Werner von Siemens

1816-1892

Johannes Bähr

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Beschreibung

Werner von Siemens counts as one of the pioneers of modernity and was one of the most important entrepreneurs in German history. He contributed to transforming people's everyday lives with fundamental innovations in the field of communications and energy technology. With his brothers, he laid the foundation for a global company, from which the modern-day Siemens Corporation derives. Johannes Bähr paints a fascinating picture of this extraordinary man, the son of a tenant farmer, who rose to become one of the most influential figures of the 19th century. At the same time, a panorama emerges of an epoch in which the world changed more rapidly than ever before.Werner von Siemens' success was not only economic; he was also one of the first industrialists to recognize the connection between scientific research and economic development. His innovations, above all the pointer telegraph and the dynamo machine, opened up new applications for electricity: in conveying messages, generating energy, the illumination of buildings, and the propulsion of machines. Yet the pioneer of the electronics industry was also a man with many sides: an entrepreneur and inventor, officer of the Prussian military, brother and responsible paterfamilias, as well as a political representative and promoter of science. With Werner von Siemens' biography, Johannes Bähr provides insights into a century in which the world was fundamentally transformed. Wars, revolutions, kings, and tsars influenced the career of this inventor-entrepreneur, who, among other things, was responsible for the laying of telegraph cables to North America and the Middle East and for building the first electric streetcar in the world.


Johannes Bähr is an associate professor at the Goethe University of Frankfurt am Main and has published numerous works on business history. 

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 575
Erscheinungsdatum 25.10.2017
Sprache Englisch
ISBN 978-3-406-71416-0
Verlag C.H.Beck
Maße (L/B/H) 24,6/16,4/4,8 cm
Gewicht 1408 g
Abbildungen farbige Abbildungen
Auflage 1
Übersetzer Patricia C. Sutcliffe

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Eine beeindruckende, penibel recherchierte Biographie
von Gertie G. aus Wien am 23.08.2017

