Unter pechschwarzen Sternen

Gereon Krantz

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Beschreibung

Tote Frauen mit Tierköpfen und mysteriösen Brandzeichen. Absurde Gedichte aus dem Mittelalter, keulenschwingende Orks und Bodybuilder in der Klapsmühle — ihr erster gemeinsamer Fall stellt die Kommissare Harder und Vogt vor eine irrwitzige Herausforderung. Und ihre Zusammenarbeit erweist sich als schwierig. Während die ehrgeizige Vogt sich geradezu besessen an die Dienstvorschriften hält, scheut der eigensinnige Harder nicht davor zurück, auf der Jagd nach dem Serienmörder sämtliche Regeln zu brechen — wobei er auch mit seinen ganz eigenen Dämonen zu kämpfen hat.

Gereon Krantz, Jahrgang 1982, studierte Germanistik, Philosophie und Sinologie in Köln, Prag und Berlin. Er war als Lagerarbeiter, Archivaushilfe, Bettenwäscher, Ashram-Hausmeister und Bartender tätig und lebt, schreibt und arbeitet heute in Köln. Zu seinen literarischen Vorbildern gehören vor allem amerikanische Autoren wie Hemingway, Carver, Bukowski und King. Sein erster Roman um die Kommissare Harder und Vogt, "Unter pechschwarzen Sternen", wurde für den Friedrich-Glauser-Preis als bester Debüt-Krimi 2018 nominiert.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 06.11.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-939990-44-4
Verlag ProTalk
Maße (L/B/H) 20,5/12,6/4 cm
Gewicht 340 g
Auflage 1

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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ein herausragendes Debüt, das mich vollkommen begeistert und mitgerissen hat
von Susi Aly am 29.10.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Dieses Buch wurde mir von einer Bekannten ans Herz gelegt und somit wagte ich den Sprung ins Ungewisse. Vorweg muss ich wirklich anmerken, dass dem Autor hier wirklich ein herausragendes Debüt gelungen ist. Ich fürchte ja fast, er hat den Teufel im Blut. Er geht mit so viel Finesse und Kalkül zu Werke, das es mich immer wieder... Dieses Buch wurde mir von einer Bekannten ans Herz gelegt und somit wagte ich den Sprung ins Ungewisse. Vorweg muss ich wirklich anmerken, dass dem Autor hier wirklich ein herausragendes Debüt gelungen ist. Ich fürchte ja fast, er hat den Teufel im Blut. Er geht mit so viel Finesse und Kalkül zu Werke, das es mich immer wieder erstaunt hat. Das Cover mag ich jetzt , wo ich den Inhalt des Buches kenne, total gern. Denn es passt perfekt zur Story und spiegelt den Inhalt gekonnt wieder. In der Buchhandlung wäre es mir jedoch eher weniger aufgefallen. Dank des sehr lebendigen und mitreißenden Schreibstils des Autors, hat mich die Story auch sofort gepackt. Bereits der Beginn war äußerst beklemmend und nervenzehrend, was mich ordentlich auf Trab brachte. Nach diesem doch sehr prägnanten Einstieg, wird zu den Ermittlern gewechselt, was mir äußerst unterhaltsame Stunden beschert hat. Denn die beiden doch sehr unkonventionellen Ermittler stechen doch recht deutlich heraus. Vogt und Harder scheinen nur wenig zusammenzupassen, was einen ordentlichen Kontrast gibt. Vogt doch eher zugeknöpft und unnahbar, Harder macht sein eigenes Ding und zwar nach seinen eigenen Methoden. Das alles schwört Konflikte förmlich herauf, sorgte aber auch dafür, daß man die beiden unheimlich ins Herz schließt. Bei Harder wusste ich oft nicht ob ich lachen oder weinen sollte. Sarkasmus und trockener Humor geben dem ganzen noch eine spezielle Note. Was mir hier jedoch gut gefallen hat, der Autor schenkt den Ermittlern genauso viel Aufmerksamkeit wie dem Täter. Dadurch wird es sehr tiefgründig und facettenreich. Die Charaktere sind dabei äußerst authentisch und tragen mehr Dämonen in sich, als man für möglich halten würde. Ich brauchte etwas, damit ich mich emotional darauf einlassen konnte. Aber ab einem gewissen Punkt gab es für mich kein Halten mehr und ich hab es einfach nur noch gefeiert. Wie erfahren hier auch unterschiedliche Perspektiven, je nachdem wer gerade im Zentrum des Geschehens liegt. Dadurch ist die Handlung auch nicht eindimensional und weitet sich immer mehr aus. Bis zum Ende war es für mich wirklich unvorhersehbar, was mich wirklich erstaunt hat. Dafür scheint der Autor , der Psyche des Täters auf die Spur zu gehen. Man kommt in Berührung mit Wahnsinn, Gier und Besessenheit. Das gab dem Ganzen eine sehr düstere Aura und konnte mich durchweg komplett im Atem halten. Es hatte aber auch eine große Verletzlichkeit ansich,besonders wenn man das komplette Ausmaß begreift und verinnerlicht. Das ist ein Punkt der mich wirklich beschäftigt und nicht losgelassen hat. Wie leicht man zu beeinflussen ist und wie leicht man vom Weg abkommen kann, ohne das man es überhaupt erst realisiert. Es ist auch nicht allzu blutig , was mich doch sehr überrascht hat. Dennoch lässt es nicht kalt. In keinster Weise. Mich hat es immens schockiert, mit welchem Antrieb und welcher Gerissenheit und scheinbarer Empathielosigkeit , der Täter agiert hat. Es macht ihn nicht nur immens gefährlich. Er scheint dadurch auch unbesiegbarer. Haben die Ermittler da überhaupt eine Chance? Dem Autor gelang es einige Wendungen einzuweben, die mich absolut überrascht haben. Zudem erfährt man allerlei Hintergründe, was bei mir für ordentlich Stoff zum nachdenken sorgte. Obwohl der Autor einem gewissen Schema folgt, so entsteht hier auch etwas eigenständiges. Das letzte Drittel war immens spannungsgeladen. Es ging Schlag auf Schlag und ich wusste teilweise nicht, wo oben und unten ist. Das Ende sorgt definitiv dafür, daß ich unbedingt mehr davon möchte. Schlussendlich ein herausragendes Debüt, das mich vollkommen begeistert und mitgerissen hat. Unbedingt mehr davon. Fazit: Ein unkonventionelles Ermittlerpaar und ein Täter, dem scheinbar nicht beizukommen ist. Die Dunkelheit sucht und findet ihren Weg. Egal wie. Egal wo. Egal wann. Gereon Krantz ist hier ein herausragendes Debüt gelungen, das mich immer mehr begeistert und mitgerissen hat. Sarkasmus, trockener Humor und kein Charakter, der frei von inneren Dämonen ist. Unbedingt mehr davon.

