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Was man von hier aus sehen kann

Ungekürzte Ausgabe, Lesung

Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen, verschwinden lassen oder in Ordnung bringen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman – und natürlich noch viel mehr. "Was man von hier aus sehen kann" ist das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Aber es ist vor allem ein Buch über die Liebe im Modus der Abwesenheit.
»Was man von hier aus sehen kann ist so unterhaltsam und märchenhaft und von einer so großen Weisheit und Tiefe, dass ich unbedingt damit zu tun haben wollte. Es gibt ganz wenige Bücher bei denen mir das passiert.« Sandra Hüller
Portrait
Leky, Mariana
Mariana Leky studierte nach einer Buchhandelslehre Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Bei DuMont erschienen der Erzählungsband "Liebesperlen" (2001) sowie die Romane "Erste Hilfe" (2004) und "Die Herrenausstatterin" (2010) sowie "Bis der Arzt kommt. Geschichten aus der Sprechstunde" (2013). Mit ihren ersten Erzählungen gewann sie den Allegra Preis 2000. Für "Liebesperlen" wurde sie mit dem Niedersächsischen Literaturförderpreis und dem Stipendium des Landes Bayern ausgezeichnet. 2005 erhielt sie für "Erste Hilfe" den Förderpreis für junge Künstler des Landes NRW. 2017 erschien ihr Roman "Was man von hier aus sehen kann", der wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste stand. Die Autorin lebt in Berlin und Köln.

Hüller, Sandra
Sandra Hüller, 1978 geboren, ist eine der renommiertesten deutschen Bühnen-, TV- und Film-Schauspielerinnen. Zuletzt erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen - u. a. den Europäischen und Bayerischen Filmpreis - für ihre Rolle im Oscar-nominierten und international preisgekrönten Film "Toni Erdmann".
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Beschreibung

Produktdetails

Medium CD
Sprecher Sandra Hüller
Anzahl 6
Erscheinungsdatum 28.07.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783864844362
Genre Belletristik
Verlag Tacheles!
Auflage 8. Auflage
Spieldauer 483 Minuten
Verkaufsrang 3273
Hörbuch (CD)
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15,89
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Buchhändler-Empfehlungen

So herrlich anders. So charmant und schön.

