Warenkorb
 

Sie haben noch keinen tolino eReader? Jetzt informieren.

Ein Gentleman in Moskau

Roman

(99)

Moskau, 1922. Der genussfreudige Lebemann Graf Rostov wird verhaftet und zu lebenslangem Hausarrest verurteilt, ausgerechnet im Hotel Metropol, dem ersten Haus am Platz. Er muss alle bisher genossenen Privilegien aufgeben und eine Arbeit als Hilfskellner annehmen. Rostov mit seinen 30 Jahren ist ein äußerst liebenswürdiger, immer optimistischer Gentleman. Trotz seiner eingeschränkten Umstände lebt er ganz seine Überzeugung, dass selbst kleine gute Taten einer chaotischen Welt Sinn verleihen. Aber ihm bleibt nur der Blick aus dem Fenster, während draußen Russland stürmische Dekaden durchlebt. Seine Stunde kommt, als eine alte Freundin ihm ihre kleine Tochter anvertraut. Das Kind ändert Rostovs Leben von Grund auf. Für das Mädchen und sein Leben wächst der Graf über sich hinaus.

"Towles ist ein Meistererzähler" New York Times Book Review

"Eine charmante Erinnerung an die Bedeutung von gutem Stil" Washington Post

"Elegant, dabei gleichzeitig filigran und üppig wie ein Schmuckei von Fabergé" O, the Oprah Magazine

Rezension
Ein wunderbarer Roman, der von der Bestimmung erzählt, die jeder für sich finden muss., Brigitte Wir, 09.10.2017
Portrait
Amor Towles hat in Yale und Stanford studiert. Er ist in der Finanzbranche tätig und gehört dem Vorstand der Library of America und der Yale Art Gallery an. Er lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Manhattan.
… weiterlesen
eBook kaufen
eBook verschenken

Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 560 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 08.09.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783843716192
Verlag Ullstein eBooks
Dateigröße 3638 KB
Übersetzer Susanne Höbel
Verkaufsrang 4.557
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
In der Cloud verfügbar
Per E-Mail verschenken i
eBook kaufen
eBook verschenken
PAYBACK Punkte
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Buchhändler-Empfehlungen

„Russland aus einer sehr interessanten Perspektive!“

Jennifer Jeschonnek, Thalia-Buchhandlung Hilden

Geistreich, amüsant und dennoch sehr bewegend!
Russland 1922: Ein Land in Zeiten des Umbruchs. Durch die Augen des enteigneten und unter Hausarrest gestellten Grafen Alexander Rostov erleben wir nicht nur die Geschichte Russlands zu Zeiten des Bolschewismus sondern auch die Geschichte eines Lebens voller Freundschaft, Liebe und nicht enden wollender Zuversicht.
Amor Towles versteht es, die Geschichte Russlands aus einer sehr interessanten Perspektive zu vermitteln.
Geistreich, amüsant und dennoch sehr bewegend!
Russland 1922: Ein Land in Zeiten des Umbruchs. Durch die Augen des enteigneten und unter Hausarrest gestellten Grafen Alexander Rostov erleben wir nicht nur die Geschichte Russlands zu Zeiten des Bolschewismus sondern auch die Geschichte eines Lebens voller Freundschaft, Liebe und nicht enden wollender Zuversicht.
Amor Towles versteht es, die Geschichte Russlands aus einer sehr interessanten Perspektive zu vermitteln.

„Absolutes Lesemuss!“

Janina Baensch

"Ein Gentleman in Moskau" erzählt die Geschichte eines mutigen und charakterstarken Mannes und gibt Einblicke in die Geschichte Russlands.
Mit sehr viel Charme geschrieben!
"Ein Gentleman in Moskau" erzählt die Geschichte eines mutigen und charakterstarken Mannes und gibt Einblicke in die Geschichte Russlands.
Mit sehr viel Charme geschrieben!

„Eine spannende Studie menschlicher Beziehungen“

Kristin Pein, Thalia-Buchhandlung Weimar

Es klingt zunächst wie ein Hauptgewinn im Lotto: lebenslanger Urlaub im Luxushotel.
Doch für Graf Alexander Rostov hört es sich ganz anders an: lebenslanger Hausarrest im Hotel Metropol, sollte er das Hotel jemals verlassen, droht ihm die Erschießung.
Aus seiner Suite in eine winzige Dachkammer verbannt, seiner offiziellen Existenz beraubt und gefesselt an die immer gleichen Abläufe im Hotel, muss der Lebemann eine völlig neue Lebensphilosophie für sich finden.
Der Rhythmus dieses Romans ist der Rhythmus des Lebens, wie er sich in einem Hotel über die Jahre darstellt: Graf Rostov lebt vom Kontakt mit Menschen - den immer gleichen; den Angestellten des Hotels, und den immer neuen; den Gästen. Dabei arrangiert er sich mit seinem Schicksal, ohne sich damit abzufinden - und bricht schließlich auf seine Art aus dem Kreislauf aus.
Toll geschrieben, mitfühlend und doch mit genug Distanz, um dem Leser eine ganz eigene Sicht auf die Dinge zu ermöglichen.
Es klingt zunächst wie ein Hauptgewinn im Lotto: lebenslanger Urlaub im Luxushotel.
Doch für Graf Alexander Rostov hört es sich ganz anders an: lebenslanger Hausarrest im Hotel Metropol, sollte er das Hotel jemals verlassen, droht ihm die Erschießung.
Aus seiner Suite in eine winzige Dachkammer verbannt, seiner offiziellen Existenz beraubt und gefesselt an die immer gleichen Abläufe im Hotel, muss der Lebemann eine völlig neue Lebensphilosophie für sich finden.
Der Rhythmus dieses Romans ist der Rhythmus des Lebens, wie er sich in einem Hotel über die Jahre darstellt: Graf Rostov lebt vom Kontakt mit Menschen - den immer gleichen; den Angestellten des Hotels, und den immer neuen; den Gästen. Dabei arrangiert er sich mit seinem Schicksal, ohne sich damit abzufinden - und bricht schließlich auf seine Art aus dem Kreislauf aus.
Toll geschrieben, mitfühlend und doch mit genug Distanz, um dem Leser eine ganz eigene Sicht auf die Dinge zu ermöglichen.

