung zu sagen. Ihren Gestalten ist eines gemeinsam: das Leiden an der ungeheuerlichen Kränkung, die das Leben ist. »Wenn einer in sein dreißigstes Jahr geht, wird man nicht aufhören, ihn jung zu nennen. Er selber aber, obgleich er keine Veränderungen an sich entdecken kann, wird unsicher; ihm ist, als stünde es ihm nicht mehr zu, sich für jung auszugeben.«

Ingeborg Bachmann wurde am 25. Juni 1926 als erstes von drei Kindern des Volksschullehrers Matthias Bachmann (1895-1973) und seiner Frau Olga (geb. Haas, 1901-1998) in Klagenfurt (Österreich) geboren. Ihre Mutter stammt aus dem an ›Böhmen‹ und Ungarn grenzenden Niederösterreich, ihr Vater aus Obervellach bei Hermagor im Kärntner Gailtal, wo die Familie in Ingeborg Bachmanns Kindheit oft Ferien verbrachte. Dieser Kärntner Grenzraum im Dreiländereck Österreich-Italien-Slowenien repräsentiert für die Autorin später »ein Stück wenig realisiertes Österreich (...), eine Welt, in der viele Sprachen gesprochen werden und viele Grenzen verlaufen» (WIV, 302), und damit die Utopie eines gewaltfreien Miteinanders der Völker, die bereits der ebenfalls in Klagenfurt geborene Autor Robert Musil (1880-1942), Bachmanns wohl wichtigster Bezugspunkt in der literarischen Moderne Österreichs, mythisierend auf das Kaiserreich Österreich-Ungarn als Vielvölkerstaat projiziert hatte. Noch in dem Roman Malina steht dieses »Haus Österreich« als literarische Utopie für eine »geistige Formation«, die kritisch gegen die Verkrustungen der österreichischen Nachkriegsgesellschaft und gegen die Verdrängung des österreichischen Anteils an der Katastrophe des Nationalsozialismus gewendet wird, um zugleich gegen die wachsende kulturelle Dominanz Westdeutschlands einen spezifisch österreichischen »Erfahrungsfundus, Empfindungsfundus» zu behaupten. Rückblickend nach dem Erscheinen des Romans Malina (1971) hat die Autorin den »Einmarsch von Hitlers Truppen in Klagenfurt« (im Rahmen des ›Anschlusses‹ Österreichs an das Deutsche Reich am 12.  März 1938) symbolisch zum biographischen Ausgangspunkt ihres Schreibens erklärt und als »einen zu frühen Schmerz« bezeichnet, mit dem ihre »Erinnerung« anfange. Mit dieser Pointierung unterstreicht sie die moralische Verpflichtung und zeitkritische Ausrichtung ihres literarischen Werks als ein »Schreiben gegen den Krieg« (Höller 2004), das seine »Problemkonstanten« in der Auseinandersetzung mit den Verflechtungen von ›kleiner‹ und »großer GESCHICHTE« (TKA 1, 53), Individual- und Zeitgeschichte im Zeichen gesellschaftlicher Gewalt findet. Bachmann beginnt schon als Schülerin in Klagenfurt zu schreiben, bis ihr nach ihrem ersten, in Innsbruck und Graz verbrachten Studienjahr (1945/46) mit der Erzählung Die Fähre schließlich die erste Veröffentlichung gelingt. Im September 1946 vollzieht sie den eigentlichen Aufbruch aus der Provinz, indem sie ihr Studium der Philosophie (mit den Nebenfächern Germanistik und Psychologie) in Wien fortsetzt, wo sie zugleich den Kontakt zur Wiener Literaturszene sucht. Aufgrund der offiziellen Anerkennung Österreichs durch die Alliierten als das ›erste Opfer Hitler-Deutschlands‹ konnte das literarische Leben in Wien nach 1945 unmittelbarer als in Deutschland an die Vorkriegszeit anknüpfen, und so haben Repräsentanten der älteren Autorengeneration wie Heimito von Doderer (1896-1966) und jüdische Remigranten wie Hermann Hakel (1911-1987) und Hans Weigel (1908-1991) an Bachmanns literarischem Debüt in den Publikationsorganen der Wiener Nachkriegsliteratur wesentlichen Anteil. Das Jahr 1949 markiert mit Bachmanns Dissertation über Die kritische Aufnahme der Existentialphilosophie Martin Heideggers nicht nur den Abschluss des Studiums, sondern auch die Professionalisierung ihrer schriftstellerischen Arbeit durch die Veröffentlichung erster Gedichte in der Zeitschrift Lynkeus und einer Reihe von Erzählungen in der Wiener Tageszeitung. Zugleich arbeitet die Autorin an einem ersten, unveröffentlichten und verschollenen Roman (Stadt ohne Namen), dessen überlieferte Fragmente (TKA 1‚ 3-25) in ähnlicher Weise wie die Gedichte und Erzählungen dieser frühen Wiener Jahre durch die zeittypische, existentiale Metaphorisierung zeitgeschichtlicher Generationserfahrung und durch kafkaeske Parabolik gekennzeichnet sind. Nach ihrer Promotion findet Bachmann im Herbst 1951 eine Stelle im Script-Department des amerikanischen Senders Rot-Weiß-Rot, die zum Ausgangspunkt ihrer Rundfunkarbeit wird, aus der in den 1950er Ja

