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Menschenwerk

Roman

(13)
"Ich kämpfe, jeden Tag. Ich kämpfe gegen die Schande, überlebt zu haben und immer noch am Leben zu sein. Ich kämpfe gegen die Tatsache, dass ich ein Mensch bin. Und Sie, ebenso ein Mensch wie ich, welche Antworten können Sie mir geben?"

Ein Junge ist gestorben, und die Hinterbliebenen müssen weiterleben. Doch was ist ihnen ihr Leben noch wert? Han Kang beschreibt in ihrem neuen Roman, wie dehnbar die Grenzen menschlicher Leidensfähigkeit sind. Ein höchst mutiges Buch und ein brennender Aufruf gegen jede Art von Gewalt.

»Han Kang zu lesen ist wie in einen Strudel aus Brutalität und Zärtlichkeit geworfen zu werden, aus dem man durchgeschüttelt, perplex und tief bewegt wieder auftaucht.« Doris Dörrie
Portrait
Han Kang ist die wichtigste literarische Stimme Koreas. 1993 debütierte sie als Dichterin, seitdem erschienen zahlreiche Romane. Seit sie für "Die Vegetarierin" gemeinsam mit ihrer Übersetzerin 2016 den Man Booker International Prize erhielt, haben ihre Bücher auch international großen Erfolg. Zuletzt erschien von ihr bei Aufbau der Roman "Menschenwerk", der mit dem renommierten italienischen Malaparte-Preis ausgezeichnet wurde. Derzeit lehrt sie kreatives Schreiben am Kulturinstitut Seoul.

Ki-Hyang Lee, geboren 1967 in Seoul, studierte Germanistik in Seoul, Würzburg und München. Sie lebt in München und arbeitet als Lektorin, Übersetzerin und Verlegerin.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 222
Erscheinungsdatum 15.09.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-351-03683-6
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 22,1/13,1/2,2 cm
Gewicht 354 g
Originaltitel Sonyeoni onda
Auflage 1. Auflage, Ungekürzte Ausgabe
Übersetzer Ki-Hyang Lee
Verkaufsrang 32.979
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Eva-Maria Brinks, Thalia-Buchhandlung Mülheim an der Ruhr

Wie wirkt sich Gewalt und Folter auf den Menschen aus,wie geht der Einzelne mit den Folgen um? Ein außergewöhnlicher und beeindruckender Roman, der berührt und unter die Haut geht. Wie wirkt sich Gewalt und Folter auf den Menschen aus,wie geht der Einzelne mit den Folgen um? Ein außergewöhnlicher und beeindruckender Roman, der berührt und unter die Haut geht.

„Menschenwerk.“

Anna Möllmann, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

Han Kang behandelt in ihrem Buch die Demonstrationen im südkoreanischen Gwangju 1980 und ihre Folgen. Dabei konzentriert sie sich jedoch nicht ausschließlich auf eine Person während der Ereignisse, vielmehr beschreibt sie aus Sicht verschiedener Charaktere die unmittelbaren, aber auch deutlich weiterreichenden, Folgen der Geschehnisse. So sucht unter anderem ein Junge seinen während der Demonstrationen verschwundenen Freund, ein Geist schwebt über seinem Körper und eine junge Frau erinnert sich Jahre später zurück.

Dieses Buch ist keine leichte Kost und nichts für sanfte Gemüter, da die damals herrschenden Zustände und die Gewalt sehr deutlich beschrieben werden. Die zeitweise brutale und an anderen Stellen gleichzeitig so ruhige Art des Erzählens, lassen diesen Roman lange im Gedächtnis bleiben.

Ein absolut außergewöhnliches und gewaltiges Buch, das zum Nachdenken anregt.
Han Kang behandelt in ihrem Buch die Demonstrationen im südkoreanischen Gwangju 1980 und ihre Folgen. Dabei konzentriert sie sich jedoch nicht ausschließlich auf eine Person während der Ereignisse, vielmehr beschreibt sie aus Sicht verschiedener Charaktere die unmittelbaren, aber auch deutlich weiterreichenden, Folgen der Geschehnisse. So sucht unter anderem ein Junge seinen während der Demonstrationen verschwundenen Freund, ein Geist schwebt über seinem Körper und eine junge Frau erinnert sich Jahre später zurück.