„Ein Gentleman in Moskau“

Tina Dammer, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Der Autor Amor Towles entführt den Leser nach Moskau in das Jahr 1922. Nach der Revolution in sein geliebtes Land zurückgekehrt wird der Graf verhaftet und zu lebenslangen Hausarrest im Hotel "Metropol" verurteilt. Graf Rostov arrangiert sich mit den widrigen Umständen in einer kleinen nicht standesgemäßen Mansarde zu wohnen. Trotz schwieriger Zeiten und Geschehnisse versucht Rostov den Menschen immer mit Wertschätzung und Respekt zu begegnen. Eine großartige Geschichte in einer wunderschönen Sprache. Der Autor Amor Towles entführt den Leser nach Moskau in das Jahr 1922. Nach der Revolution in sein geliebtes Land zurückgekehrt wird der Graf verhaftet und zu lebenslangen Hausarrest im Hotel "Metropol" verurteilt. Graf Rostov arrangiert sich mit den widrigen Umständen in einer kleinen nicht standesgemäßen Mansarde zu wohnen. Trotz schwieriger Zeiten und Geschehnisse versucht Rostov den Menschen immer mit Wertschätzung und Respekt zu begegnen. Eine großartige Geschichte in einer wunderschönen Sprache.

„Ein Gentleman im Hotel Metropol“

Colette Stamer, Thalia-Buchhandlung Bonn

Ist ein Roman, spielend in Moskau, geschrieben von einem Amerikaner authentisch? Was würden Sie tun, wenn Sie zu einem lebenslänglichen Hausarrest verurteilt würden? Alexander Ilitsch Rostov, Graf, erlebt Zeiten des Wandels- eingesperrt in den Kokon des Hotels Metropol in Moskau. Er lebt dort bereits vier Jahre, als das Urteil verkündet wird. Ein Gedicht, das in seinem Namen veröffentlicht wurde, rettet ihm das Leben. Ein kluger Roman über das Leben u.a. in schwierigen Zeiten und die Kunst, das Beste daraus zu machen...

Ist ein Roman, spielend in Moskau, geschrieben von einem Amerikaner authentisch? Was würden Sie tun, wenn Sie zu einem lebenslänglichen Hausarrest verurteilt würden? Alexander Ilitsch Rostov, Graf, erlebt Zeiten des Wandels- eingesperrt in den Kokon des Hotels Metropol in Moskau. Er lebt dort bereits vier Jahre, als das Urteil verkündet wird. Ein Gedicht, das in seinem Namen veröffentlicht wurde, rettet ihm das Leben. Ein kluger Roman über das Leben u.a. in schwierigen Zeiten und die Kunst, das Beste daraus zu machen...

„Durch und durch alte Schule“

Ursula Kallipke, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Mein Lieblingsbuch im Herbst 2017.
Amor Towles ist ein geniales Meisterstück gelungen. Es macht einfach von der ersten Zeile an wahnsinnige Freude in das Leben seines Protagonisten Graf Alexander Rostov einzutauchen. Dieser wird im Juni 1922 wegen Verfassens eines systemkritischen Gedichts zu lebenslangem Hausarrest im Moskauer Hotel Metropol verurteilt. Trotz einiger gravierender Einschränkungen arrangiert sich der erst Anfang 30jährige Adelige mit der Situation und findet ganz neue Pfade auch jenseits des roten Teppichs. Ein faszinierender Roman, der in einem ganz eigenen Mikrokosmos spielt.
Vorgestellt bei "Lesegenuss nach Ladenschluss" im November 2017
Mein Lieblingsbuch im Herbst 2017.
Amor Towles ist ein geniales Meisterstück gelungen. Es macht einfach von der ersten Zeile an wahnsinnige Freude in das Leben seines Protagonisten Graf Alexander Rostov einzutauchen. Dieser wird im Juni 1922 wegen Verfassens eines systemkritischen Gedichts zu lebenslangem Hausarrest im Moskauer Hotel Metropol verurteilt. Trotz einiger gravierender Einschränkungen arrangiert sich der erst Anfang 30jährige Adelige mit der Situation und findet ganz neue Pfade auch jenseits des roten Teppichs. Ein faszinierender Roman, der in einem ganz eigenen Mikrokosmos spielt.
Vorgestellt bei "Lesegenuss nach Ladenschluss" im November 2017

Bettina Mohler, Thalia-Buchhandlung Soest

Dieses Buch bezaubert durch seine Schlichtheit und Eleganz. Und führt den Leser durch 30 Jahre russische Geschichte, erlebt im Mikrokosmos eines Hotels. Eine Perle! Dieses Buch bezaubert durch seine Schlichtheit und Eleganz. Und führt den Leser durch 30 Jahre russische Geschichte, erlebt im Mikrokosmos eines Hotels. Eine Perle!

