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Weit über das Land

Roman

Peter Stamm

(14)
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Beschreibung

Ein Mann steht auf und geht. Einen Augenblick zögert Thomas, dann verlässt er das Haus, seine Frau und seine Kinder. Mit einem erstaunten Lächeln geht er einfach weiter und verschwindet. Astrid, seine Frau, fragt sich zunächst, wohin er gegangen ist, dann, wann er wiederkommt, schließlich, ob er noch lebt.
Jeder kennt ihn: den Wunsch zu fliehen, den Gedanken, das alte Leben abzulegen, ein anderer sein zu können, vielleicht man selbst. Peter Stamm ist ein Meister im Erzählen jener Träume, die zugleich locken und erschrecken, die zugleich die schönste Möglichkeit und den furchtbarsten Verlust bedeuten. »Weit über das Land« ist ein Roman, der die alltäglichste aller Fragen stellt: die nach dem eigenen Leben.

Was dieses Buch so auszeichnet ist seine Lesart der Möglichkeitsformen. Stamm wagt sich etwas, denn er legt sich nicht fest […]. Die Lektüre lohnt sich allemal.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 21.09.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-03126-9
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 19,2/12,6/1,9 cm
Gewicht 194 g
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 47742

Buchhändler-Empfehlungen

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Leipzig

Leise, eigenartig faszinierend und existenziell!

...was, ja was nur treibt einen Mann ganz plötzlich alles stehen und liegen zu lassen und....

Beate Müller-Egberink, Thalia-Buchhandlung Landau

...man glaubt es kaum, sang und klanglos zu verschwinden. Er verlässt nach einem gemeinsamen Urlaub Frau und Kinder, zwei an der Zahl, geht durch den Garten und...das war's. Seine Frau wartet, hofft, ahnt er ist vielleicht nur kurz verschwunden, anfänglich entschuldigt sie es bei seiner Arbeitsstelle mit einer Erkrankung, doch je länger sein Verschwinden, je aussichtsloser die Wahrscheinlichkeit das er zurückkommt,steigt doch langsam aber bestimmt die Gewissheit in ihr auf, er hat sie verlassen! Doch WARUM??? Um sich selbst zu finden, ein ganz anderes Leben zu führen, sich anders auszuprobieren? Thomas jedenfalls treibt es nach seinem Weggang hierhin und dorthin, er zieht weiter wenn es ihm danach ist, ohne festes Ziel, ohne konkretes Wollen. Denkt er an seine Familie? Zuweilen ja, aber er gewinnt immer mehr Abstand, er kreist eigentlich um sich selbst. Aus wechselnden Perspektiven schildert der Autor wie és den Protagonisten jeweils ergeht. Und dann, die Kinder sind inzwischen erwachsen, haben ihrerseits Kinder und sind nur noch Zaungäste im Leben der Mutter, kommt er zurück! Der Schluss: sie hört das Gartentor quietschen, und weiß, intuitiv: das ist ER!!! Das Buch endet damit und sie bleiben ratlos, ohne Erklärung oder Auflösung nach dem Warum ziemlich frustriert zurück. Genau das ist der Grund warum es nur 4 Sterne gab. Stilistisch hervorragend, doch die Hilflosigkeit am Ende, das man Alleingelassen wird mit der Suche nach Gründen, das hat, zumindest mich, frustriert. Aber vielleicht ist das abrupte Ende vom Autor ja so gewollt, nicht immer gibt es Antworten auf schwer Begreifliches. Dennoch: Lesenswert. Nur seien sie nicht allzu enttäuscht

Kundenbewertungen

Durchschnitt
14 Bewertungen
Übersicht
9
2
2
0
1

Von einem der auszog
von einer Kundin/einem Kunden am 27.09.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Peter Stamm spielt in diesem Roman den heimlichen Wunsch vieler aus, nämlich einfach alles stehen und liegen zu lassen, um sich klammheimlich davon zu machen. Trotz der zunächst kühlen Reaktion der verschiedenen Figuren zeigt sich im Laufe der Handlung durchaus mehr im Gefühlsleben der Protagonisten. Eine für sich sehr interessa... Peter Stamm spielt in diesem Roman den heimlichen Wunsch vieler aus, nämlich einfach alles stehen und liegen zu lassen, um sich klammheimlich davon zu machen. Trotz der zunächst kühlen Reaktion der verschiedenen Figuren zeigt sich im Laufe der Handlung durchaus mehr im Gefühlsleben der Protagonisten. Eine für sich sehr interessante Geschichte, die wenn bereit ist sich auf sie einzulassen, auf jeden Fall zum Nachdenken anregt und trotz ihrer Distanziertheit glaubhafte Figuren bietet.

