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In einem anderen Licht

Roman

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„Fragen Sie Dorothea nach Marguerite.“ Miriam bekommt anonyme Briefe mit nur diesem Satz geschickt. Dorothea Sartorius ist die charismatische Witwe eines Reeders und eine große Mäzenin in Hamburg. Gemeinsam mit ihr bereitet Miriam gerade die Verleihung des Sartorius-Preises für Zivilcourage vor. Dorothea beantwortet Miriams Frage nicht, ermuntert sie aber, nach dem Absender der Briefe zu suchen. In einem Beginenhof an der Schlei findet Miriam eine alte Bewohnerin und Antworten, die ihr Weltbild ins Wanken bringen. Dorothea war in den 70er Jahren Mitglied in einer linksextremen Terrorgruppe. Die frühere Freundin und politische Weggefährtin von Dorothea erhebt schwere Anklage: „Sie hat uns verraten. Sie hat alles verraten, was ihr heilig war.“

Katrin Burseg erzählt von Liebe und Verrat, von Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Und von der Herausforderung, authentisch zu leben. "In einm anderen Licht" ist ein lebendiges Porträt einer Frau vor dem historischen Hintergrund des deutschen Herbstes.

„Ein ungewöhnlicher und spannender Roman, an dem mir vieles gefallen hat“ Rainer Moritz, Literaturhaus Hamburg  

Rezension
„„In einem anderen Licht“ berührt, ist heiter und gestattet Erkenntnisse.“, Kölner Stadt-Anzeiger, Peter Pauls, 01.12.2017
Portrait
Katrin Burseg lebt als Journalistin und Autorin mit ihrer Familie in Hamburg. Schon während ihres Studiums der Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft beschäftigte sie sich mit dem römischen Barock und arbeitete für mehrere Zeitungen. Später ging sie für ein halbes Jahr nach Rom, wo sie auch den Spuren Christinas von Schweden begegnete. Nach mehreren Stationen in der deutschen Pressebranche ist sie heute Geschäftsführerin der Redaktionswerft, einem Verlag, der Zeitschriften im Entertainmentbereich puliziert. Die Autorin hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht, "Die Rebellin des Papstes" ist ihr zweiter historischer Roman.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 08.09.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783843716260
Verlag Ullstein eBooks
Dateigröße 3192 KB
Verkaufsrang 28.867
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Buchhändler-Empfehlungen

„Ein ausgesprochen interessantes Thema“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Die Bücher der Autorin Katrin Burseg lese ich schon eine ganze Zeit. Den Anfang machten sehr gut recherchierte und spannend zu lesende historische Roman-Biografien, dann folgte 2015 ihr großartiger Roman „Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern“, in dem sie plötzlich ein ganz anderes Genre aufgriff. Es war kein historischer Roman mehr, sondern einer, der hauptsächlich in der Gegenwart spielte. Wenn Sie diesen Roman von ihr noch nicht kennen, gibt es noch etwas für Sie zu entdecken. Was die beiden letzten Romane der Autorin eint, ist, dass sie zwei nicht unbedingt zusammenpassende Themen in einem Roman vereint. In „Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern“ waren es die Themen „Alzheimer“ und „entartete Kunst“. Dieses Mal sind es „Trauer“ und „RAF“.

Zum Inhalt muss ich Ihnen wieder nicht viel schreiben, außer, dass es in diesem Roman nicht nur um die Geschichte der großem fiktiven Hamburger Mäzenin Dorothea Sartorius geht, sondern auch um die Geschichte der Journalistin Miriam Raven. Miriam Raven ist alleinerziehende Mutter eines aufgeweckten fünfjährigen Jungen namens Max, und sie ist seit 2 Jahren Witwe. Ihr Mann war ein Kriegsfotograf und leider zur falschen Zeit am falschen Ort. Nach dem Tode ihres Mannes ist sie in ein tiefes Loch gefallen, aus dem sie nur mit Hilfe einer Trauergruppe herausgekommen ist. Sie hat ihr Leben danach neu geordnet und ist jetzt als Journalistin bei einer anerkannten Frauenzeitschrift tätig. Dort bekommt sie es mit der in der Inhaltsangabe erzählten Geschichte zu tun.

