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Wo drei Flüsse sich kreuzen

(gekürzte Lesung)

(26)
Irland 1825: Die 14-jährige Mary soll der verwitweten Bäuerin Nora mit deren schwer behindertem Enkel Michael zur Hand gehen. Der kleine Junge, so munkelt man im Dorf, sei ein Wechselbalg, ein Feenkind, und mache die Kühe krank. Mary gibt nichts auf das Gerede, doch als Nora davon hört, reift in der einsamen, verzweifelten Frau eine ungeheuerliche Idee: Wenn es ihr gelingt, den Wechselbalg zu vertreiben, würde sie den gesunden Michael wiederbekommen und endlich wieder eine echte Familie haben. Getrieben von Angst und Aberglaube und unterstützt durch die geheimnisvolle Kräuterfrau Nance ist sie bald bereit, zu riskanten Mitteln zu greifen …
Ein mitreißendes Drama beruhend auf historischen Ereignissen – einfühlsam gelesen von Vera Teltz.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3
Sprecher Vera Teltz
Erscheinungsdatum 01.09.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783844916942
Verlag Hörbuch Hamburg
Spieldauer 437 Minuten
Format & Qualität MP3, 437 Minuten
Übersetzer Anja Kirchdörfer Lee, Leonie Reppert-Bismarck
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Buchhändler-Empfehlungen

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Jena

Eine meiner Lieblingsautorinnen.
Irland 1825,eine grausame und wahre Geschichte.Es geht um Macht,Angst und Aberglaube.
Ein außergewöhnlich,wunderbare Geschichte.
Eine meiner Lieblingsautorinnen.
Irland 1825,eine grausame und wahre Geschichte.Es geht um Macht,Angst und Aberglaube.
Ein außergewöhnlich,wunderbare Geschichte.

Diotima Johanns, Thalia-Buchhandlung Saarbrücken

Auch in ihrem zweiten Roman nach einer wahren Begebenheit gelingt Hannah Kent ein atmosphärischer, düsterer und psychologisch spannender Historien-Roman. Absolute Lese-Empfehlung! Auch in ihrem zweiten Roman nach einer wahren Begebenheit gelingt Hannah Kent ein atmosphärischer, düsterer und psychologisch spannender Historien-Roman. Absolute Lese-Empfehlung!

„Heute einfach unvorstellbar !“

Eva-Maria Gierth, Thalia-Buchhandlung Bautzen

Der Roman spielt zu einer Zeit in der Mythen und Legenden noch tiefverwurzelt waren im Leben der einfachen Menschen in Irland.
Traurige Lebensumstände und unvorstellbare Krankheit treiben die Bäuerin Nora zur Heilerin. In ihrer Not ergibt sich Nora dem Aberglauben.
Wie im ersten Buch (Seelenhaus) fühlt man auch hier die Armut, Kälte und die harte Arbeit.
Der Roman spielt zu einer Zeit in der Mythen und Legenden noch tiefverwurzelt waren im Leben der einfachen Menschen in Irland.
Traurige Lebensumstände und unvorstellbare Krankheit treiben die Bäuerin Nora zur Heilerin. In ihrer Not ergibt sich Nora dem Aberglauben.
Wie im ersten Buch (Seelenhaus) fühlt man auch hier die Armut, Kälte und die harte Arbeit.

Beate Müller-Egberink, Thalia-Buchhandlung Landau

Wie schon im Seelenhaus erzählt uns die Autorin wieder eine authentische historische Geschichte. Es geht um Aberglaube, Wechselbälge und das daraus resultierende Drama.
Großartig!
Wie schon im Seelenhaus erzählt uns die Autorin wieder eine authentische historische Geschichte. Es geht um Aberglaube, Wechselbälge und das daraus resultierende Drama.
Großartig!

Hannelore Wolter, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Aberglaube beeinflusst das Leben der armen Bauern in Irland. Aber auch Mythen und Religion spielen eine grosse Rolle im Alltag. Starker neuer Roman der jungen Autorin. Aberglaube beeinflusst das Leben der armen Bauern in Irland. Aber auch Mythen und Religion spielen eine grosse Rolle im Alltag. Starker neuer Roman der jungen Autorin.