Dieses Buch ist keine leichte Kost und nichts für sanfte Gemüter, da die damals herrschenden Zustände und die Gewalt sehr deutlich beschrieben werden. Die zeitweise brutale und an anderen Stellen gleichzeitig so ruhige Art des Erzählens, lassen diesen Roman lange im Gedächtnis bleiben.

Ein absolut außergewöhnliches und gewaltiges Buch, das zum Nachdenken anregt.

„Vielschichtig und erschütternd“

Daniela Julia Parau, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Und wieder stellt Han Kang ihr Können unter Beweis. In „Menschenwerk“ berichtet sie von der Studentenrevolte in Gwangju 1980 und deren gewaltsames Niederstrecken durch das koreanische Militär.
Wie schon in „Die Vegetarierin“ teilt sich dieser Roman in drei Akte, die ruhig, unaufgeregt, gleichzeitig aber vollkommen bizarr und erschreckend sind.

Ein Roman, der tief berührt - brutal und zärtlich zugleich.
Und wieder stellt Han Kang ihr Können unter Beweis. In „Menschenwerk“ berichtet sie von der Studentenrevolte in Gwangju 1980 und deren gewaltsames Niederstrecken durch das koreanische Militär.
Wie schon in „Die Vegetarierin“ teilt sich dieser Roman in drei Akte, die ruhig, unaufgeregt, gleichzeitig aber vollkommen bizarr und erschreckend sind.

Ein Roman, der tief berührt - brutal und zärtlich zugleich.

„"Ist der Mensch von Natur aus grausam?"“

André Pingel, Thalia-Buchhandlung Bremen

Gwangju, Südkorea, 1980: Ein Junge ist bei einem gewaltsam niedergeschlagenen Studentenaufstand gestorben. Ein Freund von ihm ist auf der Suche nach seiner Leiche, während die Seele des Jungen über seinem toten Körper schwebt und berichtet, was sie sieht. Andere Personen berichten Jahre später von Inhaftierung und Folter, während eine Mutter auch Jahrzehnte später immer noch um ihren Sohn trauert...

