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Unter pechschwarzen Sternen

In Berlin wird die Leiche einer Frau gefunden, mit Messerstichen übersät und grausig in Szene gesetzt. Ein Ritualmord? Die Tat eines psychisch Kranken? Der Auftakt einer Mordserie, die die Hauptstadt in Atem halten wird? Den Fall übernehmen zwei Kommissare, die unterschiedlicher nicht sein könnten, die perfektionistische und ehrgeizige Claudia Vogt und Thomas Harder, ein Alkoholiker mit Todessehnsucht, der nach einem Disziplinarverfahren gerade den Dienst wieder angetreten hat.

Die Zusammenarbeit erweist sich als schwierig. Während Vogt sich beinahe besessen an die Dienstvorschriften hält, scheut Harder nicht davor zurück, auf der Jagd nach dem Mörder alle Regeln zu brechen. Immer wieder geraten die beiden aneinander und stehen sich selbst und der Lösung des Rätsels im Weg. Aber wenn sie den Täter fassen wollen, müssen sie ihre Konflikte überwinden. Und ihnen läuft die Zeit davon: Alles deutet darauf hin, dass es nicht bei diesem einen Mord bleiben wird.
Portrait
Gereon Krantz, Jahrgang 1982, studierte Germanistik, Philosophie und Sinologie in Köln, Prag und Berlin. Er war als Lagerarbeiter, Archivaushilfe, Ashramhausmeister und Bartender tätig und lebt, schreibt und arbeitet heute in Köln.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 06.11.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-939990-44-4
Verlag Pro Talk Verlags GmbH
Maße (L/B/H) 20,5/12,6/4 cm
Gewicht 336 g
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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11 Bewertungen
Übersicht
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Ein solider Thriller mit großartigem Schreibstil
von einer Kundin/einem Kunden aus Balge am 20.07.2018

Mitten in Berlin wird eine weibliche Leiche gefunden, grausam verstümmelt und auf abartige Weise zurecht gemacht. Ihr Körper weist merkwürdige Zeichen auf, die einen Ritualmord sowie ein deutliches Interesse des Mörders am Mittelalter nahelegen. Die Ermittlungen nehmen zwei Kommissare in die Hand, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Claudia Vogt ist... Mitten in Berlin wird eine weibliche Leiche gefunden, grausam verstümmelt und auf abartige Weise zurecht gemacht. Ihr Körper weist merkwürdige Zeichen auf, die einen Ritualmord sowie ein deutliches Interesse des Mörders am Mittelalter nahelegen. Die Ermittlungen nehmen zwei Kommissare in die Hand, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Claudia Vogt ist ehrgeizig, gebildet, spießig und arbeitet regelkonform. Immer. Thomas Harder wandelt dagegen nicht nur auf der einen Seite des Gesetzes, und seine Psyche ist fast so wirr, wie die des Mörders. Aber beide haben eine Mission: Sie wollen den Täter fangen und ihm Einhalt gebieten, denn er wird wieder töten. Dieses Buch ist ein solider Thriller, dessen großer Pluspunkt der herausragende Schreibstil ist. Der Autor beschreibt sehr eindrücklich und wortgewandt, was passiert, was seine Figuren antreibt und vor allem, wie sie sterben. Sein Spiel mit der Sprache hat mich positiv überrascht, weil es in diesem Genre so eher selten anzutreffen ist. Garniert ist das Ganze mit einer Portion bösem Humor, was ebenfalls auf der Seite der positiven Aspekte anzusiedeln ist. Der Plot dagegen ist zwar gut, die Handlung zum Themenbereich passend, aber in meinen Augen nicht wirklich sehr innovativ und stellenweise leider ein bischen durchschaubar. Mir war schneller klar, wer der Täter ist als den Ermittlern, und das sollte so natürlich nicht sein. Zum Ende hin revidiert der Autor dies jedoch und reißt damit das Ruder herum: Hier wird es nochmal sehr spannend und das Ganze kommt zu einem runden und doch noch überraschenden Abschluss. Sehr gut gefallen haben mir die Protagonisten und ihre deutlichen Gegensätze. Manches wirkt dabei vielleicht übertrieben, aber in einem fiktiven Thriller dürfen die Ermittler auch schon mal schräg sein. Und das ist Harder ganz sicher, eigentlich wartet man als Leser die ganze Zeit darauf, dass er irgendwann richtig austickt und die Seiten wechselt. Beide, Vogt und Harder, sind trotz ihrer klischeehaften Eigenschaften sehr menschlich und wirkungsvoll für die Geschichte. Das Buch ist abgeschlossen, bietet aber Spielraum für einen weiteren Teil, ich denke, die Geschichte um Harder wird noch weiter gehen und vor allem seinetwegen würde ich sie auch weiterlesen. Insgesamt ein guter Thriller, der sich entspannt lesen lässt und Fans des Genres wahrscheinlich nicht enttäuschen wird.

