Liebesaffären

Zur Psychologie leidenschaftlicher Beziehungen

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Die Kontroversen über die Liebesaffäre sind weder durch strenge Moral noch durch freiheitliche Sexualauffassung zu beenden. Auch die Psychologie hat dazu keine einheitliche Meinung oder gar Rezepte, denn es geht ihr primär um den Umgang mit Konflikten.
Traurig und verletzt kommt der eine Partner in die Therapie, mit verliebten und schuldigen Gefühlen der andere. Beide verstehen auf unterschiedliche Weise die Welt nicht mehr und stellen sich zahllose Fragen: Was ist Liebe? Was hat die Affäre mit der eigenen Beziehung zu tun? Lohnt es sich zu kämpfen? Kann eine Therapie helfen? War die Ehe von Anfang an zum Scheitern verurteilt? Ist die Ehe nicht der Friedhof jeder Liebe?
Hantel-Quitmann widmet sich diesen Fragen und kreiert daraus eine »Psychologie der Liebesaffären«, entwickelt an Beispielen aus der paartherapeutischen Praxis, großen Werken der Weltliteratur und den Liebesaffären berühmter Paare.
Für alle, die sich aus psychologischem, literarischem, rein menschlichem oder gar privatem Interesse mit dem Thema beschäftigen – bevor die nächste Liebesaffäre als Ende aller Liebe, moralisch verwerflich oder schicksalhaft missdeutet werden könnte.
Portrait

Wolfgang Hantel-Quitmann, Professor f¿r klinische Psychologie und Familienpsychologie in Hamburg, ist Autor mehrerer Fachb¿cher und Ver¿ffentlichungen zur Zukunft von Familie, Ehe und Partnerschaft. Neben seinen Forschungen zu Globalisierungsfolgen arbeitet er u. a. als Gutachter an Familiengerichten und als Familien- und Paartherapeut in eigener Praxis.
Ver¿ffentlichungen im Psychosozial-Verlag: ¿Der globalisierte Mensch¿ (2004) und ¿Die Globalisierung der Intimit¿ (2002).

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 232
Erscheinungsdatum 01.07.2005
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89806-394-4
Reihe edition psychosozial
Verlag Psychosozial Verlag GbR
Maße (L/B/H) 21,1/15,1/2,3 cm
Gewicht 355 g
Abbildungen mit Abbildungen 21 cm
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 67.760
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Ein Buch über die Liebe und die Liebessehnsucht
von Katja Kaygin aus Hamburg / Oberhausen am 23.09.2007

In Opern, in Filmen, in der Weltliteratur, in der Musik, im wahren Leben überall gibt es sie: Die Liebesaffären. Liebesaffären entstehen obwohl (oder gerade weil?) sich Menschen in anderen Beziehungen befinden und haben immer ein Motiv, dass ihre Entstehung bewirkt und welches über die Liebesaffäre geäußert wird. Das kann... In Opern, in Filmen, in der Weltliteratur, in der Musik, im wahren Leben überall gibt es sie: Die Liebesaffären. Liebesaffären entstehen obwohl (oder gerade weil?) sich Menschen in anderen Beziehungen befinden und haben immer ein Motiv, dass ihre Entstehung bewirkt und welches über die Liebesaffäre geäußert wird. Das kann der Wunsch nach Veränderung in einer stagnierenden Partnerschaft sein, der Ausdruck eines Trennungswunsches oder auch einer Bindungsunfähigkeit, der Versuch, eine ritualisierte Sexualität durch eine Affäre wieder zu beleben oder der Ausdruck einer Midlife-Crisis, um gleichzeitig der Endlichkeit des Lebens entgegenzuwirken. Aber es gibt noch mehr Motive für ein solches Ausbrechen und zudem können mehrere Motive gleichzeitig auftreten. In diesem Buch führt uns der Autor Prof. Dr. Hantel-Quitmann mittels Beispielen aus der Literatur, dem Film, der Oper und Beispielen aus seiner therapeutischen Praxis an das Thema Liebe und Liebesaffäre heran. Das Buch ist dabei äußerst kurzweilig zu lesen und wirft viele neue Fragen, aber auch Erkenntnisse auf. Ein Kapitel widmet sich der Liebessehnsucht, die am Anfang jeder Liebesbeziehung steht und gegen welche die reale Liebesbeziehung auf Dauer kaum eine Chance hat. Die Liebessehnsucht ist ein inneres Bild auf die Antwort unserer tiefsten und geheimsten Wünsche. Diese Sehnsucht wird mit einer Person verknüpft, so dass hieraus eine Liebesaffäre entstehen kann. Ein schönes Beispiel für die Liebessehnsucht ist der Film „Casablanca“, den der Autor hier anführt. Gerade das gefällt mir besonders an dem Buch, dass bestimmte literarische Werke, Filme oder Opern psychologisch erläutert werden. Daher ist dieses Buch auch für Menschen, die gerne schreiben interessant. So wird z.B. in dem Abschnitt „Liebesaffären zwischen Schicksal und Schuld“ sehr schön der Ödipuskomplex erklärt und warum sich manche Menschen immer wieder in eine Dreierbeziehung begeben. Schuldgefühle begleiten eine Liebesaffäre und nur durch die Bezeichnung der Liebesaffäre als die einzig wahre große Liebe, kann der Ehebruch und die Treulosigkeit gerechtfertigt und die Schuldgefühle minimiert werden. Aber wie erkennt man eine „große Liebe“? Psychologisch gesehen ist die große Liebe eine Übertragungsliebe, was anhand des Buches „Die große Liebe“ von Hanns-Josef Ortheil erläutert wird. Zudem haben Menschen immer spezielle Lebensthemen, die andere Menschen aufgreifen, verstehen und unter Umständen sogar heilen können, was auch ein Kennzeichen einer großen Liebe ist. Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit den Affären und der sexuellen Leidenschaft. Somit ist laut dem Autor die „gemeinsame Sexualität die Grenzüberschreitung, die aus dem legitimen Flirt zwischen zwei Menschen eine Liebesaffäre werden lässt.“ Auch sind hier die Sichtweisen unterschiedlich: Für die Verliebten hat die Sexualität etwas Reines und Neues, während sie für die Betrogenen und Verlassenen nur als schmutzig, verwerflich und schuldbeladen bechrieben wird. Sehr interessant fand ich den Abschnitt über Giacomo Girolamo Casanova, der mir danach in einem völlig neuen Licht erschien. Und zwar nehme ich ihn jetzt nicht mehr als interessanten und spannenden Frauenheld und Verführer wahr, sondern als narzistisch gestörten, selbstverliebten, gelangweilten und bindungsunfähigen Menschen, den nur die schnelle Erorberung reizte und der die Tiefe einer echten Liebe nie spüren konnte. Das Buch ist wirklich sehr spannend zu lesen und ich kann es uneingeschränkt empfehlen.