China - 210 Tage hinter Gittern

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Der Autor H. Özyol ist der Sohn türkischer Eltern. Nach der Ausbildung zum Metallbauer war er seither für verschiedene Firmen tätig, auch im europäischen Ausland.
Seine Erfahrungen führten letztlich zu einem Vertrag mit einer deutschen Firma, die an einem Tunnelbauprojekt in China beteiligt war.
Fern von seiner Familie wurde er schon bald nach seiner Ankunft in China verhaftet und kam in ein chinesisches Gefängnis. Als einziger Ausländer musste er mit 40 Mann in einem 80-Quadratmeter-Raum auf seinen Prozess warten.
Von diesem traumatisierenden Lebensabschnitt berichtet er in seinem autobiografischen Werk.
Portrait
Der Autor wurde als Sohn türkischer Einwanderer 1980 in Deutschland geboren und ist hier aufgewachsen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 23.06.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7448-3654-8
Verlag Books on Demand
Maße (L/B/H) 19,4/12,1/2,2 cm
Gewicht 275 g
Auflage 1
Verkaufsrang 61.560
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Fassungslos, schonungslos ehrlich und beklemmend
von einer Kundin/einem Kunden aus Bamberg am 25.04.2018

Nach der Ausbildung zum Metallbauer sammelt Hamza Özyol berufliche Erfahrungen im Ausland. Als ein Jobangebot einer deutschen Firma kommt, die Mitarbeiter für ein Tunnelprojekt in China suchen sagt der junge Mann zu und so verschlägt es ihn mehrere 1000 Kilometer weit weg. Zunächst versucht der Autor dieser Biografie sich... Nach der Ausbildung zum Metallbauer sammelt Hamza Özyol berufliche Erfahrungen im Ausland. Als ein Jobangebot einer deutschen Firma kommt, die Mitarbeiter für ein Tunnelprojekt in China suchen sagt der junge Mann zu und so verschlägt es ihn mehrere 1000 Kilometer weit weg. Zunächst versucht der Autor dieser Biografie sich in das Fremde Land und die Umgebung einzufinden und geht so auf Entdeckungstour. Um sich zu amüsieren sucht er an Abenden immer mal wieder die örtlichen Bars auf und eines Abends begeht er einen Fehler, den er wohl sein Leben lang bereuen wird. Nicht wirklich unschuldig wird er verhaftet und in ein chinesisches Gefängnis gebracht, wo er mit 40 anderen Insassen in einem Raum von etwa 80 Quadratmetern eingesperrt wird. Die Bedingungen im chinesischen Knast sind schrecklich und Hamza muss jeden Tag aufs Neue mit sich selbst und seiner Situation kämpfen. Als der Autor mich anschrieb und anfragte, ob ich bereit wäre seine Biografie zu lesen, konnte ich nicht nein sagen! Für mich ist es wichtig auch solche Lektüre zu lesen, zumal ich wusste wie die politische und gesetzliche Lage Chinas aussieht. Die Erfahrungen scheinen vielleicht etwas emotionslos und gar nüchtern geschildert, jedoch habe ich durchaus verstanden, warum dem so ist. Beim Schreiben hat sich der Autor sicherlich emotional vom Erlebten abgekapselt, was man häufig bei traumatisierten Menschen erkennt. Es ist eine Art Selbstschutz und sollte meiner Meinung nach deshalb nicht negativ bewertet werden. Die Zustände jedenfalls sind menschenunwürdig! Zumal in China kaum Unterschiede zwischen den einzelnen Delikten gemacht wird. Diebe, Mörder und Vergewaltiger sitzen zusammen mit Leuten in den Zellen, die beispielsweise ihre Schulden nicht beglichen und Strafzettel nicht bezahlt haben. Die hygienischen Gegebenheiten sind äußert problematisch und auch mit der Hierarchie innerhalb der Insassen bekommt der Häftling massive Probleme. Nicht zuletzt die völlig falsche Vorgehensweise bei den Gerichtsverfahren lässt den Leser deutlich fassungslos weiterlesen. Herr Özyol erzählt auch ehrlich einiges über sein Privatleben und ich muss gestehen, dass so manche Erzählung eine Antipathie ihm gegenüber aufkommen ließ. Bei gewissen Situationen habe ich doch den Kopf schütteln müssen und fragte mich, ob dieses Verhalten wirklich sein musste. Nichts desto trotz sitzt man als Leser vor einem Buch, welches die Schattenseiten Chinas aufzeigt. Menschenunwürdige Bedingungen und Herangehensweisen zeugen von einem absoluten korrupten und nicht korrekten Strafrecht eines Landes, welches durch Diktatur und Zentralwirtschaft in Schach gehalten werden soll? Wer also mehr über die Gesetze und Bedingungen in chinesischen Gefängnissen erfahren möchte, findet mit dieser Biografie einen authentischen Erfahrungsbericht. Für den Autor freut es mich sehr, dass er diese schwere Zeit überstanden hat und hoffentlich auch aus seinen Fehlern gelernt hat.