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Der weiße Affe

Berlin in den Goldenen Zwanzigern

Ein jüdischer Bankier wird erschlagen im Hausflur seiner Geliebten aufgefunden. Kommissar Ariel Spiro ist gerade aus der Provinz nach Berlin gezogen und übernimmt direkt seinen ersten Fall. Zunächst deuten die Ermittlungen auf ein politisches Motiv hin. Doch auch die wohlhabende und exzentrische Familie des Toten gibt Spiro Rätsel auf.
Schon bald gerät der junge Kommissar in den Sog der Metropole, getrieben vom schnellen Rhythmus und mitgerissen vom rauschenden Berliner Nacht­leben. Als er sich von der faszinierenden Tochter des Toten magisch angezogen fühlt, muss Spiro aufpassen, dass ihm der Fall nicht entgleitet.

Kerstin Ehmer zeigt das Berlin der Weimarer Republik in all seinen Facetten. Schillernde Bars und sexuelle Freiheit charakterisieren die Großstadt genauso wie Antisemitismus und die schwelenden Vorboten des Nationalsozialismus.
Der Autorin gelingt es auf überzeugende Weise, die brodelnde Atmosphäre dieser widersprüchlichen Zeit spürbar zu machen. Dabei bedient sie sich einer Sprache, deren Schönheit das Flair der Goldenen Zwanziger lebendig einfängt und gleichzeitig modern daherkommt.
Portrait
Kerstin Ehmer arbeitete viele Jahre als Mode- und Porträtfotografin. Seit sechzehn Jahren betreibt sie mit ihrem Mann die legendäre Victoria Bar in Berlin. Sie verfasste das Buch »Die Schule der Trunkenheit«, das sich zu einem Longseller entwickelte und in mehrere Sprachen übersetzt wurde. »Der weiße Affe« ist ihr erster Kriminalroman.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 280 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 23.08.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783865325990
Verlag Pendragon
Dateigröße 1198 KB
Verkaufsrang 7761
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Buchhändler-Empfehlungen

Sündiges Berlin

Franziska Kommert, Thalia-Buchhandlung Göttingen

Berlin in den 20ern - tabulos, überlaufen, grau, hipp - ein Sündenpfuhl der Leidenschaften aller Art. Und in dieses Getümmel stürzt sich der junge preußische Polizist Spiro. Sein erster Fall scheint politisch motiviert zu sein, oder doch ein Mord aus Leidenschaft? ... Die Autoin hat einen sprachlichen Ausnahmefall geschrieben. Sie greift sämtliche Millieufeinheiten der Zeit und der Szenen auf. Und dadurch sind wir mittendrin im Fall. Dieser Krimi wird jeden fesseln, der sich für Zeitgeschichte oder einen sehr gut angelegten Krimi interessiert. Die besonder Krimiempfehlung für die kommenden Herbstwochen.

Der Star ist die Kulisse

Kevin Beckmann, Thalia-Buchhandlung Wuppertal

Unglaublich atmosphärischer Krimi im Berlin der Weimarer Republik. Auch wenn die Story zu packen weiß und die Charaktere durchaus interessant sind; der wahre Star ist das pulsierende Berlin, das seine wahre Gestalt zeigt, wenn der aus dem beschaulichen Wittenberge stammende Kommissar Spiro sich nachts im Drogen- und Alkoholrausch durch das Berliner Nachtleben treiben lässt. Gerne mehr davon!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Berliner Luft
von manu63 aus Oberhausen am 23.03.2018
Bewertet: gebundene Ausgabe

