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Das Leben des Vernon Subutex 1

Roman

(16)
Die literarische Sensation aus Frankreich: ein grandioses Sittengemälde unserer Zeit.
Wer ist Vernon Subutex? Eine urbane Legende, der letzte Zeuge einer Welt von Sex, Drugs and Rock ’n’ Roll. Einer, mit dem unsere Zeit es nicht gut meint und der trotzdem für eine ganze Generation steht – und für das glanzvolle, furiose Comeback seiner Erfinderin Virginie Despentes.Als der Roman 2015 in Frankreich erschien, erregte er unmittelbar großes Aufsehen. Wochenlang führte er die Bestsellerlisten an, war für zahlreiche Preise nominiert, die Kritik überschlug sich. Erzählt wird die Geschichte von Vernon Subutex und seinem rasanten sozialen Abstieg. Mit seinem Plattenladen hat er Pleite gemacht und steht nun auf der Straße. Weil er sich und der Welt sein Scheitern nicht eingestehen will, nimmt er Zuflucht zu einer Notlüge, die es ihm ermöglicht, sich übergangsweise reihum bei seinen alten Freunden einzuquartieren, die er zum Teil seit Jahren nicht gesehen hat. So entsteht ein vielstimmiges Panorama einer Gesellschaft am Abgrund. Man begegnet den ganz normal Gescheiterten, den scheinbar Erfolgreichen, den Schrillen und den Durchgeknallten. Despentes erspart ihren Figuren nichts, lässt kein gesellschaftliches Thema unberührt, die Islamismusdebatte ebensowenig wie den Aufstieg der Rechten. So gelingt ihr ein beeindruckender literarischer Rundumschlag, ungestüm und trotzdem humorvoll, in dem jedes Wort sitzt, jeder Satz nachhallt. Ein großer Wurf, in Frankreich nicht umsonst mit Balzacs »Die menschliche Komödie« verglichen.
Rezension
»Ein großes Gesellschaftspanorama und […] ein großes Panoptikum der Loser. Der Gesellschaftsroman unserer Zeit. [...] Man ist überwältigt durch die Psychologie aber eben auch durch die Analyse.«
Portrait
Virginie Despentes, geboren 1969, wurde bereits mit ihrem Debütroman »Baise-moi – Fick mich« (2002), den sie später auch verfilmt hat, einem großen Publikum bekannt. Seither hat sie mehrere Romane veröffentlicht. Für »Apocalypse Baby« erhielt sie 2010 den renommierten Prix Renaudot, ihr Roman »Vernon Subutex« wurde u.a. mit dem Prix Anaïs Nin ausgezeichnet. Seit Erscheinen der Subutex-Trilogie zählt sie zu den wichtigsten Schriftstellerinnen Frankreichs und wurde im Januar 2016 in die Académie Goncourt gewählt.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 400 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 17.08.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783462317275
Verlag Kiepenheuer & Witsch eBook
Dateigröße 1532 KB
Übersetzer Claudia Steinitz
Verkaufsrang 1.878
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

Jacqueline Ganser, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Wer nichts davon hält, um den heißen Brei herum zu reden, sondern es direkt und am Besten provokant mag, wird Vernon Subutex lieben! Wer nichts davon hält, um den heißen Brei herum zu reden, sondern es direkt und am Besten provokant mag, wird Vernon Subutex lieben!

Claudius Kaboth, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Knallt gut rein! Virginie Despentes (Baise moi) liest sich, wie eine Mischung aus Michel Houellebecq und Sibylle Berg: Scharf, direkt, zeitgenössisch und drastisch! Knallt gut rein! Virginie Despentes (Baise moi) liest sich, wie eine Mischung aus Michel Houellebecq und Sibylle Berg: Scharf, direkt, zeitgenössisch und drastisch!

„Ein grandioser Gesellschaftsroman!“

Maximilian Münzel, Thalia-Buchhandlung Bremen

Mit dem Auftakt zu ihrer Romantrilogie über Vernon Subutex ist Virgine Despentes ein grandioser Roman nicht nur über, sondern auch quer durch die französische Gesellschaft gelungen. Dieses Werk ist bitter, böse, hart und unverblümt, aber vor allem eins: sehr gut! Absolut lesenswert! Mit dem Auftakt zu ihrer Romantrilogie über Vernon Subutex ist Virgine Despentes ein grandioser Roman nicht nur über, sondern auch quer durch die französische Gesellschaft gelungen. Dieses Werk ist bitter, böse, hart und unverblümt, aber vor allem eins: sehr gut! Absolut lesenswert!

