Was gibt's Neues vom Krieg

Roman

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"Was gibt's Neues vom Krieg?" Eigentlich nichts, denn er ist zum Glück vorbei. Es ist das Jahr 1946. In der Damen-Konfektions-Schneiderei von Monsieur Albert in Paris sind alle froh, dass Frieden ist und die Deutschen endlich aus Frankreich verschwunden sind. Man kann wieder in Ruhe arbeiten, ja, man kann sogar lachen. Am besten, man fragt einfach: "Was gibt's Neues vom Krieg?", und es kommen die merkwürdigsten Dinge. Einer nach dem anderen füllt diesen Roman mit der Geschichte eines geretteten Lebens: Da sind der Patron und seine Frau, Madame Lea, mit den beiden Kindern Raphael und Betty. Da sind die beiden Näher: Abramowitz, der das Lager überlebt hat und den sie Abramauschwitz nennen, wenn sie besonders gute Laune haben, und Charles, der schweigt und seine Brille putzt. Dieses Buch erzählt die Geschichte einer Handvoll gezeichneter Menschen. Sie sind glücklich, die eigene Haut gerettet zu haben, benommen von der Katastrophe, deren Ausmaß sie nur erahnen.

Portrait
Robert Bober, geb. 1931 in Berlin, arbeitete zunächst als Schneider, Töpfer und Erzieher, bevor er sich als Regisseur und Dokumentarfilmer großes Ansehen erwarb. 1933 Emigration mit seinen Eltern nach Paris, wo er seitdem lebt. Er war Assistent bei Truffaut und hat zahlreiche Dokumentarfilme gedreht. 'Was gibt's Neues vom Krieg', sein erster Roman, wurde 1993 mit dem begehrten Rundfunkpreis 'Prix Livre Inter' ausgezeichnet.
Tobias Scheffel, geb. 1964 in Frankfurt am Main, studierte Romanistik, Geschichte und Geographie an den Universitäten Tübingen, Tours (Frankreich) und Freiburg. Seit 1992 arbeitet er als literarischer Übersetzer aus dem Französischen und lebt in Freiburg im Breisgau. 2011 wurde er für sein Gesamtwerk mit dem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 221
Erscheinungsdatum 03.02.2006
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-88897-414-4
Verlag Antje Kunstmann
Maße (L/B/H) 18,8/12,6/2,2 cm
Gewicht 280 g
Originaltitel Quoi de neuf sur la guerre?
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Tobias Scheffel
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Wider das Vergessen
von Mandurah aus Wunstorf am 03.06.2009

Bei Robert Bobers Roman stellt man einmal mehr fest, dass auch leise Töne unter die Haut gehen können und ihre Spuren hinterlassen. Seine Figuren finden sich 1946 in Paris in einer Schneiderei wieder und versuchen nach dem Grauen des Krieges wieder im Leben Fuß zu fassen. Doch nach all... Bei Robert Bobers Roman stellt man einmal mehr fest, dass auch leise Töne unter die Haut gehen können und ihre Spuren hinterlassen. Seine Figuren finden sich 1946 in Paris in einer Schneiderei wieder und versuchen nach dem Grauen des Krieges wieder im Leben Fuß zu fassen. Doch nach all dem Erlebten ist das gar nicht so einfach. Eine vollständige Familie ist eine Seltenheit, viele wissen gar nicht, was aus ihren Angehörigen geworden ist und manche die es wissen wünschten, sie wüssten es nicht weil sie nicht wissen, wie sie mit diesem Wissen weiterleben sollen. Wohin mit sich, wohin mit den Ängsten und Wünschen, wohin mit den Gefühlen und das in den Jahren des Krieges antrainierte Verhalten um zu überleben lässt sich auch nicht einfach abstreifen. Der Roman schwankt ähnlich wie die vom Krieg Gezeichneten zwischen dem Glück überlebt zu haben und der Trauer um die Toten, so sind einige Episoden nicht zuletzt wegen des jüdischen Einschlages recht amüsant, wenn auch häufig mit einem bitteren Unterton, während andere Geschichten einen mit jedem Wort bis ins Mark treffen. Dafür dass der Autor – übrigens Kind polnischer Juden - erst 1931 in Berlin geboren wurde und bei Kriegsende ja noch nicht erwachsen war, hat er die Erlebnisse und Empfindungen seiner Figuren sehr überzeugend dargestellt.