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Nachts ist es leise in Teheran

Roman

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Der preisgekrönte Erfolgsroman jetzt als KiWi-Taschenbuch.Vier Familienmitglieder, vier Jahrzehnte, vier unvergessliche Stimmen. Aufwühlend und anrührend erzählt Shida Bazyar die Geschichte einer iranisch-deutschen Familie, die ihren Anfang 1979 in Teheran nimmt und den Bogen spannt bis in die deutsche Gegenwart. Von Behsad, dem jungen linken Revolutionär, der in der mutigen, literaturbesessenen Nahid die Liebe seines Lebens findet. Von ihrer Flucht nach der Machtübernahme der Mullahs. Und von ihren Kindern, Laleh, Mo und Tara, die in Deutschland aufwachsen und zwischen den Welten zu Hause sind.Ein bewegender Roman über Revolution, Unterdrückung, Widerstand und den unbedingten Wunsch nach Freiheit.
Portrait
Shida Bazyar, geboren 1988 in Hermeskeil, studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim, bevor sie nach Berlin zog, um ein Doppelleben zu führen. Halbtags ist sie Bildungsreferentin für junge Menschen, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in Brandenburg machen, die verbleibende Zeit verbringt sie als Autorin. Neben Veröffentlichungen von Kurzgeschichten in Zeitschriften und Anthologien war sie Stipendiatin des Klagenfurter Literaturkurses 2012 und Studienstipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung. Für ihren Debütroman wurde sie mit dem Kulturförderpreis der Ev.-lutherischen Landeskirche Hannover, dem Bloggerpreis für Literatur, mit dem Ulla-Hahn-Autorenpreis und 2017 mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 07.09.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-05057-8
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 19/12,6/2,3 cm
Gewicht 218 g
Verkaufsrang 28.021
Buch (Taschenbuch)
9,99
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Buchhändler-Empfehlungen

„Der preisgekrönte Roman über eine iranisch-deutschen Familie in vier Jahrzehnten seit 1979.“

Inga Roos, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Shida Bazyar erzählt eindringlich, warum die Familie ins Exil nach Deutschland musste, welche Träume und Hoffnungen sie hinter sich lassen mussten, warum Ihnen die Anpassung auf einmal lieber war als die Rebellion.

In den nächsten Generationen geht es um das Fremdsein in Deutschland und die Unfähigkeit der Mitschüler und Freunde sich in die Situation hineinzufühlen. Es wird sehr schön beschrieben, wie man immer immer mit dem Land, das man gar nicht kennt, identifiziert wird. Auch bei ihren Besuchen im Iran fühlt sich eine in Deutschland geborene Iraniern nicht heimisch. Zu sehr ist sie an das liberale Deutschland gewöhnt, zu wenig versteht sie von dem Gefühl der Enge, welches die Iranerinnen täglich haben.

Teheran ist nachts Leise, weil die Menschen sich in ihren Wohnungen verkriechen, wo sie so sein können wie sie sind und das laut.
Shida Bazyar erzählt eindringlich, warum die Familie ins Exil nach Deutschland musste, welche Träume und Hoffnungen sie hinter sich lassen mussten, warum Ihnen die Anpassung auf einmal lieber war als die Rebellion.

In den nächsten Generationen geht es um das Fremdsein in Deutschland und die Unfähigkeit der Mitschüler und Freunde sich in die Situation hineinzufühlen. Es wird sehr schön beschrieben, wie man immer immer mit dem Land, das man gar nicht kennt, identifiziert wird. Auch bei ihren Besuchen im Iran fühlt sich eine in Deutschland geborene Iraniern nicht heimisch. Zu sehr ist sie an das liberale Deutschland gewöhnt, zu wenig versteht sie von dem Gefühl der Enge, welches die Iranerinnen täglich haben.

Teheran ist nachts Leise, weil die Menschen sich in ihren Wohnungen verkriechen, wo sie so sein können wie sie sind und das laut.