„Außergewöhnlich !!“

Haike Zimmer, Thalia-Buchhandlung Dresden

Dieser historische Roman, wie auch ihr erster " Seelenhaus "
sind außergewöhnlich.
Atmosphärisch dicht läßt es den Leser riechen, spüren, schmecken
und eintauchen in diese Zeit,an diesen Ort.
Wirklich meisterhaft !
Dieser historische Roman, wie auch ihr erster " Seelenhaus "
sind außergewöhnlich.
Atmosphärisch dicht läßt es den Leser riechen, spüren, schmecken
und eintauchen in diese Zeit,an diesen Ort.
Wirklich meisterhaft !

Katrin Grünwald, Thalia-Buchhandlung Neunkirchen

Hannah Kent hat ein Talent, ihre Leser in ihre Romane eintauchen zu lassen wie kaum ein anderer. Atmosphärisch brilliant erzählter Roman über Aberglaube und was er anrichten kann. Hannah Kent hat ein Talent, ihre Leser in ihre Romane eintauchen zu lassen wie kaum ein anderer. Atmosphärisch brilliant erzählter Roman über Aberglaube und was er anrichten kann.

„Aberglaube am Rande der Menschlichkeit“

E.Rieger, Thalia-Buchhandlung Frankfurt

Von Aberglaube und Trauer um geliebte Menschen getrieben, keimt in Nora ein schrecklicher Verdacht: ihr ehemals gesunder Enkel muss vom Feenvolk ausgetauscht worden sein. Diese paralysierte, sabbernde Gestalt, unfähig zu laufen, muss ein Wechselbalg sein. Als ihr die Heilerin des Dorfes Hilfe beim Austreiben der "Fee" anbietet, lässt sich Nora darauf ein, voller Hoffnung, ihren gesunden Enkel wieder gebracht zu bekommen.
Die Autorin beschreibt sehr lebendig, wie die Bewohner des abgeschiedenen Tals ganz in ihren Riten und Bräuchen aufgehen. Mangels Bildung werden Erklärungen in Flüchen und Aberglaube gesucht und die Gemeinschaft des Dorfes beäugt sich immer argwöhnischer.
Sehr lesenswert!
Von Aberglaube und Trauer um geliebte Menschen getrieben, keimt in Nora ein schrecklicher Verdacht: ihr ehemals gesunder Enkel muss vom Feenvolk ausgetauscht worden sein. Diese paralysierte, sabbernde Gestalt, unfähig zu laufen, muss ein Wechselbalg sein. Als ihr die Heilerin des Dorfes Hilfe beim Austreiben der "Fee" anbietet, lässt sich Nora darauf ein, voller Hoffnung, ihren gesunden Enkel wieder gebracht zu bekommen.
Die Autorin beschreibt sehr lebendig, wie die Bewohner des abgeschiedenen Tals ganz in ihren Riten und Bräuchen aufgehen. Mangels Bildung werden Erklärungen in Flüchen und Aberglaube gesucht und die Gemeinschaft des Dorfes beäugt sich immer argwöhnischer.
Sehr lesenswert!

„Unglaublich - aber wahr gewesen!“

Ulrike Ackermann, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Irland 1826: Mystik, Aberglaube, Feen und ein Wechselbalg
bestimmen das karge Leben der Witwe Nora.

Eine auf einer wahren Begebenheit basierende Geschichte und kaum vorstellbar für uns,
was und wie sich damals Widersinniges und Abartiges zugetragen haben soll...

Ich hab’s sehr gespannt gelesen! Ein MUSS für Leser von historischen und mystischen Romanen!
Irland 1826: Mystik, Aberglaube, Feen und ein Wechselbalg
bestimmen das karge Leben der Witwe Nora.

Eine auf einer wahren Begebenheit basierende Geschichte und kaum vorstellbar für uns,
was und wie sich damals Widersinniges und Abartiges zugetragen haben soll...

Ich hab’s sehr gespannt gelesen! Ein MUSS für Leser von historischen und mystischen Romanen!

