Ärzte, Dichter & Rebellen

Psychosomatische Aspekte ihres Wirkens

Karl F. Masuhr

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Buch (Taschenbuch)
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19,80
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Beschreibung

Friedrich Schiller, Georg Büchner und Arthur Schnitzler geben die Richtung des Diskurses an. Sie traten als Dramatiker hervor, waren zugleich Vorreiter der modernen Psychosomatik und rebellierten – als Arztsöhne – gegen ihre Väter und Landesväter. 50 weitere Autoren und Autorinnen, die ärztlich tätig waren, werden hier mit ihren Texten vorgestellt– angefangen von den Lyrikern Paul Fleming und John Keats über die Erzähler und Dramatiker Anton Tschechow und Alfred Döblin – bis hin zu den zeitgenössischen Romanschriftstellern Antonio Lobo Antunes, Uwe Tellkamp und Rainald Goetz. Darunter sind Lebensbilder mit kurzen Texten von Schriftstellern – und erstmals auch von Schriftstellerinnen – die wie z.B. Harriet Straub und Nawal El Saadawi in Afrika tätig waren. Der Biographik geht es wie der biographischen Medizin primär um individuelle Geschichte. Drei autobiographische (Be-)Funde stechen allerdings hervor: 1. Das „Doppelleben“ Gottfried Benns gleicht vielfach der Biographie Michail Bulgakows. 2. Der Lyriker Justinus Kerner machte gelegentlich seine Hausbesuche gemeinsam mit dem Totengräber, einem begabten Poeten. 3. Der Erstbeschreiber des Mitchell-Syndroms und der Phantomschmerzen, ein Arzt, Dichter und Rebell, fiel mehrfach bei Operationen in Ohnmacht, weil er kein Blut sehen konnte.

Dr. med. Karl F. Masuhr war Neurologe an der FU Berlin und Landesarzt, Leiter der Neurologischen Abteilung in Zell/ Mosel, verfasste u.a. das Neurologie-Lehrbuch der Dualen Reihe (2013) mit integrierter Psychosomatik, Die Visite (2014) und Neuropathische Schmerzen (2016).

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 01.08.2018
Verlag Königshausen u. Neumann
Seitenzahl 302
Maße (L/B/H) 23,6/15,4/2,5 cm
Gewicht 460 g
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8260-6300-8

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Eine Novität und wahre Buchsensation
von einer Kundin/einem Kunden aus Zell am 14.09.2018

Ich habe das Buch "Ärzte, Dichter und Rebellen" langsam gelesen, vieles mehrfach. Es hat mein Denken verändert! Es ist ein Text, der den Menschen in den Blick nimmt. 53 Kurzbiografien z. T. weltberühmter Autoren wie Friedrich Schiller und Georg Büchner, allesamt schreibende Ärzte, keine Helden aus einem Actionfilm. Sie sind ve... Ich habe das Buch "Ärzte, Dichter und Rebellen" langsam gelesen, vieles mehrfach. Es hat mein Denken verändert! Es ist ein Text, der den Menschen in den Blick nimmt. 53 Kurzbiografien z. T. weltberühmter Autoren wie Friedrich Schiller und Georg Büchner, allesamt schreibende Ärzte, keine Helden aus einem Actionfilm. Sie sind verstrikt in die Tumulte ihrer Zeit, mitunter verängstigt, verhöhnt, gefangengesetzt, vertrieben, gar getötet, weil ihre Prosa- oder Dramentexte oder Gedichte Widerstand zum Ausdruck bringen gegen den Mainstream und die Mächtigen. Sie provozieren gewaltfrei, enthüllen das Verborgene, rütteln auf. Es vermischen sich Vergangenheit und Geegenwart in der Suche nach einem wahrhaftigen Menschenbild. Mein Lieblingskapitel ist das siebte: Affekt und Effek". Es erzählt auf der Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse auf dem Gebiet der Neurologie und Hirnforschung und im Vergleich mit antikem Wissen über das Sprechen des Körpers und das Schweigen. Biografik und biografische Medizin, psychosomatische Aspekte der Poesie in der Vita von Arztdichtern auch der Gegenwart (Rainald Goetz, Antonio L.Antunes, Oliver Sacks und Uwe Tellkamp).Und es kommen auch Ärztinnen zu Wort, die Dichterinnen waren. Eine Buchsensation und ein Lesevergnügen,auf 300 Seiten, zugleich ein kritischer Essay, der mein Denken verändert hat.

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