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Das goldene Rhinozeros

Afrika im Mittelalter

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Afrika im goldenen Zeitalter – das sind die verschollenen acht Jahrhunderte von den nubischen Königreichen bis zu jenem Tag im Jahr 1498, an dem die Karavelle von Vasco da Gama im Indischen Ozean auftaucht und die Kolonisation durch die Europäer beginnt. François-Xavier Fauvelle nimmt uns in seinem wunderbar geschriebenen Buch mit auf eine außergewöhnliche Reise durch das historische Afrika und zeigt uns seine zu Unrecht vergessenen Schätze.
Dürers Rhinozeros kennt jeder. Aber das goldene Rhinozeros von Mapungubwe? In 34 Kapiteln führt dieses Buch durch die faszinierende Geschichte Afrikas vor der Ankunft der Weißen – ein Thema, über das es bezeichnenderweise bis vor kurzem nicht ein einziges Buch in deutscher Sprache gab. Wer sich mit François-Xavier Fauvelle auf seine Spritztour durch das afrikanische "Mittelalter" einlässt, der wird jedoch reich belohnt. Von Ostafrika und Nubien, der Zentralsahara und Marokko, Äthiopien, Mali und dem Senegal bis nach Madagaskar und ans Horn von Afrika geht die Reise durch eine unbekannte Welt der versunkenen Wüstenreiche und Stammesherrschaften, auf der es viel zu entdecken gibt: das reiche Erbe eines bis heute unterschätzten Kontinents.
Portrait
François-Xavier Fauvelle ist Professor für Afrikanische Geschichte an der Universität Toulouse und ein international anerkannter Fachmann für Afrika vor der Kolonialzeit. Sein Buch Das goldene Rhinozeros wurde mit dem Großen Preis des Geschichtsfestivals "Rendez-vous de l’histoire" von Blois ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 29.08.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783406713804
Verlag C.H.Beck
Dateigröße 7737 KB
Übersetzer Thomas Schultz
eBook
24,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Nicht nur Wilde - Unterschätztes Afrika
von S.A.W aus Salzburg am 09.11.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Fauvelle erfasst als erster Historiker die Quellen zu Afrika im Mittelalter. Schon in der Antike bestanden über die Transsahara-Routen und über den Nil Anschlüsse zu den antiken Hochkulturen. Besonders die nubischen Königreiche und Äthiopien wurden von Ägypten beeinflusst und von der koptischen Kirche christianisiert. Durch die Ausbreitung des islamischen... Fauvelle erfasst als erster Historiker die Quellen zu Afrika im Mittelalter. Schon in der Antike bestanden über die Transsahara-Routen und über den Nil Anschlüsse zu den antiken Hochkulturen. Besonders die nubischen Königreiche und Äthiopien wurden von Ägypten beeinflusst und von der koptischen Kirche christianisiert. Durch die Ausbreitung des islamischen Kalifats wurde auch in der Sahel-Zone missioniert und es entstand ein riesiger Handelsraum bis China, wodurch Ostafrika von der See her einbezogen wurde und die Suaheli-Völker zu Händlern wurden, die viele arabische Lehnwörter in ihre Sprache übernahmen. Nach der Schlacht von Talas 751 wurden Chinesen bis Ostafrika verschleppt, 1417 – 22 erreichte Zheng He mit seiner Flotte zweimal Afrika, um Tribute zu erzwingen. Arabische Händler brachten Amber(eine Darmausscheidung des Pottwals) und Elfenbein bis nach China, die arabischen Statthalter von Ägypten beanspruchten 750 eine Oberherrschaft über die christlichen Königreiche des Sudan. Durch die arabische Eroberung geht in der Saharagrenze der Ackerbau zurück, Kamelnomaden verlegen sich auf den Handel bis in den Sudan. Im 11. U 12. Jhdt gibt es mehrere Islamisierungswellen in den Königreichen des Sudan. Das Königreich Mali wird durch seine Goldminen reich, ebenso Groß-Simbabwe. In Kilwa an der Küste von Tansania entsteht ein reicher Handelsplatz mit einem großen Palast, dem die Portugiesen später das Wasser abgraben. Beeindruckend ist die Kirche von Lalibela in Äthiopen, die in einem Stück aus dem Felsen gehauen ist. Fauvelle dokumentiert, wie im Mittelalter das transsaharische Afrika in das arabische Handelsnetz einbezogen wurde und dadurch diverse zivilisatorische Anregungen erhielt. Da es aber nur wenige schriftliche Quellen gibt, da die Afrikaner vor allem mündlich überlieferten, bleiben die einzelnen Kapitel des Buches bruchstückhaft, es fehlen die spannenden Geschichten einer Schrift-Zivilisation. Jedenfalls wird aber deutlich, dass Afrika vor Ankunft der Europäer bereits viel höher entwickelt war, als es die Überheblichkeit der Kolonialmächte andeutet, die dort nur Wilde sah, die es erst zu zivilisieren galt. Kunstwerke wie das Goldene Rhinozeros, Grabhügel, Stelen und befestigte Städte sprechen eine ganz andere Sprache und zeigen das mittelalterliche Afrika auf dem Weg zur Zivilisation, der durch die europäische Eroberung im 19. Jhdt jäh unterbrochen wurde. siehe auch: Opelt, R: Die Kinder des Tantalus. Wien 2002

Afrika, dunkel lockende Welt (T. Blixen)
von einer Kundin/einem Kunden am 11.09.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Es gibt leider nicht viele Bücher über die Geschichte Afrikas in deutscher Sprache. Das vorliegende Werk über das mittelalterliche Afrika zeigt den Kontinent nicht als geschichtslose Region, die nur darauf „wartete“ von den Europäern entdeckt zu werden. Afrika, seine Reiche und Kulturen waren vielmehr eingebunden in die Netzwerke der... Es gibt leider nicht viele Bücher über die Geschichte Afrikas in deutscher Sprache. Das vorliegende Werk über das mittelalterliche Afrika zeigt den Kontinent nicht als geschichtslose Region, die nur darauf „wartete“ von den Europäern entdeckt zu werden. Afrika, seine Reiche und Kulturen waren vielmehr eingebunden in die Netzwerke der damals bekannten Welt, hier kursierten Waren und Religionen, wurde Diplomatie betrieben. Der Autor wirft mit diesem Buch Schlaglichter auf eine fremde und unbekannte Welt – die gerade deshalb fasziniert. (Siehe auch: Kapuscinski, Afrikanisches Fieber)