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Lange habe ich mich geziert, aber letztendlich war ich dann doch zu neugierig, warum so viele Leser*innen dieses Buch von Mariana Leky so toll finden. 172 Bewertungen (Stand 01.06.2020)! Das ist schon eine ganz schöne Nummer! Was kann ich Ihnen dieses Mal zum Inhalt des Buches erzählen? Die ganze Geschichte spielt in einem kleinen Dorf im Westerwald. Und die meisten Bewohner dieses Dorfes bleiben auch immer hier wohnen. Schon der Besuch der nächsten Kreisstadt ist eine richtig große Sache. Die Hauptpersonen dieses durchaus eigenwilligen Romans sind: - Selma, die Großmutter der Ich-Erzählerin - Selmas Sohn, der irgendwann aufbricht und die Welt außerhalb des Westerwalds entdecken will - Seine Ehefrau, die sich einen neuen Mann sucht - Der Optiker, der schon sein Leben lang Selma liebt, es aber nicht wagt, es ihr zu gestehen - Martin, der beste Freund der Ich-Erzählerin - Sein Vater, ein Jäger und Alkoholiker - Elsbeth, die Schwägerin von Selma und eine abergläubische Frau, die viele Heilmittel kennt - Der Einzelhändler - Die traurige Marion - Alaska, der Hund - Frederik, der junge Mann, der zum Buddhismus konvertiert ist und in Japan lebt Es ist eine ausgesprochen charmante Geschichte, in die man sich erst einmal einlesen muss. Die Ich-Erzählerin kommt nämlich gerne vom Hundertsten zum Tausendsten. Und so beginnt die Geschichte. Selma hat das dritte Mal in ihrem Leben von einem Okapi geträumt. Und die beiden letzten Male ist innerhalb der nächsten 24 Stunden jemand in dem Dorf gestorben. So rechnen alle auch dieses Mal damit, dass jemand sterben wird. Und jeder hat noch etwas zu klären, was kurz vor seinem vermeintlichen Tod aufgelöst werden muss. Im ersten Teil des Romans lernen wir die unterschiedlichen Hauptpersonen und ihre unterschiedlichen Marotten kennen. Als der erste Tag des Romans zu Ende ist, ist noch niemand gestorben, aber das dicke Ende kommt noch und war für ich ein ziemlicher Schock! Dann beginnt der zweite Teil, der ca. 10 Jahre später beginnt. Die Ich-Erzählerin lernt inzwischen Buchhändlerin und wohnt in einer eigenen Wohnung. Sie ist aber immer noch viel bei ihrer Großmutter. Als eines Tages Alaska, der Hund verschwunden ist, lernt die Ich-Erzählerin per Zufall eine Gruppe von drei buddhistischen Mönchen kennen, die gerade eine Geh-Meditation macht. Die Ich-Erzählerin verliebt sich in einen von ihnen – Frederick. Aber diese Liebe steht unter keinem guten Stern, denn Frederick lebt in einem Kloster in Japan. So werden die beiden eine lange Zeit eine reine Brieffreundschaft führen. Das Ganze hört sich jetzt etwas abstrus an, ist aber eine wirklich herrliche Geschichte. Humorvoll, aber auch nachdenklich stimmend, ein wenig verrückt und überdreht, aber durchaus mit Tiefgang. Es ist ein Buch über die Liebe, die Sehnsucht und den Tod. Ein Buch über Menschen, die sich trotz ihrer jeweiligen Eigenarten mögen und helfen. Und es ist ein Buch, das mich am Ende hat überlegen lassen, wie groß die Welt eigentlich sein muss. Wenn man glücklich ist, muss man dann tatsächlich auf die Reise gehen und schauen, was es noch außerhalb der eigenen Grenzen gibt? Ich liebe die Erzählstimme. Sie kommt so herrlich naiv daher. Und trotzdem entwickelt die Geschichte einen richtigen Sog. Immer einmal wieder gibt es Rückblenden, so dass man nach und nach auch das versteht, bei dem man vorher ein wenig ratlos zurückgeblieben ist. Ein wirklich schönes Buch, was mich glücklich zurückgelassen hat. Ich hoffe, dass der Funken ein wenig übergesprungen ist, obwohl sich dieses Buch ganz schwer beschreiben lässt. Vertrauen Sie einfach den jetzt 166 Stimmen, die dieses Buch liebten. Nur 7 Leser*innen wurden von diesem Buch nicht verzaubert

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Ein Roman, der beweist, was mit Sprache alles machbar ist. Leky hat einen außergewöhnlichen Schreibstil und diese Geschichte war schrecklich traurig und so schön zu gleich! Ein Buch über Chancen im Leben und die Entscheidungen, die man trifft.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
174 Bewertungen
Übersicht
144
23
3
2
2

Die wahren und wichtigen Dinge
von E.N. am 25.04.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Bisher haben mich nur die Bücher von Dörte Hansen (Mittagsstunde und Altes Land) ähnlich berührt. Hier geht es um die großen Themen des Lebens, die so wunderbar verpackt sind in die Geschichte um die Menschen in einem Westerwalder Dorf. Ich musste viele Sätze mehrmals lesen, weil sie alles in wenigen Worten auf den Punkt bringe... Bisher haben mich nur die Bücher von Dörte Hansen (Mittagsstunde und Altes Land) ähnlich berührt. Hier geht es um die großen Themen des Lebens, die so wunderbar verpackt sind in die Geschichte um die Menschen in einem Westerwalder Dorf. Ich musste viele Sätze mehrmals lesen, weil sie alles in wenigen Worten auf den Punkt bringen, ohne moralischen Zeigefinger oder apostolischen Anspruch.

Ein Buch zum reinlegen
von einer Kundin/einem Kunden aus Bayreuth am 23.04.2020
Bewertet: eBook (ePUB)

Tolles Buch! Zwar ist die Story teilweise etwas seicht, aber der Schreibstil der Autorin macht viel wett. Man wird in die Welt der Hauptperson mithineingenommen und fühlt sich dort richtig wohl. Eigenwillig, aber mir hat es gefallen.

Lieblingsbuch
von einer Kundin/einem Kunden am 21.04.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ich kann gar nicht sagen, wie sehr mich dieses Buch berührt hat. Diese liebenswerten Charaktere und dieser einzigartige Schreibstil. Etwas Vergleichbares lässt sich schwer finden, Mariana Leky begeistert mich.