Weit über das Land
von einer Kundin/einem Kunden aus Recklinghausen am 09.11.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Hervorragende Geschichte über eine Familie, die der Vater nach einem gemeinsamen Urlaub wortlos verlässt. Peter Stamm kratzt am Lack der Bürgerlichkeit. Das Buch hat mir sehr gut gefallen!

Der lange Weg zurück auf Null
von Jenny Vogler am 24.10.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

"Nicht alles, was man tut, hat einen Grund. Es war kein großer Entschluss gewesen, eher eine Reihe kleiner, zielloser Entscheidungen, Nachlässigkeit vielleicht, ein Nachgeben." Inhalt Eines Abends, kurz nach der Rückreise aus dem gelungenen Sommerurlaub, beschließt Thomas, nicht nach drinnen ins Bett zu gehen, sondern hinaus... "Nicht alles, was man tut, hat einen Grund. Es war kein großer Entschluss gewesen, eher eine Reihe kleiner, zielloser Entscheidungen, Nachlässigkeit vielleicht, ein Nachgeben." Inhalt Eines Abends, kurz nach der Rückreise aus dem gelungenen Sommerurlaub, beschließt Thomas, nicht nach drinnen ins Bett zu gehen, sondern hinaus in die Welt. Er läuft los, ohne ein Wort des Abschieds und verlässt nicht nur Frau und Kinder sondern auch sein gesamtes bisheriges Leben. Für die Hinterbliebenen bleibt nur Ursachenforschung und gähnende Leere, denn gerade Astrid, seine Frau findet keine Erklärung für sein Verhalten und kann es dennoch tief im Inneren nachvollziehen. Als er offiziell für tot erklärt wird, mag sie nicht daran glauben und behält Thomas auf eigene Art und Weise in ihrem Herzen. Meinung Dieses Buch habe ich ohne besondere Erwartungshaltung begonnen, da ich weder den Autor kannte, noch ein Augenmerk auf den Deutschen Buchpreis hatte. Einzig die Geschichte an sich, so wie sie der Klappentext verspricht, reizte mich ungemein. Insbesondere die Aussage "Ein Roman über den einen Moment, der unser Leben in Frage stellt", weckte meine Neugier. Denn ich spekuliere sehr gerne über das Für und Wider einer Entscheidung und genau das, kann man hier tatsächlich. Auf recht wenigen Seiten entwirft Peter Stamm ein derart greifbares Szenario in einer schockierenden, lebensverändernden Situation, so dass ich zwischen Mitleid, Verzweiflung und Unverständnis hin und herpendelte. Gerade die durchaus banale Entscheidung, einfach aus der Tür zu gehen und niemals wieder zurückzukehren, entfacht eine unmittelbare Kettenreaktion, die gerade die Angehörigen nachhaltig und bitter beeinflusst. Beim Lesen habe ich immer wieder innegehalten und versucht, die Beweggründe der Protagonisten nachzuvollziehen, doch das ist mir nicht gelungen. Sowohl der entschlossene, doch unzufriedene Thomas als auch die patente, doch zurückgelassene Astrid blieben mir immer recht fremd, dennoch hat mich dieser Abstand nicht gestört, denn die Hauptcharaktere handeln schlüssig und werfen mit ihren Handlungen immer neue Fragen auf, denen man nur zu gern nachgehen würde. Auf Grund dieses Aspektes sehe ich auch eine Berechtigung darin, diesen Roman beispielsweise als Unterrichtslektüre zu wählen, denn kontroverse Diskussionen werden sich fast zwangsläufig ergeben. Ein kleiner Kritikpunkt meinerseits sind die ausufernden Landschaftsbeschreibungen, die gerade bei der geringen Seitenanzahl des Buches manchmal zu viel Raum einnehmen und den Blick auf die Gefühle und Gedanken der Protagonisten schmälern. Fazit Ich vergebe 5 Lesesterne und eine Leseempfehlung, für alle die sich gern mit unliebsamen Entscheidungen, einem aufgezwungenen Schicksal und der Möglichkeit, das eigene Leben radikal zu verändern, beschäftigen möchten. Es fällt schwer die Situation objektiv zu betrachten, selbst wenn Peter Stamm sehr distanziert und korrekt schreibt. Immer wieder fällt der Leser in eine Rolle hinein - in die des sinnsuchenden Vaters, der verlassenen Ehefrau, der enttäuschten Kinder und letztlich bleibt er hängen an der Tatsache, dass nicht alles im Leben einen Sinn haben muss. Und selbst wenn man keine müde Mark auf diese Aussage setzt, wird man hier gezwungen, darüber nachzudenken, was sein könnte, was wirklich ist und was niemals geschehen wird. Dieses Dilemma verkörpert "Weit über das Land" und wird mir damit lange und nachhaltig in Erinnerung bleiben.


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