Der weiße Affe ist ein Kriminalroman der Autorin Kerstin Ehmer. Sie fängt darin das Flair und die Szenerie von Berlin in den zwanziger Jahren ein. Der junge Kommissar Ariel Spiro ist kaum in Berlin eingetroffen als er sich um die Ermordung eines jüdischen Bankiers kümmern muss. Seine Ermittlungen führen in quer durch Berlin und ... Der weiße Affe ist ein Kriminalroman der Autorin Kerstin Ehmer. Sie fängt darin das Flair und die Szenerie von Berlin in den zwanziger Jahren ein. Der junge Kommissar Ariel Spiro ist kaum in Berlin eingetroffen als er sich um die Ermordung eines jüdischen Bankiers kümmern muss. Seine Ermittlungen führen in quer durch Berlin und alle Schichten. Er lernt zwielichtige Lokale kennen, gerät in die Homosexuellen Szene und erlebt das rauschende Berliner Nachtleben. Die Autorin erzeugt ein schillerndes Bild der damaligen Zeit und des herrschenden Zeitgeistes, teilweise gerät die eigentlich Kriminalgeschichte in den Hintergrund und die Auflösung des Falles ist alles andere als spektakulär. Gerade erst aufkommende Ermittlungsmethoden werden angerissen und gut in die Geschichte eingebettet. Die Charaktere sind in Teilen recht flach und als Leser dringt man nur knapp unter die Oberfläche. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven wobei der Hauptfokus auf Ariel Spiro liegt, der es als Neuling in der Abteilung nicht immer einfach hat. Wer Geschichten mag die in den Zwanziger Jahren spielt, wird das Buch interessant finden, wer sich eher einen spannenden Krimi wünscht kommt nicht so ganz auf seine Kosten.

Berlin in den 20er Jahren...War das schön !
von einer Kundin/einem Kunden aus Graz am 03.03.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Es lebe die Vielfalt. Berlin in den 20er Jahren und dazu noch ein guter Kriminalroman. Herz und Hirn was willst Du mehr. Tipp: Kaufen

Großstadtdschungel
von Bibliomarie aus Düsseldorf am 16.02.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ariel Spiro kommt aus der tiefsten Provinz nach Berlin in die „Burg“. Er hat bereits einen gewissen Ruf und möchte nun in der Hauptstadt als Kommissar reüssieren. Aber sein Einstand wird nicht ganz so einfach. Ein jüdischer Bankier wird im Treppenhaus vor der Wohnung seiner Mätresse erschlagen. Seine Familie ist über die Enthüll... Ariel Spiro kommt aus der tiefsten Provinz nach Berlin in die „Burg“. Er hat bereits einen gewissen Ruf und möchte nun in der Hauptstadt als Kommissar reüssieren. Aber sein Einstand wird nicht ganz so einfach. Ein jüdischer Bankier wird im Treppenhaus vor der Wohnung seiner Mätresse erschlagen. Seine Familie ist über die Enthüllungen nicht grade glücklich, aber so ganz koscher scheinen auch die familiären Verhältnisse nicht zu sein. Seine Tochter ist eine kapriziöse junge Frau, die an Hirschfelds Institut für Sexualwissenschaft arbeitet, der Sohn, seinem eigenen Geschlecht zugeneigt und die Ehefrau liebt nicht nur das Klavier, sondern auch die Pianisten. Spiro scheint fast unter die Räder zu kommen, wenn er in Berlins Nachleben recherchiert. Bars, Herrentanzclubs, Alkohol und Rauschgift und nicht zuletzt Nike, sorgen dafür, dass er fast den Boden unter den Füssen verliert. Der Roman schlägt ein hohes Tempo an. Kurze lakonische Sätze, manchmal Berliner Jargon und eine tolle Beschreibung der fiebrigen Atmosphäre der Zwanziger Jahre in Berlin haben mir auf Anhieb gefallen. Das Bild dieser Zeit ist toll getroffen und hat in mir sofort ein Kopfkino ausgelöst. Ich bin richtig in das zügellose Nachtleben eingetaucht – in Büchern gibt es ja keine Nebenwirkungen – und gleich danach von der grauen, kalten Wirklichkeit eingeholt worden. Mietskasernen, dunkle Hinterhöfe, unterernährte, verschorfte Kinder, neben späten Nachtschwärmern in Frack oder Smoking. Immer wieder musste ich an Zilles Milieustudien denken. Ein spannender Krimi, mit einem facettenreich skizziertem Ermittler, einem sehr genau gezeichnetem Zeit- und Sittenbild und bis in die Nebenfiguren detailliert und stimmig ausgearbeiteten Charakteren. Empfehlenswert.