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Der Boxer

(2)
Ein Buch wie ein Faustschlag – Szczepan Twardochs spektakulärer Roman über die Warschauer Unterwelt der dreißiger Jahre
Jakub Shapiro ist ein hoffnungsvoller junger Boxer und überhaupt sehr talentiert. Das erkennt auch der mächtige Warschauer Unterweltpate Kaplica, der Shapiro zu seinem Vertrauten macht. Doch rechte Putschpläne gegen die polnische Regierung bringen das Imperium Kaplicas in Bedrängnis; er kommt in Haft, als ihm ein politischer Mord angehängt wird. Im Schatten dieser Ereignisse bricht ein regelrechter Krieg der Unterwelt los. Jakub Shapiro muss die Dinge in die Hand nehmen: Er geht gegen Feinde wie Verräter vor, beginnt – aus Leidenschaft und Kalkül – eine fatale Affäre mit der Tochter des Staatsanwalts, muss zugleich seine Frau und seine Kinder vor dem anschwellenden Hass schützen – und nimmt immer mehr die Rolle des Paten ein.
Der Aufstieg eines Verbrecherhelden zwischen Gewalt, Eleganz und Laster, seine Verletzlichkeit als Jude im Vorkriegs-Warschau: «Der Boxer» ist grandios angelegt und fast filmisch erzählt, ein Panorama mit Sportlern und Schurken, einem Mann mit zwei Gesichtern, glamourösen Huren und charismatischen Gangstern. Ein überragender, thrillerhafter Roman, der eine eruptive Epoche geradezu körperlich erlebbar macht.
Rezension
Der neue Shootingstar des Literaturbetriebs. Er kann, was nur wenige können, nämlich ordentlich zupacken. Seine Bücher sind derb und sinnlich und hochgradig politisch zugleich. Seine Bücher sind Reißer, und er schafft es trotzdem, seinen Helden ein von den großen philosophischen Fragen gequältes Herz einzupflanzen.
Portrait
Szczepan Twardoch

Szczepan Twardoch, geboren 1979, ist einer der herausragenden Autoren der polnischen Gegenwartsliteratur. Mit «Morphin» (2012) gelang ihm der Durchbruch, das Buch wurde mit dem Polityka-Passport-Preis ausgezeichnet, Kritik und Leser waren begeistert. Für den ebenfalls hochgelobten Roman «Drach» wurden Twardoch und sein Übersetzer Olaf Kühl 2016 mit dem Brücke Berlin Preis geehrt. Bei polnischen Lesern wie Kritikern übertraf «Der Boxer» diese Erfolge sogar noch. Szczepan Twardoch lebt mit seiner Familie in Pilchowice/Schlesien.


Olaf Kühl

Olaf Kühl, 1955 geboren, studierte Slawistik, Osteuropäische Geschichte und Zeitgeschichte an der Freien Universität Berlin und ist vor allem als Übersetzer aus dem Polnischen und Russischen bekannt. 2005 wurde er mit dem Karl-Dedecius-Preis für sein polnisch-deutsches Übersetzungswerk ausgezeichnet. Seit 1996 ist er Russlandreferent des Regierenden Bürgermeisters von Berlin. 2011 erschien Olaf Kühls Debütroman «Tote Tiere».

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 464 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 24.01.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783644100275
Verlag Rowohlt E-Book
Dateigröße 2479 KB
Übersetzer Olaf Kühl
Verkaufsrang 20.789
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

„Gangsterroman und noch viel mehr!“

André Pingel, Thalia-Buchhandlung Bremen

Jakup Shapiro ist ein junger, hoffnungsvoller Boxer. Das wird auch schnell vom Warschauer Unterweltpaten Kaplica bemerkt, der Jakup zu seiner rechten Hand macht. Shapiro folgt Kaplica in eine Welt voller Drogen, Mord, Prostitution, Schutzgeld und Gewalt. Rechte Putschpläne gegen die Regierung bringen dieses Imperium jedoch ins Wanken und schon muss gegen die Gegner vorgegangen werden, mit allen Mitteln, die zur Verfügung stehen...