Laura Schwartz, Thalia-Buchhandlung Landau

Überzeugendes Porträt einer ganzen Gesellschaft - eine Reise durch alle Gesellschaftsschichten - bitter böse, witzig und unerwartet! Überzeugendes Porträt einer ganzen Gesellschaft - eine Reise durch alle Gesellschaftsschichten - bitter böse, witzig und unerwartet!

„Einmal quer durch die französische Gesellschaft“

Ines Schwabe, Thalia-Buchhandlung Jena

Vernon ist gescheitert, pleite obdachlos. Er quartiert sich bei alten Freunden ein und erzählt irgendwelche Geschichten meistens Lügen oder eine sehr verwaschenen Version der Wahrheit....
Ein großartiges Gesellschaftspanorama mit wunderbar treffenden Charakterisierungen der Protagonisten und immer wieder herrlich böse!
Vernon ist gescheitert, pleite obdachlos. Er quartiert sich bei alten Freunden ein und erzählt irgendwelche Geschichten meistens Lügen oder eine sehr verwaschenen Version der Wahrheit....
Ein großartiges Gesellschaftspanorama mit wunderbar treffenden Charakterisierungen der Protagonisten und immer wieder herrlich böse!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein toller Querschnitt durch die Bevölkerungsschichten und Arrondissements in Paris.Vernon hält uns den Spiegel vor Augen, lässt fragen, wer wir sein können, wollen, werden könnten Ein toller Querschnitt durch die Bevölkerungsschichten und Arrondissements in Paris.Vernon hält uns den Spiegel vor Augen, lässt fragen, wer wir sein können, wollen, werden könnten

„Brutales Zeitgemälde“

Ulrike Walther, Thalia-Buchhandlung Gotha

Dieses Buch der französischen Skandalautorin besticht durch seinen direkten Sprachstil. Gnadenlos werden die Lebensläufe der Protagonisten seziert.
Aktueller Gesellschaftsroman, der den Leser sofort in seinen Bann zieht.
Dieses Buch der französischen Skandalautorin besticht durch seinen direkten Sprachstil. Gnadenlos werden die Lebensläufe der Protagonisten seziert.
Aktueller Gesellschaftsroman, der den Leser sofort in seinen Bann zieht.

„Französischer Bestseller mit Sogwirkung“

Barbara Plagge, Thalia-Buchhandlung Hamburg, Spitaler Straße

Die Kritiker in Frankreich hatten sich schon lange vor Begeisterung überschlagen, als ich das Buch in die Hand nahm - und ich wurde nicht enttäuscht.
Nachdem Vernon Subutex seinen Plattenladen schließen musste und sein Gönner, der ihm die Miete finanzierte, plötzlich stirbt, verliert Vernon auch noch seine Wohnung und muss nun über seine sozialen Netzwerke alte Freunde und Bekannte um Unterkunft und Unterstützung bieten. Diese Menschen, bei denen Vernon nun unterkommt, bilden einen guten Querschnitt der französischen Gesellschaft ab, und Virginie Despentes schafft es, einem diese Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit völlig wertfrei nahezubringen.
Die Kritiker in Frankreich hatten sich schon lange vor Begeisterung überschlagen, als ich das Buch in die Hand nahm - und ich wurde nicht enttäuscht.
Nachdem Vernon Subutex seinen Plattenladen schließen musste und sein Gönner, der ihm die Miete finanzierte, plötzlich stirbt, verliert Vernon auch noch seine Wohnung und muss nun über seine sozialen Netzwerke alte Freunde und Bekannte um Unterkunft und Unterstützung bieten. Diese Menschen, bei denen Vernon nun unterkommt, bilden einen guten Querschnitt der französischen Gesellschaft ab, und Virginie Despentes schafft es, einem diese Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit völlig wertfrei nahezubringen.