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 01.10.2005
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-24550-0
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 19/12/2 cm
Gewicht 180 g
Auflage 8. Auflage
Verkaufsrang 22551

Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
2
1
0
0
0

Ohne diesem Sprecher wäre ich nicht weit gekommen
von Nicole aus Nürnberg am 19.04.2020
Bewertet: Medium: Hörbuch-Download

Meine Meinung zur Lesung: Das dreißigste Jahr Inhalt in meinen Worten: Mal ehrlich, kannst du dich daran erinnern, welche Gedanken und Gefühle du hattest, als du dreißig Jahre alt wurdest? Denkst du darüber nach, was kommen wird, was das Leben dir noch zeigen wird? Nun das ist auch in diesem Hörbuch so mancher Gedanke w... Meine Meinung zur Lesung: Das dreißigste Jahr Inhalt in meinen Worten: Mal ehrlich, kannst du dich daran erinnern, welche Gedanken und Gefühle du hattest, als du dreißig Jahre alt wurdest? Denkst du darüber nach, was kommen wird, was das Leben dir noch zeigen wird? Nun das ist auch in diesem Hörbuch so mancher Gedanke wert. Denn mal ehrlich, alle sagen du bist doch noch jung mit xy Jahren, und doch fühlst du dich zum Teil schon alt, und zum anderen Teil noch so jung. Du denkst über Themen ganz anders nach als es noch vor ein paar Jahren der Fall war, doch was hat sich geändert und was kam neues dazu? Nun das muss der werte Leser wohl selbst für sich entdecken. Wie ich das Gehörte empfand: Also an einem Stück konnte ich dieses Hörbuch nicht hören, weil ich allein schon an dem ein oder anderen Satz ewig hing und deswegen auch nicht wirklich weiter kam im Hörbuch. Denn es lädt ein, nicht nur zuzuhören, sondern tatsächlich nachzudenken über das, was in der Vergangenheit der Sinn war. Und was ist heute Sinn der Gedanken und der Handlungen, die ich tue? Nun diese Frage und viele andere Fragen werden hier zur Sprache kommen. Der Sprecher: Wow kein besserer Sprecher hätte hier besser gepasst als es dieser Sprecher ist. Denn ihm hörte ich dank der Klangfarbe und Wärme der Stimme gerne zu. Es war, als würde er mir mehrere Briefe zum Thema 30 Jahre alt sein, vor lesen. Dreißig: Was verbindet man mit dieser Zahl? Eine Menge, aber ich glaube jeder Mensch denkt anders über diese Zahl nach. Hier geht es vor allem um einen Menschen, der noch 29 Jahre alt ist und ganz kurz vor dem Zahlenwechsel steht. Was macht das mit einem Menschen und wie kann er damit umgehen, das ist eine Frage unter den Fragen. Für mich war es aber teilweise auch ziemlich hoch über diese Zahl und über das was dahinter stehen könnten nach zu denken und ich hab mitbekommen, das diese Geschichte gerne als Schullektüre dran genommen wird, und ich bin doch ein bisschen froh, das meine Lehrer mich mit diesem Klassiker nicht quälten, denn ob ich das geschafft hätte als Jugendliche, bezweifel ich ein klein wenig. Dennoch schadet es nicht, über das Leben und über die Fragen die sich so im Laufe des Lebens ansammeln nachzudenken und das gelingt in dieser CD. Spannung: Es ist spannend gewesen, welche Themen im Hörbuch zur Sprache kamen, denn mit einigen hätte ich so niemals gerechnet und jeder kann für sich in diesem Hörbuch etwas entdecken. Dennoch war es ein bisschen sehr abgehoben und auch bisschen skurril. Empfehlung: Als Geburtstagsgeschenk für Hörbuchfans sicherlich eine tolle Sache, für eine Klassenlektüre zu abgehoben und für eine reine Zeitfüllung zu stark und zu viel. Ich muss mir Zeit nehmen für dieses Hörbuch, mich bewusst hineinfinden und hineindenken und vor allem eines, nicht alles ablehnen was kommt sondern mich öffnen für manch andere Ansicht, als ich sie hätte. Der Sprecher ist hier genial und auch eine echte Hilfe. Denn dank ihm wird das Gehörte ein bisschen lebendiger. Denn ansonsten ist es wie ein Brief von einem Anwalt und da darf man auch nicht einfach alles runterrattern sondern man muss bewusst lesen. Bewertung: Ich gebe dem Hörbuch vier Sterne. Vier Sterne einerseits weil der Sprecher wirklich das Gehörte genial unterstreicht und ich dadurch wirklich mehr mitnehmen kann, als es bei einem anderen Sprecher der Fall war, die Geschichte selbst war mir aber zu hoch und hin und wieder zu skurril, deswegen gibt es da nur drei Sterne. Was ja 3,5 Sterne ergeben würde, was aber auf meinem Blog nicht der Fall ist, deswegen gibt es vier Sterne.