Die südkoreanische Autorin Han Kang scheut sich nicht vor schwierigen Themen und stellt dies mit ihrem neuen Roman "Menschenwerk" wieder einmal sehr eindrucksvoll
unter Beweis! Das Thema, das sie für ihr neues Buch gewählt hat ist alles andere als einfach und beschäftigt sich mit dem Gwangju-Aufstand, der aus einer eskalierenden Demonstration seitens der Studenten gegen die Militärdiktatur und das verhängte Kriegsrecht richtete. Die Studenten forderten zudem eine Freilassung des inhaftierten Oppositionspolitikers Kim Dae-jung, einem anerkannten Führer der Demokratiebewegung und auch späteren Präsidenten der Republik Südkorea. Die anfänglich friedliche Demonstration am 18. Mai 1980 wurde durch das Militär brutal niedergeschlagen und auch der darauf folgende Aufstand seitens der Studenten, Arbeiter und einfachen Bürger wurde mit brutaler Gewalt beantwortet. Am 27. Mai fand schließlich ein Massaker an den verbliebenen Demonstranten statt.
Die Autorin nimmt dieses Symbol für die Unterdrückung der Demokratiebewegung in Südkorea als Ausgangspunkt um den Leser mit der Grausamkeit des Menschen zu konfrontieren. Durch verschiedene Perspektiven lernt der Leser die unterschiedlichen Sichtweisen kennen und letztendlich stellt man sich nur eine Frage: Warum?
Es ist unfassbar, wie Han Kang den Leser dazu zwingt hinzusehen, denn ihre Sprache ist so wunderschön und beschreibt doch so unfassbar brutale und grausame Dinge. Wie weit gehen wir, um den Tod eines geliebten Menschen zu verkraften? Schaffen wir es überhaupt? Wie weit gehen wir für Gerechtigkeit? Wie groß ist die Leidensfähigkeit des Menschen? Diese Fragen beschäftigen weit über das Lesen hinaus und wirken verdammt lange nach!
Die Autorin berichtet von Mord und Totschlag, von Folter und Unterdrückung, schafft es aber dennoch, den Leser nicht völlig hoffnungslos zurück zu lassen. In einer brutalisierten Gesellschaft, in der ein Menschenleben keinen Wert mehr hat, wird dennoch auf die gegenseitige Liebe und Fürsorge verwiesen, die an der ein oder anderen Stelle aufkommen.
"Ist der Mensch von Natur aus grausam? [...]. Ist es die Bestimmung des Menschen, erniedrigt, verletzt, getötet zu werden, wie es die Geschichte immer wieder belegt?" (S. 133) Und auch wenn einem die Antwort auf diese Fragen relativ schnell auf der Zunge liegt, wäre sie nicht weit genug gefasst, denn es gibt immer zwei Seiten einer Medaille und Han Kang zeigt beide. Zum Einen konfrontiert sie den Leser mit kaum zu ertragender Brutalität und Verachtung des menschlichen Lebens, auf der anderen Seite zeigt sie uns aber auch Menschen, die für ihre Überzeugungen einstehen und eine Stimme gegen jede Art von Gewalt verkörpern. Ein schwer zu verdauendes Buch, das den Leser sehr nachdenklich zurück lassen wird, aber genau aus diesem Grund dringend und oft gelesen werden sollte! Bitte kaufen und lesen!
Gwangju, Südkorea, 1980: Ein Junge ist bei einem gewaltsam niedergeschlagenen Studentenaufstand gestorben. Ein Freund von ihm ist auf der Suche nach seiner Leiche, während die Seele des Jungen über seinem toten Körper schwebt und berichtet, was sie sieht. Andere Personen berichten Jahre später von Inhaftierung und Folter, während eine Mutter auch Jahrzehnte später immer noch um ihren Sohn trauert...

Die südkoreanische Autorin Han Kang scheut sich nicht vor schwierigen Themen und stellt dies mit ihrem neuen Roman "Menschenwerk" wieder einmal sehr eindrucksvoll
unter Beweis! Das Thema, das sie für ihr neues Buch gewählt hat ist alles andere als einfach und beschäftigt sich mit dem Gwangju-Aufstand, der aus einer eskalierenden Demonstration seitens der Studenten gegen die Militärdiktatur und das verhängte Kriegsrecht richtete. Die Studenten forderten zudem eine Freilassung des inhaftierten Oppositionspolitikers Kim Dae-jung, einem anerkannten Führer der Demokratiebewegung und auch späteren Präsidenten der Republik Südkorea. Die anfänglich friedliche Demonstration am 18. Mai 1980 wurde durch das Militär brutal niedergeschlagen und auch der darauf folgende Aufstand seitens der Studenten, Arbeiter und einfachen Bürger wurde mit brutaler Gewalt beantwortet. Am 27. Mai fand schließlich ein Massaker an den verbliebenen Demonstranten statt.
Die Autorin nimmt dieses Symbol für die Unterdrückung der Demokratiebewegung in Südkorea als Ausgangspunkt um den Leser mit der Grausamkeit des Menschen zu konfrontieren. Durch verschiedene Perspektiven lernt der Leser die unterschiedlichen Sichtweisen kennen und letztendlich stellt man sich nur eine Frage: Warum?
Es ist unfassbar, wie Han Kang den Leser dazu zwingt hinzusehen, denn ihre Sprache ist so wunderschön und beschreibt doch so unfassbar brutale und grausame Dinge. Wie weit gehen wir, um den Tod eines geliebten Menschen zu verkraften? Schaffen wir es überhaupt? Wie weit gehen wir für Gerechtigkeit? Wie groß ist die Leidensfähigkeit des Menschen? Diese Fragen beschäftigen weit über das Lesen hinaus und wirken verdammt lange nach!
Die Autorin berichtet von Mord und Totschlag, von Folter und Unterdrückung, schafft es aber dennoch, den Leser nicht völlig hoffnungslos zurück zu lassen. In einer brutalisierten Gesellschaft, in der ein Menschenleben keinen Wert mehr hat, wird dennoch auf die gegenseitige Liebe und Fürsorge verwiesen, die an der ein oder anderen Stelle aufkommen.
"Ist der Mensch von Natur aus grausam? [...]. Ist es die Bestimmung des Menschen, erniedrigt, verletzt, getötet zu werden, wie es die Geschichte immer wieder belegt?" (S. 133) Und auch wenn einem die Antwort auf diese Fragen relativ schnell auf der Zunge liegt, wäre sie nicht weit genug gefasst, denn es gibt immer zwei Seiten einer Medaille und Han Kang zeigt beide. Zum Einen konfrontiert sie den Leser mit kaum zu ertragender Brutalität und Verachtung des menschlichen Lebens, auf der anderen Seite zeigt sie uns aber auch Menschen, die für ihre Überzeugungen einstehen und eine Stimme gegen jede Art von Gewalt verkörpern. Ein schwer zu verdauendes Buch, das den Leser sehr nachdenklich zurück lassen wird, aber genau aus diesem Grund dringend und oft gelesen werden sollte! Bitte kaufen und lesen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
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4
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erschreckend, furchtbar und doch poetisch
von einer Kundin/einem Kunden aus Walsrode am 07.03.2018
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Besonders die Einleitung hat mich sehr gefesselt. Insgesamt ein Buch, dass über ein vergessenes Thema eindrucksvoll berichtet. Ein Buch, dass mir in Erinnerung bleiben wird. Sehr eindrucksvoll.

