• Krumme Type, krumme Type
Pulp Master Band 49

Krumme Type, krumme Type

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi-Preis; International 2. Preis 2019

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Inhalt und Details

Als die neunzehnjährige Tina Rutherford verschwindet, ist jedem in Chabot, Mississippi klar, wer dafür verantwortlich ist. Denn 25 Jahre zuvor war schon die junge Cindy Walker nach einem Date mit dem Nachbarssohn Larry Ott spurlos verschwunden. Für das Verbrechen konnte Larry aus Mangel an Beweisen nie verurteilt werden, wurde aber fortan gemieden und lebte in ritualisierter Einsamkeit. Erneut unter Verdacht, ist sein Haus vermehrt Ziel betrunkener Rednecks; er wird angeschossen und der junge schwarze Constable Silas Jones mit den lästigen Ermittlungen betraut – eine gemeinsame Vergangenheit und ein dunkles Geheimnis verbinden ihn mit Larry.
Schon Faulkner wusste, dass sich die Vergangenheit nicht beerdigen lässt, und in Franklins Südstaaten-Roman um Freundschaft, Verrat und Alltagsrassismus brechen alte Wunden auf und offenbaren, dass man, getrieben von Furcht und Feigheit, schlimme Fehler begehen kann Tom Franklin wurde 1963 in Dickinson, Alabama geboren. Mit Jobs in Lagerhäusern, Fabriken und auf einer Sondermülldeponie finanzierte sich der Sohn eines Automechanikers sein Studium und begann zu schreiben. Er wurde mehrfach ausgezeichnet. Sein erster Roman, Die Gefürchteten, erschien hierzulande 2005. 2011 schaffte er es mit Crooked Letter, Crooked Letter auf die Bestsellerliste der New York Times. Heute unterrichtet Franklin an der University of Mississippi und lebt mit seiner Frau, der Poetin Beth Ann Fennelly, und den gemeinsamen Kindern in Oxford, Mississippi.
  • Einband

    Taschenbuch

  • Herausgeber Frank Nowatzki
  • Seitenzahl

    350

  • Altersempfehlung

    15 - 99 Jahr(e)

  • Erscheinungsdatum

    27.07.2018

  • Sprache

    Deutsch

  • ISBN

    978-3-927734-99-9

Beschreibung & Medien

Artikeldetails

  • Einband

    Taschenbuch

  • Herausgeber Frank Nowatzki
  • Seitenzahl

    350

  • Altersempfehlung

    15 - 99 Jahr(e)

  • Erscheinungsdatum

    27.07.2018

  • Sprache

    Deutsch

  • ISBN

    978-3-927734-99-9

  • Verlag Pulp Master
  • Maße (L/B/H)

    17,5/11,2/3,8 cm

  • Gewicht

    335 g

  • Originaltitel Crooked letter, crooked letter
  • Auflage

    1

  • Übersetzer

    Nikolaus Stingl

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Buchhändler-Empfehlungen

Geheimtipp!

Kerstin Harding , Thalia-Buchhandlung Hamburg

"Krumme", vom Leben gebeutelte Typen sind die Protagonisten dieses Thrillers: Larry und Silas, der eine weiß, der andere schwarz. Als Kinder waren sie Freunde, in der Erzählgegenwart des Romans wird Larry des Mordes an einem jungen Mädchen verdächtigt, den Silas, als ermittelnder Polizist aufzuklären hat. Das Setting ist ein kleines Südstaatenkaff, von Armut und Rassismus geprägt. Hier entspinnt sich ein hochspannender, unglaublich gut geschriebener Thriller, der mit unerwarteten Wendungen und komplexer Atmosphäre aufwartet. Eines meiner absoluten Lieblingsbücher!