Stilsicheres Debüt mit einprägsamem Ermittlerpaar
von Marcuria am 19.07.2018

»Bitte, ...« Wieder sein Name. »Warum tust du das?« Aber er ging nicht darauf ein. Eine so dumme Frage konnte nur jemand stellen, der die Antwort nie verstehen würde.« _____ Eine junge Frau wird ermordet aufgefunden - aufwendig herausgeputzt für ihren letzten eindrucksvollen Auftritt und durchzogen von zahlreichen Stichwunden,... »Bitte, ...« Wieder sein Name. »Warum tust du das?« Aber er ging nicht darauf ein. Eine so dumme Frage konnte nur jemand stellen, der die Antwort nie verstehen würde.« _____ Eine junge Frau wird ermordet aufgefunden - aufwendig herausgeputzt für ihren letzten eindrucksvollen Auftritt und durchzogen von zahlreichen Stichwunden, die nach ihrem Tod sorgfältig vernäht wurden. Gemeinsam versuchen die aufsteigende Kriminalkommissarin Claudia Vogt und ihr abstürzender, im wahrsten Sinne des Wortes lebensmüder Kollege Thomas Harder, den Mörder aufzuspüren, bevor es zu weiteren Toten kommt. _____ Es ist nur schwer vorstellbar, dass es sich bei »Unter pechschwarzen Sternen« tatsächlich um das Debüt des Autors Gereon Krantz handelt. Schaut man sich Rezensionen zum Buch an, wird vor allem der Stil immer wieder hervorgehoben - und das völlig zurecht. _____ Krantz ist etwas gelungen, an dem viele Autoren scheitern: Unterschiedliche Perspektiven zu zeigen und hierbei wirklich jedem Charakter eine eigene Stimme zu verleihen. Das Buch beginnt mit der Sicht auf den Mörder. Die Sätze sind kurz und abgehackt, die Sprache rau, wodurch die Gedanken des Täters in all ihrer grausamen Direktheit realistisch erscheinen. Im Kontrast dazu im nächsten Kapitel ein hormondurchpumpter Jugendlicher mit entsprechender Umgangssprache, später gefolgt von ruhigen, durchdachten, wohlgeformten Schachtelsätzen der Ermittlerin und dunkelhumorig-sarkastischen Bemerkungen des Ermittlers. Es fühlt sich nicht an wie die einheitliche Sicht eines Erzählers. Es fühlt sich an, als sei man im Kopf der jeweils auftretenden Person. Und das darf eben bei einem Mörder auch gerne mal grausam, hart und unsympathisch sein. Die Liebe zur einprägsamen, unverwechselbaren Beschreibung zieht sich sogar bis in die kleinsten Nebenfiguren hinein und zielt stilistisch zielsicher direkt ins Kopfkino: Der Mann, der so blass war, dass man sich nicht die Mühe machen würde, seinen Puls zu fühlen, wenn er sich tot gestellt hätte, der Schaffner, der mit seinem langen Hals und den grauen Haaren an einen Reiher erinnerte und durch den Gang stakste, der Rentner, der seinen ergrauten Dackel spazieren schleifte - einfach großartig. _____ »Ernsthaft - hast du keinen Respekt vor den Toten?