„Nachts ist es leise in Teheran“

Angela Biermann, Thalia-Buchhandlung Münster

Iran 1979, das Ende der Herrschaft des Shahs. Neue Unfreiheit droht. Behsad und Nahid fliehen mit ihren Kindern nach Deutschland. Die Sehnsucht nach ihrer Heimat, der Traum von einer Rückkehr bleiben lebendig.
Gleichzeitig setzen sie alles daran, in der Fremde heimisch zu werden. Eine iranisch-deutsche Familiengeschichte, eine Chronik der Ereignisse seit 1979, spannen und bewegend komponiert.
Iran 1979, das Ende der Herrschaft des Shahs. Neue Unfreiheit droht. Behsad und Nahid fliehen mit ihren Kindern nach Deutschland. Die Sehnsucht nach ihrer Heimat, der Traum von einer Rückkehr bleiben lebendig.
Gleichzeitig setzen sie alles daran, in der Fremde heimisch zu werden. Eine iranisch-deutsche Familiengeschichte, eine Chronik der Ereignisse seit 1979, spannen und bewegend komponiert.

Kundenbewertungen

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Unsere Perle, unser Iran - Intensives Debüt über Revolution und der Suche nach Identität
von Nisnis aus Dortmund am 03.03.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Iran, 1979: Der Schah ist vertrieben und Hoffnung breitet sich in Iran aus. Der junge kommunistische Revolutionär Beshad engagiert sich für eine neue Ordnung, plant gefährliche, politische Aktionen mit einer kommunistischen Gruppierung, deren Anführer er ist. Bevor es in Iran für ihn brenzlig wird, lernt er die Literatur Studentin... Iran, 1979: Der Schah ist vertrieben und Hoffnung breitet sich in Iran aus. Der junge kommunistische Revolutionär Beshad engagiert sich für eine neue Ordnung, plant gefährliche, politische Aktionen mit einer kommunistischen Gruppierung, deren Anführer er ist. Bevor es in Iran für ihn brenzlig wird, lernt er die Literatur Studentin Nahid kennen, die Liebe seines Lebens. Als die Mullahs die Macht übernehmen, wird es für die junge Familie gefährlich und sie müssen mit ihren zwei kleinen Kindern, ohne jeden Abschied fliehen. Ihr Weg führt sie nach Deutschland. Zwischen Hoffen und Bangen, warten sie auf Neuigkeiten von ihren Freunden, die untertauchen mussten und sie hoffen weiter, auf eine politisch ruhigere Lage, denn eines Tages möchten sie aus ihrem Exil zurück. Viele Jahre später besucht Nahid mit ihrer Tochter Laleh die iranische Heimat. Während Nahid aufblüht, sieht sich Laleh mit einer Welt konfrontiert, die nichts mehr mit ihren Kindheitserinnerungen gemein hat. Als Teenager fällt es ihr sichtlich schwer, sich dem Leben dort anzupassen Beshads und Nahids Sohn Mo widmet sich allem lieber, als an den von seinen Studienkollegen veranstalteten Pseudodemonstrationen teilzunehmen, während sich der arabische Frühling langsam entwickelt. Er kann sich, aufgewachsen in Deutschland, nur schwer mit all den politischen Dingen identifizieren, doch sein gesellschaftliches Umfeld erwartet es von ihm. Erst als sich die Grüne Revolution abzeichnet, dreht sich Mos Welt plötzlich außer Takt und seine Welt gerät ins Wanken. Die Autorin: Shida Bazyar, geboren 1988 in Hermeskeil, studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim, bevor sie nach Berlin zog, um ein Doppelleben zu führen. Halbtags ist sie Bildungsreferentin für junge Menschen, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in Brandenburg machen, die verbleibende Zeit verbringt sie als Autorin. Neben Veröffentlichungen von Kurzgeschichten in Zeitschriften und Anthologien war sie