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M.I.A. - Das Schneekind

Thriller

(7)
„Was ist der Mensch?“

Sandra hat eben die Affäre mit ihrem Chef beendet, als sie auf einer vereisten Straße in den Schweizer Bergen in einen Unfall verwickelt wird. Der Fahrer stirbt, doch ein Mädchen auf dem Rücksitz ist offenbar unverletzt: die neunjährige Mia. Von ihrer Adoptivmutter wird sie in ein Forschungsinstitut gebracht. Sandra darf das Mädchen fortan nicht mehr sehen – vielmehr geraten alle in Gefahr, die mit Mia zu tun hatten. Ein Haus geht in Flammen auf, eine Leiche wird gefunden – und Sandra wird plötzlich verfolgt.

Ein atmosphärischer dichter Thriller um ein Mädchen mit besonderen Fähigkeiten.
Portrait
Kathrin Andres, 1984 geboren, nach längeren Auslandsaufenthalten und dem Studium der Humanmedizin freie journalistische Tätigkeiten, Promotion zur Dr. med., derzeit in der Gesundheitssystemforschung tätig.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 304 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 18.08.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783841213778
Verlag Aufbau digital
Dateigröße 4590 KB
eBook
9,99
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Irgendwann die Wirklichkeit ?
von Claudia Schütz am 14.11.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ein Thriller der einem Angst macht, wie weit die Forschung in das Menschenleben eindringen und es somit bestimmen bzw. vorherplanen kann. In dieser Geschichte wird dieses Thema von allen Seiten beleuchtet und real und vorstellbar erläutert. Sandra, die Hauptperson, kommt diesem Wahn auf die Spur, doch eigentlich erst unfreiwillig... Ein Thriller der einem Angst macht, wie weit die Forschung in das Menschenleben eindringen und es somit bestimmen bzw. vorherplanen kann. In dieser Geschichte wird dieses Thema von allen Seiten beleuchtet und real und vorstellbar erläutert. Sandra, die Hauptperson, kommt diesem Wahn auf die Spur, doch eigentlich erst unfreiwillig nach dem Autounfall, als sie Mia aus dem verunglückten Auto rettet. Doch als sie den erneuten Kontakt zu dem kleinen Mädchen herstellen will, wird sie immer wieder abgewiesen und angelogen. Das wird ihr aber erst bewusst, als in ihrem Umfeld brutale Dinge geschehen, Menschen verletzt oder zu Tode kommen, die Sandra mit eingeweiht hat, sich auf die Spur der Forschungsanstalt zu machen. Je tiefer sie sich mit dem Institut beschäftigt, umso mehr fühlt sie sich verfolgt und unter Druck gesetzt die Finger davon zu lassen. Doch sie lässt sich nicht abwimmeln, denn Mia muss gerettet werden. An einigen Stellen hätte ich mir mehr Tiefgründigkeit in der Thematik "Der Mensch 2.0" gewünscht, aber wahrscheinlich wäre es dann zu wissenschaftlich und zu unverständlich geworden. Hier hat das Autoren-Duo Rai & Andres den Mittelweg genommen und lag damit völlig richtig. Durch die nicht zu langen Kapitel ist die Story recht flott zu lesen und der angenehme Schreibstil hat sein übriges dazu beigetragen. Fazit Ein Buch welches mich als Leserin sehr beschäftigt hat, denn irgendwann könnte es wirklich so geschehen, das Menschen "entstehen", die uralt werden, dabei aber keine Krankheiten und Gebrechen entwickeln. Zudem würde ich es eher als Krimi, denn als Thriller bezeichnen, denn für einen Thriller war es mir etwas zu "soft". Aber als guten Krimi kann man das Buch durchgehen lassen.