„Aberglaube und seine Folgen“

Lenke Balaton, Thalia-Buchhandlung Saarbrücken

Bereits mit ihrem ersten Roman "Das Seelenhaus" konnte Hannah Kent die Leser für sich begeistern.

In ihrem zweiten Roman erzählt sie die Geschichte dreier Frauen: Die 14-jährigen Mary wird von der verwitweten Bäuerin Nora zur Betreuung ihres kranken Sohnes ins Haus geholt. Dem kleinen Jungen wird nachgesagt, dass es sich bei ihm um einen Wechselbalg handeln soll, den man nicht mehr heilen kann. Zusammen mit der Kräuterfrau Nance beginnt Nora einen Exorzismus um ihrem geliebten Sohn wiederzubekommen.

Nach wenigen Seiten ist man tief in der Welt von Mary, Nancy und Nora und erlebt mit ihnen eine Zeit, in der der Aberglaube noch überaus stark ausgeprägt war. Scheinbar mühelos gelingt es der Autorin, dass man sich in dieser Welt wiederfindet und alles erscheint vor dem inneren Auge des Lesers. Die Thematik des Buches und auch der Schluss klingen noch lange in einem nach.
Bereits mit ihrem ersten Roman "Das Seelenhaus" konnte Hannah Kent die Leser für sich begeistern.

In ihrem zweiten Roman erzählt sie die Geschichte dreier Frauen: Die 14-jährigen Mary wird von der verwitweten Bäuerin Nora zur Betreuung ihres kranken Sohnes ins Haus geholt. Dem kleinen Jungen wird nachgesagt, dass es sich bei ihm um einen Wechselbalg handeln soll, den man nicht mehr heilen kann. Zusammen mit der Kräuterfrau Nance beginnt Nora einen Exorzismus um ihrem geliebten Sohn wiederzubekommen.

Nach wenigen Seiten ist man tief in der Welt von Mary, Nancy und Nora und erlebt mit ihnen eine Zeit, in der der Aberglaube noch überaus stark ausgeprägt war. Scheinbar mühelos gelingt es der Autorin, dass man sich in dieser Welt wiederfindet und alles erscheint vor dem inneren Auge des Lesers. Die Thematik des Buches und auch der Schluss klingen noch lange in einem nach.

Alexandra Herrmann, Thalia-Buchhandlung Sulzbach

Ein ausgesprochen literarischer Historienroman, der uns ganz tief einsinken lässt in die irische Mytholgie, angelegt im Spannungsfeld von Glaube gegen Vernunft. Ein ausgesprochen literarischer Historienroman, der uns ganz tief einsinken lässt in die irische Mytholgie, angelegt im Spannungsfeld von Glaube gegen Vernunft.

„Geister, Feen und Wechselbälger...“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Ganz tief in die irische Mythologie eintauchen kann man bei Hannah Kents und von mir schon sehnsüchtig erwarteten neuen Roman. Ein abgeschiedenes Tal im ländlichen Irland und eine wahre Geschichte aus dem 19.Jahrhundert liegen diesem Drama aus Trauer, Angst, Naturgewalt und auswegsloser Situation zugrunde. Aberglaube und Armut , eine enge Gemeinschaft und unerklärliches Unglück entwickeln eine Dynamik , die zur menschlichen Tragödie führt - Hannah Kent lässt uns ganz nah an ihre Figuren und vermittelt ein schon fast magisch zu nennendes Leseerlebnis - einfach toll ! Ganz tief in die irische Mythologie eintauchen kann man bei Hannah Kents und von mir schon sehnsüchtig erwarteten neuen Roman. Ein abgeschiedenes Tal im ländlichen Irland und eine wahre Geschichte aus dem 19.Jahrhundert liegen diesem Drama aus Trauer, Angst, Naturgewalt und auswegsloser Situation zugrunde. Aberglaube und Armut , eine enge Gemeinschaft und unerklärliches Unglück entwickeln eine Dynamik , die zur menschlichen Tragödie führt - Hannah Kent lässt uns ganz nah an ihre Figuren und vermittelt ein schon fast magisch zu nennendes Leseerlebnis - einfach toll !