Kennen Sie diese Bücher, die man gerne an einem Stück und ohne die kleinste Unterbrechung lesen würde? Genau so ein Buch haben wir hier!
Szczepan Twardoch hat mit "Der Boxer" ein echtes Meisterwerk auf die potentiellen Leser losgelassen, das einen am Kragen packt und unweigerlich mitreißt, immer tiefer und tiefer in die faszinierende Geschichte und somit auch immer tiefer in die Unterwelt von Warschau in den 30er Jahren. Erzählt wird die Geschichte von Jakup Shapiro und seinem Leben als rechte Hand vom Paten Kaplica, geschildert aus der Sicht von Mojzesz Bernstein. Im Alter von nur 17 Jahren wird sein Vater von Shapiro ermordet und er wird als Ziehsohn von ihm aufgenommen. Viele Jahre später schreibt er die ganze Geschichte nieder, doch schon bald kommen dem Leser Zweifel an der Erinnerung von Bernstein. Oft ist er sich unsicher, manchmal verschwimmen die Personen, oft hat er das Gefühl, dass er vielleicht gar nicht dabei war und immer mehr kristallisiert sich ein Bild der Wirklichkeit heraus. Großartig gemacht!
In manchen Rezensionen wurde zwar die Brutalität des Romans kritisiert (z.B. in der Neuen Züricher Zeitung), allerdings kann ich diese Kritik nicht ganz nachvollziehen. Twardoch beschreibt die Warschauer Unterwelt der 30er Jahre und dass er diesbezüglich keinen Kuschelkurs fährt, macht das Werk nur noch authentischer. Wer mit detaillierter Gewalt und Brutalität jedoch Probleme haben sollte, sei darauf hingewiesen, dass es in diesem Buch stellenweise wirklich ans Eingemachte geht und sich im Verlauf des Romans auch immer weiter steigert!
Bemerkenswert an diesem Werk ist nicht nur die wundervolle und versierte Schreibe (hier auch ein großes Kompliment an den Übersetzer Olaf Kühl!), sondern auch der historische Hintergrund, der von Twardoch exzellent recherchiert und in seine fiktive Geschichte von Jakup Shapiro eingearbeitet wurde.
Es ist letztendlich viel mehr als nur ein Gangsterroman, denn dieses Werk geht auch psychologisch enorm tief, arbeitet seine einzelnen Charaktere unheimlich gut heraus, beschreibt die jüdisch-polnischen Verhältnisse im Warschau der 3oer Jahre und setzt alles so bildhaft in Szene, als würde man im Kino sitzen. Ich bin absolut begeistert von diesem Buch und kann nur allen raten, es zu lesen, sofern man thematisch interessiert ist. Besser hab ich Stoff dieser Art noch nicht gelesen! Für mich hat es "Der Boxer" jetzt schon in die Top 5 der Bücher des diesjährigen Jahres geschafft, ganz egal, was da noch kommen mag. Ein Buch wie ein Schlag in die Magengrube und ein Werk, das auch nach dem Beenden sehr lange nicht aus dem Kopf des Lesers verschwinden wird! Ich habe es Eingangs bereits erwähnt, aber sage es gerne nochmal: Ein echtes Meisterwerk!
Jakup Shapiro ist ein junger, hoffnungsvoller Boxer. Das wird auch schnell vom Warschauer Unterweltpaten Kaplica bemerkt, der Jakup zu seiner rechten Hand macht. Shapiro folgt Kaplica in eine Welt voller Drogen, Mord, Prostitution, Schutzgeld und Gewalt. Rechte Putschpläne gegen die Regierung bringen dieses Imperium jedoch ins Wanken und schon muss gegen die Gegner vorgegangen werden, mit allen Mitteln, die zur Verfügung stehen...