Ich bewundere die Autorin für ihre Themenwahl. Zum einen greift sie ein Thema auf, dass sich 2017 zum 40. Mal jährte – den sogenannten „deutschen Herbst“, das Terrorjahr 1977. Ein schwieriges, aber ausgesprochen wichtiges Thema, dass sie sehr gut in ihrem Roman umsetzt. Wie sie in ihrem Nachwort beschreibt, hat sie „ganz bewusst nach einem Ort und einem Zeitpunkt gesucht, die das Geschilderte möglich erscheinen lassen, ohne dass sie sich konkret in die Landkarte des RAF-Terrors einfügen: September 1972. Drei Tote. Die Schlei.“. Die „Gründer“ der RAF saßen bereits in Haft und die nächste Terrorgeneration arbeitete daran, sie zu befreien.

Zum anderen ist ihre eine Protagonistin Dorothea Sartorius in der Gegenwart eine absolute Sympathieträgerin und wird von vielen Menschen bewundert. Was soll Miriam also mit der Geschichte anfangen, wenn tatsächlich etwas dran ist an dem, was ihre anonyme Informantin andeutet. Miriam hat nicht immer nur für ein Frauenmagazin gearbeitet, sondern war vor dem Tod ihres Mannes bei einer Zeitschrift, die einem aktuellen Nachrichtenmagazin ähnelt. D.h. sie kann schon sehr genau politische Zusammenhänge erkennen, weiß zu recherchieren und hat sich der Wahrheit verschrieben. Doch was ist Wahrheit? Gibt es eine neutrale Wahrheit oder ist es immer nur eine Frage der eigenen Wahrnehmung? Auch hier möchte ich noch einmal aus dem Nachwort des Romans zitieren: „ Manchmal ist die Wahrheit nur eine Sache der Vorstellungskraft. Kein Richtig und kein Falsch also, sondern vielmehr die Auseinandersetzung damit, was Wahrheit im Leben, in der Erinnerung und auch in der Fiktion bedeutet. Und wie sich Erkenntnis vermittelt.“

Und auch das 2. Thema, welches ich am Anfang angesprochen habe – die Trauer – hat sie sehr mitfühlend und psychologisch dicht in ihren Roman eingearbeitet. Nicht nur, dass Miriam ihren Mann, die Liebe ihres Lebens, verloren hat, sondern auch ihr Sohn hat seinen Vater verloren. Und beide kämpfen damit, wann sie wieder jemanden in ihr Leben lassen sollen. Ihr Sohn ist da schon deutlich weiter als die Mutter. Ich liebe das Bild, welches Katrin Burseg für die Trauer gefunden hat. Es ist ein Rabe, der in der Brust von Miriam wohnt. Und immer wieder macht er sich bemerkbar. Mal nur durch leichtes Trippeln, mal durch lautstarkes Krächzen. Ein wunderbares Bild, was diese Trauer großartig beschreibt.

Ein sprachlich und inhaltlich rundum gelungenes Buch, was mich sehr bewegt und zum Nachdenken angeregt hat. Ich hoffe sehr, dass es trotz des nicht gerade einfachen Themas viele Leserinnen und Leser finden wird. Es hat es verdient!
Die Bücher der Autorin Katrin Burseg lese ich schon eine ganze Zeit. Den Anfang machten sehr gut recherchierte und spannend zu lesende historische Roman-Biografien, dann folgte 2015 ihr großartiger Roman „Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern“, in dem sie plötzlich ein ganz anderes Genre aufgriff. Es war kein historischer Roman mehr, sondern einer, der hauptsächlich in der Gegenwart spielte. Wenn Sie diesen Roman von ihr noch nicht kennen, gibt es noch etwas für Sie zu entdecken. Was die beiden letzten Romane der Autorin eint, ist, dass sie zwei nicht unbedingt zusammenpassende Themen in einem Roman vereint. In „Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern“ waren es die Themen „Alzheimer“ und „entartete Kunst“. Dieses Mal sind es „Trauer“ und „RAF“.