Mit dieser Biographie hat der Autor Johannes Bähr ein umfassendes Werk zu Werner von Siemens (1816 – 1982) geschaffen. In zwölf penibel recherchierten Kapiteln bringt uns Johannes Bähr das Leben von Werner von Siemens näher. Der Bogen spannt sich beginnend mit seiner Kindheit auf einem Landgut (das der Vater wegen finanzieller... Mit dieser Biographie hat der Autor Johannes Bähr ein umfassendes Werk zu Werner von Siemens (1816 – 1982) geschaffen. In zwölf penibel recherchierten Kapiteln bringt uns Johannes Bähr das Leben von Werner von Siemens näher. Der Bogen spannt sich beginnend mit seiner Kindheit auf einem Landgut (das der Vater wegen finanzieller Schwierigkeiten aufgeben muss), seiner mittelprächtigen Schulkarriere und dem Eintritt in das Ingenieurkorps der Preußischen Armee. Das Buch begleitet Werner von Siemens’ Lebensweg als Erfinder, als Gründer von Firmen, der manchmal am Scheitern nur ganz knapp vorbeischrammt. Wir erleben ihn als verantwortungsbewussten Clanchef, der sich um seine engere und weitere Familie kümmert. Allerdings werden vor allem die Brüder strategisch im späteren Firmengeflecht eingesetzt. Viel Entfaltungsspielraum haben sie dabei nicht. Interessant ist, dass Werner von Siemens stets Aktiengesellschaften und ähnliches abgelehnt hat. Für ihn sind Banken „Halsabschneider“.  Werner von Siemens ist ein unermüdlicher Arbeiter. Wenn man die Entfernungen zwischen den einzelnen Niederlassungen (London, Berlin, St. Petersburg, Paris usw.) und die Transportmittel des 19. Jahrhunderts bedenkt, versteht man, dass wenig Zeit für ein Privatleben bleibt. Er heiratet spät (1852) Mathilde und auch hier innerhalb des großen Familienclans. Der Spruch „da bleibt alles in der Familie“ könnte von Siemens stammen. Erst im späten Lebensalter wird er 1869 eine zweite, eine Liebesheirat, mit Antonie (auch eine Verwandte) eingehen.  Der Mensch Werner von Siemens wird als geradlinig bis zur Sturheit beschrieben. Dazu noch weit blickend, wenn auch nicht alle seine Prognosen so eintreffen. z.B. dass ihn die 1883 in Berlin als Deutsche Edison-Gesellschaft für angewandte Elektricität gegründete und wenige Jahre später in Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) umbenannte Firma überflügeln könnte, ist ihm niemals in den Sinn gekommen.  Als Werner von Siemens nobilitiert wird, ist ihm dies gar nicht recht. Doch anders, als bei ähnlichen Fällen, wurde er vorab nicht gefragt, sondern erhält das „von“ einfach zugestellt – ablehnen unmöglich. Bei allem Geschäftssinn ist Werner von Siemens auch ein sozial denkender Mensch. So lässt er, nach dem Vorbild von Jakob Fuggers „Fuggerei“, Sozialwohnungen bauen, führt eine leistungsbezogene Bezahlung und ein Prämiensystem ein. Er gründet 1872 die „Pensions-, Witwen- und Waisenkasse“. Er reduziert die damals übliche Wochenarbeitszeit von 72 auf 54 Stunden. „Mir würde das Geld wie glühendes Eisen in der Hand brennen, wenn ich den treuen Gehilfen nicht den erwarteten Anteil gäbe“. Werner von Siemens betätigt sich auch politisch. Er befürwortet die Revolutionen 1848/49 und ist Mitbegründer u.a. des „liberalen Fortschrittvereins“ und der „Deutschen Fortschrittspartei (DFP)“. Als Erfinder ist er daran interessiert, dass seine Ideen mittels Patent ausreichend lange geschützt sind. Er engagiert sich deshalb für einen einheitlichen (deutschen) Patentschutz. Bislang werden Patente vom König (manchmal) nach Gutdünken und entsprechendem Lobbying mit unterschiedlicher Dauer vergeben. Das von ihm entwickelte, bis heute gültige „Deutsche Patentgesetz“ trat 1877 mit marginalen Änderungen in Kraft.  Aus dem 1879, mit Heinrich von Stephan, gegründeten „Elektrotechnischen Verein“ wird dann die Studienrichtung „Elektrotechnik“ hervorgehen. Meine Meinung: Anhand der fast 7.500 Briefe, die von Werner von Siemens’ umfangreichen Schriftverkehr erhalten sind, Augenzeugenberichten und unter zu Hilfenahme von Siemens „Lebenserinnerungen“ erhalten wir Leser einen detaillierten Einblick in das Leben des Erfinders, Tüftlers, Geschäftsmanns und Familienmenschen. Johannes Bähr schreibt sachlich und zitiert jede Menge Zeitgenossen. Eine Vielzahl von teilweise farbigen Abbildungen sowie ein dicker Anhang mit umfangreicher Quellenangabe vervollständigen diese gelungen Biographie. Einzig ein paar Mal ist mir ein nicht sauberer Zeilenumbruch aufgefallen (z. B. „wicht-igen“ S. 361)  Die Aufmachung und Ausstattung des Buches sehr hochwertig. In Leinen gebunden, mit einem stimmigen Schutzumschlag, das Werner von Siemens zeigt, verfügt es auch über ein Lesebändchen. Papier und Schrift sind auf die 576 Seiten perfekt abgestimmt. So ein Buch nehme ich gerne in die Hand.  Fazit: Eine beeindruckende Biographie über einen beeindruckenden Mann. Dieses Buch hat satte fünf Sterne verdient.

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  • Introduction

    Chapter 1

    Origins, childhood, and youth

    A family with a bourgeois heritage – Idyllic childhood and troubled youth – School years 

    Chapter 2

    Setting the course early on 

    The young lieutenant – The tragedy of Menzendorf – Separate paths for the orphans 

    Chapter 3

    “The damned money”

    Initial experiments – “Invention speculation” – Legal guardian for three brothers 

    Chapter 4

    “Halske’s Workshop”

    To bet it all – The first Siemens pointer telegraph – The founding of the company 

    Chapter 5

    Telegraph lines for Prussia

    In times of revolution and war – The first long-distance lines – Unsuccessful abroad – The “Nottebohm crisis” 

    Chapter 6

    “Family genius”

    The band of brothers – Achieving love through reason – Marriage and a move – Russia or France? – Crimean War boom 

    Chapter 7

    In the shadows

    Mathilde’s illness  – In search of new fields of business – Difficult beginnings in London – Mathilde’s death 

    Chapter 8

    “Headed for a great time”

    “For a unified and powerful Germany” – A new love – The dynamo machine – To fade away or globalize 

    Chapter 9

    Megaprojects

    The Indo-European Telegraph Line – Private business and family matters – Transatlantic cables – Siemens Brothers & Co. Ltd. 

    Chapter 10

    At the zenith

    The businessman and his principles – Lobbyist for patent protection – Family life with Antonie – New times: Telephones and electric lighting – The first electric railways 

    Chapter 11

    “To sustain the position achieved”

    Challenged by the Edison system – Berlin versus London – The transition to a major enterprise 

    Chapter 12

    The legacy

    The next generation – A promoter of research – Ennobled against his will – The final years  

    Focused and determined in a time of change – a summary 

    AppendicesNotes – Primary sources and bibliography – Image credits – Index of names – Index of places