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Der blinde Mörder

Roman

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Kanada, in den 1930er Jahren: Laura, fünfzehnjährige Tochter eines Fabrikanten, verfällt einem Gewerkschaftsagitator. Doch auch für ihre Schwester Iris verkörpert er das romantische Ideal eines Mannes. Als Laura von seinem Tod erfährt, begeht sie Selbstmord. Zurück bleibt ein Manuskript mit dem Titel »Der blinde Mörder«, das Laura postum berühmt macht. Aber ist sie wirklich die Autorin? Iris versucht Jahre später, sich rückblickend Klarheit über die Geschehnisse zu verschaffen.
Portrait
Margaret Atwood, geboren 1939 in Ottawa, gehört zu den bedeutendsten Erzählerinnen unserer Zeit. Ihr »Report der Magd« wurde zum Kultbuch einer ganzen Generation. Bis heute stellt sie immer wieder ihr waches politisches Gespür unter Beweis, ihre Hellhörigkeit für gefährliche Entwicklungen und Strömungen. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommierten Man Booker Prize, dem Nelly-Sachs-Preis, dem Pen-Pinter-Preis und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Margaret Atwood lebt in Toronto.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 704 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 03.07.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783492977449
Verlag Piper ebooks
Dateigröße 1670 KB
Übersetzer Brigitte Walitzek
eBook
14,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Großartiges Buch“

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Hamm

Margret Atwood ist immer wieder großartig. Auch dieses Buch besticht durch Stil und Schreibweise. Margret Atwood ist immer wieder großartig. Auch dieses Buch besticht durch Stil und Schreibweise.

Kundenbewertungen

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Ein fabelhafter Schreibstil
von Corinna aus der Nähe von Bremen am 28.10.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Zehn Tage nach Beendigung des 2. Weltkrieges fuhr Laura mit dem Auto von einer Brücke. Ihre Schwester Iris, mit der sie den größten Teil ihres jungen Lebens verbrachte, erzählt in ihren alten Tagen vom Leben als Kind, bis hin zum Unfall von Laura. Eine bewegende Lebensgeschichte beginnt... Ich habe den Roman „Der... Zehn Tage nach Beendigung des 2. Weltkrieges fuhr Laura mit dem Auto von einer Brücke. Ihre Schwester Iris, mit der sie den größten Teil ihres jungen Lebens verbrachte, erzählt in ihren alten Tagen vom Leben als Kind, bis hin zum Unfall von Laura. Eine bewegende Lebensgeschichte beginnt... Ich habe den Roman „Der blinde Mörder“ von Margaret Atwood bereits vor einigen Jahren gekauft und seit dem zierte es mein Bücherregal. Viel positives habe ich gerade in der letzten Zeit über die Autorin gehört und als die YouTuberin Janine auf ihrem Kanal „Poesielos“ die ersten Zeilen des Buches anlas war sehr schnell klar, es wird eines meiner nächsten Bücher werden. Ganz spontan haben wir dann aus diesem Vorhaben eine gemeinsame Leserunde gemacht und dabei sehr tolle Gespräche zu eben diesem Buch geführt. „Der blinde Mörder“ ist ein Buch, welches in 15 Abschnitten aufgegliedert wurde und durch diese Abschnitte zwei verschiedene Erzählstränge bietet. Dieser Aspekt war mir vor dem Lesen nicht unbedingt bewusst und brachte dadurch aber eine kleine Überraschung mit sich. Im Wechsel lesen wir somit die Geschichte von Iris und ihrer Schwester, die wir seit ihrer Kindheit begleiten dürfen. Iris, die bereits 83 Jahre alt ist, schreibt ihr Leben nieder und wir Leserinnen und Leser dürfen diesem, aber auch ihrer Gegenwart folgen. In den anderen Abschnitten geht es um „Der blinde Mörder“. Ja, was hier als Titel des Buches besteht, ist auch im Buch ein Buchtitel. Das Skandalbuch, welches Laura geschrieb und welches kurz nach ihrem Tod veröffentlicht wurde, schlägt heute noch Wellen. Diese Abschnitte erzählen von der Entstehung des Romans und von einer Geschichte zweier Liebenden, die sich erst im Laufe des Buches zu erkennen geben. Wir erfahren von der Geschichte in der Geschichte, die sehr viele phantastische Elemente mit sich bringt und eine wichtige Rolle spielt. Und hier sind wir auch schon an einem Kritikpunkt angelangt. Gerade diese Geschichte im Buch war es, die mich gleich zu Beginn fast zu Aufgeben gebracht hatte. Es ist so ein krasser Gegensatz zum Rest des Buches, dass ich mich damit erst einmal abfinden und anfreunden musste. Im Gegensatz dazu mochte ich die Erzählungen von Iris aus ihrem Leben. Zwar hatten auch diese Kapitel ihre Längen, waren aber deutlich unterhaltender, zumindest zu Beginn. Was im Laufe der Geschichte passiert, ist wie ein großes Puzzle zu betrachten. Wir Leser kennen bestimmte Teile, aber viele andere auch nicht und bauen auf den ca. 700 Seiten das komplette Bild zusammen. Dabei war ich immer wieder am Rätseln, was auf mich zukommen wird, welche Geschehnisse zum Tod von Laura führten und wie diese Abschnitte mit „Der blinde Mörder“ damit zusammenhängen. Und gerade der letzte Punkt war für mich immer interessanter und zum Ende hin noch besser als Iris und ihre Geschichte. Ich hoffe Ihr konntet mir folgen, denn wie man sicherlich merkt, Margaret Atwood hat hier eine sehr komplexe Geschichte geschrieben. Der Schreibstil der Autorin war es jedoch, der mich komplett mitgenommen hat. Wo es an der Story immer wieder Kleinigkeiten gab, die ich bemängeln muss, war es ihre Erzählart, die mich schier begeistert hat. Sie hat eine sehr ausdrucksstarke und sehr bildliche Art das Geschehene aufzuzeigen und Figuren ein Gesicht zu geben. Ich habe mir schon weitere Werke von Margaret Atwood notiert, weil ich unbedingt wieder in den Genuss dieses Stils kommen möchte. Mein Fazit: „Der blinde Mörder“ war anders als ich dachte und er hatte durchaus seine Längen, trotzdem hat die Geschichte ihren Charme. Charaktere denen man folgen möchte und eine Geschichte mit vielen Lücken die es aufzuklären gilt, machen Spaß und unterhalten, wenn auch mit kleinen Abstrichen.