„Aberglaube und Mythos“

Simone Balke, Thalia-Buchhandlung Meißen

Dieser auf einer wahren Begebenheit basierende Roman entführt uns ins ländliche Leben Irlands um 1826. In einem von der Außenwelt abgeschnittenen Tal regieren Aberglaube, Mythen und Rituale. Nora muss sich nach dem Tod ihrer Tochter und ihres Mannes um ihren behinderten Enkel kümmern, Hilfe bekommt sie von ihrer Magd Mary. Man erzählt sich, er sei ein Wechselbalg, von den Feen entführt. Mit Hilfe der heilkundigen Nance versuchen die drei Frauen das Feenkind auszutreiben. Im Laufe der durchweg spannenden Erzählung sieht man die Tragödie schon auf sich zukommen, kann aber bis zur letzten Seite nicht fassen, was damals Rituale und Mythen für einen Einfluss auf die einfache Bevölkerung hatten. Absolut lesenswert. Dieser auf einer wahren Begebenheit basierende Roman entführt uns ins ländliche Leben Irlands um 1826. In einem von der Außenwelt abgeschnittenen Tal regieren Aberglaube, Mythen und Rituale. Nora muss sich nach dem Tod ihrer Tochter und ihres Mannes um ihren behinderten Enkel kümmern, Hilfe bekommt sie von ihrer Magd Mary. Man erzählt sich, er sei ein Wechselbalg, von den Feen entführt. Mit Hilfe der heilkundigen Nance versuchen die drei Frauen das Feenkind auszutreiben. Im Laufe der durchweg spannenden Erzählung sieht man die Tragödie schon auf sich zukommen, kann aber bis zur letzten Seite nicht fassen, was damals Rituale und Mythen für einen Einfluss auf die einfache Bevölkerung hatten. Absolut lesenswert.

Nadja Schwarz, Thalia-Buchhandlung Nürnberg

Historischer Roman mit Thrillerelementen. Großartige Recherchearbeit der Autorin und detailreiche Umsetzung der drei Frauen. Lesenswert, aber nichts für schwache Nerven. Historischer Roman mit Thrillerelementen. Großartige Recherchearbeit der Autorin und detailreiche Umsetzung der drei Frauen. Lesenswert, aber nichts für schwache Nerven.