Zum Inhalt muss ich Ihnen wieder nicht viel schreiben, außer, dass es in diesem Roman nicht nur um die Geschichte der großem fiktiven Hamburger Mäzenin Dorothea Sartorius geht, sondern auch um die Geschichte der Journalistin Miriam Raven. Miriam Raven ist alleinerziehende Mutter eines aufgeweckten fünfjährigen Jungen namens Max, und sie ist seit 2 Jahren Witwe. Ihr Mann war ein Kriegsfotograf und leider zur falschen Zeit am falschen Ort. Nach dem Tode ihres Mannes ist sie in ein tiefes Loch gefallen, aus dem sie nur mit Hilfe einer Trauergruppe herausgekommen ist. Sie hat ihr Leben danach neu geordnet und ist jetzt als Journalistin bei einer anerkannten Frauenzeitschrift tätig. Dort bekommt sie es mit der in der Inhaltsangabe erzählten Geschichte zu tun.

Ich bewundere die Autorin für ihre Themenwahl. Zum einen greift sie ein Thema auf, dass sich 2017 zum 40. Mal jährte – den sogenannten „deutschen Herbst“, das Terrorjahr 1977. Ein schwieriges, aber ausgesprochen wichtiges Thema, dass sie sehr gut in ihrem Roman umsetzt. Wie sie in ihrem Nachwort beschreibt, hat sie „ganz bewusst nach einem Ort und einem Zeitpunkt gesucht, die das Geschilderte möglich erscheinen lassen, ohne dass sie sich konkret in die Landkarte des RAF-Terrors einfügen: September 1972. Drei Tote. Die Schlei.“. Die „Gründer“ der RAF saßen bereits in Haft und die nächste Terrorgeneration arbeitete daran, sie zu befreien.

Zum anderen ist ihre eine Protagonistin Dorothea Sartorius in der Gegenwart eine absolute Sympathieträgerin und wird von vielen Menschen bewundert. Was soll Miriam also mit der Geschichte anfangen, wenn tatsächlich etwas dran ist an dem, was ihre anonyme Informantin andeutet. Miriam hat nicht immer nur für ein Frauenmagazin gearbeitet, sondern war vor dem Tod ihres Mannes bei einer Zeitschrift, die einem aktuellen Nachrichtenmagazin ähnelt. D.h. sie kann schon sehr genau politische Zusammenhänge erkennen, weiß zu recherchieren und hat sich der Wahrheit verschrieben. Doch was ist Wahrheit? Gibt es eine neutrale Wahrheit oder ist es immer nur eine Frage der eigenen Wahrnehmung? Auch hier möchte ich noch einmal aus dem Nachwort des Romans zitieren: „ Manchmal ist die Wahrheit nur eine Sache der Vorstellungskraft. Kein Richtig und kein Falsch also, sondern vielmehr die Auseinandersetzung damit, was Wahrheit im Leben, in der Erinnerung und auch in der Fiktion bedeutet. Und wie sich Erkenntnis vermittelt.“

Und auch das 2. Thema, welches ich am Anfang angesprochen habe – die Trauer – hat sie sehr mitfühlend und psychologisch dicht in ihren Roman eingearbeitet. Nicht nur, dass Miriam ihren Mann, die Liebe ihres Lebens, verloren hat, sondern auch ihr Sohn hat seinen Vater verloren. Und beide kämpfen damit, wann sie wieder jemanden in ihr Leben lassen sollen. Ihr Sohn ist da schon deutlich weiter als die Mutter. Ich liebe das Bild, welches Katrin Burseg für die Trauer gefunden hat. Es ist ein Rabe, der in der Brust von Miriam wohnt. Und immer wieder macht er sich bemerkbar. Mal nur durch leichtes Trippeln, mal durch lautstarkes Krächzen. Ein wunderbares Bild, was diese Trauer großartig beschreibt.

