Das Ministerium des äußersten Glücks

Roman

Arundhati Roy

(12)
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Beschreibung

In ihrem lange herbeigesehnten Roman »Das Ministerium des äußersten Glücks« führt uns Arundhati Roy, Autorin des Weltbestsellers »Der Gott der kleinen Dinge«, an den unwahrscheinlichsten Ort, um das Glück zu finden. Eine Reihe ausgestoßener Helden ist hier mit ihrem Schicksal konfrontiert, aber sie finden eine Gemeinschaft, sie bilden eine Familie der besonderen Art.

Auf einem Friedhof in der Altstadt von Delhi wird ein handgeknüpfter Teppich ausgerollt. Auf einem Bürgersteig taucht unverhofft ein Baby auf. In einem verschneiten Tal schreibt ein Vater einen Brief an seine dreijährige Tochter über die vielen Menschen, die zu ihrer Beerdigung kamen. In einem Zimmer im ersten Stock liest eine einsame Frau die Notizbücher ihres Geliebten. Im Jannat Guest House umarmen sich im Schlaf fest zwei Menschen, als hätten sie sich eben erst getroffen - dabei kennen sie einander schon ein Leben lang.

Voller Inspiration, Gefühl und Überraschungen beweist der Roman auf jeder Seite Arundhati Roys Kunst. Erzählt mit einem Flüstern, einem Schrei, mit Freudentränen und manchmal mit einem bitteren Lachen ist dieser Roman zugleich Liebeserklärung wie Provokation: eine Hymne auf das Leben.

Roy ist eine der besten Schreiberinnen auf dem Subkontinent. Eine geniale Beobachterin Indiens, ironisch im Ton, herzhaft in der Sache.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 560 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 10.08.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783104038179
Verlag Fischer E-Books
Originaltitel The Ministry of Utmost Happiness
Dateigröße 1312 KB
Übersetzer Anette Grube
Verkaufsrang 21437

Buchhändler-Empfehlungen

Anspruchsvolle Unterhaltung

Ulrike Walther, Thalia-Buchhandlung Gotha

Der neue Roman von Arundhati Roy lässt einen nach der Lektüre fast atemlos zurück, so berührend, bunt und exotisch sind die Geschichten der Protagonisten. Ein außergewöhnlich komponiertes Meisterstück.

Ich bewundere Aundhati Roy für ihren Mut.

Inga Roos, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Schon 2010 musste sich Arundhati Roy vor Gericht für ihre Meinung zum Kaschmir-Konflikt verantworten, mit diesem Buch wird sie sich wiederum nicht nur Freunde in Indien gemacht haben. Wenn die Bestsellerautorin schreibt, wird ihre Tastatur zur Waffe gegen die Ausbeutung der Frauen, gegen die indische Kastengesellschaft, gegen den Hass der Hindus gegen die islamische Minderheiten im Land und gegen den ungerechtfertigten Einsatz indischer Soldaten in der Kaschmir-Region. Von der Cover-Gestaltung und dem Titel scheint das Buch die exotische indische Atmosphäre zu versprechen wie eine Reise broschüre. Aber die vielen Geschichten, in der von Mord, Folter, Unterdrückung und religiösen Massakern berichtet wird, schockierten mich. Zumal ich selbst vor Jahren in Indien gereist bin. Der Roman besteht aus sehr vielen kleinen Geschichten und Abschweifungen, welche die Dimension des indischen Staates, mit all seinen verschiedenen Sprachen, Kasten und kulturellen Gegebenheiten Stimmen verleihen. Da ist beispielsweise die recht lange Geschichte von Anjum, die mit zwei Geschlechtern geboren wurde, zum Mann bestimmt, aber lieber Frau sein wollte und einem Massaker nur deshalb entkommt, weil solche Hujas im Hinduismus Glück bedeuten. Die Hauptgeschichte dreht sich um Tilo, einer christlichen Inderin aus Kerala, und Musa, einen Rebellen aus der Kaschmir-Region. Ihre Liebe und Freundschaft ist aber nur ein kleiner Teil des Romans. Dieser Roman hat mein Wissen über die Region und seine Krisen erweitert und ich empfehle es allen Lesern, die sich für die Hintergründe zu diesem Konflikt interessieren und sich auch kritisch mit der komplexen gesellschaftlichen Situation Indiens beschäftigen wollen. Arundhati Roy bewundere ich sehr für ihren Mut, allerdings ist das Buch definitiv keine leichte Kost und ich würde es niemanden geben, der einen Indien-Urlaub zum entspannen und inspirieren plant.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
7
4
1
0
0