„Was bewegt Frankreich?“

Anja Werner, Thalia-Buchhandlung Leverkusen

Dreckig, laut, bitter und politisch ganz und gar nicht korrekt ist Vernon Subutex. Man liest diesen bemerkenswerten Roman mit einem Grummeln im Bauch. Man möchte Widerspruch einlegen und ist überrascht wie viel Zartheit in diesem Abgesang auf die französische Gesellschaft steckt. Vernon steht für viele Menschen und schaut in viele Köpfe und hilft Meinungen zu verstehen, die man selbst nicht teilt. Das Leben des Vernon Subutex ist der erste Teil einer Trilogie, die auf deutsch im Frühjahr 2018 fortgesetzt wird. Dreckig, laut, bitter und politisch ganz und gar nicht korrekt ist Vernon Subutex. Man liest diesen bemerkenswerten Roman mit einem Grummeln im Bauch. Man möchte Widerspruch einlegen und ist überrascht wie viel Zartheit in diesem Abgesang auf die französische Gesellschaft steckt. Vernon steht für viele Menschen und schaut in viele Köpfe und hilft Meinungen zu verstehen, die man selbst nicht teilt. Das Leben des Vernon Subutex ist der erste Teil einer Trilogie, die auf deutsch im Frühjahr 2018 fortgesetzt wird.

Diotima Johanns, Thalia-Buchhandlung Saarbrücken

In diesem Roman wird den Figuren und dem Leser nichts erspart!
Ein wütender Gesellschaftsroman in rauem Ton, mit ätzendem Witz, aber auch mit Mitgefühl.
In diesem Roman wird den Figuren und dem Leser nichts erspart!
Ein wütender Gesellschaftsroman in rauem Ton, mit ätzendem Witz, aber auch mit Mitgefühl.

„Willkommen in der Subkultur“

Dirk Bluhm, Thalia-Buchhandlung Lünen

Zu Beginn eine Warnung: Dieses Buch schlägt oft einen vulgären Ton an, schreckt vor expliziten Gewaltszenen nicht zurück und einige Passagen haben sich sicherlich das Attribut pornografisch verdient. Aber ebenso wie ihr männliches Pendant Michel Houellebecq erobert Virginie Despentes seit Jahren die französischen Bestsellerlisten. Mit diesem Roman wird es ihr hoffentlich auch in Deutschland gelingen. Erzählt wird die Geschichte von Vernon Subutex und seine rasante Schussfahrt vom angesagten Pariser Plattenladenbesitzer ins Präkariat. Als sein letzter Förderer, der erfolgreiche Musiker Alex Bleach stirbt und Vernon nun auch seine Miete nicht mehr zahlen kann, kommt er mit Notlüge noch bei verschiedenen Bekannten unter. Wir begegnen meist Menschen, die ebenso wie Vernon einst local heros in einer analogen Welt waren und nun vom Zeitgeist und den Digitall Natives weggefegt wurden. Ehemalige Pornostars, bedeutungslose Drehbuchautoren, zweitklassige Musiker, Gelegenheitjobber und Leuten, die sich mit dubiosen Internetrecherchen über Wasser halten. Es scheint so, als würde die Autorin uns Einblicke in eine Subkultur gewähren, die sie mit jeder Faser kennt, und für die sie selbst nicht viel recherchieren musste. Jeder Figur besitzt eine unfassbare Authentizität und bekommt in Form von (meist) Monologen einen großen Auftritt. Oft sind es die reinsten Hasstiraden, keiner will Mitleid - und kaum einer bekommt es. Dieses Buch ist ein explosiver, politischer Gesellschaftsroman und eine Naturgewalt. Wer sich ihr aussetzt, wird belohnt. Zu Beginn eine Warnung: Dieses Buch schlägt oft einen vulgären Ton an, schreckt vor expliziten Gewaltszenen nicht zurück und einige Passagen haben sich sicherlich das Attribut pornografisch verdient. Aber ebenso wie ihr männliches Pendant Michel Houellebecq erobert Virginie Despentes seit Jahren die französischen Bestsellerlisten. Mit diesem Roman wird es ihr hoffentlich auch in Deutschland gelingen. Erzählt wird die Geschichte von Vernon Subutex und seine rasante Schussfahrt vom angesagten Pariser Plattenladenbesitzer ins Präkariat. Als sein letzter Förderer, der erfolgreiche Musiker Alex Bleach stirbt und Vernon nun auch seine Miete nicht mehr zahlen kann, kommt er mit Notlüge noch bei verschiedenen Bekannten unter. Wir begegnen meist Menschen, die ebenso wie Vernon einst local heros in einer analogen Welt waren und nun vom Zeitgeist und den Digitall Natives weggefegt wurden. Ehemalige Pornostars, bedeutungslose Drehbuchautoren, zweitklassige Musiker, Gelegenheitjobber und Leuten, die sich mit dubiosen Internetrecherchen über Wasser halten. Es scheint so, als würde die Autorin uns Einblicke in eine Subkultur gewähren, die sie mit jeder Faser kennt, und für die sie selbst nicht viel recherchieren musste. Jeder Figur besitzt eine unfassbare Authentizität und bekommt in Form von (meist) Monologen einen großen Auftritt. Oft sind es die reinsten Hasstiraden, keiner will Mitleid - und kaum einer bekommt es. Dieses Buch ist ein explosiver, politischer Gesellschaftsroman und eine Naturgewalt. Wer sich ihr aussetzt, wird belohnt.