Ein sprachlich und inhaltlich rundum gelungenes Buch, was mich sehr bewegt und zum Nachdenken angeregt hat. Ich hoffe sehr, dass es trotz des nicht gerade einfachen Themas viele Leserinnen und Leser finden wird. Es hat es verdient!

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

Ein wunderbarer Frauenroman mit viel Herzblut und jeder Menge Lokalkolorit. Schmökerig und doch nicht zu leicht. Was für's Herz.... mit Traurigkeiten. Für genüssliche Stunden... Ein wunderbarer Frauenroman mit viel Herzblut und jeder Menge Lokalkolorit. Schmökerig und doch nicht zu leicht. Was für's Herz.... mit Traurigkeiten. Für genüssliche Stunden...

„Die Vergangenheit loslassen – der Zukunft eine Chance geben!“

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

„In einem anderen Licht“ ist einerseits ein typischer Frauenroman, der Themen wie Trauer, Verlust und Neubeginn sehr eindrucksvoll und authentisch behandelt, ohne dabei zu belasten. Gleichzeitig ist er auch ein spannender, gut recherchierchter Politikroman, der einen unrühmlichen Teil der deutschen Geschichte – die Zeit des RAF-Terrors 1977 – aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Die mutmaßliche terroristische Vergangenheit der prominenten Hamburger Reederwitwe Dorothea Sartorius, die sich ausgerechnet heute für die Verleihung des Preises für Zivilcourage stark macht, verleiht dem Roman das gewisse Etwas. Was die ambitionierte junge Journalistin Miriam Raven entdeckt, ist schockierend. Jahrzehnte lebte Dorothea mit einer großen Schuld. Wird sie sich von der Vergangenheit befreien können, um der Zukunft eine Chance zu geben? Allein die Beantwortung dieser Frage bietet genügend Spannung und Raum zum Nachdenken. Eindeutig mehr als nur gute Unterhaltung! „In einem anderen Licht“ ist einerseits ein typischer Frauenroman, der Themen wie Trauer, Verlust und Neubeginn sehr eindrucksvoll und authentisch behandelt, ohne dabei zu belasten. Gleichzeitig ist er auch ein spannender, gut recherchierchter Politikroman, der einen unrühmlichen Teil der deutschen Geschichte – die Zeit des RAF-Terrors 1977 – aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Die mutmaßliche terroristische Vergangenheit der prominenten Hamburger Reederwitwe Dorothea Sartorius, die sich ausgerechnet heute für die Verleihung des Preises für Zivilcourage stark macht, verleiht dem Roman das gewisse Etwas. Was die ambitionierte junge Journalistin Miriam Raven entdeckt, ist schockierend. Jahrzehnte lebte Dorothea mit einer großen Schuld. Wird sie sich von der Vergangenheit befreien können, um der Zukunft eine Chance zu geben? Allein die Beantwortung dieser Frage bietet genügend Spannung und Raum zum Nachdenken. Eindeutig mehr als nur gute Unterhaltung!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
44 Bewertungen
Übersicht
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1
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naja
von Cora Lein aus Berlin am 23.06.2018