Victoria Blos, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Welch ein wunderbares Buch! Towles erzählt uns die Geschichte des Grafen Rostov mit viel Charme, Warmherzigkeit und feinem Humor. Mein Herbst-Highlight! Welch ein wunderbares Buch! Towles erzählt uns die Geschichte des Grafen Rostov mit viel Charme, Warmherzigkeit und feinem Humor. Mein Herbst-Highlight!

Katrin Höffler, Thalia-Buchhandlung Günthersdorf

Wunderbar britische Lektüre mit viel Gespür für die russische Seele!
Mit jeder Seite geriet ich mehr in den Bann eines einzigartigen Grafen an einem einzigartigen Ort. Lesenswert!
Wunderbar britische Lektüre mit viel Gespür für die russische Seele!
Mit jeder Seite geriet ich mehr in den Bann eines einzigartigen Grafen an einem einzigartigen Ort. Lesenswert!

„Lohnenswert!“

Steffi Jähnichen, Thalia-Buchhandlung Pirna

Der Beitrag Russlands zur Kultur des Westens? Tschechow, Tolstoi, Tschaikowsky und Kaviar - jedenfalls laut Graf Alexander Iljitsch Rostov, dem Helden dieses Buches. Dieser sehr gebildete, auch mit Herzensbildung ausgestattete Vertreter einer seit 1918 in Russland nur noch selten anzutreffenden Klasse, wird 1922 von den Herrschenden zu Hausarrest verurteilt. Er wird 32 Jahre im Hotel "Metropol" im Herzen von Moskau leben, ohne einen Schritt vor die Tür setzen zu können. Wie er diese Zeit erlebt, wem er begegnet - eine sehr lohnenswerte Lektüre! Der Beitrag Russlands zur Kultur des Westens? Tschechow, Tolstoi, Tschaikowsky und Kaviar - jedenfalls laut Graf Alexander Iljitsch Rostov, dem Helden dieses Buches. Dieser sehr gebildete, auch mit Herzensbildung ausgestattete Vertreter einer seit 1918 in Russland nur noch selten anzutreffenden Klasse, wird 1922 von den Herrschenden zu Hausarrest verurteilt. Er wird 32 Jahre im Hotel "Metropol" im Herzen von Moskau leben, ohne einen Schritt vor die Tür setzen zu können. Wie er diese Zeit erlebt, wem er begegnet - eine sehr lohnenswerte Lektüre!

Kathrin Regel, Thalia-Buchhandlung Wetzlar

Ein literarisch feinsinniger Roman über Anstand, guten Stil, Benehmen und einen Mann, der trotz seiner misslichen Lage nie den Mut verliert und über sich hinauswächst. Lesenswert! Ein literarisch feinsinniger Roman über Anstand, guten Stil, Benehmen und einen Mann, der trotz seiner misslichen Lage nie den Mut verliert und über sich hinauswächst. Lesenswert!

„Darf ich mich vorstellen? Alexander Rostov. Graf Alexander Iljitsch Rostov!“

Matthias Kesper, Thalia-Buchhandlung Paderborn

Was für ein feines Buch. Und was für ein feiner Protagonist.
Graf Alexander Iljitsch Rostov, letzter Sproß eines russischen Adelsgeschlechts, aus Nischni Nowgorod stammend, humanistisch gebildet, ziemlich wohlhabend, sehr ich-bezogen. Rostov kehrt auf die familiären Güter direkt nach der Oktober-Revolution aus Paris zurück, bringt seine Großmutter, bei der er aufwuchs (seine Eltern sind bei einem Unfall verstorben) in Frankreich in Sicherheit, gibt die Ländereien, seit Jahrhunderten im Familienbesitz, auf, und zieht nach Moskau. In das beste, größte und schönste Hotel im Herzen der Stadt, in das "Metropol", Suite 317.
1922 wird er wegen pro-zaristischer Umtriebe (er hat tatsächlich ein Buch, mit einem Zarenporträt im Besitz, vor Gericht gestellt, umgehend zum Tod verurteilt - aber dieses Urteil wird, dank eines anti-zaristischen Gedichts, das er 1913 verfasst hat, in eine lebenslange Aberkennung seiner bürgerlichen Rechte (er wird zur "ehemaligen Person") umgewandelt - und er darf das Metropol auf Lebenszeit nicht mehr verlassen.