Bettina Mohler, Thalia-Buchhandlung Soest

Ein Buch über die Mitte Frankreichs, mit all ihren Wut- und Angstbürgern, den Gewinnern und Verlierern. Und mittendrin Vernon, der ganz unten angekommen ist.
Gnadenlos, echt gut!
Ein Buch über die Mitte Frankreichs, mit all ihren Wut- und Angstbürgern, den Gewinnern und Verlierern. Und mittendrin Vernon, der ganz unten angekommen ist.
Gnadenlos, echt gut!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
16 Bewertungen
Übersicht
12
4
0
0
0

Sehr empfehlenswert!
von einer Kundin/einem Kunden am 08.10.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

"Die fabelhafte Welt der Amélie" hat Ihnen mal den Kopf verdreht? Dann wird Ihnen "Das Leben des Vernon Subutex" mit großer Wahrscheinlichkeit gefallen. Obwohl es in dieser Trilogie weniger um Liebesangelegenheiten, sondern um aktuelle sozial-politisch, anspruchsvolle Themen wie Migration, Darknet oder Transsexualität geht, gibt es doch Gemeinsamkeiten. Zum... "Die fabelhafte Welt der Amélie" hat Ihnen mal den Kopf verdreht? Dann wird Ihnen "Das Leben des Vernon Subutex" mit großer Wahrscheinlichkeit gefallen. Obwohl es in dieser Trilogie weniger um Liebesangelegenheiten, sondern um aktuelle sozial-politisch, anspruchsvolle Themen wie Migration, Darknet oder Transsexualität geht, gibt es doch Gemeinsamkeiten. Zum einen spielt der ganze Spaß im wunderschönen Paris. Des Weiteren ist es die oftmals wechselnde Erzählperspektive. Denn diese führt dazu, dass meine Bewertung und schließlich Verurteilung der Charaktere oft wieder verworfen werden musste. Meine angebliche Weltoffenheit habe ich nach diesem Buch doch ein bisschen angezweifelt. Virginie Despentes verleitet also, die eigene Sicht der Dinge auf die Probe zu stellen, und ermöglicht hinter die Fassade diverser ?Ungusteln? zu blicken. Obendrein kommen Musik-Fans nicht zu kurz, denn Vernon ist ein wohnungsloser, ehemaliger Plattenladenbesitzer dem die Digitalisierung gar nicht wohl bekommt.

