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Der Fundamentalist, der keiner sein wollte

Roman

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Lahore. In einem Café sitzen sich ein mitteilsamer Pakistani und ein zurückhaltender Amerikaner gegenüber. Als langsam die Nacht über die Stadt hereinbricht, enthüllt der Pakistani immer mehr Details seiner Lebensgeschichte. Changez heißt er, und er erzählt, wie er als junger, ehrgeiziger Gaststudent nach Princeton kommt. Als Vorzeigestudent wird er nach seinem Abschluss sofort von einer Elite-Firma engagiert. Er stürzt sich ins pulsierende Leben New Yorks, erhält durch seine reiche Freundin Erica Zugang zu Manhattans High Society und wähnt sich auf der Seite der Gewinner.
Aber nach dem 11. September fällt sein amerikanischer Traum vom unaufhaltsamen Aufstieg langsam in sich zusammen. Plötzlich erscheint Changez die Bindung an seine Heimat wichtiger als Geld, Macht und Erfolg. All dies berichtet der Pakistani dem Amerikaner, dessen Motivation an dem Gespräch im Dunkeln bleibt. Allein im Spiegel des Erzählers zeichnet sich ab, dass der grausame Höhepunkt der Geschichte kurz bevorsteht.
Rezension
»Ein bemerkenswerter Roman«
F.A.Z.
Portrait
Mohsin Hamid, geboren in Lahore, Pakistan, studierte Jura in Harvard und Literatur in Princeton. Heute lebt er mit seiner Familie in Lahore und London. Seine Romane wurden in über 30 Sprachen übersetzt. ›Der Fundamentalist, der keiner sein wollte‹ wurde von Mira Nair verfilmt. Bei DuMont erschienen zuletzt die Romane ›So wirst du stinkreich im boomenden Asien‹ (2013) und ›Exit West‹ (2017) sowie der Essayband ›Es war einmal in einem anderen Leben‹ (2016). Mit ›Der Fundamentalist, der keiner sein wollte‹ und ›Exit West‹ stand Mohsin Hamid auf der Shortlist des Man-Booker-Preises.
Eike Schönfeld übersetzt englischsprachige Literatur, darunter Werke von Shalom Auslander, Nicholson Baker, Saul Bellow, Jeffrey Eugenides, Jonathan Franzen, Daniel Mendelsohn, Steven Millhauser, Vladimir Nabokov, J. D. Salinger und Sloan Wilson. 2004 wurde ihm der Ledig-Rowohlt-Übersetzerpreis verliehen, 2009 erhielt er den Preis der Leipziger Buchmesse.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 190
Erscheinungsdatum 19.09.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-6441-6
Verlag DuMont Buchverlag
Maße (L/B/H) 19/12,3/2,2 cm
Gewicht 221 g
Originaltitel The Reluctant Fundamentalist
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Eike Schönfeld
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