Ausschnitt aus der Gerichtsverhandlung:

Richter Wischinski: "Für das Protokoll: Sie sind Alexander Rostov, geboren in St. Petersburg?"
Rostov: "Der bin ich."
Wischinski: "Bevor wir anfangen, muss ich doch noch sagen, dass ich noch nie ein Jakett mit so vielen Knöpfen gesehen habe."
Rostov: "Vielen Dank."
Wischinski: "Das war nicht als Kompliment gemeint."
Rostov: "In dem Fall verlange ich Satisfaktion auf dem Feld der Ehre."

Das gibt den Grundtenor des Buchs perfekt wieder - Ein wirklicher Gentleman, der sich mit seinem Schicksal aufs Beste arrangiert, der in diesem Hotel lebt, trotz aller Widrigkeiten, er nimmt sogar den Job des Oberkellners an, bis er von einer alten Freundin deren Tochter Sofia anvertraut bekommt. Und plötzlich gibt es mehr, als nur zu überleben....

Bester britischer Stil, bestes britisches Verhalten, umfassende Bildung, sarkastischster Humor, vollendetes Benehmen, einfach ein Gentleman, vom Scheitel bis zur Sohle!
Und ein Lesevegnügen der ganz anderen Art - "Stiff Upper Lips" rules...
Was für ein feines Buch. Und was für ein feiner Protagonist.
Graf Alexander Iljitsch Rostov, letzter Sproß eines russischen Adelsgeschlechts, aus Nischni Nowgorod stammend, humanistisch gebildet, ziemlich wohlhabend, sehr ich-bezogen. Rostov kehrt auf die familiären Güter direkt nach der Oktober-Revolution aus Paris zurück, bringt seine Großmutter, bei der er aufwuchs (seine Eltern sind bei einem Unfall verstorben) in Frankreich in Sicherheit, gibt die Ländereien, seit Jahrhunderten im Familienbesitz, auf, und zieht nach Moskau. In das beste, größte und schönste Hotel im Herzen der Stadt, in das "Metropol", Suite 317.
1922 wird er wegen pro-zaristischer Umtriebe (er hat tatsächlich ein Buch, mit einem Zarenporträt im Besitz, vor Gericht gestellt, umgehend zum Tod verurteilt - aber dieses Urteil wird, dank eines anti-zaristischen Gedichts, das er 1913 verfasst hat, in eine lebenslange Aberkennung seiner bürgerlichen Rechte (er wird zur "ehemaligen Person") umgewandelt - und er darf das Metropol auf Lebenszeit nicht mehr verlassen.

Ausschnitt aus der Gerichtsverhandlung:

Richter Wischinski: "Für das Protokoll: Sie sind Alexander Rostov, geboren in St. Petersburg?"
Rostov: "Der bin ich."
Wischinski: "Bevor wir anfangen, muss ich doch noch sagen, dass ich noch nie ein Jakett mit so vielen Knöpfen gesehen habe."
Rostov: "Vielen Dank."
Wischinski: "Das war nicht als Kompliment gemeint."
Rostov: "In dem Fall verlange ich Satisfaktion auf dem Feld der Ehre."

Das gibt den Grundtenor des Buchs perfekt wieder - Ein wirklicher Gentleman, der sich mit seinem Schicksal aufs Beste arrangiert, der in diesem Hotel lebt, trotz aller Widrigkeiten, er nimmt sogar den Job des Oberkellners an, bis er von einer alten Freundin deren Tochter Sofia anvertraut bekommt. Und plötzlich gibt es mehr, als nur zu überleben....

Bester britischer Stil, bestes britisches Verhalten, umfassende Bildung, sarkastischster Humor, vollendetes Benehmen, einfach ein Gentleman, vom Scheitel bis zur Sohle!
Und ein Lesevegnügen der ganz anderen Art - "Stiff Upper Lips" rules...

„Robinson im Hotel“

Tanja Kuhner, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Buchhändler sehen sich oft mit folgender Fragestellung konfrontiert: "Können Sie mir einen Roman empfehlen, so wie "Die Vermessung der Welt" von Kehlmann...?!" ( Der Autor sei hier ein Beispiel.) Innerlich seufzt der Befragte - eine Killerfrage bei solchen Ausnahmeromanen.
Welches Phänomen steckt aber hinter einer solchen Frage? Der Leser möchte erneut von einem besonderen Buch überwältigt und gepackt werden.
U N D "Der Gentleman von Moskau" ist einer dieser kostbaren Romane: ein erfindungsreicher Plot, im Hotelkosmos gespiegelter Sowjetalltag, durchwoben mit feiner Ironie und eine umwerfende, nonchalante Hauptfigur.

Selbst wenn Sie über wenig Zeit verfügen, sollten Sie sich dieses Juwel nicht entgehen lassen.
Buchhändler sehen sich oft mit folgender Fragestellung konfrontiert: "Können Sie mir einen Roman empfehlen, so wie "Die Vermessung der Welt" von Kehlmann...?!" ( Der Autor sei hier ein Beispiel.) Innerlich seufzt der Befragte - eine Killerfrage bei solchen Ausnahmeromanen.
Welches Phänomen steckt aber hinter einer solchen Frage? Der Leser möchte erneut von einem besonderen Buch überwältigt und gepackt werden.
U N D "Der Gentleman von Moskau" ist einer dieser kostbaren Romane: ein erfindungsreicher Plot, im Hotelkosmos gespiegelter Sowjetalltag, durchwoben mit feiner Ironie und eine umwerfende, nonchalante Hauptfigur.