Kennen Sie diese Bücher, die man gerne an einem Stück und ohne die kleinste Unterbrechung lesen würde? Genau so ein Buch haben wir hier!
Szczepan Twardoch hat mit "Der Boxer" ein echtes Meisterwerk auf die potentiellen Leser losgelassen, das einen am Kragen packt und unweigerlich mitreißt, immer tiefer und tiefer in die faszinierende Geschichte und somit auch immer tiefer in die Unterwelt von Warschau in den 30er Jahren. Erzählt wird die Geschichte von Jakup Shapiro und seinem Leben als rechte Hand vom Paten Kaplica, geschildert aus der Sicht von Mojzesz Bernstein. Im Alter von nur 17 Jahren wird sein Vater von Shapiro ermordet und er wird als Ziehsohn von ihm aufgenommen. Viele Jahre später schreibt er die ganze Geschichte nieder, doch schon bald kommen dem Leser Zweifel an der Erinnerung von Bernstein. Oft ist er sich unsicher, manchmal verschwimmen die Personen, oft hat er das Gefühl, dass er vielleicht gar nicht dabei war und immer mehr kristallisiert sich ein Bild der Wirklichkeit heraus. Großartig gemacht!
In manchen Rezensionen wurde zwar die Brutalität des Romans kritisiert (z.B. in der Neuen Züricher Zeitung), allerdings kann ich diese Kritik nicht ganz nachvollziehen. Twardoch beschreibt die Warschauer Unterwelt der 30er Jahre und dass er diesbezüglich keinen Kuschelkurs fährt, macht das Werk nur noch authentischer. Wer mit detaillierter Gewalt und Brutalität jedoch Probleme haben sollte, sei darauf hingewiesen, dass es in diesem Buch stellenweise wirklich ans Eingemachte geht und sich im Verlauf des Romans auch immer weiter steigert!
Bemerkenswert an diesem Werk ist nicht nur die wundervolle und versierte Schreibe (hier auch ein großes Kompliment an den Übersetzer Olaf Kühl!), sondern auch der historische Hintergrund, der von Twardoch exzellent recherchiert und in seine fiktive Geschichte von Jakup Shapiro eingearbeitet wurde.
Es ist letztendlich viel mehr als nur ein Gangsterroman, denn dieses Werk geht auch psychologisch enorm tief, arbeitet seine einzelnen Charaktere unheimlich gut heraus, beschreibt die jüdisch-polnischen Verhältnisse im Warschau der 3oer Jahre und setzt alles so bildhaft in Szene, als würde man im Kino sitzen. Ich bin absolut begeistert von diesem Buch und kann nur allen raten, es zu lesen, sofern man thematisch interessiert ist. Besser hab ich Stoff dieser Art noch nicht gelesen! Für mich hat es "Der Boxer" jetzt schon in die Top 5 der Bücher des diesjährigen Jahres geschafft, ganz egal, was da noch kommen mag. Ein Buch wie ein Schlag in die Magengrube und ein Werk, das auch nach dem Beenden sehr lange nicht aus dem Kopf des Lesers verschwinden wird! Ich habe es Eingangs bereits erwähnt, aber sage es gerne nochmal: Ein echtes Meisterwerk!

Kundenbewertungen

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Vom Schattenboxen
von einer Kundin/einem Kunden am 12.02.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

„Ich heiße Mojzesz Bernstein, bin siebzehn Jahre alt und bin kein Mensch, ich bin ein Nichts, es gibt mich nicht“. Dieses selbsternannte Nichts erzählt die Geschichte von Jakub Shapiro – dem Mann, der seinen Vater brutal ermordete und dem er nun als Ziehsohn wie ein Schatten folgt. Szczepan Twardochs Roman ist... „Ich heiße Mojzesz Bernstein, bin siebzehn Jahre alt und bin kein Mensch, ich bin ein Nichts, es gibt mich nicht“. Dieses selbsternannte Nichts erzählt die Geschichte von Jakub Shapiro – dem Mann, der seinen Vater brutal ermordete und dem er nun als Ziehsohn wie ein Schatten folgt. Szczepan Twardochs Roman ist im politisch mehr als aufgeladenen Vorkriegs-Warschau der 1930er Jahre angesiedelt. Die Geschichte von Jakub Shapiro und Mojzesz Bernstein ist eine Geschichte des Glaubens: Glauben, der angeboren, angeeignet, abgewiesen, geleugnet, verurteilt oder pervertiert wird. Und obwohl sich die handelnden Figuren zwischen Warschauer Unterwelt und Politspitze bewegen, Auftragsmörder, Prostituierte, Rechtsanwälte und Minister sind, verschwimmen schon bald die nur scheinbar krassen Unterschiede und entblößen so das Bild einer Gesellschaft, an deren verschiedenen Enden so stark gezerrt wird, dass sie ununterbrochen zu implodieren droht. Seine außerordentliche Spannung erhält der Roman durch sein besonderes Erzählkonzept: Die von Bernstein geschilderte Lebensgeschichte des Jakub Shapiro entsteht erst viele Jahrzehnte nach Ende der Geschehnisse in einem fernen Land. Doch was Bernstein erinnert, scheint schon bald nicht immer 100%ig stimmig zu sein und im Leser entstehen erste Zweifel, in wie weit den Schilderungen und Erinnerungen des Erzählers zu trauen ist. Twardochs Sprache changiert zwischen ungeschönten Darstellungen der stetig anwachsenden Brutalität zwischen den Figuren und metaphorisch überhöhten Einsichten in die zerrütteten Herzen der Protagonisten. Ein Nachwort seines Übersetzers beleuchtet den Roman im Kontext von Fiktion und historischen Fakten. Ein sprachlich wie erzählerisch herausragendes und innovatives Buch, das Elemente aus Politroman, Thriller und Psychodrama auf anspruchsvolle und nachhaltig fortwirkende Weise miteinander verknüpft.