« Harder blickte in die Reste von Brot, Fleisch und Salat in weißer Soße. »Wieso? Meinst du, die nehmen mir die Knoblauchfahne übel? Damit gehör ich hier immer noch zu denen mit besserem Atem.« _____ Besonders gelungen sind hierbei natürlich die beiden Ermittler und die Dynamik zwischen ihnen. Während Vogt sich beruflich auf der Überholspur befindet und Dienstvorschriften sehr ernst nimmt, schlägt Harder auch gerne mal weniger übliche (und ebenso wenig legale, dafür aber umso erfolgversprechendere) Wege ein. Aus ihren unterschiedlichen Ansichten und Vorgehensweisen entstehen immer wieder Dialoge, die nur so vor Sarkasmus strotzen und dementsprechend viel Spaß machen. Der Autor weiß einfach, wie man redet und schafft es oft auch, seine Charaktere ohne Worte, allein durch ihre Körpersprache sprechen zu lassen. Schön ist, dass beide Ermittler ähnlich schlagfertig sind und gleichzeitig immer wissen, wann sie zusammenhalten müssen. Harder hat zudem eine unglaublich spannende Vorgeschichte und ohne diesen Moment vorwegnehmen zu wollen sei nur gesagt, dass bisher wohl nur selten ein Charakter und sein Wesen derart eindrucksvoll eingeführt wurde. Positiv hervorzuheben sind neben den Charakteren sowohl die sehr umfangreiche und nachvollziehbar geschilderte Ermittlungsarbeit als auch die zahlreichen spannenden Kulissen sowie der an vielen Stellen eingesetzte tiefschwarze Humor, der die düsteren Passagen der Buchs gekonnt auflockert. _____ Der einzige Kritikpunkt und letztlich der Grund, weshalb das Buch nur sehr knapp an den 5 Sternen vorbeigeschlittert ist, liegt darin, dass es insgesamt mehr von den Charakteren und Kulissen getragen wird als von der Story, wodurch es insgesamt entschleunigt wird und vor allem im zweiten Drittel immer wieder mal kurze Durststrecken aufweist. Die Story ist gut, aber eben nicht so geschickt gestaltet wie der Rest und somit nicht so spannend wie es die Charaktere verdient hätten. Ein bisschen mehr Katz- und Mausspiel und etwas mehr Gelegenheit zum Miträtseln wären gut gewesen. So war es stellenweise mehr eine interessante Charakter- und Szenenstudie mit lehrreichen Ermittlungsvorgängen als ein spannender Thriller. Gegen Ende zieht die Geschichte allerdings noch mal richtig an, ist nicht nur sehr spannend, sondern auch für einige Überraschungen gut und wird gekonnt aufgelöst. _____ Insgesamt ein vor allem stilistisch unglaublich gelungenes Debüt mit vielschichtigen Charakteren, spannenden Kulissen, erfrischend dunklem Humor, etwas Luft nach oben, was die Story angeht und einem Ermittlerpaar, das so interessant und sympathisch ist, dass man ihm nur viele weitere Fälle wünschen kann.

Ein ungleiches Ermittlerteam und rituelle Morde
von einer Kundin/einem Kunden aus Gladbeck am 19.07.2018