Inhalt: Miriam sowie ihr Mann arbeiteten beide als Journalisten für das selbe Magazin. Als Miriams Mann bei einer Reportage stirbt, wechselt sie den Herausgeber und arbeitet stattdessen für eine Frauenzeitschrift. Für ihren aktuellen Artikel erhält sie anonyme Briefe und entscheidet sich, diesen nachzugehen ? Schreibstil: Der Stil ist durchwachsen. Mit Trauerbewältigung, RAF-Terror,... Inhalt: Miriam sowie ihr Mann arbeiteten beide als Journalisten für das selbe Magazin. Als Miriams Mann bei einer Reportage stirbt, wechselt sie den Herausgeber und arbeitet stattdessen für eine Frauenzeitschrift. Für ihren aktuellen Artikel erhält sie anonyme Briefe und entscheidet sich, diesen nachzugehen ? Schreibstil: Der Stil ist durchwachsen. Mit Trauerbewältigung, RAF-Terror, Liebe, allein erziehende Mutter und einem vertuschten Mord hätte ich mehr erwartet als eine extrem konstruierte Handlung, welche dann auch noch mit Klischees behaftet ist. Vielleicht waren es aber auch zu viele Themen, welche ja alle untergebracht werden müssen und daher dieses konfuse durcheinander, was so unrealistisch erscheint, dass die ganze Geschichte zunichte macht. Charaktere: Miriam trauert sehr viel um ihren Mann ? verständlich ? und sie versucht ihre Trauer durch geschickte Handlungen in den Griff zu bekommen. auch stilistisch hat die Autorin gut nachgeholfen, dennoch wirkt das ganze einfach nicht, wenn sie sich dann Bo an den Hals wirft. Bo hingegen, taucht auf und ihm wird sofort Miriams Sohn anvertraut. Logisch, würde ja jede Mutter so machen *da kann man nur mit dem Kopf schütteln Auch die anderen Charaktere sind einfach immer zur richtigen Stelle da oder sterben dann ganz schnell, damit sie nicht mehr antworten müssen ? wie praktisch! Cover: Das Cover ist sehr schön und hat mich zum Lesen verleitet. Fazit: Eine von vorne bis hinten konstruierte Geschichte, welche einfach nur unglaubwürdig ist! Von mir gibt es keine Leseempfehlung und nur 2 Sterne.

Ist Wahrheit eine Frage der Perspektive?
von einer Kundin/einem Kunden am 07.12.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Miriam hat ihren Mann und kurz darauf ihr Baby verloren und lebt nun mit ihrem Sohn alleine in Hamburg. Die Stiftung von Dorothea Sartorius hat ihr bei der Trauerbewältigung sehr geholfen. Sie fühlt sich ihr verbunden. Nun möchte sie... Miriam hat ihren Mann und kurz darauf ihr Baby verloren und lebt nun mit ihrem Sohn alleine in Hamburg. Die Stiftung von Dorothea Sartorius hat ihr bei der Trauerbewältigung sehr geholfen. Sie fühlt sich ihr verbunden. Nun möchte sie ihr etwas zurück geben und bereitet mit ihr die Verleihung des Sartorius-Preises für Zivilcourage vor. Dorothea Sartorius vermittelt das Bild einer mitfühlenden, herzlichen Witwe. Doch als Miriam für ein Porträt intensiv recherchiert, findet sie Unglaubliches heraus. Plötzlich erscheint das so edle und selbstlose Leben der Sartorius in einem ganz anderen Licht. Miriam weiß nicht mehr, was sie glauben soll und was Wahrheit wirklich bedeutet. Gibt es überhaupt so etwas wie eine absolute Wahrheit oder ist sie eine Frage der Perspektive? Die Geschichte ist unheimlich gefühlvoll geschrieben. Die Darstellung der Trauer, die Miriam empfindet, als einen Raben, der immer wieder aufflattert, finde ich sehr passend. Man kann nicht anders als mit Miriam mitzufühlen, die Trauer, doch auch die schönen Gefühle, die langsam wieder in ihr aufkeimen und die sie lernt wieder zuzulassen. Natürlich taucht auch irgendwann wieder ein Mann in ihrem Leben auf. Doch dies ist keine plumpe Liebesgeschichte. Die Gefühle sind sehr zart und entwickeln sich in ihrer eigenen Geschwindigkeit im Hintergrund, was ich sehr schön und auch realistisch fand. Mittelpunkt des Buches bleibt jedoch die Geschichte der Sartorius und die Suche nach der Wahrheit. Es geht zurück in die 70er Jahre, als der RAF-Terror Deutschland in Angst versetzte. Ein Autounfall, bei dem drei junge Leute ums Leben kommen. Anscheinend ein tragischer Unfall, doch ein zweiter Blick enthüllt eine ganz andere Geschichte. Was hat der Unfall in der Idylle eines norddeutschen Ortes mit dem linksextremen Terror zu tun? Frau Sartorius kennt beide Seiten, die des rebellischen Mädchens, das in eine linksextreme Terrorgruppe rutscht, doch auch die der liebenden Frau, die an den vermögenden Reeder Sartorius ihr Herz verloren hat. Was ist nun die Wahrheit und was verbirgt sie? Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Es spricht die ganze Bandbreite der Emotionen an. Und hinzu kommt die Spannung nach der Frage, ob Miriam die endgültige Wahrheit je herausfinden wird.