Stipendiatin des Klagenfurter Literaturkurses 2012 und Studienstipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung. (Quelle: Kiepenheuer & Witsch) Reflektionen: Nachts ist es leise in Teheran ist die Geschichte einer iranischen Familie, die nach der Revolution im Jahr 1979, nach dem das Land von einer geistlichen Führung regiert wird, nach Deutschland emigrieren muss. Shida Bazyar erzählt eindrucksvoll, wie mutig Beshad und seine kommunistische Bewegung gegen eine geistliche Staatsform kämpfen. Wie sie selbstlos jeder Gefahr entgegentreten, bis es für die junge Familie zu gefährlich wird, entdeckt und verhaftet zu werden. Mitreißend und intensiv erzählt, nah am politischen Geschehen, bekommt der Leser eine Ahnung, wie dramatisch und gefährlich diese Widerstandskämpfe geführt wurden. Die Aktionen der Gruppierung, von denen Shida Bazyar sehr anschaulich erzählt, lesen sich so spannend wie ein Kriminalroman, wohl wissend, dass diese Bewegungen in Wahrheit stattgefunden haben. Vollends entwurzelt und große Steine aus dem Weg räumend, meistern Beshad und Nahid ihren Alltag, um zu immigrieren, nach dem klar wird, dass der Aufenthalt in Deutschland nicht mit einem vorübergehenden Exil gleichzusetzten ist. Der Weg dorthin ist eindrucksvoll geschildert, ohne die Integration überschwänglich und aktuell trendmäßig zu thematisieren, was ich sehr positiv empfand. Unglaubwürdig und enttäuschend hingegen fand ich es, dass Shida Bazyar den islamischen Glauben kaum benannt hat. Von einem Roman, der das Leben von Iranern beleuchtet und es veranschaulicht, erwarte ich viel von traditioneller, islamischer Kultur und auch von religiösen Konflikten zu lesen. Doch außer kaum erwähnenswerten islamischen Riten im Alltag der Teheraner, kann ich kaum von derartigem lesen und erfahren. Aus meiner Sicht verliert dieser Roman dadurch sogar ein Stück weit Authentizität. Trotzdem gelingt es der Autorin in einer fesselnden, atmosphärischen Dichte zu schreiben, wenn man bereit ist, sich auf den anfänglich unrhythmisch wirkenden Schreibstil einzulassen. Literarisch anspruchsvoll zwar, sogar anmutig bis poetisch, aber dennoch so außergewöhnlich, dass sicher nur wenige Mainstream-Leser damit eine wohlige Leseatmosphäre genießen können. Mit vier individuellen Erzählperspektiven, 1979 Behsad, 1989 Nahid, 1999 Tochter Laleh und 2009 Sohn Morad, greift Shida Bazyar die unterschiedlichen Wahrnehmungen der Figuren auf. Sie schildert ihre Empfindungen und ihre jeweiligen, kritischen Auseinandersetzungen mit ihrer Herkunft eindringlich, vielschichtig und häufig hoch emotional. Die Figur gebundenen Perspektiven spiegeln auch wider, wie sich die Herkunft, die Kultur und die politische Wertigkeit sowie die Suche nach Identität von Generation zu Generation natürlich verändern. Und doch durchzieht der rote Faden Hoffnung jede Perspektive, dieses literarisch anspruchsvollen und komplexen Werks, die nie aufhört zu klingen. Fazit und Bewertung: Nachts ist es leise in Teheran ist zwar literarisch anspruchsvoll, sogar anmutig bis poetisch, aber auch so außergewöhnlich, dass sicher nur wenige Mainstream-Leser damit eine wohlige Leseatmosphäre genießen können. Dieses Debüt ist die Geschichte einer iranischen Familie, die die Revolution mit vorantreibt, die gezwungen wird aus ihrer Heimat zu fliehen, die in Deutschland ein Exil findet, die sich anstrengt zu immigrieren und die stetig auf der Suche ist, ihre Identität zu finden.