Eine weibliche Leiche wird zur Schau gestellt und hinterlässt keinen Hinweis auf den Mörder. Die Tote ist liebevoll zurecht gemacht- die Wunden behandelt, mit einem Amulett und einem Umhang verziert- der Kopf aber fehlt und wurde durch einen Tierkopf ersetzt. Eine okkulte Tat einer Sekte? Oder einfach ein durchgeknallter... Eine weibliche Leiche wird zur Schau gestellt und hinterlässt keinen Hinweis auf den Mörder. Die Tote ist liebevoll zurecht gemacht- die Wunden behandelt, mit einem Amulett und einem Umhang verziert- der Kopf aber fehlt und wurde durch einen Tierkopf ersetzt. Eine okkulte Tat einer Sekte? Oder einfach ein durchgeknallter Killer....wer spielt hier mit der Polizei ein makaberes Spiel? Das Ermitterduo Thomas Harder und Claudia Vogt suchen händeringend nach Spuren. Dabei stehen sie sich als Team selbst im Weg, denn verschiedener können Kommisasre nicht sein. Nur wenn sie sich vertrauen, können sie zusammen etwas erreichen, denn ihre Ermittlungsart ist ebenfalls grundverschieden- doch ergänzen sich prima. Schon das Cover hat mich magisch angezogen, denn der Widderkopf und die klare Schrift fand ich sehr ansprechend. Das Thema des Buches hat mich direkt interessiert, und ich wurde in Hinblick auch nicht enttäuscht. Das Motiv gestaltete sich doch etwas anders, als erwartet- aber es hat mich schon mitgenommen. Der Schreibstil des Buches war für mich erst etwas gewöhnungsbedürftig. Es beginnt mit der Sicht und den Gefühlen des Täters. Der Leser plumpst in die grausige Tat. Das finde ich sehr gut, da sich nicht lange mit dem Aufbau des Spannungsbogens aufgehalten wird. Aber in die verquere Denkweise des Mörders musste ich mich erst hineinfinden. Einmal drin, war es eine interessante Erfahrung. Was mir besonders gefallen hat, war, dass sich die "Kopfgeschichten" der Protagonisten auch verschieden angehört haben. Wenn jede Figur auf die gleiche Art denkt ist es sehr unglaubwürdig. Auch die langen, verschachtelten Sätze verlangen höchste Aufmerksamkeit vom Leser. Die hat das Buch aber auch verdient. Man liest hier nicht zwischendurch, man nimmt sich Zeit. Kommen wir zu den Ermittlern. Harder und Vogt. Puh... ehrlich gesagt bin ich hier lange unschlüssig gewesen, wie ich die beiden finde. Positiv zu bewerten: beide Polizisten sind sehr lebhaft und sehr persönlich gezeichnet. Die Beschreibungen machten es mir leicht, die Figuren zu fühlen und mit ihnen auf die Jagd zu gehen. Thomas Harder ist ein Außenseiter, ein Antibulli mit persönlichen Dämonen, die ihn fast in den Abgrund reißen. Er hat Ecken, er hat Kanten und er befindet sich auf der Grenze der Legalität. Und manchmal geht er schon einen Schritt weiter. Sein Humor gefiel mir sehr gut, trocken und dreckig, so wie ein vom Leben enttäuschter Mensch, der kaum was zu verlieren hat. Claudia Vogt ist das Fleißbienchen der Kommission. Sie ist streng zu Harder, streng zu sich und verfolgt ebenso streng ihre polizeilichen Regeln. Die Karriere ist ihr Ziel und sie muss sich schon zwanghaft an ihren Weg halten, um sich selbst nicht zu verlieren. Hinter ihrer perfekten-Polizistinnen- Maske hat aber auch sie ihre Fehler, ihre Ängste. Hier prallen menschliche Welten aufeinander. Dem Mörder können sie allerdings nur gemeinsam auf die Spur kommen, so müssen sie sich wohl oder übel zusammenreißen und von ihren Gewohnheiten abweichen. Die Figuren sind außergewöhnlich... wenn ich mir allerdings die Frage stelle, ob diese Art von Kommissar wie Harder wirklich in der Realität ermittelt... Er ist schon fast eine tickende Zeitbombe, und eine Gefahr für die Menschheit ;) Ich hab mich dazu entschieden, dies nicht zu hinterfragen, wie realistisch die Hauptfiguren in diesem Buch sind. Gereon Krantz hat eine starke Geschichte geschrieben, mit außergewöhnlichen Protagonisten. Wenn sich der Leser voll auf die Story einlässt, sich mitreißen lässt von der dunklen Macht und dem Bösen- dann hat er garantiert spannende, stundenlange Unterhaltung.