In 300 Jahren vielleicht

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Tilman Röhrig

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Beschreibung

Hunger, Elend und Furcht bestimmen das Leben in Eggebusch im Jahre 1641. Nur wenige Menschen können sich noch an die Zeit vor dem Krieg erinnern. Gegen die Not, den Krieg mit seinen plündernden Soldatenhorden und die Angst vor der Pest setzt der 15-jährige Jockel seine Liebe zu Katharina und die Hoffnung, dass irgendwann wieder Friede sein wird: in dreihundert Jahren vielleicht.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 160
Altersempfehlung 12 - 15 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 07.08.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-401-60369-8
Verlag Arena
Maße (L/B/H) 21,1/14,2/2,2 cm
Gewicht 358 g
Verkaufsrang 73193

Buchhändler-Empfehlungen

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Wenn Sie sich/anderen schonungslos klarmachen wollen, das unsere heutige Welt immer noch eine der besseren ist, lesen Sie diesen preisgekrönten Roman.1641 im 30j.Krieg, erleben wir das Schicksal einer kl.Dorfgemeinschaft- brutal, detailliert und eindrucksvoll bis zum letzten Satz

Das Jugendbuch zum Dreißigjährigen Krieg

Violetta Hofmann, Thalia-Buchhandlung Dresden

Das Jugendbuch „In 300 Jahren vielleicht“, für welches der Autor bereits 1984 den Deutschen Jugendliteraturpreis erhielt, liegt nun in neuer Ausgabe vor. Es spielt im Oktober 1641, gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618 – 1648) und zeigt schonungslos das Elend und die Verzweiflung jener Zeit. Plündernde Soldaten ziehen durchs Land, kaum einer vermag zu sagen, zu welcher Seite sie wohl gehören. Auf den Feldern wächst seit langem nichts mehr und auch die Pest zieht ihre elenden Pfade durch das Land. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht des 15jährigen Jockel, dessen Dorf von mordenden Soldaten heimgesucht wird. Es ist eine Geschichte über das hässliche Gesicht des Krieges. Oftmals habe ich mich während der Lektüre gefragt, ob man in einem Jugendbuch derart direkt von den grausigen Verstümmlungen, Vergewaltigungen und dem Morden erzählen muss. Der Autor ist hier sehr schonungslos und direkt. Teilweise ist das schon schwer auszuhalten. Zart besaitete Leser sollten hier unbedingt die Finger davon lassen. Doch Röhrig beschreibt nichts weiter als die Gräuel des Krieges, wie er nicht nur vor 300 Jahren stattfand, sondern auch heute noch in Teilen unserer Welt grausige Wirklichkeit ist. Es ist ein schockierendes Buch. Es ist ein ehrliches Buch und ein wichtiges. Wer es verkraftet, sollte es lesen.

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