Gewissenlose Forscher und ihr Ehrgeiz
von u.g.-k. aus Fulda am 08.10.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Die Hotelangestellte Sandra hat soeben die Affäre mit ihrem Chef beendet und fährt aufgewühlt über die nächtlichen, eisglatten Straßen in den Schweizer Bergen nach Hause, als ihr ein Wagen entgegenkommt. Sie hat Glück und kann ausweichen, doch der Wagen auf der Gegenfahrbahn stürzt ab, der Fahrer stirbt, noch während... Die Hotelangestellte Sandra hat soeben die Affäre mit ihrem Chef beendet und fährt aufgewühlt über die nächtlichen, eisglatten Straßen in den Schweizer Bergen nach Hause, als ihr ein Wagen entgegenkommt. Sie hat Glück und kann ausweichen, doch der Wagen auf der Gegenfahrbahn stürzt ab, der Fahrer stirbt, noch während Sandra hinzueilt, und sie nimmt sich des kleinen, verängstigten Mädchens an, das auf dem Rücksicht gesessen hatte. Nachdem die kleine Mia schließlich wohlbehalten bei ihrer eigenartig kalten, distanzierten Adoptivmutter abgegeben worden ist, beginnen sich seltsame Vorfälle in Sandras Umfeld zu häufen: das Haus ihres Nachbarn, dem sie von dem Unfall erzählt hatte, brennt plötzlich bis auf die Grundmauern nieder, eine Leiche wird gefunden, bei der alles darauf hindeutet, dass es die des hilfreichen Nachbarn ist. Sandra wird von schwarzen Autos verfolgt, sie erhält verschlüsselte Warnungen, - und als sie Mia, das Kind, das ihr in jener Schneenacht ans Herz gewachsen ist, besuchen möchte, sagt man ihr, dass die Kleine wegen ihres Gesundheitszustandes in ein Krankenhaus gebracht wurde, das sich sehr bald als Forschungsinstitut herausstellt. Sandras Misstrauen ist geweckt und sie beschließt, auf eigene Faust der rätselhaften Angelegenheit auf den Grund zu gehen. Ein gefährliches Unterfangen... Der Thriller lässt sich zugegebenermaßen spannend an und scheint meine aufgrund des Klappentextes in ihn gesetzten Erwartungen in jeder Beziehung zu erfüllen. Doch in dem Maße, wie sich die Spannung bis zur Hälfte des Buches steigert, häufen sich auch die Unklarheiten und Verwirrungen, die bald überhand nehmen und eine durchaus realistische Geschichte um größenwahnsinnige Forscher, die Gott spielen und denen, um ihr Ziel zu erreichen, nichts heilig und kein Menschenleben achtenswert ist, immer mehr abflachen lassen bis zu einem abrupten, überstürzten und allzu glatten, beschönigenden Ende, bei dem nicht nur viele Fragen, die sich im Laufe der Handlung auftun, unbeantwortet bleiben, sondern das gleichzeitig neue aufwirft und insgesamt wenig befriedigen kann. Das Thema an sich, Eingriffe in das menschliche Erbgut von einer Art, die zumindest in Deutschland nicht zulässig ist, ist interessant und aktuell, und bis zu einem gewissen Punkt gelingt es den Autoren auch, diese Aktualität und auch Unerhörtheit zu vermitteln. Leider bleiben sie an der Oberfläche, gehen nicht tief genug, um den auf dem Gebiet der Genforschung wenig bewanderten Durchschnittsleser mit den nötigen Informationen zu versorgen, die das Rätsel um die kleine Hauptperson Mia, die bedauernswerterweise nach dem fulminanten Beginn nur noch einmal kurz zum Schluss auftaucht, wirklich zu erhellen. Die zweite Protagonistin, Sandra, hingegen, begleitet den Leser kontinuierlich. Und dennoch will es mir nicht gelingen, mich ihr anzunähern, mich mit ihr anzufreunden, so blass und unbedeutend, unbedarft und naiv erscheint sie mir während der gesamten Handlung. Das kann man von ihrer patenten, unkonventionellen Mutter Heide, der sich Sandra schließlich anvertraut, nicht behaupten! Sie ist diejenige Figur in dem Thriller, die diesem ein wenig Spritzigkeit und auch Witz verleiht und die einzige, die nicht so stereotyp gezeichnet ist wie ausnahmslos alle anderen handelnden Personen, die bösen wie die guten. Die einzige auch, die nach dem Lesen noch eine Weile im Gedächtnis des Lesers bleiben mag, während die anderen, sogar das allzu abwesende Schneekind Mia, sich schon bald in immer schwächer werdende graue Schatten verwandelt haben. Alles in allem kommt mir der Thriller wie der bloße Entwurf für etwas Größeres, Bedeutenderes, Stimmigeres vor, das hier aber leider nur zu ahnen ist. Schade!

Brisantes Thema
von Caren Lückel aus Bad Berleburg am 08.10.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Inhalt: Sandra wird auf dem Heimweg in einen Unfall verwickelt. Ein Mann stirbt, auf dem Rücksitz seines Wagens findet sie ein Mädchen - Mia. Sie nimmt sich ihrer an. Dadurch gerät sie in eine sehr abenteuerliche und gefährliche Geschichte. Meine Meinung: Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und angenehm zu lesen. Ich... Inhalt: Sandra wird auf dem Heimweg in einen Unfall verwickelt. Ein Mann stirbt, auf dem Rücksitz seines Wagens findet sie ein Mädchen - Mia. Sie nimmt sich ihrer an. Dadurch gerät sie in eine sehr abenteuerliche und gefährliche Geschichte. Meine Meinung: Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und angenehm zu lesen. Ich war von Anfang an gefesselt und hätte es bestimmt in einem Rutsch gelesen, wenn mich nicht eine Leserunde „gebremst“ hätte. Die Charaktere sind überzeugend uns sehr sympathisch gezeichnet. Allen voran Sandras Mutter Heide. Sie ist einfach herrlich unkonventionell und kommt auf die schrägsten Ideen. Sandra wirkt anfangs etwas hilflos und schüchtern, im Laufe des Geschehens kommt sie aber in Fahrt. Ihr netter Nachbar Atmos, der leider nur eine kurze Rolle hat, gefiel mir auch sehr gut. Das Autoren-Duo Edgar Rai und Kathrin Andres greift ein sehr brisantes Thema auf: Gen-Editing. Leider wird es meines Erachtens nur oberflächlich behandelt. Zwischen den Kapiteln lesen wir Auszüge aus einer Abhandlung über die medizinischen Möglichkeiten und ihre Folgen. Als Leser ahnt man, dass Mia da irgendwie hineingeraten ist. Leider kommt dieser Teil der Geschichte ein bisschen zu kurz. Von Mia, die dem Buch ja den Titel verleiht, erfahren wir viel zu wenig. Am Ende bleiben für mich einige Fragen offen. Fazit: Ein fesselnder Thriller über ein brisantes Thema. Obwohl Fragen offen bleiben (deswegen der eine Stern Abzug) eine sehr empfehlenswerte Lektüre.