„Dieses Buch dürfen Sie nicht verpassen!!!“

Stefanie Willaredt, Thalia-Buchhandlung Bonn

Irland 1826: die Bäuerin Nora sieht sich nach dem Tod ihres Mannes und ihrer Tochter plötzlich alleine mit dem kleinen behinderten Enkel Michael. Nicht nur, dass sie selbst immer mehr im Aberglauben an das irische Feenvolk versinkt und glaubt, dieses sei Schuld am Tod ihrer geliebten Angehörigen, nein auch die Dorfbewohner sehen in ihrem Enkel ein Kind, das Unglück über die Dorfbewohner bringt. Ein Buch das höchste Spannung, Erzählkunst und Irlands Geschichte in sich vereint. Irland 1826: die Bäuerin Nora sieht sich nach dem Tod ihres Mannes und ihrer Tochter plötzlich alleine mit dem kleinen behinderten Enkel Michael. Nicht nur, dass sie selbst immer mehr im Aberglauben an das irische Feenvolk versinkt und glaubt, dieses sei Schuld am Tod ihrer geliebten Angehörigen, nein auch die Dorfbewohner sehen in ihrem Enkel ein Kind, das Unglück über die Dorfbewohner bringt. Ein Buch das höchste Spannung, Erzählkunst und Irlands Geschichte in sich vereint.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
26 Bewertungen
Übersicht
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Was für eine Atmosphäre
von World of books and dreams am 21.07.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Irland in den Jahren 1825/1826 ? in einem kleinen Tal, fern von den immer moderner werdenden Städten, herrscht immer noch der Glaube an Mythen wie Feenwesen, Wechselbälger und mehr. Nora Leahy, gerade frisch verwitwet, lebt auf einem kleinen Bauernhof, allein mit ihrem vierjährigem Enkel Micheál. Doch Micheál ist kein... Irland in den Jahren 1825/1826 ? in einem kleinen Tal, fern von den immer moderner werdenden Städten, herrscht immer noch der Glaube an Mythen wie Feenwesen, Wechselbälger und mehr. Nora Leahy, gerade frisch verwitwet, lebt auf einem kleinen Bauernhof, allein mit ihrem vierjährigem Enkel Micheál. Doch Micheál ist kein gewöhnliches Kind, er läuft nicht, er spricht nicht, des Nachts schreit er und auch am Tage findet er kaum Ruhe. Um Hilfe auf dem Hof und mit ihrem Enkel zu bekommen stellt Nora die vierzehnjährige Mary ein. Doch der Zustand des Kindes ändert sich nicht, ein Arzt diagnostizierte bereits unheilbaren Kretinismus und auch der Dorfpfarrer verweigert seine Hilfe. In ihrer Verzweiflung wendet sich NOra an Nance, die heilkundige Kräuterfrau und diese bestätigt Nora das, was sie schon lange vermutete: Micheál ist ein Wechselbalg. Meine Meinung Das Cover wirkt schon ein wenig düster und unheimlich und passt sehr gut zu der Geschichte. Denn diese ist sehr düster gehalten und ich muss sagen, dass es der Autorin hier absolut gelingt, die Atmosphäre des kleinen, abgelegenen Dorfes einzufangen. Man hat das Gefühl, die Költe und Dunkelheit des irischen Winters am eigenen Leib nachzuemfpinden. Durch die viele Details wird das Leben dort sehr atmosphärisch und auch glaubwürdig dargestellt. Die Autorin schafft es hier eine Dichte zu schaffen, die beim Lesen Bilder von damals