Die Geschichte zweier Schwestern
von NiWa aus Euratsfeld am 23.03.2014
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Die betagte Iris blickt auf ihr Leben zurück. Damit spart sie weder mit Sarkasmus noch Kritik und schon gar nicht mit den Unannehmlichkeiten des Alterns. Iris und ihre jüngere Schwester Laura wuchsen als Töchter eines reichen Knopffabrikanten in Kanada auf. Bis die Wirtschaftskrise auch über diese Fabrik ihren dunklen... Die betagte Iris blickt auf ihr Leben zurück. Damit spart sie weder mit Sarkasmus noch Kritik und schon gar nicht mit den Unannehmlichkeiten des Alterns. Iris und ihre jüngere Schwester Laura wuchsen als Töchter eines reichen Knopffabrikanten in Kanada auf. Bis die Wirtschaftskrise auch über diese Fabrik ihren dunklen Schatten warf. Da wird Iris an den ambitionierten und wohlhabenden Richard verheiratet, der sich auch sofort um die jüngere Schwester Laura kümmert. Doch Laura beging mit 25 Jahren Selbstmord, woraufhin ihr das Buch „Der blinde Mörder“ postum zu großer Berühmtheit verhalf. Aber war sie wirklich die Autorin? Und was geschah einst hinter der Fassade? Hierbei handelt es sich nur um den Grundzug der Hauptgeschichte. Tatsächlich wartet Margaret Atwood mit 4 Erzählsträngen auf, die sogar unabhängig voneinander spannend und interessant zu lesen wären. Kaum ein Genre wird dabei ausgespart. Der Leser bekommt einen Familienepos, Science Fiction, eine Liebesgeschichte mit einer Portion Zeitgeschichte geliefert und darf sich trotz dieser gewagten Komplexität an einem mitreissenden Roman erfreuen. Abgerundet wird dieses Werk durch Margaret Atwoods fesselnden Schreibstil. Während sie den Protagonisten pralles Leben einhaucht, lässt sie den Leser durch fantasievolle Welten reisen, nur um ihn anschließend umso härter auf den Boden der Tatsachen knallen zu lassen. Teilweise hatte das Buch aber seine Längen, was wohl an den komplexen Handlungen liegt. Wer sich also gleichzeitig in die 30er-Jahre, auf fremde Planeten und düstere Familiengeschichten begeben will, ist mit Margaret Atwoods „Der blinde Mörder“ gut beraten.