Selbst wenn Sie über wenig Zeit verfügen, sollten Sie sich dieses Juwel nicht entgehen lassen.

„Lesegenuss allererster Güte!“

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

Towles' stilvoller und beinahe märchenhafter Roman ist eine Freude, da sein Graf Rostov eine der liebenswertesten Figuren überhaupt für mich ist.

Der Autor hat einen wunderbaren Mikro-Kosmos geschaffen, in den ich gerne eingetaucht bin.
Manchmal hat es mich etwas befremdet, wie kurz die Weltgeschichte außerhalb des Hotels abgehandelt wird, letztlich passt es aber genau zum Roman, da Rostov zum Zuschauen verurteilt wurde.

Wie schon in seinem Vorgänger “Eine Frage der Höflichkeit“ schreibt Towles von einer vergangenen Welt, in der Haltung und Stil tatsächlich Charaktereigenschaften sind, die die äußeren Umstände überdauern.
Towles' stilvoller und beinahe märchenhafter Roman ist eine Freude, da sein Graf Rostov eine der liebenswertesten Figuren überhaupt für mich ist.

Der Autor hat einen wunderbaren Mikro-Kosmos geschaffen, in den ich gerne eingetaucht bin.
Manchmal hat es mich etwas befremdet, wie kurz die Weltgeschichte außerhalb des Hotels abgehandelt wird, letztlich passt es aber genau zum Roman, da Rostov zum Zuschauen verurteilt wurde.

Wie schon in seinem Vorgänger “Eine Frage der Höflichkeit“ schreibt Towles von einer vergangenen Welt, in der Haltung und Stil tatsächlich Charaktereigenschaften sind, die die äußeren Umstände überdauern.

„Dreißig Jahre Grand Hotel“

Sabine van Ahlen, Thalia-Buchhandlung Münster

Moskau 1922: Graf Alexander Rostov entgeht nur knapp einem Todesurteil. Zwar spricht sein Adelsstand im neuen kommunistischen Russland eindeutig gegen ihn, aber sein Ruf als Dichter rettet ihm das Leben. Er wird begnadigt und im grandiosen Hotel Metropol, seinem üblichen Moskauer Domizil, in dem sich die ganze mondäne Welt der Reichen, der Künstler und Bohemiens, der Intriganten und Strippenzieher, der Politiker und Geheimdienstler tummelt, unter Hausarrest gestellt. 30 Jahre lang lebt er so zwar immer noch als Teil seiner gewohnten Welt, aber in der erzwungenen Rolle des Beobachters und Statisten, gleichsam wie in einer steinernen Zeitkapsel, durch deren dicke, altehrwürdige Wände nur sehr allmählich die Zeichen der rasanten politischen und gesellschaftlichen Veränderungen in der Sowjetunion sickern.
In einer Sprache, so elegant wie ein maßgeschneiderter Smoking, mit fein prickelnder Ironie und einer großen Liebe zu seinen Figuren, erzählt Amor Towels, wie man seine Würde in der Erniedrigung bewahrt und in der Beschränkung eines - zugegebenermaßen prächtigen - Gefängnisses doch stets ein Mann von Welt bleiben kann.
Und wie man - ganz nebenbei - eine Staatsmacht mit ihren eigenen Waffen schlagen kann.
Brillant.

Moskau 1922: Graf Alexander Rostov entgeht nur knapp einem Todesurteil. Zwar spricht sein Adelsstand im neuen kommunistischen Russland eindeutig gegen ihn, aber sein Ruf als Dichter rettet ihm das Leben. Er wird begnadigt und im grandiosen Hotel Metropol, seinem üblichen Moskauer Domizil, in dem sich die ganze mondäne Welt der Reichen, der Künstler und Bohemiens, der Intriganten und Strippenzieher, der Politiker und Geheimdienstler tummelt, unter Hausarrest gestellt. 30 Jahre lang lebt er so zwar immer noch als Teil seiner gewohnten Welt, aber in der erzwungenen Rolle des Beobachters und Statisten, gleichsam wie in einer steinernen Zeitkapsel, durch deren dicke, altehrwürdige Wände nur sehr allmählich die Zeichen der rasanten politischen und gesellschaftlichen Veränderungen in der Sowjetunion sickern.
In einer Sprache, so elegant wie ein maßgeschneiderter Smoking, mit fein prickelnder Ironie und einer großen Liebe zu seinen Figuren, erzählt Amor Towels, wie man seine Würde in der Erniedrigung bewahrt und in der Beschränkung eines - zugegebenermaßen prächtigen - Gefängnisses doch stets ein Mann von Welt bleiben kann.
Und wie man - ganz nebenbei - eine Staatsmacht mit ihren eigenen Waffen schlagen kann.
Brillant.

Sina Hufnagel, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Ein feinsinniger und wahnsinnig gut geschriebener Roman. Für mich ein Jahreshighlight !!! Ein feinsinniger und wahnsinnig gut geschriebener Roman. Für mich ein Jahreshighlight !!!