lebendig werden lassen. Auch sonst schreibt Hannah Kent sehr einnehmend, beinahe schon poetisch und der Zeit und der Umgebung des Dorfes, in der die Geschichte spielt, hervorragend angepasst. Es ist kein leichter ROman für zwischendurch, aber er verfehlt seine Wirkung keineswegs, denn bei manch einer der Beschreibungen hatte ich Gänsehaut. Das Tempo der Geschichte ist relativ konstant, eher ruhig, denn es geht vielmehr um diese gesamte Entwicklung rund um den Aberglaube und der Mythen, den die Charaktere, allen voran Nora durchlaufen. Es ist schon sehr erschreckend, wie sehr die Menschen früher glaubten, was man ihnen erzählte. Geschahen Unglücke wurden Schuldige gesucht, seien es mythische Wesen oder Reale, alle Schuld wurde bei anderen gesucht und der Aberglaube der Menschen war sehr extrem. All das gelingt es Hannah Kent glaubwürdig nachzuerzählen und ganz besonders interessant fand ich hier, dass die Autorin sich auf eine reale Begebenheit aus dieser Zeit beruft. Mit wechselnden Perspektiven erzählt ein personeller Erzähler in dritter Person die Geschichte. Wir verfolgen drei völlig unterschiedliche Frauen und deren Erlebnisse. Nora, die Witwe, Mary, die Magd und Nance, die Kräuterfrau. Alle drei Frauen sind sehr gut ausgearbeitet und man sieht sie direkt vor sich während des Lesens, aber auch sonst wird alles so intensiv geschildert, dass man einen Film vor dem inneren Auge verfolgt. Nora war eine mir alles andere als sympathische Person, sicher, sie muss in kürzester Zeit den Verlust der Tochter und des Ehemannes verarbeiten und sich um ein schwerbehindertes Kind kümmern, aber anstelle, dass sie selbst mehr eingreift, glaubt sie lieber, dass was man ihr erzählt und was man so im Tal über den kleinen Jungen munkelt. Mary schien mir hier ganz viel Herz zu haben, sie bekommt die nötige Tiefe und nimmt eine wichtige Rolle in der Geschichte ein. Dabei ist sie eine der wenigen, wie es mir schien, die hier zu Mitgefühl fähig war. Nance, die dritte der drei Frauen, aus deren Perspektive wir die Geschichte erleben, ist ebenfalls sehr glaubhaft dargestellt. Von ihr erfährt man auch mehr darüber, wie es dazu kam, dass sie die Gabe der Kräuterkunde und der Heilkunst bekam. Neben den drei Frauen gibt es noch einige weitere Charaktere, vor allem die Bewohner des Tals, die auf die Handlung Einfluss nehmen. Durch ihr Verhalten, ihren Aberglauben und auch teilweise durch ihren Tratsch nimmt die grausame Handlung gegenüber dem kleinen Micheál seinen Lauf. Gerade diese Momente der Geschichte ließen mich wirklich tiefes Mitleid mit dem Kleinen empfinden, denn es war wirklich grauenhaft, was er durchleben musste. Mein Fazit Absolut atmosphärische Geschichte, sehr düster, sehr kalt und dadurch sehr real dargestellt. Manch ein Moment brachte mir Gänsehaut und Entsetzen, wenn man überlegt, wie sehr diese Menschen sich beeinflussen ließen. Die Entwicklung der Geschichte und der Charaktere konnte mich absolut fesseln und überzeugen. Kein leichter Roman, aber wirklich empfehlenswert!