Claudius Kaboth, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Großartiger Southern Noir Thriller, der wunderbar als neue Staffel von 'True Detective' durchgehen würde.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
10 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 23.07.2021

Sicherlich eines der besten Bücher, die ich in diesem Jahr bisher gelesen habe. Oberflächlich anmutend als einfacher Kriminalfall um ein vermisstes Mädchen, ist man bald gefangen in einer Welt aus Lügen, Schuld und Vorurteilen. Zu Recht inzwischen mit Harper Lee verglichen, zeigt uns Franklin ein schonungslos düsteres Bild des a... Sicherlich eines der besten Bücher, die ich in diesem Jahr bisher gelesen habe. Oberflächlich anmutend als einfacher Kriminalfall um ein vermisstes Mädchen, ist man bald gefangen in einer Welt aus Lügen, Schuld und Vorurteilen. Zu Recht inzwischen mit Harper Lee verglichen, zeigt uns Franklin ein schonungslos düsteres Bild des amerikanischen Südens. Ein Buch, das hängen bleibt und bei dem es mir ungeheuer schwer fällt, ein neues Buch zu beginnen.

Sehr gutes Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Waltrop am 27.02.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Ein sehr gutes Buch über Schubladendenken und Freundschaft. Ein Krimi, der auch ohne hässliches Gemetzel spannend und fesselnd ist. 100 % zu empfehlen!

Ein rassistischer Roman im Südstaaten-Country-Flair!
von Schurken.blog aus Österreich am 15.08.2018

Larry, oh Larry, der weiße Junge hat keine Freunde. Nur Bücher von Stephen King begleiten ihn. Selbst seine Mutter betet zu Gott, er möge dem Jungen wenigstens einen einzigen Freund schicken. Doch mit Freundschaften ist das nicht so leicht in Chabot, wo Schwarze und Weiße aufeinandertreffen und zusammen leben müssen. Denn rassis... Larry, oh Larry, der weiße Junge hat keine Freunde. Nur Bücher von Stephen King begleiten ihn. Selbst seine Mutter betet zu Gott, er möge dem Jungen wenigstens einen einzigen Freund schicken. Doch mit Freundschaften ist das nicht so leicht in Chabot, wo Schwarze und Weiße aufeinandertreffen und zusammen leben müssen. Denn rassistische Ansichten stecken tief drinnen in den Menschen und sorgen für Vorurteile und Ausgrenzungen. Als dann ein Mädchen spurlos verschwindet, wird Larry verdächtigt. Doch man kann dem Jungen nichts nachweisen, nur ausgrenzen, der Außenseiter wird zum Außenseiter. Jahre später verschwindet wieder ein Mädchen. Larry, inzwischen 41 Jahre alt, gerät natürlich sofort in den Verdacht. Seine Außenseiterrolle, die er ohnehin schon inne hat, wird nochmal verstärkt. Erst als er im Krankenhaus landet will ein Polizist den Fall klären. Der Polizist ist ein Schwarzer und natürlich wird gemunkelt, warum Silas Larry helfen will. Denn, wie gesagt, Rassismus lebt hier zwischen all den Menschen, obwohl sie alle zu diesem Ort gehören und sich von klein auf kennen. Tom Franklin zeigt in diesem Roman, dass es egal ist, welche Hautfarbe man hat. Dass das Leben da keinen Unterschied macht, es vergibt die Chancen auf ein gutes Leben per Zufallsprinzip. Franklin zeigt die Folgen der Rassentrennung, wie schwierig es ist, Menschen wieder zusammenzuführen, jahrhundertaltes Rassismusproblem aus den Zellen zu bekommen. Die Widersprüche im täglichen Leben zwischen Schwarzen und Weißen, die es eigentlich besser wissen, und doch wieder rassistisch handeln. Die Vorurteile, die man als Verdächtigter durchleben muss. Die Ausgrenzung von jungen Leuten, die einfach nur scheu oder zurückgezogen leben. Oder eben die vermeintlich „falsche Hautfarbe“ haben. All das packt Franklin in eine Geschichte, in der es um Freundschaft und Verrat geht, die sich über Jahrzehnte streckt, die wie vererbt wirkt und aus der es aufgrund gesellschaftlicher Festgefahrenheit kaum eine Chance gibt, diesen Rassismusquatsch endlich zu beenden. Ein absolut genussvoller Roman mit Südstaaten-Flair, der kritisch gesellschaftlich verankerten Rassismus aufgreift, noir zu lesen, und ohne Hoffnung auf ein glückliches Happy-End ist. Weil das Leben nicht fair ist. Hier in Chabot.

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