Berührendes Ende
von Julia Lotz aus Aßlar am 07.12.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Mich hat das Buch zu dem Zeitpunkt voll und ganz angesprochen, als ich gelesen habe, dass das Buch mit der historischen Thematik de RAF-Terrors verknüpft ist. Ich finde diesen Zeitabschnitt sehr spannend und dennoch zu wenig vertreten in Medien oder der Betrachtung in der Schule. Mit dem Buch begonnen... Mich hat das Buch zu dem Zeitpunkt voll und ganz angesprochen, als ich gelesen habe, dass das Buch mit der historischen Thematik de RAF-Terrors verknüpft ist. Ich finde diesen Zeitabschnitt sehr spannend und dennoch zu wenig vertreten in Medien oder der Betrachtung in der Schule. Mit dem Buch begonnen musste ich jedoch erst einmal feststellen, dass das sich Buch zunächst überhaupt nicht mit dem RAF-Terror beschäftigt. Vielmehr erfahren wir den Roman aus der Sicht von Miriam, die mit dem Tod ihres Mannes kämpft und neben ihrem Job bei einer Zeitschrift versucht, ihren Sohn alleine großzuziehen. Durch eine Preisverleihung stößt sie auf de Vergangenheit, der Preisinitiatorin, die eng mit der RAF zusammenhängt. Die Geschichte fesselte, ganz ohne viel Action oder Spannung. Obwohl Miriam für mich durch ihr Alter keine Identifikationsfigur darstellte und sich in einem anderen Lebensabschnitt befindet, war es doch sehr spannend, ihre Entwicklung zu verfolgen. Trauerbewältigung und das Eingestehen von Schuld nahm das gesamte Buch über jedoch einen sehr viel größeren Raum ein, als der im Klappentext angekündigte Terror. Obwohl ich davon zunächst sehr enttäuscht war, empfand ich die Themen jedoch auch sehr schön umgesetzt und aufgearbeitet. Auch Miriam war in ihrem Handeln und ihren Gedanken sehr verständlich und man konnte sehr gut mit ihr mitfühlen. Bezüglich des RAF Terrors sollte man bereits vor dem Lesen des Titels einiges an Wissen angehäuft haben. Es wird nicht noch einmal genauer auf die Hintergründe und Motivationen eingegangen und das Buch erklärt zu wenig, um einen Einstieg in das Thema zu finden. Ich für meinen Teil weiß zwar schon sehr viel und hatte viele Details im Kopf, ohne dass ich mir vorher noch einmal etwas durchgelesen hatte, dennoch hatte ich gehofft, mehr zu erfahren und neue Verknüpfen herstellen zu können. Besonders zum Ende hin nimmt das Buch eine sehr schöne, wenn auch teilweise tragische Wendung. War ich mittendrin doch etwas enttäuscht, konnte mich die Geschichte an diesem Punkt wieder voll und ganz abholen und wenn ihr nah am Wasser gebaut seid, solltet ihr euch auch einige Taschentücher bereitlegen. Fazit: In einem anderen Licht entsprach nicht ganz meinen Erwartungen, da der RAF Terror neben Themen wie Trauerbewältigung und Schuldeingestehung sehr zurückgetreten ist. Trotz dieser kleinen Enttäuschung begeisterte mich die Geschichte dann jedoch genauso, wie sie war und präsentiert den Lesern letztendlich sogar ein Ende, dass es in sich hat.