Menschenwerk
von miss.mesmerized am 21.12.2017

Dass Studentenbewegungen selten friedlich enden und die jungen Menschen auch meist ihre Ziele nicht erreichen, ist bekannt. Die Autorin Han Kang, weltweit 2016 mit dem Gewinn des Man Booker Prize International für ihren Roman „The Vegetarian“ bekannt geworden, greift in ihrem nunmehr 13. Roman die eskalierenden Studentendemonstrationen ihrer Heimatstadt... Dass Studentenbewegungen selten friedlich enden und die jungen Menschen auch meist ihre Ziele nicht erreichen, ist bekannt. Die Autorin Han Kang, weltweit 2016 mit dem Gewinn des Man Booker Prize International für ihren Roman „The Vegetarian“ bekannt geworden, greift in ihrem nunmehr 13. Roman die eskalierenden Studentendemonstrationen ihrer Heimatstadt Gwangju in Südkorea auf. Entstanden aus Protest gegen die herrschende Militärdiktatur fanden die Tage der Eskalation im Mai 1980 mit dem Massaker in Gwangju ihren traurigen Höhepunkt. Die Zahl der Toten schwankt je nach Quelle zwischen 150 und 2000, die der Verletzten geht bis an die 4000. Die Verhaftungen sind vielfach nicht nachvollziehbar, auch über 25 Jahre später vermissten viele Familien immer noch angehörige. Hat man Han Kang schon einmal gelesen, weiß man, dass man auf vieles gefasst sein muss und dass die Autorin dem Leser nur wenig erspart. Wir erfahren vom Schicksal verschiedener Figuren, die alle irgendwie in die Tumulte geraten sind. Zuerst der junge Dong-Ho, der die Aufbahrung unzähliger Toter bestaunt und bald selbst dabei hilft, diese zu waschen und für die Identifizierung vorzubereiten. Auch Jeong-Dae berichtet von seinem Schicksal, ebenso Eun-Suk, die Verlagsmitarbeiterin, deren Folter sogar noch schlimmere seelische Wunden hinterlassen hat, als die physischen, die viele ihrer Mitbürger in dieser Zeit und auch in den Jahren danach noch erleiden mussten. Auch die Berichte der anderen sind voller Brutalität des Regimes – viel mehr als man oftmals als Leser ertragen kann. Es sind vor allem die Gedanken der Figuren, die sich beim Lesen einbrennen, vor allem jene von Eun-Suk, die einstmals große Pläne für ein Studium hatte. Das Leben jedoch hatte einen anderen Plan für sie: Sie jedoch will nur so schnell wie möglich alt werden. Sie wünschte, dieses verdammte Leben würde keine Sekunde länger dauern als nötig. Den Lebenswillen hat sie längst verloren, was kann ihr dieses Dasein auch bieten? Von Anfang an war es nicht ihre Absicht gewesen, alles zu tun, um zu überleben. Schon während der Proteste konnten viele sehr realistisch ihre Lage einschätzen, aber was hatten sie faktisch zu verlieren? Rückblickend war es ein idiotisches Unterfangen, aber wir wollten daran glauben. Unsere Chancen zu sterben waren ebenso hoch wie die zu überleben. Entweder wir hielten uns oder wir gingen unter. Das Gewissen verleiht ihnen Kraft und Macht, das Gefühl keine Angst mehr zu haben, verleiht ihnen Flügel. Zum Scheitern verurteilt, können sie nicht aufgeben. Und wer überlebt, wird Zeuge der Absurdität und Willkür des Regimes. Inwieweit der Roman faktisch korrekt ist bzw. das Geschilderte exakt so hätte geschehen können, kann ich nicht einschätzen. Aber es wirkt authentisch und glaubwürdig, keine Sekunde zweifelt man daran, dass sich alles genau so zugetragen haben könnte. Schließlich ist ein grausames Zeitzeugnis entstanden, das hoffentlich diejenigen trifft, die daran mitgearbeitet haben.