Julia Weßbecher, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Wunderbar elegante Geschichte, die im Hotel Metropol in Moskau vor, während und kurz nach der Stalinzeit spielt. Lassen Sie sich von diesem Buch entführen und verzaubern ! Wunderbar elegante Geschichte, die im Hotel Metropol in Moskau vor, während und kurz nach der Stalinzeit spielt. Lassen Sie sich von diesem Buch entführen und verzaubern !

„Die 30er und 40er“

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Kultiviert und flüssig wegzulesen ist dieser Roman - genau so ist auch der Inhalt der Geschichte. Kate und Eve scheinen das grosse Los gezogen zu haben, als sie Tinker kennenlernen. Ein junger Mann, der sie in tolle Restaurants führt und so wunderbar ist, dass sich beide Mädchen in ihn verlieben. Doch als die drei einen Autounfall haben und Eve die Leidtragendste ist, wird aus Leichtigkeit ganz schnell Pflicht und Verantwortung. Wunderbar zu lesen, sprachlich toll und am Ende war ich dann doch überrascht, das bei all dem Stil, der Noblesse, der Dekadenz und dem irgendwie unwirklichen Leben der Helden, plötzlich ein Blick hinter die Kulissen gewährt wird. Kultiviert und flüssig wegzulesen ist dieser Roman - genau so ist auch der Inhalt der Geschichte. Kate und Eve scheinen das grosse Los gezogen zu haben, als sie Tinker kennenlernen. Ein junger Mann, der sie in tolle Restaurants führt und so wunderbar ist, dass sich beide Mädchen in ihn verlieben. Doch als die drei einen Autounfall haben und Eve die Leidtragendste ist, wird aus Leichtigkeit ganz schnell Pflicht und Verantwortung. Wunderbar zu lesen, sprachlich toll und am Ende war ich dann doch überrascht, das bei all dem Stil, der Noblesse, der Dekadenz und dem irgendwie unwirklichen Leben der Helden, plötzlich ein Blick hinter die Kulissen gewährt wird.

„Die goldenen Jahre“

Ulrike Seine, Thalia-Buchhandlung Lingen

Dieses Buch wuchs mir mit jeder Seite mehr ans Herz. Die Hauptperson Kate, eine junge Frau aus ärmlichen Verhältnissen schien mir zunächst nicht so recht ins Bild zu passen, aber sie passt dorthin.
Die Dekadenz der reichen Upper-Class Amerikas in den 30er und 40er Jahren, vor allem aber ihrer Sprößlinge, die mit Mitte zwanzig immer noch nicht wirklich erwachsen sind, aber auch keine Eile haben müssen, Geld gibt es genug.
Wie in Fitzgeralds wunderbarem Roman -Der große Gatsby- weht ein Hauch von Traurigkeit über dem Ganzen und man scheint zu spüren, daß Reichtum und Schönheit nicht der eigentliche Sinn des Lebens sind.
Ich liebe dieses Buch.
Dieses Buch wuchs mir mit jeder Seite mehr ans Herz. Die Hauptperson Kate, eine junge Frau aus ärmlichen Verhältnissen schien mir zunächst nicht so recht ins Bild zu passen, aber sie passt dorthin.
Die Dekadenz der reichen Upper-Class Amerikas in den 30er und 40er Jahren, vor allem aber ihrer Sprößlinge, die mit Mitte zwanzig immer noch nicht wirklich erwachsen sind, aber auch keine Eile haben müssen, Geld gibt es genug.
Wie in Fitzgeralds wunderbarem Roman -Der große Gatsby- weht ein Hauch von Traurigkeit über dem Ganzen und man scheint zu spüren, daß Reichtum und Schönheit nicht der eigentliche Sinn des Lebens sind.
Ich liebe dieses Buch.

„Eine Frage der Höflichkeit “

Frauke Geiger, Thalia-Buchhandlung Oldenburg

New York 1938- das Kennenlernen zwischen Eve, Tinker und Katey wird ihre Leben maßgeblich verändern. Erzählt wird diese wunderbare Upper Class Geschichte aus der Sicht der 28jährigen Katey- mit bissigem Humor und klugen Gedanken.
Amor Towles schreibt in einer so dichten und atmosphärischen Sprache, dass man gar nicht mehr aufhören kann. Für mich einer der besten Romane der letzten Jahre!
New York 1938- das Kennenlernen zwischen Eve, Tinker und Katey wird ihre Leben maßgeblich verändern. Erzählt wird diese wunderbare Upper Class Geschichte aus der Sicht der 28jährigen Katey- mit bissigem Humor und klugen Gedanken.
Amor Towles schreibt in einer so dichten und atmosphärischen Sprache, dass man gar nicht mehr aufhören kann. Für mich einer der besten Romane der letzten Jahre!

„Alles ist möglich“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Bei diesem Buch stimmt einfach alles! Ein wunderschönes Cover mit einer schönen Schrifttype, ein stimmiger Buchtitel, Klappentext und ein toller Roman. Als ich dieses Buch das erste Mal in den Händen hielt, sprach mich sofort das Titelbild an, welches eine sich sonnende Frau vor Wolkenkratzern zeigt. Dazu die schöne Art Deco Schrift des Titels und der Hinweis auf dem Cover „…ein spritziger Gesellschaftsroman á la F. Scott Fitzgerald…“.