...spannend anders...
von Doris Lesebegeistert am 22.05.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Dieser Roman spielt in Irland um 1825. Mary soll einer verwitweten Bäuerin auf ihren Hof helfen. Der Enkel der Bäuerin soll ein Feenkind sein. Mary glaub nicht daran und stellt sich tapfer ihrer Aufgabe. Doch schon bald ist sich auch Mary nicht mehr so sicher was sie glauben soll.... Dieser Roman spielt in Irland um 1825. Mary soll einer verwitweten Bäuerin auf ihren Hof helfen. Der Enkel der Bäuerin soll ein Feenkind sein. Mary glaub nicht daran und stellt sich tapfer ihrer Aufgabe. Doch schon bald ist sich auch Mary nicht mehr so sicher was sie glauben soll. Das Buch "Das Seelenhaus" hat mir schon sehr gut gefallen. Auch in diesem Roman versetzt die Autorin den Leser in eine beklemmende und düstere Zeit zurück. Da die Story auf einer wahren Begebenheit beruht, macht dies noch spannender. Bitte mehr davon....

Wechselbalg oder einfach ein Kind mit Behinderung?
von Mikka Liest aus Hilter am Teutoburger Wald am 05.05.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

?Wo drei Flüsse sich kreuzen? wird mir mit Sicherheit noch lange in Erinnerung bleiben. Hannah Kent beschwört mit kristallklarer, ausdrucksstarker Sprache ein Bild des ländlichen Irlands von 1825 herauf. Das Leben der Menschen wird nicht nur von Hunger und tiefster Armut bestimmt, sondern auch von Religion und Aberglaube. Beides gibt... ?Wo drei Flüsse sich kreuzen? wird mir mit Sicherheit noch lange in Erinnerung bleiben. Hannah Kent beschwört mit kristallklarer, ausdrucksstarker Sprache ein Bild des ländlichen Irlands von 1825 herauf. Das Leben der Menschen wird nicht nur von Hunger und tiefster Armut bestimmt, sondern auch von Religion und Aberglaube. Beides gibt ihnen Hoffnung und fördert ihren Zusammenhalt, kann aber jederzeit umschlagen in gegenseitiges Misstrauen und Vorurteile. Die schwierige Allianz zwischen christlichen Glaubensregeln und uralten, tief verwurzelten Volksbräuchen zieht sich als Leitmotiv durch das Buch. Die Bewohner des Dorfes, in dem die Handlung angesiedelt ist, gehen sonntags zur Messe, befolgen aber im täglichen Leben eine fast schon absurde Vielzahl von Regeln, um sich vor dem ?bösen Blick? zu schützen oder sich das Wohlwollen des ?Guten Volkes?, wie sie die Feen nennen, zu sichern. Denn diese leben, so glauben die Dörfler, ganz in der Nähe und haben viel Einfluss auf das Leben der Menschen: sie können dafür sorgen, dass Kühe keine Milch und Hühner keine Eier mehr geben, sogar Missbildungen und plötzliche Todesfälle verursachen. Im Dorf geht die Angst um, man habe irgendwie das Unglück heraufbeschworen. Es gibt Missernten, Unwetter und Totgeburten, und dann verliert die angesehene Bäuerin Nora innerhalb kurzer Zeit erst ihre Tochter und dann ihren Mann. Kerngesund war der, munkeln die Dörfler, und nicht nur das: ist er nicht just zum Schlag des Hammers auf der Kreuzung vor der Schmiede tot umgefallen? Sicherlich ein böses Omen. Ein Aberglaube, der sich besonders hartnäckig hält, ist der Mythos vom Wechselbalg. Die Feen, so heißt es, entführen die schönsten, klügsten Menschenkinder und lassen im Austausch einen Doppelgänger des entführten Kindes zurück. Und so ist es Micheál, der kleine Enkel von Nora, der die Menschen am meisten verunsichert. Vor zwei Jahren war er noch ein gesundes, glückliches Kind, das herumlief und plapperte wie jedes andere. Jetzt ist er stumm, seine Arme und Beine sind mager und verdreht, und er windet sich in Krämpfen und Zuckungen. Micheál muss ein Wechselbalg sein, ganz klar. Als moderner Leser zerreißt es einem schier das Herz, wie viel Angst, Widerwille und sogar Hass diesem offensichtlich behinderten Kind fortan entgegen schlägt. Im Mittelpunkt des sich entfaltenden Dramas stehen drei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: die überforderte, verzweifelte Nora, ihre 14-jährige Magd Mary und das alte Kräuterweib Nance, der nicht nur ein umfassendes Wissen um allerlei Heilmittel zugeschrieben wird, sondern auch eine Verbindung zum Guten Volk. Unter Nances Anleitung versucht Nora, den ?Wechselbalg? zu bannen, um die Feen dazu zu bewegen, den echten Micheál zurückzugeben ? während Mary zunehmend verunsichert zusieht? Die Autorin zeichnet ihre Charaktere grandios: komplex, glaubhaft und bewegend. Auch wenn die Protagonistinnen aus heutiger Sicht auf tragische Art und Weise fehlgeleitet erscheinen, sind sie doch in keinster Weise böse. Was sie tun, tun sie mit den besten Absichten, und Nance, die vielleicht zwiespältigste Figur in dieser Geschichte, ist felsenfest überzeugt von ihren eigenen übernatürlichen Fähigkeiten. Das Buch zeigt die enorme Spannweite der menschlichen Natur und verzichtet dabei auf Stereotypen oder einfache Urteile. Hannah Kent erzählt eine spannende Geschichte, die dennoch einen ungeheuren Tiefgang entwickelt. Aber es ist mehr als nur eine Geschichte: das Buch beruht auf historisch belegbaren Tatsachen. Möglicherweise hieß Micheál nicht Michaél, aber es gab einmal einen Jungen wie ihn. Und es gab drei Frauen wie Nora, Mary und Nance. Natürlich möchte ich hier noch nicht verraten, wie die Geschichte ausging, im Buch oder in der Wirklichkeit, aber ich würde Lesern empfehlen, es selber herauszufinden. | FAZIT | Irland im Jahr 1825: in einem kleinen Dorf häufen sich die unerklärlichen Unglücksfälle, und die Menschen suchen nach Erklärungen ? und einem Schuldigen. Genau deswegen versteckt Nora ihren Enkel Micheál, damit niemand dessen verdrehte Glieder sieht oder seine merkwürdigen Schreie hört. Aber schon bald beginnt sie selber zu befürchten, dass Micheál ein ?Wechselbalg? sein muss, ein Doppelgänger, der von den neidischen Feen gegen ihren echten Enkel ausgetauscht wurde. Es handelt sich hier keineswegs um Fantasy! ?Wo drei Flüsse sich kreuzen? ist ein auf Tatschen beruhender historischer Roman, in dem der irische Volksglaube im Umfeld eines von Hunger und Armut gezeichneten Dorfes zum Auslöser eines Dramas wird.