Spannender Teiller
von Tina K. aus Mülheim am 26.10.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Unter pechschwarzen Sternen von Gereon Krantz ist ein sehr spannender Thriller. Das Cover fand ich persönlich nicht ansprechend. Aber sobald ich angefangen hatte zu lesen, musste ich meine Meinung revidieren. Endlich mal wieder ein Thriller mit einem außergewöhnlichem Ermittler-Duo. Ich freue mich sehr auf eine Fortsetzung.

Ein solider Thriller mit großartigem Schreibstil
von einer Kundin/einem Kunden aus Balge am 20.07.2018

Mitten in Berlin wird eine weibliche Leiche gefunden, grausam verstümmelt und auf abartige Weise zurecht gemacht. Ihr Körper weist merkwürdige Zeichen auf, die einen Ritualmord sowie ein deutliches Interesse des Mörders am Mittelalter nahelegen. Die Ermittlungen nehmen zwei Kommissare in die Hand, die unterschiedlicher nicht ... Mitten in Berlin wird eine weibliche Leiche gefunden, grausam verstümmelt und auf abartige Weise zurecht gemacht. Ihr Körper weist merkwürdige Zeichen auf, die einen Ritualmord sowie ein deutliches Interesse des Mörders am Mittelalter nahelegen. Die Ermittlungen nehmen zwei Kommissare in die Hand, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Claudia Vogt ist ehrgeizig, gebildet, spießig und arbeitet regelkonform. Immer. Thomas Harder wandelt dagegen nicht nur auf der einen Seite des Gesetzes, und seine Psyche ist fast so wirr, wie die des Mörders. Aber beide haben eine Mission: Sie wollen den Täter fangen und ihm Einhalt gebieten, denn er wird wieder töten. Dieses Buch ist ein solider Thriller, dessen großer Pluspunkt der herausragende Schreibstil ist. Der Autor beschreibt sehr eindrücklich und wortgewandt, was passiert, was seine Figuren antreibt und vor allem, wie sie sterben. Sein Spiel mit der Sprache hat mich positiv überrascht, weil es in diesem Genre so eher selten anzutreffen ist. Garniert ist das Ganze mit einer Portion bösem Humor, was ebenfalls auf der Seite der positiven Aspekte anzusiedeln ist. Der Plot dagegen ist zwar gut, die Handlung zum Themenbereich passend, aber in meinen Augen nicht wirklich sehr innovativ und stellenweise leider ein bischen durchschaubar. Mir war schneller klar, wer der Täter ist als den Ermittlern, und das sollte so natürlich nicht sein. Zum Ende hin revidiert der Autor dies jedoch und reißt damit das Ruder herum: Hier wird es nochmal sehr spannend und das Ganze kommt zu einem runden und doch noch überraschenden Abschluss. Sehr gut gefallen haben mir die Protagonisten und ihre deutlichen Gegensätze. Manches wirkt dabei vielleicht übertrieben, aber in einem fiktiven Thriller dürfen die Ermittler auch schon mal schräg sein. Und das ist Harder ganz sicher, eigentlich wartet man als Leser die ganze Zeit darauf, dass er irgendwann richtig austickt und die Seiten wechselt. Beide, Vogt und Harder, sind trotz ihrer klischeehaften Eigenschaften sehr menschlich und wirkungsvoll für die Geschichte. Das Buch ist abgeschlossen, bietet aber Spielraum für einen weiteren Teil, ich denke, die Geschichte um Harder wird noch weiter gehen und vor allem seinetwegen würde ich sie auch weiterlesen. Insgesamt ein guter Thriller, der sich entspannt lesen lässt und Fans des Genres wahrscheinlich nicht enttäuschen wird.


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