Amor Towles erzählt ein Jahr aus dem Leben von Kate, einer jungen New Yorkerin, die aus einer einfachen Familie stammt. Erst ihre Eltern waren aus Russland in die Neue Welt gekommen. Sie teilt sich ein Zimmer mit Eve in einer Frauenpension. Beide Frauen arbeiten tagsüber als Sekretärinnen und verbringen die Abende gerne in Jazzlokalen. Silvester 1937 lernen sie dort per Zufall den eleganten Tinker kennen und verbringen fortan viel Zeit zu dritt. Kate und Eve führen ihn an ihre Lieblingsorte, er revanchiert sich damit, dass er mit ihnen an die Orte geht, wo sich die bessere Gesellschaft trifft. Doch das Gleichgewicht bricht auseinander, als sie zusammen einen Autounfall überleben. Amor Towles führt uns in die Welt der Reichen und Nouveau Riche. Es ist ein Leben auf dem Vulkan. Viele haben ihr Geld bei Börsencrashs verloren, andere aber auch gewonnen. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, die Gesellschaftsschere klafft extrem auseinander. Alles ist möglich. Amerika – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Kate, Eve und Tinker stammen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und versuchen jeder für sich das Beste aus ihrer Situation zu machen.

Amor Towles beschreibt diese dekadente Gesellschaft sehr stilsicher. Bei diesem Roman fühle ich mich ganz stark an die bissigen und humorvollen Geschichten von Damon Runyon und an die Romane und Kurzgeschichten von F. Scott Fitzgerald erinnert. Die Sätze sind kurz und prägnant und treffen genau den Kern dieser Zeit. Glamour und Elend liegen dicht beieinander. Es ist nicht alles so wie es scheint und auch den Frauen stehen viele Wege offen. Es muss nicht nur eine reiche Heirat sein.
Bei diesem Buch stimmt einfach alles! Ein wunderschönes Cover mit einer schönen Schrifttype, ein stimmiger Buchtitel, Klappentext und ein toller Roman. Als ich dieses Buch das erste Mal in den Händen hielt, sprach mich sofort das Titelbild an, welches eine sich sonnende Frau vor Wolkenkratzern zeigt. Dazu die schöne Art Deco Schrift des Titels und der Hinweis auf dem Cover „…ein spritziger Gesellschaftsroman á la F. Scott Fitzgerald…“.

Amor Towles erzählt ein Jahr aus dem Leben von Kate, einer jungen New Yorkerin, die aus einer einfachen Familie stammt. Erst ihre Eltern waren aus Russland in die Neue Welt gekommen. Sie teilt sich ein Zimmer mit Eve in einer Frauenpension. Beide Frauen arbeiten tagsüber als Sekretärinnen und verbringen die Abende gerne in Jazzlokalen. Silvester 1937 lernen sie dort per Zufall den eleganten Tinker kennen und verbringen fortan viel Zeit zu dritt. Kate und Eve führen ihn an ihre Lieblingsorte, er revanchiert sich damit, dass er mit ihnen an die Orte geht, wo sich die bessere Gesellschaft trifft. Doch das Gleichgewicht bricht auseinander, als sie zusammen einen Autounfall überleben. Amor Towles führt uns in die Welt der Reichen und Nouveau Riche. Es ist ein Leben auf dem Vulkan. Viele haben ihr Geld bei Börsencrashs verloren, andere aber auch gewonnen. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, die Gesellschaftsschere klafft extrem auseinander. Alles ist möglich. Amerika – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Kate, Eve und Tinker stammen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und versuchen jeder für sich das Beste aus ihrer Situation zu machen.

Amor Towles beschreibt diese dekadente Gesellschaft sehr stilsicher. Bei diesem Roman fühle ich mich ganz stark an die bissigen und humorvollen Geschichten von Damon Runyon und an die Romane und Kurzgeschichten von F. Scott Fitzgerald erinnert. Die Sätze sind kurz und prägnant und treffen genau den Kern dieser Zeit. Glamour und Elend liegen dicht beieinander. Es ist nicht alles so wie es scheint und auch den Frauen stehen viele Wege offen. Es muss nicht nur eine reiche Heirat sein.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
99 Bewertungen
Übersicht
69
27
3
0
0

Brillantes Kaleidskop russischer Geschichte des 20. Jahrhunderts
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 02.01.2018