Prosa von Ingeborg Bachmann
von Magdalena Berger aus Grieskirchen am 23.07.2011

Ein Mann steht kurz vor seinem dreißigsten Geburtstag. Er nimmt dies zum Anlass über sein bisheriges Leben nachzudenken. Nun wird ihm klar dass er sich von der Vorstellung dass ihm "noch alles offen steht im Leben" verabschieden muss. Sein Leben kommt ihm plötzlich wie ein Gefängnis vor... Das dreißigste Jahr und andere lyrisch... Ein Mann steht kurz vor seinem dreißigsten Geburtstag. Er nimmt dies zum Anlass über sein bisheriges Leben nachzudenken. Nun wird ihm klar dass er sich von der Vorstellung dass ihm "noch alles offen steht im Leben" verabschieden muss. Sein Leben kommt ihm plötzlich wie ein Gefängnis vor... Das dreißigste Jahr und andere lyrische Erzählungen von Ingeborg Bachmann!

Nie mehr losgelassen
von Robert Oberlerchner aus Döbriach am 19.11.2007

Wenn man in Kärnten geboren und aufgewachsen ist, kommt man zwangsläufig in Kontakt mit Ingeborg Bachmann. Und wenn man dann etwas tiefer gräbt, vielleicht ein Buch kauft und nur einen kurzen, unachtsamen Moment darin verbringt, wird man nie mehr losgelassen. "Daß ich dich sehen kann, daß ich dich hören kann, das verdiene ich ... Wenn man in Kärnten geboren und aufgewachsen ist, kommt man zwangsläufig in Kontakt mit Ingeborg Bachmann. Und wenn man dann etwas tiefer gräbt, vielleicht ein Buch kauft und nur einen kurzen, unachtsamen Moment darin verbringt, wird man nie mehr losgelassen. "Daß ich dich sehen kann, daß ich dich hören kann, das verdiene ich nicht, aber meine Gefühle, die verdiene ich wahrhaftig." In der Erzählung "Das dreißigste Jahr" schreibt Bachmann über nichts weiter als die Liebe, die unglaubliche, unerträgliche Liebe. Tiefe Gedanken, wahre Worte - nie mehr losgelassen.......

  • Artikelbild-0