„Gut und böse?“

Ilka Stunya

In einem Café im pakistanischen Lahore sitzend erzählt Changez seinem amerikanischen Gegenüber, wie er als Gaststudent nach Princeton kam und in der Folge den amerikanischen Traum (er-)lebte. Nach seinem Abschluss wird er von einer Elite-Unternehmensberatung engagiert und nimmt Teil am aufregenden Leben der High Society New Yorks. Die angespannte Atmosphäre nach dem 11. September bewirkt jedoch einen Sinneswandel bei dem jungen Mann, dem die Beziehung zu seiner Heimat plötzlich bewusst wird. Aber warum erzählt Changez dem Amerikaner all das? Warum wird die Atmosphäre zwischen den beiden Männern immer beunruhigender? Der in Form eines Monologes angelegte Roman macht eine neue politische Perspektive möglich und entlarvt feinsinnig, aber mit Nachdruck die Arroganz westlichen Denkens. Aus eigener Erfahrung kennt Hamid beide Lebenswelten, die amerikanische und die mittelöstliche. So ist er imstande, die Auffälligkeiten dieser Kulturen zu charakterisieren und die jeweiligen politischen Interessen Changez' und seines "Gesprächspartners" zu demonstrieren. Hamid übt eine starke Kritik an der amerikanischen Gleichgültigkeit und dem politischen Einfluss der Vereinigten Staaten in aller Welt. Er legt ein hartes, aber realistisches Plädoyer vor, dass trotz großer Kritik von der New York Times auf die Liste der bedeutendsten Bücher des Jahres 2000 gewählt wurde. Der Ausgang des Buches ist der außergewöhnlichste Teil des Romans, nicht gänzlich unerwartet, aber doch überraschend. Wer ist nun Opfer und wer Täter? Beide Seiten bieten Einsicht in die eigene Denkart, beide Personen, westliche und mittelöstliche, treffen beim Leser gleichermaßen auf Verständnis sowie Unverständnis bei der teilweise brutalen Interessenvertretung der jeweiligen Denkweise. Das Buch wendet sich insbesondere an politisch Interessierte, die sich für die erwähnten Kulturkreise interessieren und deren Beziehung zueinander verstehen lernen wollen. In einem Café im pakistanischen Lahore sitzend erzählt Changez seinem amerikanischen Gegenüber, wie er als Gaststudent nach Princeton kam und in der Folge den amerikanischen Traum (er-)lebte. Nach seinem Abschluss wird er von einer Elite-Unternehmensberatung engagiert und nimmt Teil am aufregenden Leben der High Society New Yorks. Die angespannte Atmosphäre nach dem 11. September bewirkt jedoch einen Sinneswandel bei dem jungen Mann, dem die Beziehung zu seiner Heimat plötzlich bewusst wird. Aber warum erzählt Changez dem Amerikaner all das? Warum wird die Atmosphäre zwischen den beiden Männern immer beunruhigender? Der in Form eines Monologes angelegte Roman macht eine neue politische Perspektive möglich und entlarvt feinsinnig, aber mit Nachdruck die Arroganz westlichen Denkens. Aus eigener Erfahrung kennt Hamid beide Lebenswelten, die amerikanische und die mittelöstliche. So ist er imstande, die Auffälligkeiten dieser Kulturen zu charakterisieren und die jeweiligen politischen Interessen Changez' und seines "Gesprächspartners" zu demonstrieren. Hamid übt eine starke Kritik an der amerikanischen Gleichgültigkeit und dem politischen Einfluss der Vereinigten Staaten in aller Welt. Er legt ein hartes, aber realistisches Plädoyer vor, dass trotz großer Kritik von der New York Times auf die Liste der bedeutendsten Bücher des Jahres 2000 gewählt wurde. Der Ausgang des Buches ist der außergewöhnlichste Teil des Romans, nicht gänzlich unerwartet, aber doch überraschend. Wer ist nun Opfer und wer Täter? Beide Seiten bieten Einsicht in die eigene Denkart, beide Personen, westliche und mittelöstliche, treffen beim Leser gleichermaßen auf Verständnis sowie Unverständnis bei der teilweise brutalen Interessenvertretung der jeweiligen Denkweise. Das Buch wendet sich insbesondere an politisch Interessierte, die sich für die erwähnten Kulturkreise interessieren und deren Beziehung zueinander verstehen lernen wollen.

Kundenbewertungen

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ein fließender Monolog
von einer Kundin/einem Kunden aus Bergisch Gladbach am 07.10.2011
Bewertet: Klappenbroschur

Ein beeindruckendes Buch … ein fließender Monolog in einem schlichten und schnörkellosen Plauderton … ABER von erstaunlicher Intensität! Mohsin Hamid hat mich damit sehr gut unterhalten und zugleich nachdenklich macht. Nehmen Sie sich einen Abend Zeit, und lassen Sie sich die Geschichte von Changez erzählen, ich bin sicher, Sie... Ein beeindruckendes Buch … ein fließender Monolog in einem schlichten und schnörkellosen Plauderton … ABER von erstaunlicher Intensität! Mohsin Hamid hat mich damit sehr gut unterhalten und zugleich nachdenklich macht. Nehmen Sie sich einen Abend Zeit, und lassen Sie sich die Geschichte von Changez erzählen, ich bin sicher, Sie werden beeindruckt sein.