Eine Geschichte, die noch lange in mir nachhallen wird
von einer Kundin/einem Kunden aus Fahrni am 10.11.2017

Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;) Erst vor kurzem habe ich den ersten Roman " die Vegetarierin" gelesen und war auf besondere Weise beeindruckt, weshalb ich unbedingt auch dieses Buch hier lesen wollte. Ich habe übrigens die Hörbuchvariante gewählt, würde aber doch eher die Printvariante empfehlen. Nicht weil ich die Sprecherin... Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;) Erst vor kurzem habe ich den ersten Roman " die Vegetarierin" gelesen und war auf besondere Weise beeindruckt, weshalb ich unbedingt auch dieses Buch hier lesen wollte. Ich habe übrigens die Hörbuchvariante gewählt, würde aber doch eher die Printvariante empfehlen. Nicht weil ich die Sprecherin nicht mochte, im Gegenteil sie hat das Ganze wirklich gut interpretiert, sondern weil es vom Stil her sehr schwierig war der Geschichte in dieser Version zu folgen. Erzählt wird nämlich aus mehreren Perspektiven in verschiedenen Formen ( Ich- Sicht, Du- Anrede, allwissender Erzähler usw..) zusätzlich kriegen wir es auch noch mit Zeitsprüngen zu tun. Für mich persönlich war es recht schwierig alles korrekt kombinieren zu können und immer zu wissen wer da jetzt spricht und wie die Personen alle untereinander verbunden sind. Öfters habe ich zur Printversion gegriffen um den ein oder anderen Abschnitt nochmals in aller Ruhe durchlesen zu können. An sich mochte ich zwar dieses Stilmittel echt gerne und irgendwie hat es ja auch was ganz Besonderes, aber wie gesagt es führt auch zu Verwirrungen..... Der Schreibstil ist übrigens eine einzigartige Kombination aus nüchternen, sachlichen Sätzen und poetisch angehauchten Worten. Weshalb mich die Autorin doch auf eine ganz spezielle Weise berühren, schockieren und aufwühlen konnte. Zwar konnte mich die Geschichte insgesamt emotional erreichen, dennoch war es nicht so, dass ich mich mit den Charakteren verbunden fühlte. Es waren einfach zu viele Personen und die Ausarbeitung war entsprechend auch nichts so intensiv und ins Detail gehend. Die Atmosphäre des Buches ist sehr beklemmend, erschütternd und hat mich mehrere Male leer schlucken lassen. Eine Geschichte, die auf einem wahren Ereignis basiert und noch lange in mir nachhallen wird. 4,5 Sterne