Patriarchalische Gesellschaftskritik
von einer Kundin/einem Kunden am 17.09.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

In - Das Leben des Vernon Subutex - begleiten wir den mittellosen und ehemaligen Plattenverkäufer Vernon durch die Obdachlosigkeit. Dabei scheint es gerade am Anfang noch alles regelbar. Der Laden ist zwar geschlossen, mit der Miete ist man ein wenig in Rückstand, allerdings gibt es da einen Freund und... In - Das Leben des Vernon Subutex - begleiten wir den mittellosen und ehemaligen Plattenverkäufer Vernon durch die Obdachlosigkeit. Dabei scheint es gerade am Anfang noch alles regelbar. Der Laden ist zwar geschlossen, mit der Miete ist man ein wenig in Rückstand, allerdings gibt es da einen Freund und Gönner: der Rockmusiker Alex Bleach. Als jener aber plötzlich und unerwartet aus dem Leben scheidet kann Vernon gar nicht mehr für die Miete aufkommen und wird an die Luft gesetzt. Anfangs greift er auf fadenscheinige Lügen zurück und hangelt sich mehr Recht als Schlecht von einem Freund zum nächsten. Doch sein soziales Netz ist zu löchrig, als es ihn ewig halten könnte. Despentes entwirft nicht nur eine Geschichte über eine Moderne Herbergssuche unserer Zeit sondern präsentiert mit ihren Roman einen Querschnitt der Gegenwart in all ihren Facetten und Protagonisten Hier präsentiert sie dem geneigten Leser ein regelrechtes Panoptikum aus toten Pop- und Pornostars, verliebten Transsexuellen, depressiven Müttern und verzweifelten Frauen, Obdach- und Arbeitslosen, Rechtsradikalen, prügelnden Vätern, koksenden und großmäuligen Schaumschlägern. Niemand kommt in diesem patriarchalischen Erzählung gut weg. Hier erzählt Despentes deren jeweilige eigene Geschichte - immer lose mit dem Leben von Vernon Subutex verbunden hier ist der Protagonist der rote Faden in dieser Erzählung - und trotz der schwerwiegenden Themen - wie Hass auf Einwanderer, Drogenkonsum und Gewalt gegen Frauen, immer leicht erzählt. Somit ist - Das Leben des Vernon Subutex - auch eine Moderne Gesellschaftskritik, dass ein sehr hässliches und realistisches Bild, nicht nur der französischen, sondern auch einer europäischen Gegenwart zeichnet. Dieser Roman ist der erste, den ich von Virginie Despentes gelesen habe, aber bestimmt nicht der letzte, dass hat aber auch nicht unbedingt damit zu tun, dass Subutex als Trilogie angelegt ist, sondern weil mir der hemmungslose Erzählstil sehr gut gefallen hat. Zurzeit ist es der einzige Roman, der unteranderem mit dem Prix Anaïs-Nin (=der Preis wurde im Jahr 2015 das erste Mal überhaupt verliehen), den Prix Landerneau und dem Prix La Coupole 2015 ausgezeichnet wurde, der von ihr auf Deutsch erhältlich ist.

großes Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 20.08.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Es ist schon einige Zeit her, seit Vernon Subutex seinen Plattenladen in den Sand gesetzt hat. Immerhin hat er noch eine Wohnung. Bisher hat er sich mit Hilfe seiner Freunde ganz gut über Wasser halten können. Er kennt sie alle noch aus Zeiten, als er ein äußerst erfolgreicher Plattenladenbesitzer... Es ist schon einige Zeit her, seit Vernon Subutex seinen Plattenladen in den Sand gesetzt hat. Immerhin hat er noch eine Wohnung. Bisher hat er sich mit Hilfe seiner Freunde ganz gut über Wasser halten können. Er kennt sie alle noch aus Zeiten, als er ein äußerst erfolgreicher Plattenladenbesitzer war. Vor allem Alex Bleach hilft ihm regelmäßig aus seiner finanziellen Klemme. Er bezahlt regelmäßig seine Miete. Auch seine Kurzzeitbeziehungen zu Frauen fielen ihm mehr in den Schoß, als dass er sich dafür hätte anstrengen müssen. Das ist jetzt anders. Ganz anders. Abgesehen davon, dass er älter geworden ist, kam mit der Erfolglosigkeit auch die Unsichtbarkeit. Er wird von Frauen gar nicht mehr wahrgenommen. Als Alex in seinem Hotelzimmer in der Badewanne ertrinkt, enden auch die Zuwendungen an Vernon. Vernon verliert seine Wohnung und landet auf der Straße. "Das Leben des Vernon Subutex" von Virginie Despentes ist schnelles, großes Lesevergnügen.