Von Janitscharen, Bartträgern und Atommächten
von sabatayn76 aus Deutschland am 06.04.2010
Bewertet: Kunststoff-Einband

Inhalt: In Alt-Anarkali trifft der Pakistani Changez auf einen Amerikaner, dem er einen langen Monolog über sein Studium in Princeton, seinen Job bei Underwood Samson und die Veränderungen in seinem Leben nach dem 11. September 2001 hält. Mein Eindruck: Changez korrigiert das stereotype Bild, das manch Europäer/Amerikaner von einem Pakistani/Muslim... Inhalt: In Alt-Anarkali trifft der Pakistani Changez auf einen Amerikaner, dem er einen langen Monolog über sein Studium in Princeton, seinen Job bei Underwood Samson und die Veränderungen in seinem Leben nach dem 11. September 2001 hält. Mein Eindruck: Changez korrigiert das stereotype Bild, das manch Europäer/Amerikaner von einem Pakistani/Muslim haben mag, spricht sich gegen Vorurteile aus und versucht, dem Amerikaner seine Sicht der Dinge und seine Weltanschauung nahe zu bringen. Er beschreibt, wie der geschätzte Mitarbeiter und unauffällige Pakistani, der in der Metropole New York lebt und dort in der bunten Vielfalt der Masse verschwindet, nach dem 11. September zum gefährlichen Quasi-Attentäter wird, der misstrauisch beobachtet wird und plötzlich auffällig und anders ist. 'Der Fundamentalist, der keiner sein wollte' ist ein Buch über die Unterschiede zwischen Orient und Okzident, über die Gedanken eines Menschen, der sich in der Ferne heimisch fühlte, nun jedoch schmerzlich erfahren muss, dass die neue Heimat die alte Heimat zum Feind gemacht hat, ein Buch über die Macht von Vorurteilen und die Schwierigkeit, diese überwinden zu können, ein Buch über die Veränderung von Überzeugungen und Einstellungen. Mein Resümee: Sehr zu empfehlen!

ein gutes und wichtiges buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Hersbruck am 11.08.2007
Bewertet: Kunststoff-Einband

Das komplette Werk ist in einem Monolog geschrieben und das macht das Buch so lesenswert. Moshin Hamid zaubert hier eine große Prosa! Leicht zu lesen, interessant geschrieben, so das man immer mit dabei sein möchte und ab einem bestimmten Zeitpunkt denkt man sitzt selbst in dem Café in Pakistan... Das komplette Werk ist in einem Monolog geschrieben und das macht das Buch so lesenswert. Moshin Hamid zaubert hier eine große Prosa! Leicht zu lesen, interessant geschrieben, so das man immer mit dabei sein möchte und ab einem bestimmten Zeitpunkt denkt man sitzt selbst in dem Café in Pakistan und bekommt alles live mit. Das verlorene Vertrauen zwischen dem Orient und dem Westen wird in diesem Buch dargestellt. Und auch dies ist ein Grund warum man dieses Buch gerade verschlingen möchte. In manchen Erzählungen findet man sich wieder aus seinem eigenen Alltag heraus, z.B. als Changez erzählt wie er nach dem 11. September komisch angeschaut wird als er in ein Flugzeug steigt. Immer wieder findet man auch Spitzfindigkeiten gegen Amerika und vor allem gegen die amerikanische Politik nach den Terroranschlägen. Moshin Hamid schnappt mit diesem Buch einen Teil der Realität zwischen verschiedenen Nationen in unserem heutigen Jahrhundert auf und schafft es, dies geschickt zu verpacken. Da kann man nur empfehlen: kaufen sie dieses Buch, nehmen sie sich einen Abend Zeit und lassen sie die Geschichte von Changez erzählen, sie werden beeindruckt sein.