Das Ministerium des äußerten Glücks
von einer Kundin/einem Kunden aus Nürnberg am 03.08.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Dieser Roman spricht einige wichtige und interessante Themen an, die ich so noch nicht kannte. Der Leser taucht ein in die indische Kultur und kann immer wieder mal schmunzeln. Dennoch konnte ich der Handlung manchmal nicht ganz folgen, weil ohne "Vorwarnung" Abschweifungen und Blicke in die Vergangenheit oder Ortswechsel eingeb... Dieser Roman spricht einige wichtige und interessante Themen an, die ich so noch nicht kannte. Der Leser taucht ein in die indische Kultur und kann immer wieder mal schmunzeln. Dennoch konnte ich der Handlung manchmal nicht ganz folgen, weil ohne "Vorwarnung" Abschweifungen und Blicke in die Vergangenheit oder Ortswechsel eingebaut wurden. Das nahm, meiner Meinung nach, dem Buch leider die Leichtigkeit im Lesen.

"Weißt du, warum Gott Hijras erschaffen hat?" (36)...
von Miri am 03.12.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

"Es war ein Experiment. Er beschloss, etwas zu erschaffen, ein Lebewesen, das erwiesenermaßen unfähig ist, glücklich zu sein..." (36f.). Wer waren/sind die Hijras und welche Stellung haben sie in einem Land, dass sich immer wieder neu erfinden muss? Roy entführt uns ins Exotische, das nicht nur fasziniert, sondern auch Angst, Re... "Es war ein Experiment. Er beschloss, etwas zu erschaffen, ein Lebewesen, das erwiesenermaßen unfähig ist, glücklich zu sein..." (36f.). Wer waren/sind die Hijras und welche Stellung haben sie in einem Land, dass sich immer wieder neu erfinden muss? Roy entführt uns ins Exotische, das nicht nur fasziniert, sondern auch Angst, Respekt, Liebe, Bewunderung, Ekel uvm. mit sich bringt. Die ganze Palette an Gefühlen. Zugegeben am Anfang fand ich schwer in die Geschichte rein. Die Exotik der Figuren, die Sprache (viele fremdsprachige Ausdrücke, die auch erklärt werden), die Wissenslücken rund um den Indien-Kaschmir-Pakistan-Konflikt und nicht zuletzt auch Menge an Nebenprotagonisten erfordern Konzentration. Es ist kein Roman zwischendurch, man sollte sich Zeit nehmen um die Tragweite der Geschichte(n) zu realisieren. Das Buch belohnt , bereichert, erschüttert und berührt den Leser. Die Protagonisten (Anjum, Saddam, Tilo, Musa usw.) erzählen Geschichten, die man nicht so leicht vergisst, "weil Hoffnung und Schmerz darin so untrennbar, so fest miteinander verwoben waren" (541). Lesenswerte Lektüre für alle, die gerne komplexere Bücher lesen.

Äusserstes Glück
von einer Kundin/einem Kunden aus Turbenthal am 09.12.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Schwere Kost! Ich versuchte zu Beginn, alles zu verstehen, alle Begriffe nachzuschlagen, alle Namen zu speichern. Und bin grandios gescheitert. Dann habe ich mich treiben lassen, habe darauf vertraut, dass alles seine Richtigkeit findet. Genau so habe ich einen guten Weg in ein grossartiges Werk gefunden. Indien ist wie das Buch... Schwere Kost! Ich versuchte zu Beginn, alles zu verstehen, alle Begriffe nachzuschlagen, alle Namen zu speichern. Und bin grandios gescheitert. Dann habe ich mich treiben lassen, habe darauf vertraut, dass alles seine Richtigkeit findet. Genau so habe ich einen guten Weg in ein grossartiges Werk gefunden. Indien ist wie das Buch. Das Buch ist wie Indien. Verwirrend, unfassbar für uns, voller Leben und Tod. Ich habe mit dieser Lektüre - so meine ich - viel erfahren über ein Indien, von dem ich offensichtlich nichts gewusst habe. Eine Reise tief hinein in eine völlig andere Welt. Mit einer warmherzigen, zornigen und liebevollen Reiseführerin. Danke dafür!

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