Oh Mann, was war das für ein verrücktes (literarisches) Jahr 2017…Mit insgesamt rund 70 Büchern und Kurzgeschichten war es für mich rekordverdächtig ha ha ha. In die lange Reihe von Highlights hat sich zum Ende des Jahres noch mühelos „Ein Gentleman in Moskau“ von Amor Towles eingereiht. Wir begleiten beim... Oh Mann, was war das für ein verrücktes (literarisches) Jahr 2017…Mit insgesamt rund 70 Büchern und Kurzgeschichten war es für mich rekordverdächtig ha ha ha. In die lange Reihe von Highlights hat sich zum Ende des Jahres noch mühelos „Ein Gentleman in Moskau“ von Amor Towles eingereiht. Wir begleiten beim lesen Graf Alexander Rostov bei seinem 1922 verhängten lebenslangen Hausarrest im Hotel Metropol in Moskau. Ein jeder von uns würde wahrscheinlich verzweifeln, wenn er nie wieder das Haus verlassen dürfte. Und auch Graf Rostov ist irgendwann verzweifelt, hat aber durch den Rückhalt seiner zahllosen Freunde im Hotel Metropol schnell den „Punkt“ überwunden und macht das einzig richtige in dieser Situation: er arrangiert sich mit seinem Hausarrest, übernimmt einen Job als Kellner in einem der Restaurants im Metropol und beobachtet dabei alles, was es zu beobachten gibt. So weit so fiktiv. Das Großartige an diesem Roman ist aber der gleichzeitige Blick auf die russische Geschichte des 20. Jahrhunderts. Wir (die Leser) werden Zeuge der Stalin-Ära in Russland, erleben die Einführung des Fünfjahresplans, erfahren von der Medienzensur der Regierung – all das vorgetragen in einer (be)ruhigen(den) Sprache, die ich schlichtweg großartig fand und die ich in Anlehnung an eine Passage im Buch „die Poetik des Schweigens“ nennen möchte. Das Buch bricht nicht wirklich aus, es wird nie laut. Trotzdem ist es zu keiner Sekunde langweilig. Im Gegenteil: die zahlreichen Hinweise auf (russische) Literatur, Musik und die schon bereits genannten politischen (Hintergrund)-Informationen sind fesselnd und werden mit einer großen Prise subtilem Humors vorgetragen. Und so sollte jeder Fan anspruchsvoller Literatur, der sich (nicht nur) für die russische Geschichte interessiert, dieses wunderbare Buch gelesen haben!

Ein Leben im Hotel
von einer Kundin/einem Kunden am 07.12.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Nach der russischen Revolution wird Graf Rostov aus politischen Gründen zu lebenslangem Hausarrest verurteilt. Sein damaliger Wohnsitz, das pompöse Hotel Metropol mitten in Moskau wird zu seinem Gefängnis. Er muss seine elegante Suite aufgeben und wird in ein winziges... Nach der russischen Revolution wird Graf Rostov aus politischen Gründen zu lebenslangem Hausarrest verurteilt. Sein damaliger Wohnsitz, das pompöse Hotel Metropol mitten in Moskau wird zu seinem Gefängnis. Er muss seine elegante Suite aufgeben und wird in ein winziges Zimmer unter dem Dach verbannt. Wenigstens sein Gold, gut versteckt in seinem Schreibtisch, und ein paar Habseligkeiten, konnte er retten. Der Graf ist zu einem Leben im Hotel verdammt, das ihm sehr schnell sehr beengt vorkommt. Doch er wäre kein Gentleman, wenn er nicht auch mit dieser Situation zurechte kommen würde und das Beste daraus machen würde. Er lernt die guten Seiten dieses Lebens zu schätzen: gute Freundschaften, vor allem zum Personal des Hotels, die Gesellschaft des einäugigen Katers, und die vielen kleinen Geheimnisse, die hinter den verschlossenen Türen des Hotels darauf warten, entdeckt zu werden. Das Buch ist wundervoll geschrieben. Rostov ist ein besonderer Charakter, der durch seine ganz eigene Sichtweise auf die Welt außergewöhnlich wird. Sein unerschütterlicher Optimismus ist bewundernswert und so wird er mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Die Geschichte Russlands war mir bisher weitestgehend fremd. Durch den Einblick in die Welt der Charaktere aus verschiedenen Gesellschaftsschichten, nämlich der noblen Gäste des Hotels im Gegensatz zu den einfachen Angestellten, wird ein interessantes Bild gezeichnet, das vieles verständlicher erscheinen lässt. Manchmal wirkt die Geschichte ein wenig langatmig, da sie in diesem beschränkten Rahmen des Hotels stattfindet. Doch die interessanten Charaktere machen dies wieder wett. Wenn man sich auf die Geschichte einlässt, wird man belohnt werden.

ungemein großes Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 04.12.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

"Meine werten Freunde", sagte der Graf, " Zweifellos würdet ihr gern etwas über die Ereignisse des heutigen Tages erfahren......" Nachdem Graf Alexander Rostov verhaftet und in den Kreml gebracht wurde, hätte sich niemand gedacht, ihn je wiederzusehen. Und doch steht er hier in seinen Räumlichkeiten im Hotel Metropol, dem... "Meine werten Freunde", sagte der Graf, " Zweifellos würdet ihr gern etwas über die Ereignisse des heutigen Tages erfahren......" Nachdem Graf Alexander Rostov verhaftet und in den Kreml gebracht wurde, hätte sich niemand gedacht, ihn je wiederzusehen. Und doch steht er hier in seinen Räumlichkeiten im Hotel Metropol, dem ersten Haus am Platz. Die "Einladung" in den Kreml bringt nachhaltig Klarheit, wie das zukünftige Leben des Grafen auszusehen hat. Er darf das Hotel nicht mehr verlassen. "Etliche pflichtgemäß mit Ziegenbart gezierte Staatsdiener des Regimes kamen zu der Entscheidung, dass Graf Rostov für das Verbrechen, als Aristokrat geboren zu sein, verurteilt gehört." "Ein Gentleman in Moskau" von Amor Towles ist ungemein großes Lesevergnügen